DE264263C - - Google Patents

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DE264263C
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Germany
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acid amides
hydrochloric acid
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hexamethylenetetramine
halogen
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 264263 — KLASSE 12 o. GRUPPE
Es ist bekannt, daß man primäre Amine erhält, wenn man die entsprechenden Halogenverbindungen mit Hexamethylentetramin behandelt und die gewonnenen Additionsprodukte mit alkoholischer Salzsäure spaltet.
Es wurde gefunden, daß man auch halogensubstituierte Säureamide in die entsprechenden Aminosäureamide überführen kann, wenn man die halogensubstituierten Säureamide mit Hexamethylentetramin behandelt und dann die beschriebene Spaltung ausführt.
Das Verfahren ist besonders wichtig für substituierte Säureamide, z. B. für die Darstellung des Aminoacetparaphenetedins.
Behandelt man nämlich bei der bisherigen Darstellungsweise dieses Körpers das Chloracet-p-phenetedin mit überschüssigem Ammoniak, so tritt dabei eine weitgehende Verharzung ein und es bilden sich Nebenprodukte, welche die Reindarstellung des Aminoacetp-phenetedins sehr erschweren und verteuern. Dagegen zeigte sich, daß nach dem neuen Verfahren eine Verharzung nicht eintritt und daß man auf diese Weise leicht und in guter Ausbeute ein reines Produkt erhält.
Der glatte Verlauf des vorliegenden Verfahrens war nicht vorauszusehen, weil die Additionsprodukte aus halogensubstituierten Säureamiden und Hexamethylentetramin bekanntlich leicht zersetzlich sind . und Säureamide bekanntlich durch Säure ziemlich leicht verseift werden. Es war deshalb zu befürchten, daß diese Verseifung auch hier durch die Salzsäure besonders in Gegenwart von Alkohol eintrete. Es zeigte sich aber, daß bei den gewählten Reaktionsbedingungen diese Spaltung ημΓ in einem solch geringen Maße eintritt, daß sie praktisch gar nicht in Frage kommt.
Die Spaltung kann mit alkoholischer Salzsäure bei höherer Temperatur vorgenommen werden. In diesem Falle erhitzt man nur so lange, bis die entstehende Menge von Chlorammonium nicht weiter zunimmt. Die Reaktion ist in einer Stunde, manchmal etwas rascher beendet. Man kann die Spaltung auch bei gewöhnlicher Temperatur vornehmen. Es ist in diesem Falle dann nötig, die Reaktion auf eine lange Zeit auszudehnen, etwa auf eine halbe Woche. Auch bei dieser Arbeitsweise tritt, wenn man nicht mit wäßriger Salzsäure, sondern mit alkoholischer oder alkoholisch-wäßriger Salzsäure arbeitet, praktisch keine Verseifung in der Carbamidgruppe ein.
Beispiel.
55
213 g Chloracet-p-aminophenetedin und 140 g Hexamethylentetramin werden in Chloroformlösung mehrere Tage stehengelassen. Dann wird das Chloroform im Vakuum abdestilliert. Der Rückstand wird mit 2,5 1 goprozentigem Alkohol, in welchem 150 g Salzsäure gelöst sind, so lange auf dem Wasserbade erhitzt, bis die Menge an Chlorammonium nicht mehr zunimmt. Dies wird festgestellt, indem in kurzen Zeiträumen eine Probe herausgenommen wird, welche man erkalten läßt.
Gefahrloser verläuft die Reaktion, wenn man die Masse 3 bis 4 Tage bei gewöhnlicher Temperatur stehenläßt. Es nimmt dann nach
dieser Zeit die Menge des Chlorammoniums nicht mehr zu.
Nach beendeter Reaktion wird die abgekühlte Reaktionsmasse filtriert und so vom gebildeten Chlorammonium getrennt. Das FiI-trat wird im Vakuum zur Trockne verdampft. Man erhält ein Rohprodukt, welches schon aus ziemlich reinem Chlorhydrat der Base besteht. Die Masse wird zur Reinigung aus ίο ungefähr der 5 fachen Menge Wasser umgelöst.
Wie das genannte Chloracetsäureamid, so reagieren auch die entsprechenden Bromacetsäureamide. Auch andere halogensubstituierte Säureamide geben die vorstehende Reaktion, z. B. alle die Halogenverbindungen, wie sie in der Patentschrift 59121 aufgeführt sind. Die Arbeitsweise zur Darstellung der betreffenden Basen ist genau die gleiche.

Claims (1)

  1. Patent-An SPRU ch:
    Verfahren zur Darstellung von Aminosäureamiden und deren Derivaten, darin bestehend, daß man die Additionsprodukte aus den entsprechenden halogensubstituierten Säureamidert und Hexamethylentetramin mit alkoholischer Salzsäure behandelt.
    Berlin, gedruckt in der reicBsdrüCkerei.
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