DE27018C - Neuerung an Zuschneidemaschinen für Weifswaaren, Papier, Leder, Blech - Google Patents

Neuerung an Zuschneidemaschinen für Weifswaaren, Papier, Leder, Blech

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DE27018C
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G. FRANKEL in Firma ROSENBERG & FRANKEL in Berlin N., Elsasserstr. 22
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3: Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. September 1883 ab.
Auf beiliegender Zeichnung ist. in Fig. 1 die Zuschneide-Maschine im Profil dargestellt, Fig. 2 zeigt den Prefskopf in der Vorderansicht, und die Fig. 3 bis 5 zeigen mehrere Details. Die Prefsplatte α hängt an zwei oder mehreren verticalen Führungen g, die von zwei oder mehreren einarmigen Prefsständern h getragen werden; der Arbeitsraum wird demzufolge auf der Vorderseite der Maschine durch nichts verengt. Der Zuschneider steht vor der Tischplatte der Maschine und setzt den an der Seite befindlichen Fufstritt q in Bewegung, während der hölzerne Tisch e, welcher die Stofflagen d trägt, von links her unter die Prefsplatte tritt und nach jedem Schnitt um die Länge der ausgestanzten Fläche nach rechts verschoben wird.
Der Niedergang des Prefskopfes α wird hervorgebracht durch die Excenterwelle n, welche vermittelst zweier Excenter die an jeder Seite der Maschine befindlichen Stangen m I hebt und mit ihnen die um den Punkt i drehbaren unigleicharmigen Hebel Hk, welche die beiden Führungsstangengg niederdrücken; die Excenterwelle η wird andererseits in Bewegung gesetzt von dem auf der Schwungradwelle sitzenden Zahnrad p, welches in das gröfsere Zahnrad 0 eingreift, das auf der Welle η sitzt.
Bei Anordnung der Zuschneide-Maschine mit hydraulischem Betrieb werden die Führungsstangen als Druckkolben ausgebildet und die Prefsständer h tragen den Druckcylinder.
Der die Messer c tragende Messerrahmen b ist an der oberen Prefsplatte α befestigt. In Fig. 3 ist der Messerrahmen von unten, auf die Schneiden der Messer gesehen, dargestellt; Fig 4 ist die obere Ansicht des Messerrahmens. Die Messer umschliefsen stets je eine Figur des gewünschten Musterstückes. Die Muster werden nun so neben einander angeordnet, dafs kein Verschnitt des Stoffes eintritt, jede Messerschneide bildet also die Grenze für zwei Muster gleichzeitig. Wir sehen daher in Fig. 3 die Messerschneiden als die dicken Linien, welche stets eine geschlossene Figur umschliefsen, d. h. in einer einzigen Schneide liegt, die Trennungslinie.
Die Erfindung beruht auf der Zusammensetzung typenartig angeordneter Messer, die nach einander verschiedene Schnittmuster ergeben. Die Messer sind von beliebiger Länge, jedoch ist die Form der einzelnen Messer in Bezug auf die Richtungslinie der Schneide eine verschiedene; es sind gerade Messer erforderlich, ferner wenig gekrümmte Messer bis zu immer stärkerer Krümmung, auch Winkel- und kleine Bogenmesser in allen Gröfsen. Diese Messer werden in Rillen eingesetzt und stofsen mit ihren Enden stumpf gegen einander. Behufs inniger Verbindung der Schneiden, so dafs diese eine fortlaufende Linie an der Stofsstelle bilden, ist das eine Messer mit einer Feder versehen, das andere mit einer Nuth, welche in einander greifen und beide Messer zu einem Ganzen vereinigen.
Hierin liegt die Möglichkeit, die Zuschneide-Maschine einer Branche nicht nur zu einer Universal-Maschine zu machen, sondern auch, wenn statt der scharfen Messer nach Bedarf stumpfe Messer verwendet werden, jene zu einer Ausschlage- bezw. Musterprefs-Maschine zu gestalten. Die Messerrahmen bilden einen wenig complicirten und auch wenig werthvollen Theil und machen auch bei Neuanfertigung keine be-
sonderen Schwierigkeiten, weil beim Modell nur die Rillen nach der neuen Musterzeichnung umzustellen sind.
In Fig. s und 5 a sind zwei verschiedene Querschnitte durch den Rahmen b dargestellt. Mit α ist die Prefsplatte der Maschine bezeichnet, h ist die zweite, dünnere Rahmenplatte, welche den Contouren der Muster entsprechend die gespaltenen Rippen zur Aufnahme der Messer trägt. Die Messer c, im Querschnitt dargestellt, sitzen mit ihren Rücken in dem Schlitz der Rippen und werden durch kleine Blattfedern, welche seitlich am Steg festgenietet sind, gehalten. In Fig. 5b ist ferner ein Messer einzeln dargestellt, welches das Profil sowie die Feder χ und Nuth y als Verbindungstheile erkerinen läfst.
In Fig. 3 a ist die Zusammenstellung typenartiger Schneiden zu einer geschlossenen Schneide dargestellt.
Damit bei dicken Stofflagen die obersten Schichten sich nicht zwischen den Schneidemessern festklemmen, sind in den Mustern congruente Blechschablonen r an Spiralfedern ί aufgehängt, welche beim Aufgang des Prefskopfes etwaige sitzen gebliebene Schnittmuster aus den Messerformen herausdrücken; ferner dienen die Schablonen r zum Festhalten des Stoffes, damit dieser sich beim Aufsatz der Messer nicht wölbt.
Eine Modification der Messer, in Fig. 5 a dargestellt, zeigt diese von,blattartiger Form, deren Befestigungsweise und gegenseitige Verbindung der vorigen gleicht.
Es ist eine Zugfeder ν w angebracht, welche den Tritt im Ruhezustand der Maschine in gehobener Stellung hält (in der Zeichnung soll die Kurbel in der Ruhelage um 90 ° aufwärts gerichtet stehen), während ein Schwunggewicht als Verstärkung des Radumfanges an einer Stelle stets die tiefste Lage einnimmt. Im Ruhezustande steht dann die Kurbel im Angriff bereit und durch die Anwendung der Feder wird die Schwungkraft des Rades mehr paralysirt, so dafs der Arbeiter die Maschine leichter zu dirigiren vermag und bei Inbetriebsetzung der Maschine nicht das Andrehen mit der Hand nöthig ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An Zuschneide-Maschinen der Messerrahmen b mit den den Mustern entsprechend geformten, gespaltenen Rippen und den in diese typenartig eingesetzten Messern c, welche sattelförmig auf die gespaltenen Rippen aufsetzen und gegenseitig durch Feder und Nuth verbunden sind.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT27018D Neuerung an Zuschneidemaschinen für Weifswaaren, Papier, Leder, Blech Active DE27018C (de)

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