DE2632698C2 - Türbeschlag - Google Patents
TürbeschlagInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B41/00—Locks with visible indication as to whether the lock is locked or unlocked
Landscapes
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- Connection Of Plates (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft einen Türbeschlag der im Oberbegriff des Anspruchs 1 definierten Gattung.
Türbeschläge dieser Art, insbesondere Rosetten, sind in einer Vielzahl von Ausführungsformen bekannt (z. B.
DE-OS 24 37 051, Fig.6). Sie werden vorwiegend an der Außenseite von Sanitärzellentüren angebracht, um
im Notfall eine verriegelte Tür mittels einer Riegelolive od. dgl. oder auch mittels eines besonderen Werkzeugs,
z. B. eines Vierkantschlüssels, von außen her öffnen zu können.
Die meisten bekannten Türbeschläge mit Anzeigevorrichtungen für die Riegelstellung genügen nicht den
hygienischen Anforderungen, die z. B. in öffentlichen Bauten wie Krankenhäusern, Altenheimen, Rehabilitationszentren
oder Schwimmbädern gestellt sind, weil durch die Sichtöffnung Schmutz in den Türbeschlag eindringen
kann und dieser daher häufig demontiert und gereinigt werden muß. Aus der DE-PS 3 26 673 ist eine
Anzeigevorrichtung mit Abdeck-Glasscheibe bekannt, die in einem Außentürdrücker integriert ist. Die dortige
Abdeck-Glasscheibe ist nicht unverschiebbar in der Sichtöffnung festgelegt.
Unerwünscht ist es ferner, daß sich bei Anwendung bekannter Türbesehläge verriegelte Türen auch ohne
besonderes Werkzeug beispielsweise dadurch öffnen lassen, daß die Schauscheibe mit den Fingern gedreht
und dadurch auf das mit der Schauscheibe drehfest verbundene Riegelbetätigungsteil eingewirkt wird. Dieser
Übelstand führt häufig dazu, daß eine ungestörte Benutzung der Sanitärzelle nicht möglich ist.
Es ist daher auch bereits bekannt, in die Anzeige-Sichtöffnung einen durchsichtigen Einsatz einzusetzen
und diesen mittels eines hinterlegten Halterahmens an dem die Sichtöffnung umgebenden Rand zu befestigen
(US-PS 18 10 468). Mit derartigen Einsätzen lassen sich zwar die hygienischen nicht aber andere Anforderungen
befriedigen. Denn einerseits ist zumindest der Rand des
Halterahmens durch die Sichtöffnung hindurch sichtbar, während andererseits zwischen dem Einsatz und der
Schauscheibe ein relativ großer Abstand vorgesehen ist,
ίο der seinerseits zur Folge hat, daß durch die Sichtöffnung
hindurch auch Abschnitte der Schauscheibe oder des übrigen Mechanismus sichtbar sind, die außerhalb des
jeweils sichtbar zu machenden Anzeigebereichs liegen und je nach Betrachtungswinkel einen unterschiedli-"hen
Eindruck des Anzeigebereichs vermitteln. Dies gilt vor allem dann, wenn die Sichtöffnung die jeweils größte
mögliche Flächenausdehnung besitzt Schließlich kann mit einem solchen Einsatz nur bedingt verhindert
werden, daß Türen, die sich von außen her nur mit einem
besonderen Werkzeug öffnen lassen sollen, durch Drehung der Schauscheibe geöffnet werden, weil der Einsatz
zusammen mit dem wenig stabilen und sowohl mit diesem als auch mit der Tür oder dem Türrahmen verklebten
Halterahmen leicht nach innen in den Zwischenraum zwischen der Sichtöffnung und der Schauscheibe
gedrückt werden kann.
Der Erfindung Isegs daher die Aufgabe zugrunde, den
Türbeschlag der eingangs bezeichneten Gattung mit einem in der Sichtöffnung angeordneten Einsatz zu versehen,
daß dieser nicht nur den hygienischen, sondern auch den Anforderungen genügt, ein unerwünschtes
öffnen des Riegels zuverlässig zn verhindern und die
Herstellung und Montage des Türschilds zu erleichtern.
Zur Lösung dieser Aufgabe sind die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 vorgesehen.
Die Ausbildung in Anordnung des Einsatzes bringt den Vorteil mit sich, daß dieser, insbesondere wenn er
mit der Außenfläche der Deckkappe bündig abschließt, ein gefälliges Aussehen vermittelt und auch bei Sichtöffnungen
von optimaler Größe keine unerwünschten Abschnitte der Schauscheibe oder des Türbeschlags sichtbar
werden läßt. Vorteilhaft ist ferner, daß die Herstellung und Montage des Einsatzes wesentlich vereinfacht
sind, weil er Teil einer beispielsweise durch Spritzguß hergestellten Scheibe ist, die lediglich zwischen die
Deckkappe und die Schauscheibe lose eingelegt zu werden braucht. Weiterhin kann die den Einsatz tragende
Scheibe einen der Schauscheibe entsprechenden Querschnitt erhalten und mit sehr kleinen Abständen zwisehen
dieser und der Deckktppe gehalten werden, so daß es nicht notwendig ist, den Einsatz oder die Scheibe
bei der Montage zusätzlich am Türbeschlag zu befestigen, insbesondere zu verkleben, um dadurch ein selbsttätiges
Herausfallen des Einsatzes zu verhindern.
Die Erfindung läßt sich im übrigen bei Türbeschlägen aller Art, insbesondere bei Türschildern und Rosetten
aus Kunststoff anwenden.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung wird nachfolgend in Verbindung mit der Zeichnung an zwei Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigen
F i g. 1 und 2 die Draufsicht und einen Schnitt längs der Linie A-A der F i g. 1 einer ersten Ausführungsform
und
Fig.3 einen Schnitt entsprechend Fig.2 von einer
weiteren Ausführungsform.
Der Türbeschlag nach F i g. 1 und 2 enthält ein Unter-
Der Türbeschlag nach F i g. 1 und 2 enthält ein Unter-
teil 1, das mittels Schraublöcher 2 durchragender
Schrauben am Türblatt befestigt wird, und eine mittels
einer Schnappverbindung am Unterteil 1 befestigbare Deckkappe 3. Die Deckkappe 3 ist mit einer mittleren
Bohrung 4 und einer außermittigen Sichtöffnung 5 versehen.
Unterhalb der Deckkappe 3 ist eine Scheibe 6 aus durchsichtigem Material angeordnet, die im Bereich der
Sichtöffnung 5 einen erhaben ausgebildeten Einsatz 7 aufweist, dessen Höhe und Form genau der Höhe und
Form der Sichtöffnung 5 entsprechen, so daß die Oberflächs
des Einsatzes 7 :n dem aus der Zeichnung ersichtlichen montierten Zustand bündig mit der Oberfläche
der Deckkappe 3 abschließt
Zwischen der Scheibe 6 und dem Untsrteil ist eine Schauscheibe 8 gelagert, die farblich oder auf andere
Weise gekennzeichnete Bereiche aufweist, die durch Drehung der Schauscheibe unter der Sichtöffnung 5 angeordnet
werden und anzeigen, ob die mit dem Türbeschlag versehene Tür verriegelt oder entriegelt ist Die
Schauscheibe S ist außerdem auf ihrer von der Scheibe 6
abgewandten Seite mit einer Aufnahme "i für einen
Mehrkantstift 10 versehen, der eine nicht dargestellte Schloßnuß durchragt und ein Teil des Riegelbetätigungsmechanismus
ist Die Schauscheibe 8 weist ferner auf der der Bohrung 4 zugewandten Seite eine Ausnehmung
It auf, in deren Seitenwand eine Hinterschneidung
und in deren Boden Löcher 12 ausgebildet sind. In die Ausnehmung lassen sich Aufnahmen 14 für unterschiedliche
Notöffnungswerkzeuge, z. B. eine Vierkanthülse, einsetzen. Die Aufnahmen 14 sind an ihrer Seitenwand
mit Hinterschneidungen, die mit den Hinterschneidungen in der Seitenwand der Ausnehmung 11
korrespondieren, und an ihrem Boden mit nach unten ragenden Vorsprüngen 15 versehen, die den Löchern 12
angepaßt sind, so daß die Aufnahmen 14 zwar austauschbar, aber aufgrund der Bildung eines Schnappverschlusses
axial unverschieblich und aufgrund des Eintretens der Vorsprünge 15 in die Löcher 12 drehfest in der
Schauscheibe 8 gelagert sind. Im montierten Zustand wird die Schauscheibe 8 schließlich vom Unterteil gegen
die Scheibe 6 gedrückt, so daß der Einsatz 7 nicht aus der Sichtöffnung 5 herausgedrückt werden kann.
In F i g. 3 ist ein Türbeschlag in Form einer Rosette dargestellt, die eine nach Art einer Riegelolive ausgebildete,
hohie Handhabe 34 aufweist, die mit einer auf ein Unterteil 35 aufgesetzten Deckkappe 36 aus einem
Stück besteht und eine außermittige Sichtöffnung 37 aufweist Auf der Deckkappenrückseite ist ein Einsatzstück
38 angeordnet, u~s zweckmäßig aus einem glasklaren
Kunststoff hergestellt ist und in seinem mittleren unteren Teil eine Aufnahme 39 für den Mehrkantstift 10,
in seinem mittleren oberen Teil dagegen einen aus F i g. 3 nicht ersichtlichen, dem hohlen Teil der Handhabe
34 angepaßten Vorsprung aufweist der im montierten Zustand des Türbeschlags in die Handhabe 34 ragt
und infolgedessen bei deren Drehung mitgedreht wird. Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, kann die Aufnahmeöffnung
der Aufnahme 39 bis in den genannten Vorsprung durchgezogen sein.
Ein mittlerer Teil des Einsatzstückes 38 ist als Scheibe 40 ausgebildet, die im Bereich der Sichtöffnung 37 einen
erhaben vorstehenden, genau in die Sichtöffnung 37 passenden Einsatz 41 aufweist. Zwischen der Scheibe 40
und dem Unterteil 35 ist schließlich eine Schauscheibe 42 angeordnet, dii? mittels eines in das Unterteil 35 ragenden
Stiftes drehfe«: gegenüber dem Unterteil gehalten
ist, so daß bei Drehung der Handhabe 34 der dadurch bewirkten Drehung des Einsatzstückes 38 die
Sichtöffnung Ober die verschiedenen Bereiche der ortsfesten Schauscheibe 42 wandert
Die Einsätze 7 und 41 und die zugehörigen Scheiben 6 bzw. 40 sind vorzugsweise in einem Stück und im Spritzgußverfahren
aus einem glasklaren Kunststoff, z. B. einem Polycarbonat, hergestellt
Damit die TürbeschJäge weitgehend vormontiert werden können, ist der Innenquerschnitt je eines die
Schnappverbindung mit den Unterteilen herstellenden, am inneren Rand der Deckkappen 3 bzw. 36 vorgesehenen
ringförmigen Vorsprungs 16a (F i g. 2 und 3) kleiner als der Außenquerschnitt der Schauscheiben 8 bzw. 42
oder eines an diesen angebrachten korrespondierenden Vorsprungs, so daß diese Schauscheiben und die mit
ihnen verbundenen bzw. von ihnen gegen die Deckkappenrückseite gedrückten Teile vor der endgültigen
Montage innerhalb der Deckkappe unverlierbar gehalten werden können. Nach einer besonders zweckmäßigen
Ausführungsform (F i g. 2) ist 'm Rand der Deckkappe
3 noch ein zweiter, oberhalb ^es Vorsprungs 16a
angeordneter Vorsprung 166 vorgesehen, hinter den die Schauscheibe 8 oder ein an dieser vorgesehener Vorsprung
greift, wodurch die Schauscheibe 8 und die Scheibe 6 axial im wesentlichen unverschiebbar gehalten
sind. Durch Vormontage können daher die ursprünglich
losen Teile auf zwei lose Teile reduziert werden.
Anstelle der in der Zeichnung dargestellten Deckkappen bzw. Türbeschläge mit ebenen Oberflächen können
solche mit leicht gewölbten Oberflächen vorgesehen sein, in welchem Fall auch die in den Sichtöffnungen
angeordneten Einsätze eine entsprechende Wölbung aufweisen können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Türbeschlag mit einem Riegelbetätigungsmechanismus,
einem Unterteil, einem eine Anzeige-Sichtöffnung aufweisenden, mit dem Unterteil verbindbaren
Deckieil und einer zwischen diesem und dem Unterteil gelagerten Schauscheibe zur Anzeige
der Riegel-Stellung, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Schauscheibe (8; 42) und
dem Deckteil (Deckkappe 3; 36) mit geringem Abstand eine aus durchsichtigem Kunststoff bestehende
Scheibe (6; 40) mit einem erhabenen, die Sichtöffnung ausfüllenden und mit der Scheibe (6; 40) aus
einem Stück hergestellten Einsatz (7; 41) angeordnet ist.
2. Türbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Scheibe (6; 40) mit Einsatz (7; 41) aus einem Spritzgußteil besteht
3. Türbeschlag nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Montageerleichterung in
der Seitenwand der Deckkappe (3; 36) ein eine Schnappverbindung mit dem Unterteil (1; 35) herstellender
Vorsprung (16a,) vorgesehen ist, dessen kleinster Innenquerschnitt etwas kleiner als der Außenquerschnitt
der Schauscheibe (8; 42) ist
4. Türbeschlag nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Seitenwand der Deckkappe (3)
zwei in Achsrichtung beabstandete Vorsprünge (16a, \6b) vorgesehen sind, von denen der eine zur axialen
Festlegung der Schauscheibe (8) und der andere zur Herstellung der Schnappverbindung mit dem Unterteil
(1) dient
Priority Applications (1)
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ID=5983524
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Cited By (1)
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- 1976-07-21 DE DE19762632698 patent/DE2632698C2/de not_active Expired
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