DE572000C - Antennenwinde mit einschalt- und bremsbarer Windentrommel - Google Patents
Antennenwinde mit einschalt- und bremsbarer WindentrommelInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D1/00—Rope, cable, or chain winding mechanisms; Capstans
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66D—CAPSTANS; WINCHES; TACKLES, e.g. PULLEY BLOCKS; HOISTS
- B66D2700/00—Capstans, winches or hoists
- B66D2700/01—Winches, capstans or pivots
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Details Of Aerials (AREA)
- Support Of Aerials (AREA)
Description
Die Flugzeuge oder sonstigen Luftfahrzeuge sind zur Zeit allgemein mit einem
Radiosender- und Empfängerapparat ausgerüstet, und sie müssen zu diesem Zwecke eine Antenne von genügender Länge besitzen,
um diesem Apparat die nötige Tragweite und Selektivität zu geben. Diese Antenne
muß nach Lage der Dinge hängend angeordnet werden. Diese Anordnung stellt natürlich
eine große Gefahrquelle dar, weil die aus einem hängenden Metalldraht bestehende
Antenne im Flug, beim Abflug und beim Landen mit Widerständen, wie Masten, Bäumen,
Fabrikschloten, elektrischen Hochspannungsleitungen, in Berührung kommen bzw. an denselben sich anhängen kann, wodurch
das Flugzeug zum Absturz gebracht werden kann.
Die Erfindung betrifft eine Antennenwinde, die die obenerwähnten Nachteile dadurch
zu beheben sucht, daß sie dem Flieger oder einem anderen Flugzeuginsassen die Möglichkeit
bietet, durch einen einfachen Handgriff die Antenne mit Rücksicht auf die jeweils erforderliche
Länge auf- bzw. abzuwickeln, außerdem die Windetrommel mittels des gleichen Steuerorgans nach Belieben zu bremsen
oder zu blockieren.
Es bestehen zwar schon Antennenwinden, bei welchen die Windentrommel gekuppelt und gebremst werden kann. Dieselben verwenden aber entweder zwei Organe, d. h. ein Organ zum Kuppeln und ein Organ zum Bremsen, und es sind daher zu deren Handhabung zwei Handgriffe an verschiedenen Organen erforderlich, oder aber es kommt bloß ein Organ für beide Tätigkeiten zur Anwendung, das aber mit einem ganz umständlichen Übertragungs- bzw. Vermittelungswerk zusammenhängt.
Es bestehen zwar schon Antennenwinden, bei welchen die Windentrommel gekuppelt und gebremst werden kann. Dieselben verwenden aber entweder zwei Organe, d. h. ein Organ zum Kuppeln und ein Organ zum Bremsen, und es sind daher zu deren Handhabung zwei Handgriffe an verschiedenen Organen erforderlich, oder aber es kommt bloß ein Organ für beide Tätigkeiten zur Anwendung, das aber mit einem ganz umständlichen Übertragungs- bzw. Vermittelungswerk zusammenhängt.
Bei der Antennenwinde gemäß der Erfindung ist die Windentrommel fliegend auf
einer mit der Kupplungswelle gleichachsigen Hochwelle angeordnet, die von einem mit
dem bewegten Kupplungsteil zwangsläufig bewegten Schaft durchgriffen wird, der an seinem
aus der Trommel vorstehenden Ende die Bremsscheibe trägt.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes.
Fig. ι zeigt die Gesamtanordnung mit teilweisen Ausbrechungen.
Fig. 2 bis 4 zeigen in etwas verkleinertem Maßstab bauliche Einzelheiten.
Die Antennenwinde besteht aus einer Haspel oder Trommel 1, die zweckmäßig aus Isoliermaterial
angefertigt und mit zwei Wangen 2, 2a ausgerüstet ist, zwischen denen der
die Antenne bildende Draht oder Kabel aufgerollt werden kann. Die Trommel besitzt
eine hohle gewichtsbelastete Nabe, und sie ist auf eine Hohlwelle 3 aufgekeilt, die in Kon-
solen 4, 5 dreht. Letztere befinden sich auf
einem Gestell 6, das ortsfest an einer geeigneten Stelle des Flugzeuges angeordnet ist.
Das Gestell kann aus Leichtmetall, Holz oder irgendeinem anderen widerstandsfähigen Stoff
bestehen.
In der Verlängerung der Welle 3 ist 'eine Welle 7 angeordnet, die in der Konsole 8 und
in einem Drehlager dreht, welches am vorderen abgebogenen Ende 6" des Gestelles an
geformt ist. An ihrem Vorderende trägt die Welle 7 einen Propeller 9. Die Flügel des
Propellers werden zweckmäßig in Nabenhül· sen ι ο mit Gradeinteilung" getragen, dank welchen
die Propellersteigung beliebig verstellt und dementsprechend auch die Zugkraft des
Propellers verändert werden kann. Eine Mutter 11 befestigt den Propeller auf der
Welle 7.
Zwischen den Wellen 3 und 7 ist eine Schaltkupplung eingefügt, welche im Ausführungsbeispiel
aus einem Teller 12 auf der Welle 3 mit diametralen Ausnehmungen 12"
und einer Doppeldaumenscheibe 13 auf der Welle 7 besteht; die beiden Daumen sind dabei
so bemessen, daß sie mit leichter Reibung in die Tellerausnehmungen 12" eintreten
können.
An einem im Gestell 6 sitzenden Zapfen 14
ist ein Hebel oder Handgriff 15 angelenkt, der durch eine Feder 16 elastisch mit der
Konsole 8 verbunden und dazu bestimmt ist, die Welle 7 axial zu verschieben, um die
Daumenscheibe 13 mit Bezug auf den Teller 12 entgegen der Wirkung der Feder 16 zu
verschieben. Zu diesem Zweck ist am Hebel
15 zwischen dem Zapfen 14 und der Feder
16 eine Gabel 17 eingebaut, an deren Schenkeln
zwei Nasen 18 vorgesehen sind. Diese
4°' letzteren treten ohne Reibung zwischen die Backen 19 einer auf Welle 7 sitzenden Nutenscheibe
20 ein. Der über der Feder 16 liegende Teil des Hebels 15 ist hohl und dient
als Lager für einen Schaft 21. Dieser ist oben bei 22 mit Gewinde sowie mit einem zweckmäßig
gekordelten Knopf 23 versehen.
Das Gewinde 22 des Schaftes 21 ist mit demjenigen eines Ringes 15« in Eingriff, der
am o'beren Ende des hohlen Hebels 15 sitzt.
Der untere Schaftteil trägt unter Vermittelung eines Zapfens 21« ein gabelförmiges Sattelstück
24, das zwischen den Backen 19 gegen den mittleren Teil der Nutenscheibe 20 anliegt.
Wenn der Knopf 23 im Sinne der gegenseitigen Näherung des Sattelstückes 24 und der Nutenscheibe 20 gedreht wird, kann
letztere und demzufolge auch die Welle 7 und der Propeller 9 blockiert wetden.
Die Verlängerung der Welle 7 bildet eine weniger dicke Welle 25, die in der Hohlwelle
3 und der Trommelnabe 1 gelagert ist und über die Außenwange 2 dieser Trommel
vorsteht. An ihrem Vorderende trägt diese Welle 25 eine Scheibe 26 aus Bremsmaterial,
die dazu bestimmt ist, im Bedarfsfalle gegen die Vorderwange 2 angedrückt zu werden, um
deren Drehung zu verlangsamen oder zu verhindern.
Die Wirkungsweise der Antennenwinde ist wie folgt: ,
Es sei angenommen, daß der Draht (nicht gezeichnet), der die Antenne bildet und mit
seinem einen Ende an der Trommelnabe befestigt ist, frei herabhängt und daß der Propeller
dank des Eingriffes des gabelförmigen Sattelstückes 24 in die auf Welle 7 sitzende
Nutenscheibe 20 eingreift und festgeklemmt ist. Zum Aufrollen der Antenne auf die
Trommel 1 genügt es, den Knopf 23 zu lösen, um das Sattelstück 24 von der Nutenscheibe
20 abzuheben. Der vom Winde getroffene Propeller 9 beginnt sofort sich anzudrehen,
nimmt die Trommel 1 mit und wickelt die Antenne auf letzterer auf. Durch die Feder 16
wird die Schaltkupplung 12, 13 in eingeschalteter
Stellung erhalten. Sobald die Antenne vollständig aufgewickelt ist, wird ohne Veränderung der Winkelstellung des Hebels
15 der Knopf 23 angezogen, um die Welle 7 durch das Sattelstück 24 zu blockieren. Hier- 9"
durch wird gleichzeitig die Welle 3 und die Trommel 1 festgelegt.
Soll hingegen die Antenne von der Trommel ι abgewickelt werden, so genügt es, bei
auf der Nutenscheibe 20 festgeklemmtem Sattelstück24,
d.h. bei verriegeltem Propeller, den Hebel 15 halbwegs nach vorn zu drücken
(wie durch Pfeil angedeutet), um die Schaltkupplung 12, 13 auszuschalten und dadurch
die Welle 3 von der Welle 7 zu lösen. Die Antenne wickelt sich dann unter der Einwirkung
ihres Eigengewichtes von der Trommel ι ab. Wenn die Abwickelbewegung zu
schnell vor sich geht, so wird der Hebel 1S ganz nach vorn verschoben, damit die von
ihrem Schaft 25 nach links bewegte Bremsscheibe 26 sich gegen die vordere Backe 2
der Trommel 1 legt und die Drehung der letzteren verlangsamt bzw. ganz anhält, sobald
die Antenne ganz abgewickelt ist. Beim Los- no lassen des Hebels 15 kehrt er selbsttätig unter
der Einwirkung der Rückzugsfeder in seine Anfangsstellung zurück, wobei bei der ersten Drehung des Propellers die Daumen
der Scheibe 13 in den Teller 12 bzw. dessen Ausnehmungen 12« einklinken.
Verschiedene Abänderungen können an der Antennenwinde vorgenommen werden', ohne
aus dem Rahmen der Erfindung zu treten. So kann der Triebpropeller durch ein Flügelrad
oder eine Flügelturbine ersetzt werden oder auch durch eine mit dem Motor oder
Claims (1)
- dessen Zubehör (Auspuffrohr, Vergaserunterdruck) verbundene Kraftquelle.Außerdem kann als Abänderung die Trommel ι an einer anderen Stelle als auf der Welle 3 sitzen, und zwar unter Zwischenschaltung eines Zahntriebes oder eines sonstigen Vorgeleges. Gegebenenfalls kann auch eine Untersetzung vorgesehen sein. Auch kann der einzige Handhebel in seinen verschiedenen Winkelstellungen mittels eines Zahnsegmentes, das am Gestell 6 sitzt, festgelegt werden.Endlich kann als weitere Abänderung die zwischen Trommel ι und Propeller 9 eingefügte Schaltkupplung und das übrige Übertragungswerk anders gebaut sein. Es ist nämlich nicht unbedingt erforderlich, daß diese Schaltkupplung aus einem Teller 12 und einer Daumenscheibe 12« besteht; es könnte vielmehr auch ein Freilauf eingebaut sein. In solch einem Fall wäre auch die Welle anstatt aus zwei Stücken 3, 7 bloß aus einem Stück angefertigt, und die Bewegungsänderungen der Nutenscheibe 20 würden das Einklinken der Freilaufklinke in das an der Trommel 1 befestigte Sperrad bewirken. Die Bremsung kann durch ein weiteres Vorschalten des Hebels zustande kommen.Endlich setzen der in der Zeichnung gezeigte Propeller und die Antennentrommel bei ihrer Anordnung außerhalb des Flugzeugrumpfes einen die Flugzeuggeschwindigkeit mindernden Widerstand entgegen. Dieser Nachteil kann dadurch vermieden werden, daß das ganze Aggregat innerhalb des Flugzeugrumpfes so auf Teleskopgestängen oder Scharnieren angeordnet ist, daß es nach Belieben beim Gebrauch außerhalb des Rumpfes in den Fahrwind geschoben oder geschwenkt werden kann. Auch kann das Gestell mit Trommel in ein Gehäuse eingebaut sein, dessen Formgebung so getroffen ist, daß es der Vorwärtsbewegung des Flugzeugesden geringsten Widerstand entgegensetzt.
Pa ten τ λ ν s 1· r u cn:Antennenwinde mit einschalt- und bremsbarer Windentrommel, dadurch gekennzeichnet, daß die Windentrommel fliegend auf einer mit der Kupplungswelle (7) gleichachsigen Hohlwelle (3) sitzt, die von einem mit dem beweglichen Kupplungsteil (13) zwangsläufig bewegten Schaft (25) durchgriffen wird, der an seinem aus der Trommel vorstehenden Ende die Bremsscheibe (26) trägt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB572000X | 1930-09-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE572000C true DE572000C (de) | 1933-03-09 |
Family
ID=10478611
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA61773D Expired DE572000C (de) | 1930-09-19 | 1931-05-01 | Antennenwinde mit einschalt- und bremsbarer Windentrommel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE572000C (de) |
-
1931
- 1931-05-01 DE DEA61773D patent/DE572000C/de not_active Expired
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