DE26073C - Apparat zum Faconniren des Randes von Filz- und Seidenhüten - Google Patents

Apparat zum Faconniren des Randes von Filz- und Seidenhüten

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DE26073C
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Germany
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hat
edge
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saddle
die
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DENDAT26073D
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English (en)
Original Assignee
A. ALL-STÄDT in Heidelberg
Publication of DE26073C publication Critical patent/DE26073C/de
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A42HEADWEAR
    • A42CMANUFACTURING OR TRIMMING HEAD COVERINGS, e.g. HATS
    • A42C1/00Manufacturing hats
    • A42C1/06Manipulation of hat-brims

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der dem obengenannten Zwecke dienende Apparat besteht aus:
1. dem Untersatz a,
2. dem Fagonsattel b, welcher genau der Matrize angepafst ist,
3. dem dem Innern der Hutform entsprechend grofsen und gestalteten Stücke d, und
4. dem sichelförmig gestalteten und im Querschnitt winkligen Stück c, Fig. 2.
In der Mitte des Untersatzes α ist der Stift/ fest angebracht. Auf denselben wird der in der Mitte mit einem entsprechend grofsen Loch versehene Faconsattel b, sowie auch das ebenfalls gelochte Stück d aufgesetzt, so dafs diese drei Stücke nunmehr ein zusammenhängendes Ganzes ausmachen, Fig. 3, 4 und 5.
Der Oberseite des Fagonsattels ist die Form gegeben, welche der Gestalt entspricht, die dem Hutrande gegeben werden soll. Es kann dieser Sattel b nach Belieben durch einen anderen, verschieden von diesem geformten ersetzt werden; es ist dann natürlich auch eine andere, der Form desselben entsprechende Matrize zu nehmen. Ebenso kann auch das Stück d gegen ein kleineres oder gröfseres umgewechselt werden, je nachdem der Hut geringere oder gröfsere Weite hat. An der Unterseite des Faconsattels b sind an zwei gegenüberliegenden Seiten, und zwar denjenigen, die der Gesichts- bezw. Hinterkopfsseite des Hutes entsprechen, die mit Gelenken versehenen Bügelschrauben h eingeschraubt. Diese Bügelschrauben werden beim Umtausch des Faconsattels b ausgeschraubt, um an dem nunmehr zu benutzenden Faconsattel angebracht zu werden.
Das Verfahren, den Rand eines Hutes mit dem Apparat herzustellen, ist folgendes:
Nachdem der zu formende Rand .des Hutes auf einem geheitzten Sattel erwärmt ist, wird derselbe in den Faconsattel b eingedrückt, die dem Fagonsattel entsprechend geformte Matrize e, wie solche bis jetzt allgemein gebräuchlich, daraufgelegt und letztere mittelst der beiden Bügelschrauben h auf dem ersteren festgeschraubt, so dafs der Hutrand nunmehr zwischen dem Sattel b und der Matrize e eingeklemmt bezw. eingeprefst ist, Fig. 4, 5 und 6. Der überstehende Filz des Hutrandes R (linke Seite bei Fig. 6) wird nun mittelst Bügeleisen über die Matrize e umgebügelt (rechte Seite bei Fig. 6) und nunmehr mit dem Stück c, welches kurz »Bridedrücker« genannt werden soll, geglättet. Dasselbe hat eine der Form des Hutrandes entsprechende sichelförmige, an beiden Enden nach unten gebogene und im Querschnitt winklige Gestalt. Nachdem auf diese Weise die Umbördelung des Hutrandes (Bridd) fertiggestellt ist, werden die Bügelschrauben h, wie rechte Seite: bei Fig. 5, losgeschraubt, heruntergeklappt und nun der Hutrand an Gesichtsund Hinterkopfseite ebenfalls mit dem Bügeleisen an die Matrize gebügelt. Hiermit ist der Hut bis auf das Einfassen fertig und kann von dem Apparat abgenommen werden.
Das Stück d dient dazu, dem Hut festen Stand auf dem Sattel b zu geben.
Dieses neue Verfahren, den Rand der steifen Filzhüte auf beschriebene Art ohne Anwendung von Dampf herzustellen, soll den bisher gebräuchlichen Herstellungsweisen gegenüber folgende Vortheile haben:
a) man hat bei diesem Verfahren nicht so viele Matrizen nöthig;
b) dasselbe gestattet ein viel schnelleres Arbeiten;
c) der Hut wird bedeutend schoner und ansehnlicher, da der Ober- und Unterrand desselben, ehe dieser auf die Matrize kommt, bearbeitet und gebügelt wird;
d) der Rand braucht nicht mehr Filz, als unbedingt zum Bridd nöthig ist, und
e) sind die Hüte, welche nach vorstehendem Verfahren flach auf dem Sattel gemacht und dann faconnirt werden, in Bezug auf Wiederherstellung bezw. Aufbesserung der gleichen Facon reparaturfähiger, da dieselben nicht eingehen, also nicht kleiner werden, wie dieses bei den Hüten, welche mit Dampf auf Matrizen gemacht werden, beim Färben etc. der Fall ist.
Dieser Apparat ist mit gleichem Vortheil und zu gleichem Zwecke bei Seidenhüten zu verwenden , das Herstellungsverfahren ist das gleiche wie bei Filzhüten, mit alleiniger Ausnahme, dafs hier die Matrize e aus zwei Theilen besteht.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Apparat, mittelst welchen man den Rand eines steifen Filzhutes oder Seidenhutes ohne Anwendung von Dampf auf der Matrize machen kann, bestehend aus dem Fufse a, dem auf diesen aufgesetzten, mit den Bügelschrauben h versehenen Faconsattel b, welcher, je nachdem Hutränder anderer Fac.on hergestellt werden sollen, durch einen anderen, verschieden geformten Sattel ersetzt werden kann, dem Stück d, welches ebenfalls ausgewechselt werden kann, und dem Bridedrücker c.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT26073D Apparat zum Faconniren des Randes von Filz- und Seidenhüten Active DE26073C (de)

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