Die Erfindung betrifft in nicht toxischen Lösungsmitteln lösliche,
für Drahtlacke geeignete Polyesterimide, diese enthaltende Lösungen und aus diesen hergestellte elektrische Isolierungen.
Es ist bekannt, Drahtlacke aus Polyester und Polyesterimid herzustellen,
wobei das Polymere in einem eine große Menge an phenolischem Lösungsmittel, z.B. Phenol, Kresol oder Kresolsäure,
enthaltendem Lösungsmittel löslich ist (siehe US-PS 3 853 817, 3 852 246, 3 426 098, 3 562 219, 3 668 175, 3 697 471, 3 793 250,
3 839 264 und 3 929 714). Die Verwendung von phenolischen Lösungsmitteln ist aufgrund ihrer relativ hohen Toxizität, ihres unangenehmen
Geruches und der damit verbundenen Probleme bei der Rückgewinnung nach der Aufbringung der Lackbeschichtung auf den
Draht von Nachteil. In der US-PS 3 853 817 und der US-PS 3 426 ist die Verwendung von N-Methylpyrrolidon als Lösungsmittel beschrieben.
Dieses Lösungsmittel ist aber aufgrund seiner schädlichen Dämpfe auch nicht einwandfrei.
In der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung 49-59478 ist
vorgeschlagen worden, Polyesterharze mit niedrigem Molekulargewicht herzustellen und diese dann zur Herstellung von Drahtlacken
in Monoalkyläthern von Diethylenglykol und Triethylenglykol aufzulösen.
Ähnlich ist in der veröffentlichten japanischen Patentanmeldung 51-16342 vorgeschlagen worden, Polyesterharze mit niedrigem
Molekulargewicht herzustellen und diese dann in Monoalkyläthern von Mono-, Di- oder Triethylenglykol oder Mono-, Di- oder Tripropylenglykol
aufzulösen. In beiden japanischen Patentanmeldungen ist jedoch kein Hinweis darauf zu finden, den Monoalkylather
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des Polyalkylenglykols bei der Polyesterbildung mit umzusetzen oder Produkte aus Polyesterimiden herzustellen. Da der Monoalkyläther
des Polyalkylenglykols als monofunktionaler Alkohol agieren kann, ist es klar, daß die Zugabe desselben vor der Bildung des
Polyesters ein modifiziertes Produkt mit entsprechend unvorhersehbaren
Eigenschaften liefern sollte.
Es ist außerdem bekannt, daß Polyesterimide andere Eigenschaften
haben als Polyester. So ist ein niedermolekulares Polyesterimid, das analog den oben genannten japanischen Patentanmeldungen hergestellt
ist, nicht leicht löslich in dem Monomethyläther von Diethylenglykol (Methylcarbitol) allein, sondern in einer Mischung
von Methylcarbitol und N-Methylpyrrolidon. Es wurde auch
gefunden, daß der Monoethyläther von Diethylenglykol und der Monobutyläther von Diethylenglykol nicht als Lösungsmittel für
Polyesterimide fungieren, was einen weiteren Unterschied zu den berichteten Ergebnissen mit Polyestern darstellt.
Es wurde nun gefunden, daß neue Polyesterimide hergestellt werden können, die in nicht toxischen Lösungsmitteln wie Methylcarbitol
löslich sind, wenn man während der Bildung des Polyesterimids als Reaktanten entweder einen Äther mit der Formel:
RO(CnH2nO)xH'
in der R eine Alkylgruppe mit 1 bis 6 Kohlenstoffatomen oder ein
Phenylrest, η = 2 oder 3 und χ = 2 oder 3 ist, oder den Monophenyläther
von Ethylenglykol oder Mischungen solcher Monoäther ver-
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wendet. Beispiele für solche Monoäther, in denen R ein wie oben
definierter Rest ist, sind Monomethyläther von Diethylenglykol, Monomethylather von Triethylenglykol, Monomethyläther von Dipropylenglykol,
Monomethyläther von Tripropylenglykol, Monoethyläther von Diethylenglykol, Monoethyläther von Triethylenglykol, Monoethyläther
von Dipropylenglykol, Monoethyläther von Tripropylenglykol, Monoisopropyläther von Diethylenglykol, Monoisopropyläther
von Triethylenglykol, Monoisopropyläther von Dipropylenglykol, Monoisopropyläther von Tripropylenglykol, Monopropyläther von
Diethylenglykol, Monobutyläther von Diethylenglykol, Monobutyläther von Triethylenglykol, Monobutyläther von Dipropylenglykol,
Monobutyläther von Tripropylenglykol, Monohexyläther von Diethylenglykol, Monohexylather von Triethylenglykol, Monohexyläther
von Dipropylenglykol, Monophenyläther von Diethylenglykol und Monophenylather von Tripropylenglykol. Vorzugsweise ist R ein
Alkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und insbesondere ein Methyl- oder Ethylrest. Die bevorzugte Verbindung ist der Monomethyläther
von Diethylenglykol.
Die Parameter der erfindungsgemäßen Entwicklung sind die folgenden:
1 . Polyesterimid mit einem Hydroxy-/Carboxyl-Verhältnis von 1,25 : 1 bis 2:1, vorzugsweise 1,8 : 1 bis 2:1.
2. Polyester- zu Polyimidgruppen im herkömmlichen Bereich, z.B. 95 bis 50 Snr.% Polyestergruppen und 5 bis 50 &m.% Polyimid-
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gruppen, vorzugsweise 85 bis 65 % Polyestergruppen und 15 bis 35 % Polyimidgruppen.
3. 5 bis 40 % oder sogar bis zu 45 %, gewöhnlich 5 bis 30 %, vorzugsweise 5 bis 20 % und insbesondere 5 bis 12 % der
Hydroxylgruppen des Polyesterimide liegen in Form des oben beschriebenen Glykolmonoäthers vor.
4. Wenngleich die erfindungsgemäßen modifizierten Polyesterimide
in einer Vielzahl von Lösungsmitteln einschließlich der Phenole, z.B. Phenol per se, Kresol oder Kresolsäure,
löslich sind, werden sie vorzugsweise in einem Lösungsmittel aufgelöst, das 40 bis 100 % Diethylenglykolmonoalkyl- oder
-phenyläther oder Triethylenglykolmonoalkyl- oder -phenyläther des oben beschriebenen Typs und vorzugsweise 50 bis
100 % eines solchen Monoalkyläthers von Diethylenglykol enthält.
Wenn ein Colösungsmittel verwendet wird, kann dieses z.B. N-Methylpyrrolidon oder ein aliphatischer Kohlenwasserstoff,
z.B. Octan, Decan, Dodecan und vorzugsweise ein aromatischer Kohlenwasserstoff, wie Benzol, Toluol, Xylol,
Monoalkylbenzol mit einem Siedepunkt im Bereich von 157 bis 177 C (Solvesso 100), eine Mischung von Tetramethylbenzol
mit Dialkyl- und Trialkylbenzolen mit einem Siedepunkt im Bereich von 182 bis 2O4°C (Solvesso 150), eine
Mischung von 70 % Solvesso 150 und 30 % schwerem aromatischem
Naphtha (bekannt als Solvesso N-150) oder ein ähnliches Lösungsmittel sein. Das Lösungsmittel kann zu 100 %
aus einem Monoalkyl- oder Phenyläther von Diethylenglykol
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oder Triethylenglykol bestehen oder der Phenyläther von Ethylenglykol sein. Außerdem kann der Monophenylather von
Ethylenglykol allein oder in Kombination mit einem Monoalkyl-
oder Phenyläther von Diethylenglykol oder Triethylenglykol verwendet werden. Vorzugsweise ist das Lösungsmittel
im wesentlichen frei von phenolischen Lösungsmitteln.
5. Das monoäthermodifizierte Polyesterimid besitzt normalerweise
vor dem Auflösen in dem Lösungsmittel ein Molekulargewicht von 500 bis 1500, z.B. 500 bis 1200, und gewöhnlich
550 bis 1200. Das modifizierte Polyesterimid besitzt ein ausreichend geringes Molekulargewicht, so daß es in einem
niederen Monoalkyläther von Diethylenglykol oder in dem Phenyläther von Diethylenglykol oder Ethylenglykol aufgelöst
werden kann.
6. Das Polyesterimid wird hergestellt unter Verwendung von (1) einem trifunktionalen Polyol wie Tris-(2-hydroxyethyl)-isocyanurat
(THEIC), Glycerin, Trimethylolethan oder Trimethylolpropan, (2) einer zweibasischen Säure wie Isophthalsäure,
Terephthalsäure oder deren niedere Alkylester, z.B. Dimethylterephthalat, Dimethylisophthalat oder Dibutylterephthalat,
(3) Trimellithsäureanhydrid (TMA) und (4) einem Diamin, vorzugsweise
einem aromatischen Diamin, z.B. Methylendianilin, Oxydianilin, 2,4-Tolylendiamin, 2,6-ToIylendiamin, Benzidin,
3,3-Diaminodiphenyl, 1,4-Diaminonaphthalin, p-Phenylendiamin,
ς!..' (jJ -Nonamethylendiamin, 4, 4 '-Diaminodiphenylather, 4,4-Dimethylheptamethylendiamin-1,7-diamindiphenylketon,
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bis(4-Aminophenyl)-cC,(^,'-p-xylol, m-Phenylendiamin, Xyloldiamin,
Hexamethylendiamin, Ethylendiamin, 4,4'-Dicyclohexylmethandiamin
oder Diaminodiphenylsulfon. Die bevorzugten Diamine sind erstens Methylendianilin und zweitens Oxydianilin
oder Tolylendiamin. Gegebenenfalls kann auch ein zweiwertiger
Alkohol wie Ethylenglykol, Neopentylglykol, Butandiol-1,4,
Butandiol-1,3,1,4-cyclohexandimethanol, 2,2,4-Trimethyl-1,3-pentandiol,
Propylenglykol, Diethylenglykol, Trimethylenglykol, Hexandiol-1,6 und Dipropylenglykol vorhanden
sein. Bis zu 10 Mol.% der aromatischen Dicarbonsäure können durch eine aliphatische Dicarbonsäure wie Adipinsäure,
Sebacinsäure, Azealinsäure oder eine ähnliche Säure ersetzt sein. Der bevorzugte dreiwertige Alkohol ist THEIC, und die
bevorzugte aromatische zweibasische Säure ist Terephthalsäure.
7. Die Menge an THEIC oder einem anderen dreiwertigen Alkohol beträgt mindestens 20 % oder vorzugsweise 30 % des gesamten
Alkohols, bezogen auf eine Äquivalentbasis, und diese Komponente und der Glykolmonoäther zusammmen können 100 % der
gesamten Alkoholkomponente ausmachen, wenngleich gewöhnlich etwas zweiwertiger Alkohol z.B. in einer Menge von mindestens
10 % des Gesamtgewichtes der Alkohole vorhanden ist.
Die Hydroxylzahl von Polyesterimiden liegt häufig im Bereich von bis 270, aber dies kann verändert werden, so daß sie z.B.
so niedrig wie 150 oder so hoch wie 350 oder 400 sein kann.
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Die Säurezahl des Produkts beträgt gewöhnlich weniger als 6.
Die Verwendung des Monoäthers eines Glykols als einen Reaktanten, der als ein monofunktionaler Alkohol fungiert, dient dazu, das
Molekulargewicht und die Löslichkeit des Polymeren zu regulieren und erlaubt die Herstellung von Drahtlacken, die verhältnismäßig
nicht toxische Lösungsmittel anstelle von Phenolen enthalten, und erlaubt außerdem die Erzielung von Überzügen mit ökonomisch
günstig hohen Feststoffgehalten.
Dementsprechend können die erfindungsgemäß modifizierten PoIyesterimidharze
in 100 % Methylcarbitol oder 100 % Monomethyläther von Triethylenglykol oder 100 % Butylcarbitol oder einer Mischung
von Monophenyläther von Ethylenglykol und Monophenyläther von Diethylenglykol oder einer Mischung von Methylcarbitol und dem
Ethylather von Diethylenglykol (Carbitol) aufgelöst werden und
ergeben Lackbeschichtungen mit einem Feststoffgehalt von 30 bis 70 % und vorzugsweise 45 bis 55 %. Wie schon oben erwähnt, können
aromatische Kohlenwasserstoffe als Verdünnungsmittel zugesetzt werden. Die Verdünnungsmittel erhöhen nicht die Löslichkeit,
sondern reduzieren die Gesamtkosten für das Lösungsmittel.
Den erfindungsgemäßen Drahtlacken können herkömmliche Modifiziermittel
wie Titanate, wie Tetraisopropyltitanat, Tetrabutyltitanat, Tetraphenyltitanat, Dibutyltriethanolamintitanat, Tetrahexyltitanat,
Tetramethyltitanat usw. sowie Polyisocyanate, z.B. Mondur SH, das cyclische Trimere von 2,4- und 2,6-Tolylendiisocyanaten, bei dem
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die drei freien Isocyanatgruppen mit Kresol blockiert sind und die anderen in der US-PS 3 426 098 erwähnten Polyisocyanate
oder Metalltrockenmittel, z.B. Kobaltnaphthenat, Zinkresinat, Zinkoctoat, Cadmiumlinoleat und Zinknaphthenat zugesetzt werden,
Weiterhin können Melaminformaldehydharz oder phenolische Harze wie Phenolformaldehyd-, Kresolformaldehyd- und Xylenolformaldehydharze
zugegeben werden.
Die Drahtlacke können für Drähte aus Kupfer, Silber, Aluminium oder anderen Materialien verwendet werden, wobei herkömmliche
Beschichtungsverfahren und Drahtgeschwindigkeiten verwendet werden. Das Härten wird bei herkömmlichen Temperaturen, z.B.
bei 260 bis 482°C, gewöhnlich 260 bis 427°C, durchgeführt.
Die erfindungsgemäße Zusammensetzung kann aus den folgenden Materialien
bestehen, im wesentlichen aus diesen bestehen oder diese enthalten.
Wenn nicht anders angegeben, sind alle Teil- und Prozentangaben auf das Gewicht bezogen.
In den folgenden Beispielen werden die folgenden Abkürzungen verwendet:
TA = Terephthalsäure
DMT = Dimethylterephthalat
TMA = Trimellithsäureanhydrid
THEIC = tris(Hydroxyethyl)isocyanurat
NMP = N-Methylpyrrolidon
MDA = 4,4'-Methylendianilin
TPT = Tetraisopropyltitanat
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Beispiel 1
| 1 . |
Methylcarbitol |
| 2. |
Ethylenglykol |
| 3. |
THEIC |
| 4. |
TMA |
| 5. |
MDA |
| 6. |
TA |
| 7. |
TA |
472 218 850 548 282 312 312
Die Teile 1 bis 4 wurden in einen 5 1-Kolben gegeben, der mit
einem Rührer, einem Thermometer und einer luftgekühlten, mit einem Destillatauffanggefäß verbundenen Snyder-Säule ausgerüstet
war. Die Temperatur wurde auf 110° erhöht, und dann wurden die Teile 5 und 6 zugegeben. Die Temperatur wurde weiter
auf 200 C erhöht. Als 67 cm Destillat gesammelt worden waren, wurde Teil 7 in den Kolben gegeben. Die Temperatur wurde weiter
auf 230 C gesteigert, und nach Sammeln von 320 cm Destillat wurde eine Harzprobe aus dem Kolben entnommen. Nach Gardner-Holdt
ergab sich eine Viskosität von M 1/2, gemessen bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Kresolsäure. Dann wurde an den Kolben
ein Unterdruck von 50,8 cm angelegt und dieser allmählich auf 61 cm gesteigert. Nach Entfernen von 100 cm Destillat unter
Vakuum wurde das Reaktionsprodukt aus dem Kolben entfernt. Die Viskosität des fertigen Polymeren betrug nach Gardner-Holdt
N 1/2, ebenfalls gemessen bei einem Feststoffgehalt von 30 %
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in Kresolsäure. In Methylcarbitol bei einem Feststoffgehalt
von 40 % betrug die Viskosität C 1/2. Die mit einem Brookfield-Viskosimeter
gemessene Viskosität des festen Harzes betrug 460 cps bei 185°C.
Das mit einem Dampfphaseosmometer gemessene Molekulargewicht
betrug 571 und der Hydroxylwert 155.
Das gebildete modifizierte Polyesterimid wurde in einer Mischung von Methylcarbitol und Wasser aufgelöst. 10,2 Teile
des Esterimide löst sich in 10,2 Teilen einer 80/20 (Volumen) Mischung von Methylcarbitol/Wasser. Die Viskosität ergab sich
zu U, und der Feststoffgehalt betrug 44,9 %. Eine Korrektur des pH-Werts des Systems war nicht erforderlich, und es brauchten
auch keine Amine als Löser zugesetzt werden.
Beispiel 2
1 . Das methylcarbitolinodifizierte Polyesterimid gemäß
Beispiel 1
2. Kresolsäure
3. Solvesso 100
4. CP. Phenol
5. Kresolsäure
6. Solvesso 100
7. CP. Phenol
8. XO3-O2 (Mondur SH gelöst in Kresolsäure - Solvesso 10O) 106
9. P11-13 (ΐη,ρ-Kresolformaldehydharz
gelöst in Kresolsäure
- Solvesso 100) 48
10. TPT 17
11. Kresolsäure 809840/0583 17
| 480 |
78 |
| 1 |
58 |
| 1 |
15 |
| 1 |
30 |
| |
80
94 |
| |
Eine Lösung des gemäß Beispiel 1 hergestellten Polymeren wurde durch Auflösen des Harzes in 2, 3 und 4 hergestellt, und die
Mischung wurde bis zur vollständigen Lösung unter Rühren auf einer Temperatur von 121 C gehalten. Die Lösung wurde weiter
verdünnt mit 5, 6 und 7, und anschließend wurden 8 und 9 zugesetzt. 10 und 11 wurden vorgemischt und dann zu der Drahtlackmischung
gegeben. Die Mischung wurde dann wiederum auf 121°C erwärmt und 2 Stunden lang auf dieser Temperatur gehalten. Die
Viskosität des resultierenden Drahtlacks ergab sich zu P, und der Feststoffgehalt wurde zu 37,2 % bestimmt.
Beispiel 3
Das methylcarbitolmodifizierte
Polyesterimid gemäß Beispiel 1 750
240 240 63,6 95,4 17 17 60
Das gemäß Beispiel 1 hergestellte Polyesterimidharz wurde in einem Lösungsmittelsystem aufgelöst, das hauptsächlich aus
Methylcarbitol und Solvesso N-150 bestand, was sich auch aus der obigen Tabelle ergibt.
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| 2. |
Methylcarbitol |
| 3. |
Solvesso N-150 |
| 4. |
Mondur SH |
| 5. |
Methylcarbitol |
| 6. |
TPT |
| 7. |
Kresolsäure |
| 8. |
N-Methy!pyrrolidon |
Das Harz wurde unter Rühren bei 121°C in 2 und 3 aufqelöst.
Teil 4 wurde in 5 vorqelöst, und das TPT wurde mit einer gleich großen Menge Kresolsäure stabilisiert und dann zugegeben. Die
Lösung wurde wiederum auf 121 C erhitzt und 2 Stunden unter Rühren auf dieser Temperatur gehalten. Dann wurde Teil 8 zugesetzt.
Der resultierende Drahtlack hatte eine Viskosität nach Gardner-Holdt von Y 1/2 bei einem Feststoffgehalt von 49 %.
Beispiel 4
1. Das methylcarbitolmodifizierte
Polyesterimid gemäß Beispiel 1 375
120 120
35
52,5
Eine Drahtlackbeschichtungslösung wurde gemäß der obigen Tabelle
und der Verfahrensweise von Beispiel 3 hergestellt. Die Viskosität
der resultierenden Lösung ergab sich nach Gardner-Holdt zu X bei einem Feststoffgehalt von 49,4 %.
| 2. |
Methylcarbitol |
| 3. |
Solvesso 150 |
| 4. |
Mondur SH |
| 5. |
Methylcarbitol |
| 6. |
TPT |
| 7. |
Kresolsäure |
| 8. |
NMP |
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Beispiel 5
| 2. |
Methylcarbitol |
| 3. |
Ethylalkohol |
| 4. |
Mondur SH |
| 5. |
Methylcarbitol |
| 6. |
TPT |
| 7. |
Kresolsäure |
| 8. |
Ethylenglykol |
| 9. |
N-Methy!pyrrolidon |
Das methylcarbitolmodifizierte Polyesterimid gemäß Beispiel 1 750
240 240 70 105 17 17 30 30
Das gemäß Beispiel 1 hergestellte Polyesterimid wurde in einem Lösungsmittel aufgelöst, das hauptsächlich aus Ethylalkohol und
Methylcarbitol bestand. Die für die Beschichtung eines Drahtes geeignete Lösung wurde durch Auflösen des Esterimids gemäß der
Verfahrensweise von Beispiel 2 hergestellt. Die Temperatur der Mischung wurde auf 82 bis 93°C eingestellt, da das Ethanol oberhalb
dieser Temperatur siedet.
Die Beispiele 6 und 7 zeigen die Unfähigkeit von zwei anderen Glykolestern, Cellosolve (2-Ethoxyethanol) und Methylcellosolve
(2-Methoxyethanol), dem Polymeren Löslichkeit und Stabilität zu verleihen.
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Beispiel 6
353 g Cellosolve wurden anstelle des Methylcarbitols gemäß Beispiel 1 eingesetzt, und es wurde wie in Beispiel 1 verfahren.
Nach dem Sammeln von 500 cm Destillat und Erreichen einer Temperatur von 230 C war die Reaktionsmischung immer
noch trübe. Bezogen auf die Einsatzmenge betrug die theoretische Menge an zugänglichem Wasser 238 cm . Obwohl der Ansatz
immer noch trüb war, gelierte er.
Beispiel 7
300 g Methylcellosolve wurden anstelle von Methylcarbitol gemäß Beispiel 1 verwendet, und es wurde wie in Beispiel 1 verfahren.
Nach Sammeln von 486 cm Destillat war die Reaktionsmischung immer noch trübe. Während eine Probe eine Gardner-Holdt-Viskosität
von V 1/2 bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Kresolsäure ergab, gelierte der Ansatz, obgleich immer noch
nicht umgesetzte Terephthalsäure vorhanden war.
| Beispiel |
8 |
Neopentylglykol |
| 1 . |
Ethylenglykol |
| 2. |
THEIC |
| 3. |
TMA |
| 4. |
MDA |
| 5. |
TA |
| 6. |
73 397 1075 712 367 811
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Es wurde ein Polyesterimid mit einem Hydroxyl/Carboxyl-Verhältnis von 2 : 1 hergestellt.
Die Teile 1 bis 5 wurden in einen 5 1-Kolben gegeben. Die Mischung
wurde auf 104,4°C erhitzt und dann mit 6 versetzt. Dann wurde der Ansatz auf 238°C erhitzt und nach Erhalt von 32O cm
Destillat war der Ansatz klar. Eine Probe ergab eine Gardner-Holdt-Viskosität
von T bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Kresolsäure. Die Destillationssäule wurde entfernt, und es wurde
ein Vakuum von 50,8 bis 51,9 cm bei 193 bis 21O°C angelegt, woraufhin 34 cm Destillat erhalten wurden.
Beispiel 9
Das Polyesterimid gemäß Beispiel 8 wurde in einer Mischung von Methylcarbitol und Solvesso 150 gemäß der Verfahrensweise von
Beispiel 3 aufgelöst.
Das Polyesterimid war in dem Methylcarbitol löslich, aber bei Zusatz des Kohlenwasserstoffverdünnungsmittels trat eine Trübung
ein, und das zugesetzte N-Methylpyrrolidon war notwendig,
um die Klarheit zu erhalten. Nach mehrwöchigem Stehen wurde der Drahtlack im Gegensatz zu dem Polyesterimid, in das das Methylcarbitol
mit eingebaut war, trübe.
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| 1. |
Polyesterimid gemäß Beispiel 8 |
375 |
| 2. |
Methylcarbitol |
120 |
| 3. |
Solvesso 150 |
12O |
| 4. |
Mondur SH |
32 |
| 5. |
Methylcarbitol |
48 |
| 6. |
TPT |
8,5 |
| 7. |
Kresolsäure |
8,5 |
| 8. |
Methylcarbitol |
50 |
| 9. |
Solvesso 150 |
50 |
| O. |
N-MethvlDvrrolidon |
60 |
Die resultierende Viskosität nach Gardner-Holdt betrug V bei
einem Feststoffgehalt von 45 %.
Beispiel 10
In diesem Beispiel wird ein Polyesterimid beschrieben, das sich bei Verwendung in einem Lösungsmittel nach herkömmlichen Anwendungsverfahren
als Drahtlack eignet. Es kann außerdem auch als heiße Schmelze unter Verwendung einer Heizvorrichtung aufgebracht
werden.
OH/COOH = 1,81/1,0, 21,5 % Imid, 6,1 % Methylcarbitol^ bezogen
auf die insgesamt eingesetzten Äquivalente, 10,5 % der Hydroxyläquivalente
als Methylcarbitol.
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| 1 . |
Methylcarbitol |
| 2. |
Ethylenglykol |
| 3. |
THEIC |
| 4. |
TMA |
| 5. |
MDA |
| 6. |
Zinkacetat |
| 7. |
DMT |
| 8. |
Xylol |
| 212, |
8 |
| 197, |
4 |
| 765 |
|
| 493 |
|
| 253 |
|
| 1, |
31 |
| 655 |
|
| 15O |
|
Die obigen Reaktanten wurden in einen Kolben gegeben, der mit einer Snyder-Säule, einem Rühren und einem Thermometer ausgerüstet
war. Die Temperatur wurde innerhalb von 2 Stunden auf 180°C erhöht, wobei 72 cm Destillat erhalten wurden. Dann
wurde die Temperatur weiter auf 21O0C gesteigert. Nach Erhalt
von 342 cm Destillat war die Destillation unter atmosphärischen Bedingungen beendet. Nach Anlegen eines Vakuums wurden
bei einer Temperatur von 2000C weitere 64 cm Destillat erhalten,
woraufhin die Destillation wieder beendet war.
Beispiel 10-A
Es wurde eine Drahtlacklösung hergestellt, indem 650 Teile des in Beispiel 10 hergestellten Polyesterimids in 67 Teilen Methylcarbitol
und 77 Teilen Solvesso 150 bei 120°C aufgelöst wurden.
Bei 60°C wurden 136,5 Teile einer 40 %-igen Lösung von Mondur SH in Methylcarbitol zugesetzt. Anschließend wurden 14,3 Teile TPT,
die mit 10 Teilen Methylcarbitol vorgemischt worden waren, züge-
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geben. Die Lösung wurde 3 Stunden auf 125°C gehalten und mit
52 Teilen NMP und 218 Teilen einer Methylcarbitol/Solvesso-Mischung verdünnt. Die Eigenschaften nach Aufbringen und Härten
auf einem Nr. 18 Kupferdraht waren gut.
Der Ofen- oder Drahtturmverlust (stack loss) des Drahtlacks wurde mit Hilfe von TiO2 bestimmt. Die durchschnittliche Retention
ergab sich zu 91,97 % entsprechend einem Ofenverlust von 8,03 % und einem wirksamen Feststoffgehalt von 46,26 %.
Die Ofenverluste eines im Handel erhältlichen Polyesterimids, "Isomid", das ohne Methylcarbitol hergestellt ist, waren
überraschend höher und lagen bei 10,25 %.
Beispiel 10-B
1250 Teile des Polyesterimids gemäß Beispiel 10 wurden zerkleinert
und in einen 3 1-Kolben gegeben. Es wurden 37 Teile Ethylenglykol
zugesetzt und der Kolbeninhalt dann auf 150 C erhitzt
und unter Rühren geschmolzen. Bei 122°C wurden 300 Teile einer 40 %-igen Lösung von Mondur SH in Kresolsäure zusammen mit
Teilen Tetraphenyltitanat zugegeben. Die Reaktionsmischung wurde 2 Stunden auf 150°C gehalten.
Bei Aufbringung auf einen Kupferdraht in vier Durchgängen unter Verwendung einer auf 180°C erhitzten Aufbringvorrichtung wurde
eine glatte Beschichtung mit annehmbaren mechanischen Eigenschaften
erhalten.
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Beispiel 10-C
1000 Teile des gemäß Beispiel 10 hergestellten Polyesterimids wurden verarbeitet und wie in Beispiel 10-B auf einen Nr. 18
Kupferdraht aufgebracht, wobei 30 Teile Ethylenglykol, 240 Teile Mondur SH gelöst in Methylcarbitol und 70 Teile Tetraphenyltitanat
verwendet wurden.
Beispiel 11
Beispiel 10-A wurde wiederholt mit dem Unterschied, daß anstelle
des Methylcarbitols 287 g Butylcarbitol zugegeben wurden. Das Polyesterimid wurde wie in Beispiel 10 verarbeitet
und das resultierende Produkt unter Verwendung einer 50 : 50-Lösungsmittelmischung
(Volumen) aus Butylcarbitol/Solvesso 150 zu einem Drahtlack vermengt. Der Drahtlack wurde mit guten Ergebnissen
auf einen Kupferdraht aufgebracht. Die Viskosität nach Gardner-Holdt betrug U bei einem Feststoffgehalt von
50 %.
Anstelle der 50 : 50-Lösungsmittelmischung aus Butylcarbitol
und Solvesso 150 kann auch 100 % Butylcarbitol als Lösungsmittel
verwendet werden, um dem Produkt einen Feststoffgehalt von
50 % zu verleihen.
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Beispiel 12
Beispiel 10 wurde wiederholt mit dem Unterschied, daß anstelle des Methylcarbitols 237,5 g Ethylcarbitol verwendet wurden. Das
resultierende Produkt wurde wie in Beispiel 10-A unter Verwendung einer 50 : 50-Lösungsmittelmischung aus Carbitol und
Solvesso 150 anstelle von Methylcarbitol und Solvesso zu einem Drahtlack vermischt und auf einen Nr. 18 Kupferdraht aufgebracht.
Bei einem Feststoffgehalt von 50 % ergab sich nach Gardner-Holdt
eine Viskosität von Y.
Anstelle von Butylcarbitol/Solvesso 150 kann auch 100 % Butylcarbitol
als Lösungsmittel eingesetzt werden. Außerdem kann
auch eine Mischung von Ethylcarbitol und Butylcarbitol als Lösungsmittel, z.B. eine 50 : 50 (Volumen) Mischung, verwendet
werden.
Beispiel 13
| |
Reaktanten |
Ansatz, g |
| 1. |
Propasollösungsmittel DM (Dipropylen-
glykolmonomethylather) |
262 |
| 2. |
Ethylenglykol |
197 |
| 3. |
Tris-2-(Hydroxyethyl)isocyanurat |
765 |
| 4. |
Trimellithsäureanhydrid |
493 |
| 5. |
Methylendianilin |
253 |
| 6. |
Zinkacetat |
1,31 |
| 7. |
Dimethylterephthalat |
655 |
| 8. |
Xylol |
150 ml |
809840/0583
Die Teile 1, 2, 3, 4, 5, 6 und 8 wurden in einen 3 1-Reaktionskessel
gegeben, der mit einer Snyder-Säule, einer Dean Stark-Fal-Ie,
einem Kühler, einem Thermometer und einem Rührer ausgerüstet war. Der Ansatz wurde auf 1200C erhitzt und dann mit Teil 7 versetzt.
Über einen Zeitraum von 2 Stunden wurde die Temperatur auf 185 C erhöht. Die Reaktionsmischung wurde dann über Nacht
auf 125 C abkühlen gelassen und am folgenden Tag wieder auf
200°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde 1 Stunde auf 200°C gehalten, und dann wurde die Temperatur innerhalb 1 Stunde um
10°C auf 210°C erhöht, nachdem 270 cm Destillat erhalten worden waren. Dann wurde 10 Minuten lang ein Vakuum von 56 cm Hg
angelegt, woraufhin weitere 34 cm Destillat erhalten wurden. Zum Schluß wurde bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Kresolsäure
eine Gardner-Holdt-Viskosität von J-K gemessen. Die Reaktionsmischung
war bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Propasollösungsmittel
DM unlöslich. Beim gleichen Feststoffgehalt war sie jedoch in Methylcarbitol bei einer Viskosität von weniger
als A löslich.
Beispiel 13-A
| |
Reaktanten |
Ansatz, g |
| 1. |
Polyesterimid gemäß Beispiel 13 |
650 |
| 2. |
Methylcarbitol |
66,9 |
| 3. |
Solvesso 150 |
76,9 |
| 4. |
Mondur SH bei einem Feststoffgehalt von |
|
| |
40 % in Methylcarbitol |
135,5 |
| 5. |
Tetraisopropyltitanat |
14,3 |
| 6. |
Methylcarbitol |
109 |
| 7. |
Solvesso 150 |
109 |
| 8. |
N-Methy1-2-pyrrolidon |
52 |
| |
809840/0583 |
|
Die Teile 1, 2 und 3 wurden in einen 3 1-Reaktionskessel gegeben,
der mit einem Rührer, einem Kühler und einem Thermometer ausgerüstet war. Der Ansatz wurde solange auf 140C erhitzt,
bis 1 gelöst war. Die Reaktionsmischung wurde dann auf 600C gekühlt
und mit 4 und 5 versetzt. Dann wurde wieder auf 1200C
erhitzt und diese Temperatur 2 Stunden lang gehalten. Als die Heizung abgestellt wurde, wurden 6 und 7 zugegeben. Dann wurde
eine Probe zur Viskositätsbestimmung entnommen. Diese Probe blieb klar und besaß eine Viskosität von Z2. Dann wurde das N-Methyl-2-pyrrolidon
(8) zugegeben. Bei einem Feststoffgehalt von 50 % bestimmte sich die Viskosität nach der Gardner-Holdt-Skala
zu X 3/4.
Dieser Drahtlack ergab bei der Beschichtung eines Nr. 18 AWG Kupferdrahts bei etwa 14 m/min eine Aussehensbeurteilung von
3. Die durchschnittliche Erweichungstemperatur betrug 349°C. Bei 20 %-iger Vorstreckung des Drahtes und einer Testzeit von
1/2 Stunde bei 2000C ergab sich ein Wärmeschockverhalten von
0, 40, 90 und 100 % über den einfachen, den doppelten, den dreifachen und den vierfachen Durchmesser.
Beispiel 14
Dieses Beispiel beschreibt ein Klasse F Polyesterimidharz, bei
dem als das Triol anstelle des Glycerins Trimethylolpropan verwendet
wird. 10 % der gesamten Hydroxyläquivalente stammen wiederum von Methylcarbitol.
809840/0583
| 1. |
Methylcarbitol |
| 2. |
Ethylenglykol |
| 3. |
TMP |
| 4. |
TMA |
| 5. |
MDA |
| 6. |
TA |
| 7. |
TA |
| 8. |
Dibutylzinnoxid |
187 207 327 411 212 234 234 1,4
Die Teile 1 bis 5 und 8 wurden in einen Kolben gegeben, der mit einer Snyder-Säule, mit einer Dean Stock-Falle, einem Kühler,
einem Thermometer und einem Rührer ausgerüstet war. Es wurde erwärmt, und bei 1100C wurde Teil 6 zugegeben. Es wurde weiter erwärmt,
und bei 160C wurde Teil 7 zugesetzt. Zu dieser Zeit wurde
bereits Destillat erhalten. Innerhalb von 4 Stunden wurde die Temperatur auf 216 bis 227°C erhöht und solange gehalten, bis
die Reaktion beendet war. Nach Beendigung der Reaktion waren 180 cm Destillat erhalten worden. Das resultierende Harz war
weich und geschmeidig.
Dieses Harz wurde dann zu einem Drahtlack verarbeitet.
Beispiel 14-A
1. Polyesterimidharz gemäß Beispiel 14 375
2. Methylcarbitol 120
809840/0583
| 3. |
Solvesso 150 |
| 4. |
Mondur SH |
| 5. |
Methylcarbitol |
| 6. |
TPT |
| 7. |
Methylcarbitol |
| 8. |
Ethylenglykol |
120
48 8,5 8,5
Die Teile 1 bis 3 wurden in einen mit Rührer, Kühler und Thermometer ausgerüsteten Kolben gegeben. Es wurde solange
auf 121°C erhitzt, bis das Harz aufgelöst war. Das Erhitzen wurde dann abgebrochen und die Mischung abkühlen gelassen.
Bei 104,4 C wurde Teil 4 vorgelöst in 5 zugegeben. Bei 54,4 bis 60,0°C wurde Teil 6 vorgemischt mit Teil 7 zugesetzt.
Dann wurde wiederum erwärmt, bis die Temperatur 1210C erreichte.
Diese Temperatur wurde 2 Stunden lang aufrecht erhalten. Nach diesen 2 Stunden wurde das Äthylenglykol zugegeben.
Die resultierende Mischung besaß eine Viskosität von W- bei einem Feststoffgehalt von 47,4 %. Beim Aufbringen auf
einen Nr. 18 Kupferdraht mit einer Geschwindigkeit von 13,6 m/min betrug die Fließfähigkeit 3, der Kegel nach dem Abreißern
die Schabfestigkeit 1225 bis 1525 g und die durchschnittliche Erweichungstemperatur 308 C. Bei einer Vorstreckung von 20 %
und einer Testzeit von 1/2 Stunde bei 175°C wurde ein Wärmeschockverhalten von 0, 50, 60 und 90 % über den einfachen,
den zweifachen und dreifachen Durchmesser bzw. den 3X-Dorn erhalten.
809840/0583
Beispiel 15
In diesem Beispiel ist ein Klasse F Polyesterimid beschrieben, indem ein anderer Glykoläther anstelle des Methylcarbitols verwendet
wird. Der verwendete Glykoläther war Dowanol TPM (Tripropylenglykolmonomethylather).
Das Dowanol TPM lieferte 10 % der gesamten Hydroxy!äquivalente.
| 1. |
Dowanol TPM |
| 2. |
Ethylenglykol |
| 3. |
Glycerin |
| 4. |
TMA |
| 5. |
MDA |
| 6. |
TA |
| 7. |
TA |
322 207 224 411 212 234 234 8. Dibutylzinnoxid 1,4
Die Teile 1 bis 4 und 8 wurden in einen Kolben gegeben, der mit einer Snyder-Säule, einer Dean Stark-Falle, einem Kühler, einem
Rührer und einem Thermometer ausgerüstet war. Es wurde erhitzt, und bei 11O°C wurde Teil 5 zugegeben. Das folgende Zugabeverfahren
war das gleiche wie in Beispiel 14 beschrieben. Das· resultierende Harz war weich und geschmeidig und in Methylcarbitol
löslich.
809840/0583
Beispiel 15-A
Das Harz gemäß Beispiel 15 wurde dann zu einer Drahtlacklösung
verarbeitet.
1. Polyesterimidharz gemäß Beispiel 15 375
2. Methylcarbitol ^20
3. Solvesso 150 120
4. Mondur SH 32
5. Methylcarbitol 48
6. TPT 8,5
7. Methylcarbitol 8,5
8. Ethylenglykol 17
Die Verarbeitung dieses Lacks erfolgte wie in Beispiel
Der resultierende Lack besaß eine Gardner-Holdt-Viskosität von
V bei einem Feststoffgehalt von 44,7 %. Er wurde mit einer Geschwindigkeit
von 13,6 m/min auf einen Nr. 18 Kupferdraht aufgebracht und ergab eine Fließfähigkeit von 3, einen Dorn nach
dem Abreißen von 2X, eine Schabefestigkeit von 132 5 bis 1466 g
und eine Erweichungstemperatur von 246 C.
Beispiel 16
In diesem Beispiel ist ein Polyesterimid beschrieben, das kein difunktionales Glykol enthielt und bei dem 41 % der gesamten
Hydroxyläquivalente von dem Methylcarbitol geliefert wurden.
809840/0583
| 1. |
Methylcarbi^ol |
252 |
| 2. |
TJIEIC |
261 |
| 3. |
TMA |
3β4 |
| |
MDA |
198 |
| 5. |
TA |
16* |
| 6. |
Dibutylzinnoxld ^Katalysator) |
α*5 |
Die Teile 1 bis 4 und -6 wurden in einen Kolben gegeben, der mit
einer Snyder-Säule, einer Dean Stark-Falle, einem Kühler, einem
Rührer und einem Thermometer ausgerüstet war. über einen Zeitraum von 2 Stunden wurde auf eine Temperatur von 166 C erhitzt,
und dann wurde Teil 5 zugesetzt. Innerhalb von 5 Stunden wurde die Temperatur auf 238 C gesteigert. Nach dieser Zeit war der
Ansatz klar, und die Hauptmenge an Destillat war aufgefangen. Der Ansatz wurde dann über Nacht abkühlen gelassen. Am nächsten
Tag wurde die Temperatur innerhalb von 1 3/4 Stunden wiederum auf 240 C erhöht. Nach dieser Zeit wurde kein weiteres Destillat
mehr erhalten. Die Gesamtmenge an erhaltenem Destillat betrug 100 cm . Das fertige Produkt war ein klares, hartes Harz, das
in Methylcarbitol löslich war und eine Viskosität von R-S gemessen bei einem 30 %-igen Feststoffgehalt in Kresolsäure besaß.
Beispiel 16-A
Das Harz gemäß Beispiel 16 wurde dann zu einer Drahtlacklösung
verarbeitet.
809840/0583
| 1 . |
Polyesterimidharz gemäß Beispiel 16 |
375 |
| 2. |
Methylcarbitol |
120 |
| 3. |
Solvesso 150 |
120 |
| 4. |
Mondur SH |
32 |
| 5. |
Methylcarbitol |
48 |
| 6. |
TPT |
8,5 |
| 7. |
Methylcarbitol |
8,5 |
| 8. |
Ethylenglykol |
17 |
| 9. |
Methylcarbitol |
50 |
| 10. |
Solvesso 150 |
5O |
Es wurde, wie in Beispiel 14-A beschrieben, verfahren mit dem
Unterschied, daß diese Mischung die Teile 9 und TO enthielt, die die Viskosität bei einem Feststoffgehalt von 43,9 % auf
Y 1/2 einstellten.
Nach Aufbringung auf einen Nr. 18 Kupferdraht mit einer Geschwindigkeit
von 13,6 m/min besaß der Lack eine Fließfähigkeit von 3, einen 1X-Dorn nach dem Abreißen, eine Schabefestigkeit
von 1375 bis 1483 g und eine Erweichungstemperatur von 260 C.
| Beispiel 17 |
Phenylglykoläther |
Ansatz, g |
| |
Ethylenglykol |
132,5 |
| 1. |
Tris-(2-Hydroxyethy1>isocyanurat |
98,7 |
| 2. |
Trimellithsäureanhydrid |
382,5 |
| 3. |
Methylendianilin |
246,5 |
| 4. |
Zinkacetat |
126,5 |
| 5. |
Dimethylterephthalat |
0,66 |
| 6. |
Xylol |
327,5 |
| 7. |
|
150 |
| 8. |
| |
809840/0583
Die Phenylglykoläther sind eine Mischung von 70 % Ethylenglykolmonophenyläther
und 30 % Diethylenglykolmonophenyläther von der Union Carbide.
Die Reaktion wurde, wie in Beispiel 13 beschrieben, durchgeführt,
wobei insgesamt 204 cm Destillat erhalten wurden. Die Viskosität bei einem Feststoffgehalt von 30 % in Kresolsäure betrug
nach der Gardner-Holdt-Skala P bis 0. Bei Verwendung von Methylcarbitol
als Lösungsmittel ergab sich eine Viskosität von weniger als A.
Beispiel 17-A
Dann wurde aus dem oben hergestellten Polyesterimid eine Drahtlackmischung
entsprechend Beispiel 13-A hergestellt. Die Viskosität bei einem Feststoffgehalt von 50 % betrug jedoch Z1. Deshalb
wurden zusätzlich 100 g Lösungsmittel zugegeben, nämlich 50 g Methylcarbitol und 50 g Solvesso 150. Die Endviskosität
bei einem Feststoffgehalt von 48 % betrug nach der Gardner-Holdt-Skala
X 1/4.
Beispiel 18
In diesem Beispiel ist die Verwendung von Methoxytriglykol (Tri-. ethylenglykolmonomethyläther) anstelle von Methylcarbitol beschrieben.
Das Methoxytriglykol lieferte . 1O % der gesamten HydroxyI-äquivalente.
809840/0583
271889«
1. Methoxytriglykol 166
2. -Ethylenglykol 135
3. THEIC 414
4. TMA 267
5. MDA 138 ί. TA J52
7. TA 3 52
8. Dibutylzinnoxid G.,
Die Verfahrensweise war die gleiche wie in Beispiel 4,
Beispiel 18-A
Das resultierende Harz wurde dann zu einem Lack verarbeitet.
1. Polyesterimidharz gamäß Beispiel 18 375
2. Methylcarbitol 120
3. Solvesso 150 120
4. Mondur SH 32
5. Methylcarbitol 48
6. TPT 8,5
7. Methylcarbitol 8,5
8. Ethylenglykol 14
Es wurde in gleicher Weise verfahren wie in Beispiel 14-A beschrieben.
Der fertige Lack besaß eine Viskosität von Y- bei einem Feststoffgehalt von 49,3 %.
809840/0583
Der prozentuale Feststoffgehalt der Drahtlacklösungen wurde
in einem ^nIt Luft durchströmten Ofen unter Verwendung von 2 g-Proben
bei einer Temperatur von 200°C und einer Versuchsdauer von 2 Stunden bestimmte Die Erweichungstemperaturwerte wurden
unter Verwendung eines 2 kg-Gewichts bestimmt. Diese Bedingungen sind schärfer als in den eingangs genannten japanischen
Patentanmeldungen, wo 6OO g-Gewichte verwendet wurden.
Die WärmesGhocktests bei 175°C und 2000C erfolgten ebenfalls
unter schärferen Bedingungen als in den japanischen Patentanmeldungen,
wo bei 1500C getestet wurde.
Ein Vorteil der Drahtlacke mit höherem Feststoffgehalt besteht
darin, daß es möglich ist, die Zahl der Eintauchvorgänge zu verringern, um die erforderliche Lackdicke auf dem Draht zu
erzielen.
Die erfindungsgemäßen glykoläthermodifizierten Polyesterimide
eignen sich auch für die Aufbringung auf den Draht in Form heißer Schmelzen, z.B. bei 85 bis 88°C unter Verwendung von Methylcarbitol
oder Kresolsäure.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können die genannten
Materialien enthalten, im wesentlichen oder ganz aus ihnen bestehen.
In der folgenden Tabelle sind die Eigenschaften von Nr. 18 Kupferdraht
wiedergegeben, der mit einigen in den Beispielen beschriebenen Zusammensetzungen beschichtet ist.
809840/0583
Tabelle
co O CD 00
σ cn oo co
| |
Drahtgeschwin |
13,6 |
Aussehen |
Dorn nach |
Erweichungs |
| |
digkeit |
13,6 |
3 |
dem Ab |
temperatur |
| Beispiel |
m/min |
13,6 |
3 |
reißen |
0C |
| 2 |
12,2 |
3 |
1X |
360 |
| 3 |
13,6 |
3 |
1X |
366 |
| 4 |
13,6 |
3 |
1X |
355 |
| 5 |
12,2 |
3 |
2X |
364 |
| 9 |
13,6 |
3 |
1X |
341 |
| 10-A |
12,2 |
2-3 |
2X |
366 |
| 10-B |
13,6 |
3 |
2X |
350 |
| |
13,6 |
2-3 |
1X |
358 |
| 10-C |
13,6 |
3 |
2X |
348 |
| |
13,6 |
3 |
1X |
348 |
| 11 |
13,6 |
2 |
3X |
350 |
| 12 |
|
3 |
2X |
352 |
| 17-A |
|
1X |
359 |
| 18-A |
1X |
351 |
1X
2X
3X
| |
100 |
100 |
100 |
| |
20 |
90 |
100 |
|
10t
|
40 |
70 |
100 |
| 20 |
80 |
100 |
100 |
|
5Ot
|
80 |
100 |
100 |
| 1O+ |
60 |
100 |
100 |
| 2O+ |
90 |
90 |
100 |
| 1O+ . |
80 |
90 |
100 |
| 50+ |
90 |
100 |
100 |
| 60 |
80 |
9O |
90 |
|
40U
|
80 |
100 |
100 |
|
20II
|
80 |
100 |
100 |
|
60It
|
90 |
100 |
100 |
| 30 |
90 |
100 |
100 |
Das Wärmeschockverhalten wurde bei einer Vorstreckung von 20 % 1/2 Stunde bei 200 C getastet
(Prozent in Ordnung)
Das Wärmeschockverhalten wu: testet (Prozent in Ordnung)
Das Wärmeschockverhalten wurde bei einer Vorstreckung von 20 % 1/2 Stunde bei 175°C ge-
Wenn in den Ansprüchen auf das Reaktionsprodukt von Terephthalsäure
oder Isophthalsäure Bezug genommen wird, so soll diese Bezeichnung das Produkt bedeuten, unabhängig davon, ob die Carbonsäurekomponente
als freie Säure oder als ein Ester, z.B. Dimethylterephthalat, der bei der Reaktion einen Alkohol abspaltet, eingesetzt
worden ist. Wenn die Bezeichnung "freie Säure" in den Ansprüchen verwendet wird, dann ist diese Bezeichnung auf die
Umsetzung der Säure als solche, z.B. Terephthalsäure, beschränkt und umfaßt nicht die Verwendung des Esters, z.B. Dimethylterephthalat
Die erfindungsgemäßen Polyesterpolyimide können nicht nur als
isolierende Beschichtung von Drähten, sondern auch zur Beschichtung von elektrischen Leitern in anderen Formen, z.B. in Blechform
wie Kupfer-, Silber- oder Aluminiumblechen verwendet werden.
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