DE269754C - - Google Patents

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DE269754C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F1/00Platen presses, i.e. presses in which printing is effected by at least one essentially-flat pressure-applying member co-operating with a flat type-bed
    • B41F1/26Details
    • B41F1/40Inking units

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Screen Printers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 15//. GRUPPE
CARL ECKERT in NEUKÖLLN.
Gegenstand der Erfindung ist eine an Tiegeldruckpressen anzubringende Hilfsvorrichtung; die das bisher nur auf Handpressen ausgeführte Drucken von Gold-, Silber- oder Deckfarbendruck mit zugeschnittenen Farbfolien auch auf diesen schnell arbeitenden Pressen ermöglicht. Die üblichen Farbfolien geben ihren Farbstoff unter dem Druck der erwärmten
- Typen an das Papier ab, und es müssen
ίο demgemäß Heizvorrichtungen für die Typen vorhanden sein. ' '
Das Wesen der Erfindung wird darin gesehen, daß eine Folienzuführungseinrichtung, bestehend aus irgendwelchen zum Halten von Papierblättern geeigneten Greifern, an dem Schlitten, der die Auftragwalzen trägt, unter Herausnahme dieser Walzen eingesetzt werden kann, wie man in ähnlicher Art wohl schon Bronzepulverbehälter nebst ihren Auftragwalzen an die Stelle der Einfärbwalzen gesetzt hat. Diese Art der Anbringung einer Folienzuführungseinrichtung erlaubt es, mit einer Tiegeldruckpresse ohne jede Veränderung ihres Triebwerkes und ohne Einbuße an ihrer Arbeitsgeschwindigkeit Foliendruck auszuführen,
. indem der Schlitten mit denselben Bewegungen, mit denen er sonst das Einfärben der Typen ausführt, jetzt eine zugeschnittene Farbenfolie vor die Typen legt. Das Auswechseln der Waken gegen die heue Vorrichtung ist dabei äußerst schnellund einfach zu bewerkstelligen, weil die Walzen zu Reinigungszwecken ohnehin ganz leicht herausnehmbar sind und auch sein müssen; andere Umänderungen sind nicht
erforderlich; ■-·■■.-■.
Als besonders leicht einzubauen und sicherwirkend gestaltet sich der Folien zubringer, wenn er von einem oben auf der Presse aufzusetzenden Anlegetisch je eine Folie mit Kleb-, Klemm- oder Hakengreifern, die durch Anschläge gesteuert werden, ergrefft und sie beim Abwärtshube vor der Schriftform abgibt. Der Anlegetisch braucht außer Gebrauch nicht entfernt werden, weil er bei anderen Druckarbeiten in keiner Weise stört, und auch die Anschläge lassen sich leicht ein für allemal fest anbringen, ohne zu stören.
Das Festhalten der Folie vor der Schriftform geschieht in einer durchaus einfachen und anpassungsfähigen Weise durch federnde Klammern, die zwischen den Typen- oder deren Klemmteilen im Schließrahmen miteingeklemmt werden und sich beim Drucken flach zusammenfalten.
Von Wichtigkeit für die neue Einrichtung sind weiter noch senkrecht vor dem Schriftrahmen vorbeilaufende Gurte, Metallbänder oder Drähte, welche die Folie führen und stützen, und weiter endlich der Zusammenbau des einsetzbaren Folienzubringers auf einer Grundplatte, die zugleich dem Schlitten sein sonstiges, durch Gegengewichte hergestelltes , Gesamtgewicht gibt, so daß die Maschine ruhig und abnutzungsfrei läuft. ·
Die Zeichnung stellt eine Tiegeldruckpresse mit betriebsfertig angesetzter Foliendruckeinrichtung in vereinfachter Weise dar. Es ist Fig. ι eine Seitenansicht,
Fig. 2 eine Vorderansicht unter Fortlassung des Drucktiegels samt seinem Lagerrahmen,
Fig. 3 ein Längsschnitt durch den Folienzubringer und die Schriftform.
Zwischen den beiden Hauptrahmenteilen i, 2 der Presse, die einerseits den Tiegel 3 und andererseits die Führung 4 sowie das Antriebswerk 5 des Farbwalzenschlittens 6 tragen, spielt sich der Arbeitsvorgang in üblicher Weise so ab, daß etwa bei der dargestellten Lage des Tiegels 3 der Schlitten 6 abwärts läuft, die dem Tiegel gegenüberliegende Schriftform 7 einfärbt und dann am untersten Ende der Führung 4 stehen bleibt, bis der Tiegel 3 seinen Druckhub ausgeführt hat und wieder in die Ruhelage zurückgekehrt ist; dann kehrt auch der Schlitten 6 nach oben zurück.
Die Farbwalzen (in Fig: 3 punktiert) des Schlittens sind leicht herausnehmbar angeordnet ; an ihrer Stelle wird zwischen den beiden Querverbindungsstangen 8 des Schlittens eine in ihrem Gewicht etwa den herausgenommenen Walzen entsprechende Grundplatte 9 mit unteren Klauen 10 und oberen Klemmen 11 festgelegt. In seitlichen Lagerwandungen 12 der Grundplatte 9 ist eine Greiferwelle 13 gelagert, und diese faßt mit Greiferhaken 14 die einzelnen auf einen Anlegetisch 15, der oben auf den Maschinenrahmen 2 aufgebaut wird, aufzulegenden zugeschnittenen Farbfolien 16 und nimmt sie abwärts bis vor die Schriftform 7 mit.
Die Greiferhaken 14 erhalten vor dem Tisch 15 zwecks Ergreifens der darauf liegenden Folie 16 eine auf ihn zu gerichtete Bewegung, indem ein auf ihrer Welle 13 aufgesetzter Hebei 17, der um den Seitenteil des Schlittens 6 herumgebogen ist, gegen einen an der Schlittenführung 4 befestigten Anschlag 18* gegenstößt. Beim Abwärtshub des Schlittens 6 zieht sich der Hebel 17 dann unter dem Zug einer Feder bis zum Anliegen an einer im Schlitten festgeschraubten Hubbegrenzung 19 zurück. Ein weiterer Hilfshebel 20, der durch eine Blattfeder 21 in einer Mittellage gehalten wird und durch eine Druckstange 22 mit dem vordersten Teil des ersten Hebels 17 in Verbindung steht, erlaubt diesem Hebel 17 frei die oben beschriebene Bewegung, indem er ihn mit einem Schlitz 23 anfaßt; sobald jedoch der Hilfshebel 20 auf eine unterhalb der Schriftform 7 an der Schlittenführung 4 sitzende (bei vielen Pressen zwecks Walzenabhebung schon vorhandene) Auflaufschiene 24 aufläuft, stößt das Unterende des Schlittens 23 den Hebel 17 aufwärts, so daß die Greiferhaken 14 sich der Schriftform 7 nähern und die Folie 16 an Haken 25 dieser Schriftform abgeben, indem sie aus ihr ausreißen.
Die Abnehmhaken 25 sind aus Bandstahl gebogene spitze Winkel, die mit einem Fußteil zwischen den die Typen 26 festklemmenden Beilagen 27 miteingeklemmt werden und die Folie zwischen ihren Winkelschenkeln aufnehmen. Beim Drucken legen sich die Winkelschenkel flach zusammen.
Beim Aufwärtshub des Schlittens 6 kann der am unteren Ende von der Schiene 23 abgleitende Hilfshebel 20 sich wegen der Schlitzanfassung an der Stange 22 frei umlegen und dann wieder in die Mittelstellung einstellen.
Oben am Anlegetisch 15 und unten am Maschinenrahmen 2 sind endlich noch Querstangen 28, 29 festgelegt, zwischen denen an passenden Stellen Gurte 30 zur Führung der zwischen ihnen urid der Schriftform 7, 26, 27 einzulegenden Folie 16 ausgespannt werden. Es genügen im allgemeinen zwei an den Rändern der Folie liegende Gurte 30, es kann aber auch noch etwa ein in der Mitte parallel zu den Gurten ausgespannter Draht zur Verwendung kommen, der dann beim Abheben des Tiegels 3 die Folie 16 durchtrennt/ Für große Formate werden die Folien nötigenfalls mit einem oder mehreren Kniffen versehen und so angelegt, daß diese Kniffe parallel zu den Gurten 30 zu stehen kommen; dann ist jedes Zusammensinken der Folien vermieden.

Claims (5)

Patent-Ansprüche: .
1. Vorrichtung zum Einlegen von zur geschnittenen Farbfolien in Tiegeldruckpressen, welche im Walzenschlitten an Stelle der Auftragwalzen eingesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß am Walzenschlitten (6) an Stelle der Auftragwalzen eine Greifereinrichtung (14) zum Erfassen und Mitnehmen der geschnittenen Folien angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet,. daß sie einen oben auf die Presse aufzusetzenden Anlegetisch (15) enthält, und daß die Greifer zwecks Ergreifens der darauf gelegten Folien (6) durch einen Anschlag (18) vorgeschwungen werden, um dann die erfaßte Folie beim Abwärtshub des Walzenschlittens vor die Schriftform (7) zu führen.
3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß federnde Klammern (25) am linieren Rande der Schriftform im Schließrahmen befestigt werden, deren herausstehender Teil erst nach unten und dann nach oben abgeknickt ist, so daß er einen die abwärts gleitende Folie (16) auffangenden Winkel bildet und sich beim Drucken flach zusammenlegt.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß vom Anlegetisch (15) senkrecht nach abwärts Gurte (30) gespannt sind, welche die Folie (16)
zwischen sich und der Schriftform (7) führen und stehend erhalten.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Greifer (14) und die Anschlaghebel (17, 20) auf einer an den Hauptverbindungsstangen (8) des Walzenschlittens einhängbaren Grundplatte (9) angebracht sind, die zugleich in ihrem Gewicht so bemessen ist, daß sie dem Schlitten dasselbe Gesamtgewicht gibt, wie es ihm die sonst in ihm liegenden Auf tragwalzen verleihen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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