DE262149C - - Google Patents

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DE262149C
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winch
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drums
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DENDAT262149D
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F21LIGHTING
    • F21VFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS OF LIGHTING DEVICES OR SYSTEMS THEREOF; STRUCTURAL COMBINATIONS OF LIGHTING DEVICES WITH OTHER ARTICLES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F21V21/00Supporting, suspending, or attaching arrangements for lighting devices; Hand grips
    • F21V21/36Hoisting or lowering devices, e.g. for maintenance
    • F21V21/38Hoisting or lowering devices, e.g. for maintenance with a cable

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Investigation Of Foundation Soil And Reinforcement Of Foundation Soil By Compacting Or Drainage (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 262149 KLASSE Aa. GRUPPE
G.m.b.H. in TÜBINGEN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. März 1912 ab.
Bei der immer größeren Verbreitung, die die Starklichtlampen für die Beleuchtung der Straßen finden, ist es eine der wichtigsten Aufgaben, diese so aufzuhängen, daß sie leicht bedient werden können, aber es darf durch diese Bedienung keine Störung des Verkehrs oder gar eine Gefährdung etwaiger elektrischer Anlagen, Straßenbahnen usw. durch Berührung von Kabeln und dadurch
ίο verursachtem Kurzschluß und ähnliches bei Ablassen der Lampen entstehen. Hauptsächlich in neuerer Zeit, da durch die großen Fortschritte, die die Gasbeleuchtung gemacht hat, auch diese immer mehr zur Aufhängung in der Mitte der Straßen gelangt, muß unbedingt eine Ablaßvorrichtung gefunden werden, die es auch einem ungeübten Arbeiter unmöglich macht, Fehler beim Ablassen zu machen. Es sind für eine solche Ablaßvorrichtung folgende Bedingungen zu stellen. Es ist notwendig:
1. Die Laterne so tief zu senken, daß sie ihre Sicherheitskupplung verläßt. Diese Bewegung darf nicht tiefer gehen, als notwendig ist, damit beim Horizontalüberführen ein etwaiges elektrisches Kabel nicht getroffen wird.
2. Nach der Verkupplung mit der Überführungswinde darf keine zu große Senkung der Laterne vorkommen. Die Kupplung muß erst bei der Ankunft über der Ablaßstelle wieder zugänglich sein.
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3. Zum Zwecke des Ablassens muß die Kupplung auf die einfachste Weise gelöst werden können, damit sicher nur mit der Ablaßwinde abgelassen wird.
4. Beim Hochziehen muß sich in der Winde ein Anschlag befinden, der erlaubt, daß die Laterne so hoch (und nicht höher) geführt wird, als notwendig ist, um sie in sicherer Entfernung über den elektrischen Kabeln über die Straße zu führen. *
5. Ist diese Höhe erreicht, muß wieder verkuppelt werden können.
6. Dann wird der Laufwagen horizontal bis unter die Aufhängestelle geführt. Diese Stelle muß wieder durch Anschlag festgestellt werden.
7. Es muß eine Einrichtung getroffen werden, die es erlaubt, daß der Laufwagen nach Überführen zur Aufhängestelle trotz des Anschlages in die Winde bei etwaiger Veränderung der Länge des Drahtseiles genau senkrecht über die Aufhängestelle geführt werden kann.
8. Danach muß die Kupplung mit der Lauf wagen winde wieder gelöst und die Lampe mittels der Ablaßwinde hochgezogen werden, bis sie den elektrischen oder Gasanschluß erreicht hat und die Sicherheitsaufhängung gegen Abstürzen eingeklinkt ist.
Om diese Bedingungen zu erfüllen, werden gemäß der Erfindung die vielen Umdrehungen, die Ablaß- und Überführungswinde
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machen, müssen, auf nur eine Umdrehung reduziert. Zu diesem Zwecke wird (s. Fig. ι und 2) durch ein Rädersystem a-d die Bewegung der Achse 0 mit den Ablaßtrommeln in für das Ablaßseil und η für das Überführungsseil durch eine beliebige Übersetzung, hier durch Zahnräder, auf ein letztes möglichst großes Zahnrad e übertragen. Es kann auch eine Schnecke oder sonstige Übersetzung gewählt werden. Ebenso kann durch eine entsprechende Übersetzung eine Zahnstange oder durch Hebelübersetzung eine andere Vorrichtung betätigt werden, die die Übertragung der vielen Umdrehungen der Ablaßwinde auf nur eine Be\vegung erlaubt und so z. B. als Skala dient. Auf Fig. 2 ist das Rad α auf der Achse 0 der Ablaßtrommeln m, η befestigt, also ist eine Umdrehung des Rades α eine Umdrehung der Windentrommeln mund n. Durch die Systeme b, c, d wird auf das Zahnrad e so übersetzt, daß das Zahnrade eine Umdrehung macht, wenn das Rad α etwa 50 Umdrehungen gemacht hat. Es ist natürlich einerlei, ob das letzte Rad das größte oder das kleinste ist, ob Innen- oder Außenverzahnung" gewählt wird. Zweckmäßig ist die Anordnung mit dem Zahnrad e als größtem und mit. Innenverzahnung, weil dadurch die ganze Einrichtung auf den möglichst geringsten Raum beschränkt wird.
Es ist zweckmäßig, die Reduktion auf dieses Zahnrad e so zu wählen, daß es bei Überführen der Laterne keine ganze Umdrehung, sondern höchstens °/10 derselben macht, damit alle Teilbewegungen wie auf einer Skala auf diesem Rad vermerkt werden können. Wird dann (Fig. 3 bis 5) der Anschlag g so gestellt, daß er in einer bestimmten Stellung die Klinke i an der geneigten Kante i' niederdrückt, . so hebt sich die andere Seite i" der Klinke und kommt in die Ebene des an Windentrommel m befindlichen Anschlagestiftes h: so daß die Windentrommel m, wenn diese Stelle erreicht ist, angehalten wird; ebenso kann ein zweiter Anschlag g' auf dem Zahnrad e so entfernt vor g aufgesetzt und durch eine bestimmte Anzahl Umdrehungen der Windentrommel η so vorgeführt werden, daß er wie Anschlag g wirkt und die Trommel ebenso arretiert. Es können also zwischen beiden Arretierungen hier beliebig viele, z. B. 40 anstatt 50 Umdrehungen des Rades ά erfolgen. Wenn man nun die Anschläge g und g' verstellbar macht, so ist leicht ersichtlich, daß die Überführung an jeder beliebigen, unten an dem Zahnrad e zu bestimmenden Stelle angehalten werden kann. Da aber der Anschlag durch die Winde und nicht durch einen Anschlag am Laufwagen bewirkt wird, so ist auch ein Anspannen (Zerren) an den Drahtseilen, vermieden. Für gewöhnlich bleibt die Ablaßtrommel m mit der Achse 0 fest verkuppelt, während die Überführungstrommel η ein- und ausgerückt werden kann. Ist die Überführungstrommel η ausgerückt (Fig. 1), so ist sie mittels im Kreise angeordneter Bohrlöcher und der Stifte q" mit dem Sperrad r verbunden und festgehalten. Dieses ist die Stellung bei aufgehängter Laterne. Soll abgelassen werden, so wird vorerst nur mittels der Ablaßtrommel m so tief abgelassen, daß bei Verlassen der Kupplung der Laterne an der Aufhängestelle.diese sich nur so tief senkt, als nötig ist, um die Laterne mittels Laufwagen seitlich führen zu können. Zu diesem Zwecke ist der entsprechende Anschlag g an solcher Stelle auf dem Rad e befestigt, daß der Anschlagbolzen h auf Windentrommel m anschlägt, wenn das oberste Anschlußstück der Laterne die Schutzglocke eben verlassen hat. ,80 Dann werden durch die Verkupplung χ die Trommeln m und η auf bekannte Weise verbunden. Jetzt wird die Kurbel in der entgegengesetzten Richtung wie vorher gedreht und der Laufwagen zur Ablaßstelle geführt; der zweite Anschlag g' ist so eingestellt, daß er die Umdrehung der Ablaßtrommel m hemmt, wenn dieselbe an der gewünschten Ablaßstelle angekommen ist. Dann wird die Kupplung gelöst, die Drehung wieder gewechseit und dadurch die Laterne abgelassen. Beim Überführen des Laufwagens ist zu beachten, daß die Seile (Fig. 2) in entgegengesetztem Sinne auf die Trommeln gewickelt sind, so daß die Laterne horizontal geführt wird.
Ist die Laterne ausprobiert, so wird sie wieder hochgezogen, dann wird die Ablaßwinde durch den ' vorherbeschriebenen ' Anschlag g genau in der Höhe arretiert, die die Laterne vorher hatte, worauf beide Trommeln verkuppelt werden, die Drehung wieder gewechselt, der Laufwagen über die Aufhängung bis zum ersten Anschlag an der Aufhängestelle geführt und die Kupplung gelöst wird. Sollte der Lauhvagen infolge der nicht zu vermeidenden kleinen Unregelmäßigkeiten beim Aufwinden des Zugseiles auf die Trommel bei der Arretierung nicht genau über der Mitte der Aufhängung zu stehen kommen, so wird die Nase der Kurbel, die bei den sonstigen Bewegungen in dem vorderen weiten Schlitz der Achse 0 bald rechts, bald links anliegt, tiefer in den mittleren Schlitz eingedrückt. In der Höhlung der Achse 0 befindet sich ein beweg1 licher Bolzen if mit einem Stift/', der in der Normallage in einer ringförmigen Aussparung der Trommel η sich dreht, ohne die Trommel mitzunehmen.
Weiter befindet sich am Ende des Bolzens ein Stift/", der in der Normallage in einem Einschnitt der ebenfalls mit Einschnitten versehenen Trommel m sitzt. Hinter diesen Ein-
schnitten ist in Trommel m ebenfalls eine ringförmige Aussparung. Wird nun der Bolzen, der durch eine Feder vorgedrückt wird, mittels der Kurbel.zurückgedrückt, so tritt Stift Γ
.5 in die Einschnitte der Trommel«,.-während ' Stift I" aus den Einschnitten der Trommel m in die ringförmige Aussparung austritt. Es kann jetzt die Winde« weitergedreht werden, ohne daß Winde m sich dreht. Diese ist durch
ίο die bekannte automatische Hemmung festgehalten. Durch das Weiterdrehen der Trommel η wird der Laufwagen die kleine Strecke, bis er richtig steht, vorgeführt. Dies Ablaßseil hat noch so viel Spielraum, daß die Laterne nicht zu hoch gehoben wird. Dann wird die Kurbel wieder zurückgezogen, der Bolzen k durch' ■ die Feder vorgedrückt, damit Trommel m wieder mit der Achse 0 verbunden und Trommel η gelöst wird. Um die Trommel η aber, wenn sie ausgelöst ist, festzuhalten, damit der Laufwagen nicht zurück . kann, befinden sich über den Einschnitten q weitere Einschnitte q' (Fig. 7). Diese werden beim Lösen der Kupplung durch zwei Stifte q", die auf einem Sperrad r sitzen, gefaßt und somit die Trommel η festgehalten (Fig. i).
Ist der laufwagen an der richtigen Stelle angelangt, so wird die Lampe durch die Trommel m in die Schutzglocke eingeführt und hier unter Seilentlastung festgestellt.
Das Verschließen der Kupplung der beiden Trommeln, wird durch einen Scheibenring t bewirkt (Fig. 1 und 6). Dieser Ring ist durch einen auf dem Zahnrad e befestigten Bolzen mit diesem verbunden, so daß sich die Scheibe t korrespondierend mit dem Zahnrad r bewegt. Bei der Nullstellung (aufgehängter Laterne) befindet sich diese Öffnung μ mit einer Öffnung υ im Laternengehäuse übereinstimmend und bleibt also der Kupplungsbolzen (Vierkant) dem Schlüssel zugänglich. Sobald aber verkuppelt ist und die Laterne seitlich geführt wird, dreht sich der Scheibenring t, und die Öffnung wist verschlossen. Dieser Scheibenring dient aber auch als Skala. In demselben sind in Entfernungen, die einem Meter des zurückgelegten Weges entsprechen, die gleichen Öffnungen μ angebracht. Diese sind durch abnehmbare Scheibchen verschlossen, die die Zahl der zurückgelegten Meter bezeichnen können. Ist z. B. eine Länge von 6 m von der Aufhängestelle bis zur Ablaßstelle zurückzulegen, so ist Scheibe 6 zu entfernen, die Anschlagvorrichtung entsprechend einzustellen, und es kann nur nach zurückgelegtem sechsten Meter die Verkupplung gelöst und abgelassen werden. Sämtliche Vorrichtungen sind derart angebracht, daß das Schutzgehäuse nur als solches dient und leicht abgenommen werden kann. Somit sind sämtliche Teile zugänglich, können ohne weiteres umgeschaltet und während des Betriebes kontrolliert werden.
Es sind also durch die oben beschriebene '65 Konstruktion alle eingangs erwähnten Bedingungen erfüllt.

Claims (3)

Patent-An sprüche:
1. Doppelwinde zur wagerechten Überführung und zum Ablassen der an Überspannungen aufgehängten Laternen mit zwangläufig reihenweise erfolgender Einschaltung der dazu nötigen Bewegungen, dadurch gekennzeichnet, daß beliebig viele Umdrehungen der Windentrommelnfm, n) in nur eine vollständige oder unvollständige Umdrehung eines Zahnrades (e) oder ähnlichen Organs übersetzt werden, wodurch erreicht wird, daß der Gang der Windentrommeln in dem Windengehäuse selbst mittels mehrerer verstellbarer Anschläge (g) sowohl beim Vor- als beim Zurückdrehen nach beliebig vielen Umdrehungen,. gehemmt werden kann.
2. Doppelwinde nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung des Schlußzahnrades (e) oder ähnlichen Organs auf eine Zeigerscheibe (t) oder andere Anzeigevorrichtung übertragen wird, die den Zugang zum Schließen und Lösen der Kupplung zwischen Überführungstrommel (n) und Ablaßtrommel (m) nur dann freigibt, wenn es notwendig ist, die Kupplung zu löse"h oder zu schließen.
3. Doppelwinde nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen verschiebbaren Bolzen in der gemeinsamen Achse der Windentrommeln (m, n), der mittels zweier Mitnehmerstifte (V, V) bewirkt, daß j e nach seiner Lage die Trommeln zusammen oder jede für sich allein gedreht werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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