DE2617C - Neuerungen an indirekt wirkenden Regulatoren - Google Patents
Neuerungen an indirekt wirkenden RegulatorenInfo
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Description
1877.
.Klasse 60./
JOHANN GEORG BODEMER in ZSCHOPAU ι. S. Neuerungen an indirect wirkenden Regulatoren.'
Patentirt im Deutschen Reiche vom 27. Juli 1877 ab,
Längste Dauer: 6. Januar 1891.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, das Schwanken in der Geschwindigkeit bei einer
Störung des Gleichgewichtsverhältnisses zwischen Kraft und Widerstand auf ein Minimum herabzuziehen.
Die Aufgabe, welche der verbesserte Regulator zu erfüllen hat, würde demnach in folgendem bestehen:
i. Sobald sich die Schwungkugeln nur.wenig
von der Mittelstellung entfernt haben, die Schaltvorrichtung in entsprechender Weise in
volle Thätigkeit zu setzen.
1 2. Die Schaltvorrichtung in demselben Sinne
fortdauernd in Thätigkeit zu halten, so lange der Regulator steigt. *
3. Die Thätigkeit der Schaltvorrichtung wieder vollständig aufzuheben, unmittelbar nachdem
die Kugeln angefangen haben, sich wieder der Mittelstellung zu nähern, da zu dieser Zeit die
Schützenstellung im allgemeinen dem Kraftbedarf entspricht, wenn auch die Geschwindigkeit noch
eine von der Normalgeschwindigkeit verschiedene ist.
4. Die Schaltvorrichtung bei weiterem Fallen des Regulators, eventuell bis zur Mittelstellung,
fortdauernd in Unthätigkeit zu belassen.
5. Die Wirkung auf die Schaltvorrichtung in dem ursprünglichen Sinne wieder aufzunehmen,
im Falle die Kugeln vor erreichter Mittelstellung von neuem anfangen, sich von dieser zu entfernen.
Die Lösung dieser Aufgabe läfst sich durch verschiedene Mechanismen erreichen, welche
auf den beiliegenden Zeichnungen in Fig. 1 bis 16 dargestellt sind.
Die Construction Fig. 1 dürfte am bestengeeignet sein, den Grundgedanken völlig klar zu machen.
α α ist ein in verticalen Führungen gehender Regulatorzaum, welcher seine Bewegung mittelst
Zahnstange und Getriebe auf die beiden in verschiedenen parallelen Verticalebenen liegenden
Zahnkranz-Segmente b und c überträgt. Diese Segmente sind so miteinander in einem Rade
verbunden, dafs bei der Mittelstellung b oben und c unten ist; f g ist ein Hebel, dessen Arm/
zwei Zähne d und e trägt, welche bezw. zu den Segmenten b und c in Beziehung stehen; g ist
ein Gegengewicht für /, und h der Hebel, welcher auf die Schaltvorrichtung wirkt, also wie
gezeichnet, eine Riemengabel verschiebt, oder dergleichen mehr; i und k sind zwei Gewichte,
welche mittelst Schnüren an / bezw. g befestigt sind. Befindet sich die Hebelverbindung in
ihrer Mittellage, so stehen beide Gewichte auf ihrer Unterlage. Wird jedoch die Hebelverbindung
aus ihrer Mittellage gebracht, so giebt das gehobene Gewicht den Hebeln das Bestreben,
wieder in die Mittellage zurückzukehren. Nimmt die Geschwindigkeit der Maschine zu,
so hebt sich der Regulatorzaum, das Rad b c dreht sich in der Richtung des Pfeiles, der erste
Zahn von c hebt / mittelst des Zahnes e und verschiebt die Riemengabel durch den Hebel k.
An einem gewissen Punkte, welcher einer nur geringen Abweichung des Regulators von der
Mittelstellung entspricht, verläfst Zahn 1 des Segmentes c den Zahn <?; bis dahin hat aber
Hebel h die Riemengabel schon vollständig verschoben; es ist demnach die obige Bedingung
ι erfüllt. Steigt der Regulator nun weiter, so kommt Zahn 2, ferner Zahn 3 u. s. w. zum
Angriff, ohne dafs jedoch dadurch an der ,Stellung der Schaltvorrichtung etwas geändert
wird. Dadurch ist Punkt 2 erfüllt. Geht nun aber der Regulatorzaum wieder herunter, so
braucht das Rad b c sich nur um einen kleinen Theil seines Umfanges rückwärts zu bewegen,
bis Hebel f wieder in die Mittelstellung gekommen und damit die Schaltvorrichtung ausgerückt
ist, entsprechend der Bedingung 3. Beim weiteren Fallen des Regulators drücken diejenigen
Zähne von c, welche noch über e stehen, nun zwar den Zahn c noch etwas herunter, jedoch
nicht hinreichend, um die Riemengabel wirksam zu verschieben. Hiermit ist der vierten der
obigen Aufgaben Genüge geleistet.
Geht nun der Regulator nicht ganz auf seine Mittelstellung zurück, bleibt beispielsweise das
Segment c so stehen, dafs die Lücke zwischen den Zähnen 3 und 4 mit dem Zahne e (welcher
selbst in seiner Mittelstellung, also der gezeichneten Lage gedacht werden mufs) correspondirt,
und fängt der Regulator jetzt wieder an zu steigen, so fafst sofort Zahn 4 den Zahn e und
übt genau dieselbe Wirkung aus wie vorhin Zahn i. Hiermit ist die fünfte Bedingung erfüllt.
Bei einer Verminderung der Geschwindigkeit dreht sich das Rad ic in entgegengesetzter
Richtung, und es kommen die Zähne von b in Eingriff mit Zahn d, während die Zähne von e
so lange unthätig sind. Die Wirkung ist daher der vorigen völlig gleich, nur in entgegengesetztem
Sinne.
Die Anordnung kann unter anderem in der Weise modificirt werden, dafs man statt der
Zahnkränze b oder c oder statt des Hebels f Zahnstangen anwendet. Auch können die Gewichte
i und k statt mittelst der Schnüre in anderer entsprechender Weise locker mit den
Hebeln / und g verbunden werden, oder dieselben werden durch Federn ersetzt, analog
wie in Fig. 2. Die Uebertragung der Bewegung des Rades b c auf den Hebel fg kann auch
durch Reibung bewirkt werden, wenn der letztere in verschiebbaren Lagern gelagert und
durch Gewicht oder Feder gegen das Rad gedrückt wird.
Die Construction Fig. 2, 2a und 2b ist der vorigen im wesentlichen ähnlich. Die Zähne
der Segmente b und c von Fig. 1 sind hier durch schiefe Ebenen b* b2 etc. und cl c- etc.
ersetzt, während den beiden Zähnen d und e Fig. ι die schiefe Ebene d entspricht. Die
schiefen Ebenen blb2b3 etc. sowie c' c~ c* etc.
stehen mit dem Regulatorzaum durch Getriebe und Zahnstangen derart in Verbindung, dafs
deren Bewegung der des Zaumes bei vergröfsertem Hube entspricht. d ist das schräg gestellte
Ende des Hebels Ji1 der seinen Drehpunkt
in e hat und durch die Federn f und /' nach der Mittellage hin ■ gedruckt wird. Bei der
mittleren Stellung des Regulators befindet sich d zwischen den schiefen Ebenen bl und If1.
Hebt sich der Regulator, so drückt b, das Stück d nach rechts und der Hebel h wirkt
mittelst der Riemengabeln auf Zumachen des Schützens. Steigt der Regulator weiter, so
gleitet £j an d vorbei, und es kommt b.2, ferner
b3 etc. zur Wirkung, ohne die Stellung der
Schaltvorrichtung in wirksamer Weise zu ändern. Geht hingegen der Regulator zurück, so wird d
zwischen irgend welchen zwei benachbarten schiefen Ebenen b hindurchgleiten und wieder in
die Mittelstellung gelangen, ist aber bereit, bei erneuertem Steigen des Regulators die Wirkung
auf Zumachen des Schützens sofort wieder aufzunehmen. Denkt man sich die schiefen Ebenen
bi b3 b3 und c'c'~c3 etc. auf dem Umfang
eines Cylinders, ζ. B. des Rades m angebracht, so repräsentiren dieselben zwei kurze Stücke
einer mehrgängigen Schraube. Statt der mehrgängigen Schraube würde auch eine solche mit
nur einem in zwei Theile getrennten Gange
anzuwenden sein, vorausgesetzt dafs sie sich rasch genug dreht.
Eine andere praktische Lösung der gestellten Aufgaben zeigt Fig. 3 bis 3f. Der Regulatorzaum
ist hier wieder mit α bezeichnet. An diesem ist seitwärts ein Schild b, mit einem
eigenthümlichen Ausschnitte versehen, festgeschraubt. Die Schiene c hängt mit α nur durch
Reibung zusammen. Aus dem Grundrifs Fig. 3f ist ersichtlich, dafs c in α in einer schwalbenschwanzförmigen
Führung gehalten und in dieser durch eine Feder angedrückt wird, h ist
ein Hebel, dessen oberer Zapfen g in den Schlitz f und dessen unterer Arm in die Gabel
am unteren Ende der Stange c eingreift. Zu bemerken ist dabei, dafs der Schlitz f breiter
ist als die Dicke des Zapfens g, und dafs derselbe so geformt ist, dafs die der Mittellinie
näherliegenden inneren Begränzungsflächen der oberen und der unteren Hälfte (entsprechend
verlängert gedacht) um die Dicke des Zapfens g von einander abstehen.
Fig. 3 zeigt die beschriebenen Stücke in der mittleren Stellung. Die beiden Riemen (es
werde eine Schaltvorrichtung aus Riemenscheiben etc. bestehend vorausgesetzt) laufen auf
den losen Scheiben. Vermindert sich nun der Widerstand, so steigen die Kugeln, der Regulatorzaum
sammt dem Schilde b geht in die Höhe, nimmt die Schiene c durch Reibung mit, und
diese verstellt den Hebel h bis dahin, dafs der Zapfen g sich an die linksseitige Wand des
Schlitzes / legt und nun hier gehemmt wird (Position Fig. 3a). Bei dieser Stellung ist der
eine Riemen zum Zumachen des Schützens etc. ^bereits ganz auf die feste Scheibe gerückt, demnach
zufolge Bedingung 1 die Schaltvorrichtung in
voller Thätigkeit. Steigt nun der Regulator höher, so wird zwar der Zaum mitgenommen,
wie in Fig. 3b gezeichnet, nicht aber die Schienef,
da der Widerstand, welchen der Zapfen in dem Schlitze f findet, die Reibung zwischen Schiene
und Zaum überwindet. Es wird also an der Riemenstellung nichts geändert. Damit ist dem
Punkte 2 genügt. Fällt hingegen der Regulator nur um ein weniges, so ist der heruntergehende
Zaum im Stande, die Schiene c soweit mitzunehmen, bis der Zapfen g sich an die rechtsseitige
Wand des Schlitzes / anlegt; dann ist aber die Mittelstellung von c sowie die der
Riemengabel erreicht, und die Schaltvorrichtung steht still. Diese Stellung ist in Fig. 3c gezeichnet
und entspricht der Bedingung 3. Bedingung 4 wird dadurch erfüllt, dafs bei weiterem
Fallen des Regulators (eventuell bis zur Mittelstellung) die Stellung der Schiene c nicht
verändert wird, weil der abwärts gerichtete Druck dieser Schiene fortdauernd durch den
im Schlitz / gehemmten Zapfen g aufgehoben wird (Fig. 3d).
Bei einem Steigen des Regulators von der letzten Lage aus drückt die Schiene c den
Zapfen g sofort wieder nach links und bringt die Schaltvorrichtung wie vorhin auf Zumachen
des Schützens in Gang. (Fig. 3ε und Bedingung 5.)
Bei erhöhtem Widerstände oder verminderter Kraft findet natürlich, wie bei der ersten Construction,
dieselbe Thätigkeit im entgegengesetzten Sinne statt.
Fig. 4a, 4b und 4c zeigen eine der vorstehend beschriebenen ähnliche Anordnung, bei welcher
jedoch zwei Schilder b und b1 mit den bezüglichen
Schlitzen / und /' sowie zwei Hebel h und h% erfordert werden. Die Schlitze haben
eine Weite gleich der Dicke der Zapfen g und g*. Die Schiene c hat zwei aus Fig. 4a
ersichtliche seitliche Ausschnitte zur Aufnahme der Enden der Hebel h und h \
Hebt sich der Regulator aus der gezeichneten Mittelstellung, so geht der Zaum α mit der
Schiene c in die Höhe, bis der Zapfen g aus der Mittellage in den untern Theil des Schlitzes /
gekommen ist. Da letzterer links von der durch die Mittellage von g gehenden Verticallinie liegt,
so war der Schiene c gestattet, sich um einen gewissen Weg zu heben; sobald aber g an die
linksseitige Wand des Schlitzes gedrückt wird, kann sich c nicht weiter heben, wenn auch a
noch steigt. Während dessen fand auf der anderen Seite des Regulators durch das Schild b' etc.
keine Wirkung auf die Schiene c statt, denn der in Fig. 4a rechtsseitige Ausschnitt von c,
welcher nach unten verlängert ist, gestattete dem Hebel h' in Ruhe zu bleiben. Aufserdem
ist der untere Theil des Schlitzes /' in Uebereinstimmung
mit der Mittellage vom Zapfen gl, wirkt also auch nicht auf die Stellung von /ι1.
Geht der Regulator von einem hohen Punkte zurück, so wird Schiene c sofort wieder bis zur
eigenen Mittellage zurückgeschoben, d. h. bis sie durch h' gehemmt wird; mithin wird durch d
der Schaltapparat ausgerückt, während der Regulator noch weiter fällt. Die erwähnte Mittellage
von c wird bis.hierher durch den Hebel Ai
fixirt, welcher durch denZapfen^·1 und den unteren
Theil des Schlitzes/1 gehalten wird. Geht der Regulator aus der Mittelstellung herunter so
tritt infolge des abwärts gerichteten Druckes der Schiene c auf den Hebel hi der Zapfen gl in
den oberen, rechtsliegenden Theil von /' (Fig. 4c), der Hebel geht um soviel, als die Abweichung
des oberen Schlitztheiles /' von der Mittelstellung von g1 gestattet, herunter und begrenzt
den Weg der Schiene c nach unten. Während dieser Bewegung blieb nun seinerseits
h stehen, da der nach oben verlängerte linksseitige Ausschnitt von c diesmal hier keine
Wirkung äufsern konnte.
Fig. 5, Aufrifs und Grundrifs, ist eine Abart der vorigen Anordnung. Der Zaum α wirkt
hier durch, Vermittelung von Zahnstange und Getriebe auf eine Scheibe b mit Nuth/, welche
dem Schilde b mit dem Schlitz / der Fig. 3 entspricht. Die Schiene c, Fig. 3, wird durch
die Scheibe c ersetzt, die durch eine Feder gegen die Scheibe b angedrückt wird, um zwischen
beiden Reibung zu erzeugen. In die Nuth / greift der an dem Hebel h befestigte
Stift g und die Uebertragung der Bewegung von der Scheibe c auf den Hebel h erfolgt
durch ein Gelenkstück e. Das untere Ende des Hebels h wirkt auf die Schaltvorrichtung ebenso
wie der Zapfen an der Schiene c, Fig. 3.
Während der Hub der durch Reibung mit dem Zaum in Verbindung stehenden Schiene c
in Fig. 3 durch die Form des Schlitzes / begrenzt und regulirt wurde, ist es in der Anordnung
Fig. 6 eine Scheibe b, welcher diese Aufgabe in ganz ähnlicher Weise zufällt. Der
Zaum α dreht die Scheibe b bei seiner Bewegung nach oben bezw. nach unten um einen
gewissen Winkel (welcher hier höchstens i8o°
erreichen darf) einmal rechts, das andere mal links herum und bestimmt damit den Hub der
Schiene c gerade so wie der Schlitz / in Fig. 3 unter Vermittelung des Hebels h oder wie in
Fig. 5 die Nuth/ die Winkelbewegung dieScheibei:. Wie die Figur zeigt, ist der Halbmesser der Scheibe b
an der einen Seite gröfser als an der anderen und steht dieselbe in directer Beziehung zu den
Ansätzen g und g1 der Schiene c.
Es liefse sich diese Anordnung in der Weise abändern, dafs man zwei Scheiben anwendete,
ähnlich wie in Fig. 4 zwei Schilder mit Schlitzen gegenüber dem einen in Fig. 3 benutzt worden
sind.
In der Ausführung Fig. 7 ist zwar wie bei den vier voraufgehenden die Reibung ein wesentlicher
Factor, und besteht hierin eine gewisse Uebereinstimmung mit denselben, doch ist die
Construction im übrigen verschieden. Der Zaum a wirkt durch Zahnstange und Getriebe auf die
Zahnstange b, welche mittelst des Zapfens c die Schienen d und d1 zwischen den festen
Punkten / und h bezw. / und h' zu verschieben
vermag. Zwei Federn (oder Gewichte) drücken diese Schienen nach der Mitte hin. Die beiden mit Riemengabeln versehenen Schienen
e und el stehen bezw. mit d und d1
durch Reibung in Verbindung, können sich jedoch nur zwischen den Punkten/ und g einerseits
und / und gl anderseits bewegen. Hebt sich nun der Regulator, so schiebt b mittelst
des Zapfens c die Schiene d nach links, und letztere nimmt durch die vorhandene Reibung
die Schiene e mit. Sobald diese an g angestofsen ist, ist der betreffende Riemen auf die
feste Scheibe gekommen und die Schaltvorrichtung in Gang gesetzt auf Zumachen des
Schützens. Der Regulator kann nun aber noch weiter steigen, bis d an h anstöfst (die Dicke
sowie die Spannung der Feder abgerechnet). ■Beim Rückgang des Regulators geht b zurück,
die Schiene d folgt durch den Druck der Feder nach, nimmt e mit und rückt den Riemen auf
die lose Scheibe. Hiernach kann der Regulator aber immer noch weiter fallen, da der Schiene d
noch ein bedeutender Spielraum verbleibt, bis sie wieder an / anstöfst. Steigt inzwischen der
Regulator wieder, so wird auch e sofort nochmals nach links mitgenommen und die Schaltvorrichtung
wieder in Thätigkeit gesetzt. Die Wirkung auf der anderen Seite ist, wie selbstverständlich,
eine ähnliche.
Gegen die bisher beschriebenen Constructionen kann der Einwand erhoben werden, dafs der
Regulator, nachdem er gestiegen und dann
wieder etwas gefallen ist, nun in einer zu hohen (bezw. auf der anderen Seite zu niedrigen) Lage
fortrotiren könne, mithin den Motor unter solchen Umständen nicht auf seine mittlere Geschwindigkeit
bringe. Der Erfinder hat sich daher die Aufgabe gestellt, noch Constructionen aufzufinden,
welche neben den im Eingange aufgestellten fünf Bedingungen noch die sechste
Bedingung erfüllen:
»In dem hier vorausgesetzten Fall die Schaltvorrichtung so oft von neuem in
Thätigkeit zu setzen, bis der Regulator auf seine Mittelstellung zurückgekehrt ist.«
Fig. 8 zeigt eine Vorrichtung, welche diese Aufgabe nebst den früher gestellten erfüllt.
Der Regulatorzaum α steht durch Zahnstange,
verzahnten Sector und Hebel b mit der Frictions-Kupplungshülse c in Verbindung. Letztere ist
auf der Welle e verschiebbar, überträgt aber ihre Rotation durch Nuth und Feder, während die
Drehung der Welle durch eine Schnecke auf das Schneckenrad / übertragen wird, welches seinerseits
den Schützen bezw. Expansionsschieber etc. zu verstellen hat. Der zweite Kupplungstheil
d hat eine zum Rohr verlängerte Nabe, auf welche mit Nuth und Feder das Rohr g
mit der Riemscheibe k aufgeschoben ist. Dabei ist g in dem Lager h gelagert. Auf dem
Rohr g sitzt eine Schnecke /, die das Schneckenrad m treibt, mit dem das Sperrrad η in Verbindung
steht, r ist eine Feder, welche den Kupplungstheil d soweit verschieben kann, als
es das Stück/ und die feste Stütze q gestatten. Hebt sich nun der Regulatorzaum a, so wird
c gegen d gedrückt, die continuirliche Rotation der Riemscheibe k wird durch g, d und c
auf e und mithin auf / übertragen, und der Schützen etc. wird zugemacht. Gleichzeitig ist
aber d und damit auch das Stück/ zurückgeschoben worden, die Zahnschiene ο ist über die
schrägen Zähne von η hinübergeglitten, da sie
einer hintergelegten Feder halber nachgeben konnte. Das Rad η hält nun die Schiene o, mithin
auch / und d fest, da aber das Rad m durch die Schnecke / in langsamer Linksdrehung erhalten
wird, so ist der Feder r die Möglichkeit gegeben, die genannten Theile wieder nach links
zu schieben, nach Maafsgabe der Umdrehungsgeschwindigkeit von n, bis / an q anstöfst.
War der Regulator von seiner höchsten Stellung rascher gefallen und auf die Mittelstellung gekommen,
als der Geschwindigkeit von d entsprach, so blieb währenddessen c aufser Berührung
mit d, und das Schneckenrad f stand still. Verrharrte dagegen der Regulator eine bemerkbare
Zeit in einer zu hohen Lage, so mufste der Kupplungstheil d den anderen Theil c in
einer gewissen Zeit wieder einholen und denselben (mithin auch /) in erneuerte Umdrehung
versetzen, bis der Regulator weiter herunter ging. In diesem Einholen und wieder in Drehung
versetzen beruht das Eigenthümliche der Construction und die Lösung der oben gestellten
Aufgabe. Das verhältnifsmäfsig langsame Zurückgehen der Kupplungshülse d würde sich
auch durch einen entsprechend angebrachten Katarakt bewirken lassen.
Während bei der beschriebenen Einrichtung unter Umständen eine gewisse, wenn auch nur
kurze Zeit verfliefsen kann, bis bei gefallenem und nun von neuem steigenden Regulator die
Hülse c soweit verschoben ist, dafs sie die langsam gegen die Mittellage zurückkehrende
Hülse d trifft, bezw. das Rad in erneuerte Umdrehung auf Schliefsung des Schützens versetzt,
geschieht letzteres bei der folgenden Anordnung sofort nach erneuertem Steigen des Regulators.
Dieselbe ist in Fig. 9 bis 15 dargestellt. Fig. 9
ist eine Seitenansicht, Fig. 10 eine Vorderansicht, Fig. 11 und 12 sind Horizontaldurchschnitte nach A B, bezw. CD, Fig. 13 Schnitt
nach GH, Fig. 14 Theilansicht von oben und
Fig. 15 Grundrifs der Uebertragungsscheiben etc.
Die Construction des Zaumes α mit dem
Schilde b, der Schiene c und dem Hebel h entspricht der früher beschriebenen Figur 3,
nur ist die Wirkungsweise auf die Schaltvorrichtung eine andere. Die Schiene c verschiebt
nicht unmittelbar die Riemengabel, sondern sie hemmt vermittelst eines Vorsprunges d die
Drehung einer Welle t. Letztere hat an ihrem unteren Ende eine Frictionsscheibe wl, mit der
eine andere, mit der Regulatorwelle sich constant drehende Frictionsscheibe w in Beziehung steht.
Die Scheibe 7#' hat vier leichte Ausschnitte, welche
in ihrer Stellung mit den Daumen te bis u111 am
oberenEnde der Welle correspondiren. Steht einer dieser Ausschnitte der Scheibe w gegenüber,
so steht w' still. Auf der Scheibe w' befinden
sich vier Stifte, ζ bis «'", auf die eine durch
eine Feder gespannte Klinke y derart wirkt; dafs die Scheibe ein Bestreben hat, sich in der
Richtung des Pfeiles zu drehen. An dieser Drehung wird sie jedoch in der gezeichneten
Stellung durch den Daumen ?/ gehindert, χ ist
ein Excenter, welches das Schaltwerk in dem einen oder dem anderen Sinne einrückt oder
dasselbe in Ruhe setzt.
Steigt nun der Regulator aus seiner Mittellage, so geht der Zapfen d der Schiene c in
die Höhe und an dem Daumen u vorbei. In dem Moment, dafs d den Daumen u losläfst,
drückt die Klinke y den Stift ζ bezw. die Scheibe wi um soviel vorwärts, dafs w mit
dem betreffenden Stück der vollen Peripherie von wi in Berührung kommt, demnach wx um
einen Viertelkreis gedreht wird; gleichzeitig dreht sich das Excenter um denselben Winkel
und rückt die Schaltvorrichtung auf Zumachen ein. Es findet also ein Einrücken derselben
statt, sobald sich die Schiene c bezw. der Zaum a um die Dicke des Zapfens d gehoben hat. Zu
derselben Zeit, da ein zweiter Ausschnitt von ze/1
der Scheibe w gegenüber zu stehen kommt, hemmt aber auch der um die Dicke von d
höher als u ,stehende Daumen u' die Drehung;
der zweite Stift z' ist über die Klinke y hinübergeschnappt, und diese ertheilt nun w1 ein
erneuertes Bestreben, sich mit w in Berührung
zu setzen. Der Regulator kann jetzt weiter steigen, ohne etwas an der Schaltvorrichtung
zu ändern. Beim Heruntergehen des Regulators von einem Punkte über die Mittellage verläfst d
den Daumen «', die Welle t dreht sich wieder
wie vorhin um 90 °, und die Schaltvorrichtung wird in Ruhe gesetzt. Ein weiteres Fallen bis
zur Mittellage bringt nun keine Veränderung mehr hervor, wiederholtes Steigen dagegen ein
erneuertes Einschalten auf Zumachen bei Drehung der Welle t um 270°. Bei der Bewegung
des Regulators unterhalb der Mittellage ist das Spiel dem vorigen entsprechend.
Soweit ist die Wirkung des Regulators unabhängig von dem übrigen in den betreffenden
Figuren enthaltenen Mechanismus und entspricht dieselbe nur den im Eingange aufgestellten fünf
Bedingungen. Dieser weitere Mechanismus dient nun dazu, die Schaltvorrichtung wiederholt in
Thätigkeit zu setzen, wenn der Regulator auf seinem Rückwege nach der Mittellage in einer
zu hohen oder zu niedrigen Lage fortrotirt.
Auf der in Fig. 9 hinteren Seite des Regulatorzaumes befindet sich ein Schild b1 mit einem
Schlitz /', Fig. 13, in den ein Zapfen ohne wesentlichen Spielraum eingreift. Letzterer sitzt
an dem Hebel k' k fest. Dem Hebelarm k
gegenüber an der Vorderseite des Regulators befindet sich ein Hebel /, dessen gabelförmiges
Ende auf die mit der Welle t verbundene Scheibe ν greift. Letztere besteht auf je einem
Viertel ihres Umfanges abwechselnd aus einem rechten und einem linken Schraubengange, so
dafs die hohen und tiefen Punkte (mit Bezug auf den Hebel T) mit den Stillstandpunkten der
Welle t correspondiren. Zwischen diesen beiden Hebeln und von ihnen in Spitzen oder lockeren
Zapfen getragen, dreht sich eine Axe m\ auf dieser befinden sich das Stirnrad 0 und das
Schneckenrad n. rundr1 sind zwei Schnecken,
von denen die obere rechts-, die untere linksgängig ist, und welche durch die ineinandergreifenden
Stirnräder q und q' in entgegengesetzte
Drehung gebracht werden. Die constante Drehung dieser Räder geht von der irgendwie
getriebenen Schnurscheibe p aus. η steht bei seiner Mittellage weder mit r noch mit r1 in
Eingriff. Unterhalb m befindet sich die in festen Spitzen laufende Axe ml mit dem Zahnrade ol,
welches je nach der Stellung von ν in 0 eingreift
oder nicht. Aufserdem befindet sich auf mx die Daumenscheibe s, besonders gezeichnet
unter Fig. 12, welche vermöge ihres einseitigen Gewichtes .stets die gezeichnete Lage einzunehmen
strebt, aber je nach Maafsgabe der Wirkung der übrigen Theile mit einem ihrer beiden Daumen die Schiene c durch Anstofsen
an den Zapfen e nach oben oder nach unten verschiebt.
Die Wirkung der soweit in ihren Organen beschriebenen Vorrichtung ist folgende:
. Der Regulator habe die Schaltvorrichtung bei seinem Rückgange von einer erreichten höchsten Stellung ausgerückt und verharre nun in einer Lage oberhalb der Mittelstellung, d.h. seine Geschwindigkeit und mithin die des Motors sei noch zu grofs, und der Schützen etc. müsse noch weiter geschlossen werden. Bei dieser zu hohen Stellung hat der untere Theil des Schlitzes/1 in dem Schilde b\ Fig. 13, den Hebel k' nach links gedrückt, mithin k gehoben und η mit r in Eingriff gebracht, η wird sich demnach, unter Voraussetzung, dafs die Schnurscheibe / sich in der angegebenen Pfeilrichtimg bewegt, nach links drehen. Die Welle / steht so, dafs der Daumen u'' an d anliegt, also ist einer der beiden tiefen Punkte der Scheibe ν in Fig. 9 nach vorn gekommen (in Fig. 10 links), und infolge dessen steht 0 mit o1 in Eingriff. Es wird also der untere Daumen von j die Nase e erfassen und c in die Höhe schieben. Der Zapfen d gleitet also über den anliegenden Daumen u l' hinaus, und die Welle t dreht sich, diesmal aber um drei Viertel des Kreises, da sie erst durch Anstofsen von ul an d wieder gehemmt wird. Während dessen hat zwar das Excenter die Schaltvorrichtung einen Moment auf Aufmachen gestellt, ist aber auch sofort über den Stillstandspunkt auf die Stellung zum Zumachen gekommen. Da der Daumen ul an d anliegt, so steht ν (in Fig. 9) mit einem hohen Punkte nach vorn, Hebel / ist gehoben, ο aufser Eingriff mit 0', und ί fällt zufolge seines einseitigen Gewichtes in die gezeichnete Lage zurück. Das Zumachen dauert nun so lange, bis der Regulator abermals um ein Stück gefallen ist, und wiederholt sich, im Fall die Mittellage noch nicht bezw. so oft bis sie erreicht ist.
. Der Regulator habe die Schaltvorrichtung bei seinem Rückgange von einer erreichten höchsten Stellung ausgerückt und verharre nun in einer Lage oberhalb der Mittelstellung, d.h. seine Geschwindigkeit und mithin die des Motors sei noch zu grofs, und der Schützen etc. müsse noch weiter geschlossen werden. Bei dieser zu hohen Stellung hat der untere Theil des Schlitzes/1 in dem Schilde b\ Fig. 13, den Hebel k' nach links gedrückt, mithin k gehoben und η mit r in Eingriff gebracht, η wird sich demnach, unter Voraussetzung, dafs die Schnurscheibe / sich in der angegebenen Pfeilrichtimg bewegt, nach links drehen. Die Welle / steht so, dafs der Daumen u'' an d anliegt, also ist einer der beiden tiefen Punkte der Scheibe ν in Fig. 9 nach vorn gekommen (in Fig. 10 links), und infolge dessen steht 0 mit o1 in Eingriff. Es wird also der untere Daumen von j die Nase e erfassen und c in die Höhe schieben. Der Zapfen d gleitet also über den anliegenden Daumen u l' hinaus, und die Welle t dreht sich, diesmal aber um drei Viertel des Kreises, da sie erst durch Anstofsen von ul an d wieder gehemmt wird. Während dessen hat zwar das Excenter die Schaltvorrichtung einen Moment auf Aufmachen gestellt, ist aber auch sofort über den Stillstandspunkt auf die Stellung zum Zumachen gekommen. Da der Daumen ul an d anliegt, so steht ν (in Fig. 9) mit einem hohen Punkte nach vorn, Hebel / ist gehoben, ο aufser Eingriff mit 0', und ί fällt zufolge seines einseitigen Gewichtes in die gezeichnete Lage zurück. Das Zumachen dauert nun so lange, bis der Regulator abermals um ein Stück gefallen ist, und wiederholt sich, im Fall die Mittellage noch nicht bezw. so oft bis sie erreicht ist.
Zu bemerken ist etwa noch, dafs die Axe m bei dem einseitigen Heben und Senken jedesmal
in eine etwas schräge Lage kommt, doch ist diese Abweichung zu gering, um von nachtheiligem
Einflufs zu sein, vorausgesetzt dafs darauf bei der Lagerung entsprechend Rücksicht
genommen ist, wie in der Zeichnung geschehen.
Der Schlitz /' ist in dem mittleren Theile seiner Höhe symmetrisch zur verticalen Mittellinie,
infolge dessen die Correctionsvorrichtung bei einer geringen Abweichung der Kugeln von
der Mittellage nicht in Thätigkeit kommt. Bei einer fortdauernden zu geringen Geschwindigkeit
des Regulators kommt die linksgängige Schnecker1
in Thätigkeit. Nach der Zeichnung wirkt diese auf dasselbe Schneckenrad wie die rechtsgängige
r. Diese Construction ist im Grunde nicht correct. Durch Anwendung zweier Schneckenräder
nebeneinander und einer entsprechenden geringen Versetzung der Schnecken nach rechts
bezw. nach links ist dieser Ungenauigkeit leicht abzuhelfen.
Eine andere Anordnung der Correctionsvorrichtung zeigt Fig. 16. Dieselbe ist mit der
Construction des Regulators Fig. 7 combinirt, die Theile abc df g h sind unverändert. Mit
dem Stücke η dagegen ist eine Schiene i mit Sperrzähnen verbunden, welche mittelst einer
_ 8
hintergelegten Feder in das mit entsprechenden Zähnen versehene Ende des Hebels k eingreift.
Am unteren Ende von k oder sonstwie mit demselben in Verbindung befindet sich die Riemengabel,
welcher durch das Gewicht / das Bestreben ertheilt wird, nach der Scheibe zum Zumachen des Schützens hin bewegt zu werden.
Die Scheibe m gestattet die Verschiebung der Gabel nach rechts, wenn der Theil von geringem
Radius gegen den Zapfen η des Hebels gekehrt ist, sonst nicht. / ist eine Scheibe,
welche in passender Weise in beständiger Drehung gehalten wird, q ist ein Stift, welcher, auf
die Zahnstange i wirkend, dieselbe aus ihrem Eingriff mit k löst und dem Gewichte / die
Freiheit giebt, die Schaltvorrichtung aufzumachen wieder in Thätigkeit zu setzen. Die Scheibe m
wird durch den Regulatorzaum bewegt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung dürfte nach dem Voraufgegangenen leicht verständlich
sein. Bleibt der Regulator auf seinem Rückgange nach der Mittelstellung hin zu hoch stehen,
so sind e, i und k nach rechts gerückt, und die Schaltvorrichtung steht still. Dauert dieses so
lange, bis der Stift q die Zahnstange i hebt, so zieht alsdann das Gewicht / die Gabel wieder
nach rechts, und der Schützen etc. wird weiter zugemacht. Bei verminderter Geschwindigkeit
tritt die andere Hälfte des Apparates in Thätigkeit; um jedoch dann die Correctionsvorrichtung
links nicht störend einwirken zu lassen, mufs die Scheibe m durch den Regulatorzaum so gestellt
sein, dafs eine Verschiebung des Hebels k mit der zugehörigen Riemengabel unmöglich ist.
Die im vorstehenden beschriebenen Anordnungen können noch unter besonderen Verhältnissen
zur Regulirung des Wasserstandes im Zuflufsgerinne von hydraulischen Motoren benutzt
werden. Es sei bei einem solchen die Menge des Aufschlagwassers variabel, und derselbe
sei mit einem anderen Motor gekuppelt, dessen Geschwindigkeit selbstthätig regulirt wird.
Bei ersterem wird unter Annahme eines gleichbleibenden Schützenstandes zu einer Zeit mehr
Wasser verbraucht werden, als zuläuft; zu einer anderen Zeit wird Wasser unnütz durch das
Freigerinne ablaufen. Im ersteren Falle sinkt daher der Wasserspiegel, im letzteren mufs er
zunächst steigen. Läfst man nun von der Oberfläche desselben aus einen Schwimmer den Zaum
des Regulators bewegen, während die Kugeln aufser Thätigkeit gesetzt werden, so übernimmt
dieser Schwimmer die Function der Kugeln, und der Schützen wird in ähnlicher Weise wie früher
geöffnet und geschlossen. Es wird also z. B. bei einer beginnenden Zunahme des Wasserstandes
die Schaltvorrichtung sofort auf Oeffnen des Schützens gestellt, um der vergröfserten
Wassermenge den Durchfiufs zu gestatten und dieselbe nutzbar zu verwenden. Dieses Oeffnen
dauert fort, so lange das Wasser steigt. Während nun bei bisher angewendeten Schaltvorrichtungen
(aufser dem verspäteten Beginn ihrer Wirkung) in solchem Falle das Oeffnen des Schützens aber noch geraume Zeit nach dem
Eintritte des Sinkens des Wasserpiegels fortdauert und somit die Schützenöffnung zu grofs
werden mufs, wird durch die vorliegende Construction das Oeffnen unterbrochen, so wie ein
Sinken beginnt, da alsdann die Schützenstellung im allgemeinen dem zur Zeit vorhandenen Wasserquantum
entspricht. Die aus der Veränderlichkeitin derzurBenutzungkommenden Wassermenge sich ergebenden Veränderungen der Arbeitsleistung
des hydraulischen Motors müssen alsdann durch den zweiten Motor, z. B. durch eine Dampfmaschine und deren Regulator, ausgeglichen
werden.
Claims (11)
1. Die durch einen Regulator bewegten Zahnkranz-Segmente
b und c, Fig. i, welche auf einen mit den Gewichten i und k versehenen
Hebel f g in der beschriebenen Weise wirken.
2. Die Anwendung der kurzen schiefen Ebenen b'1 ύ2 i>3 und c1 c2 cz u. s. w. in Fig. 2,
welche auf eine bewegliche schiefe Ebene d wirken.
3. Die mit dem Regulatorzaum durch Reibung in Verbindung stehende Schiene c, Fig. 3,
4 und 6, combinirt mit dem beschriebenen Schlitz / in dem Schilde b, Fig. 6, welche
mit dem Regulatorzaum oder durch ihn bewegt werden und dazu bestimmt sind, die Bewegung der Schiene c zu begrenzen.
4. Die mit einer vom Regulatorzaum bewegten Scheibe b durch Reibung in Verbindung
stehende Scheibe c, Fig. 5, zusammen mit der in ersterer befindlichen Nuth/, welche
zur Aufgabe hat, den Drehwinkel der Scheibe c zu begrenzen.
5. Die vom Regulatorzaum bewegten Schienen d und d', Fig. 7, welche die Schienen
e und i1 durch Reibung innerhalb gegebener
Grenzen mitnehmen.
6. Bei der Vorrichtung Fig. 8 die Kupplungstheile c und d in Verbindung entweder
mit der Feder r, der Schnecke /, dem Schneckenrade m, dem Sperrrade n, der
Zahnschiene ο und der Stange fi, oder an deren Stelle mit einem Katarakt, zu dem
beschriebenen Zwecke.
7. Bei der Vorrichtung Fig. 9 bis 15 das mit
der Schiene c in Beziehung stehende Daumenkreuz an der Welle t in Verbindung
mit den Frictionsscheiben w und w', der
Klinke y und dem Excenter χ, wie oben beschrieben.
8. Die an dem Apparate Fig. 9 bis 15 befindliche Correctionsvorrichtung, welche ihren
Einflufs auf die Schiene c ausübt, durch die combinirte Wirkung der Scheibe ν
einerseits, des Schlitzes /', der Schnecken r und r1 mit dem Schneckenrade η anderseits
auf die Zahnräder 0 und ο' und endlich
auf die Daumenscheibe s.
Die in der Correctionsvorrichtung Fig. 16
enthaltene Combination der Sperrschiene i mit dem Hebel k, der Stufenscheibe m
und der constant rotirenden Scheibe/ mit dem Stifte q. ■ .
Die Uebertragung der Bewegung des Regulatorzaumes bezw. der Regulatorhülse
auf eine Schaltvorrichtung vermittelst eines der beschriebenen Mechanismen, so dafs
dadurch entweder die in der Einleitung aufgestellten fünf Bedingungen allein, oder
diese mit der sechsten Bedingung zusammen erfüllt werden.
11. Die Anwendung eines der unter ι ο bezeichneten
Mechanismen in Verbindung mit einem Schwimmer statt mit einem Geschwindigkeits-Regulator,
um in dem Zufiufsgerinne eines hydraulischen Motors den Wasserstand zu reguliren.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2617C true DE2617C (de) |
Family
ID=281855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2617D Active DE2617C (de) | Neuerungen an indirekt wirkenden Regulatoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2617C (de) |
-
0
- DE DENDAT2617D patent/DE2617C/de active Active
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