DE273092C - - Google Patents

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DE273092C
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distributor
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C7/00Special-purpose or automatic embroidering machines
    • D05C7/08Special-purpose or automatic embroidering machines for attaching cords, tapes, bands, or the like
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2303/00Applied objects or articles
    • D05D2303/12Rigid objects

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Patentschrift
- JVl 273092 KLASSE 525. GRUPPE
FRANZ GAHLERT in WEIPERT, Böhmen.
Beim Sticken auf der Schiffchenstickmaschine mit Perl- und Flitterfäden, die zugleich Stickfäden sind, macht sich, um eine saubere Stikkerei zu erzielen, eine genaue Verteilung der Perlen notwendig. Hierbei finden die an sich bekannten, aus zwei übereinanderliegenden Platten bestehenden Perlverteiler Verwendung. Die Perlverteiler sind gemäß der vorliegenden Erfindung derart angeordnet, daß sie nicht
ίο nur die Perlen in bekannter Weise verteilen, sondern den Faden auch zeitweise bremsen und gleichzeitig wie ein öhr wirken, das sich während des Stickens abwechselnd öffnet und schließt.
Das Öffnen ermöglicht das Abteilen der Perlen, d. h. das Führen einzelner Perlen zu den Nadeln; das Schließen bezweckt die Führung des zu verstickenden, die Perlen tragenden Fadens, insbesondere zu dem Zeitpunkt, wenn derselbe in die Nadel eingelegt wird, weil sich dabei eine besondere Führung notwendig macht, und diese bietet die Öffnung, welche, wenn die Verteiler übereinander stehen, d. h. geschlossen sind, allseitig begrenzt durch die Schlitze der Verteiler gebildet wird.
Der Faden muß beim Sticken während der Schlingenbildung gebremst oder gesperrt werden. Deshalb sind die Perlverteiler gemäß der Erfindung so angeordnet, daß sie den Faden, wie bereits gesagt wurde, bei der Schlingenbildung festklemmen können. Dies geschieht dadurch, daß die beiden Verteiler so weit gegeneinander (in Richtung der Pfeile von Fig. 6) bewegt werden, daß sie den Faden zweimal ausknicken (Fig. 10) und so sperren.
Auf der Zeichnung stellen
Fig. ι bis 3 die Schiffchenstickmaschine im Querschnitt, Ansicht und Grundriß dar;
Fig. 4 zeigt in vergrößertem Maßstab, schiefwinklig gesehen, die Verteiler und ihre Anordnung in der Maschine;
Fig. 5 und 6 veranschaulichen in Ansicht und Draufsicht die Verteiler in ihrer Lage seitlich zueinander; .
Fig. 7 und 8 zeigen die Nadel in zwei Ansichten in größerem Maßstab, und
Fig. 9 und 10 zeigen verschiedene Stellungen der Verteiler.
Zur Verteilung der auf den Faden a gereihten Perlen oder Flitter b sind scherenartig gegeneinander stehende Schienchen e und f als Perlverteiler angewendet, und diese Perlverteiler e und / haben zur Aufnahme des Fadens α Schlitze h und i (Fig. 3, 4, 6). Die Verteiler e und f stehen, nachdem sie einander in Pfeilrichtung nach Fig. 6 genähert worden sind, so übereinander, daß die Schlitze h und i ein geschlossenes öhr zur Führung des Fadens bilden, so daß derselbe nach keiner Richtung durch die umlaufende Bewegung des ihn leitenden Fadenleiterhäk-
chens c aus den Schlitzen der gegeneinander bewegten Verteiler herausgebracht werden kann (Fig. 4).
Je nach der Art der Perl- oder Flitterstickerei, je nachdem also eine Perle oder mehrere Perlen bei jedem Stich verarbeitet werden, wird in bekannter Weise der Abstand der beiden Verteiler e und f eingestellt. Wenn der Faden gespannt ist, beispielsweise wenn das Schiffchen g durch die Fadenschlinge gleitet, bewegt sich der obere Verteiler f in wagerechter Pfeilrichtung der Fig. 4 so weit zur Seite, daß er die Perle freigibt und diese auf den unteren Verteiler e gleiten kann; der obere Verteiler / bewegt sich dann sofort wieder zurück in die Lage nach Fig. 4. Dabei wird also entweder eine Perle oder es werden mehrere Perlen oder Flitterplättchen, je nachdem der Abstand eingestellt ist, von der Perlreihe abgeschieden und zwischen den Schlitzen des unteren und oberen Perlverteilers eingeschlossen (Fig. 1).
Wenn das Greiferhäkchen c den Faden erfaßt hat, wie in Fig. 1, gibt der untere Verteiler e dadurch, daß er in Richtung des Pfeiles (Fig. 4) sich zur Seite bewegt, die eingeschlossenen Perlen frei. Dieselben fallen durch ihre eigene Schwere gegen den Haken des Greiferhäkchens, während letzteres noch etwas Faden nachzieht, so daß die abgeschiedenen Perlen zwischen Stoffebene I und die Maschinennadeln λ; am Faden lagern (Fig. 1). Der untere Perlverteiler e, welcher die eingeschlossenen Perlen freigegeben hatte, bewegt sich darauf sofort wieder zurück in die Lage nach Fig. 4, um durch seinen Schlitz h zusammen mit dem Schlitz i des oberen Verteilers f das geschlossene öhr zu bilden, welches den Faden von allen Seiten hält, wenn er in die Maschinennadel χ eingelegt wird. Bei dem Vorgehen der Nadel wird nun der Faden durch das kreisende Greiferhäkchen in an sich bekannter Weise um die Spitze desselben geschlungen und angespannt, so daß beim weiteren Vorgehen der Nadel der Faden mechanisch in das offene öhr der Sticknadel hineinschlüpft und zur Bindung durch den Schiffchenfaden gebracht wird, wie es bei der gewöhnlichen Stickmaschine der Fall ist.
Beim Einlegen des Fadens in das offene Nadelöhr 0 und während der Schlingenbildung muß der Faden durch die Verteiler e und f geklemmt (gebremst) werden. Der Faden erhält durch die in den Verteilern e und f angeordneten Schlitze eine zweimalige Knickung, wie dies aus Fig. 10 ersichtlich ist.
In den Fig. 9 und 10 ist zur Klarstellung der Fadenklemmung in zwei Stellungen die Lage der Perlverteiler f und β veranschaulicht. In der Stellung nach Fig. 9 ist der Faden nicht geklemmt und geht in gerader Richtung durch die Verteiler. Bei solcher Stellung erfolgt das Abteilen der Perlen. Ist dies geschehen, so muß der Faden geklemmt werden, und um dies zu erreichen, bewegen sich die Verteiler e und f gegeneinander in die Stellung nach Fig. 10. Der Faden α wird dadurch einmal am Ende des Schlitzes i des Verteilers f und ein anderes Mal am Ende des Schlitzes h des Verteilers e geknickt, er bekommt also eine zweimalige winklige Ablenkung und wird dadurch so viel geklemmt und gebremst, daß die Perlen ihn nicht ziehen können.
Diese Bremsung des Fadens und die BiI-dung eines geschlossenen Öhrs durch die Schlitze der Verteiler ist erforderlich, weil sonst die Perlen (Perlkette) durch ihre eigene Schwere auf den Faden einen Zug ausüben würden, so daß die Schlinge, durch die das Schiffchen hindurch muß, nicht entstehen könnte, sondern durch die Schwere der Perlen ausgezogen werden würde. Wird dagegen der Faden durch die Perl verteiler geklemmt, bekommt er also durch das von den Perlverteilern gebildete geschlossene öhr eine scharfe, straffe Führung, so wird der Zug der Perlen aufgehoben, und die Schlingenbildung kann im Augenblick des Durchschlüpfens des Schiffchens ohne Störung wie bei dem gewöhnliehen Sticken vonstatten gehen. Ist die Schlinge einmal gebildet und die Bindung durch den Schiffchenfaden geschehen, so geben die beiden Verteiler den Faden frei, d. h. sie entfernen sich etwas voneinander (Fig. 9), und die Perlen ziehen beim Rückgang der Nadel durch ihre Schwere gemeinsam mit dem den Faden erfassenden Greifer c die Schlinge vom Schiffchen ab.
Beim Rückgang der Nadel wird der Faden selbsttätig aus dem offenen öhr 0 der Nadel gehoben, indem das federnde Züngehen d der Nadel (Fig. 7 und 8) der Spannung des Fadens nachgibt. Das Spulenbrett muß möglichst senkrecht über dem Nadelbrett angebracht werden, damit die Perlen durch ihre eigene Schwere fallen. Als Zubringer der Perlen wird vorteilhaft ein kantiger Stab, welcher sich um seine Achse dreht und dadurch die zu verarbeitenden Perlen nachschiebt, verwendet. Die Bewegungsgeschwindigkeit des Stabes k (Fig. 1, 2 und 3) kann je nach Bedarf eingestellt werden.
Die Schiffchen g sowie die Treiber η (Fig. 1 bis 3) bleiben dieselben wie bei der gewöhnliehen Schiffchenmaschine. Die Stoffdrücker p (Fig. ι bis 3) können vorteilhaft mit einem Lederüberzug versehen werden, um beim An-
drücken des Stoffes die genähten Perlen nicht zu beschädigen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung für Schiffchenstickmaschinen zum Besticken des Stoffes mit Perlen, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Nadeln (x) angeordneten Perlverteiler (f, e) mit Schlitzen (h, i) versehen sind, die den Faden bei der Schlingenbildung winklig ablenken und hierdurch klemmen.
    Vorrichtung nach Anspruch i, da-
    durch gekennzeichnet, daß die Perlverteiler übereinanderstehend ein geschlossenes öhr bilden, durch welches der Faden allseitig umschlossen geführt ist.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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