DE26027C - Apparate zur Zerkleinerung und Knetung von Fett - Google Patents

Apparate zur Zerkleinerung und Knetung von Fett

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DE26027C
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fat
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H. LlSSAGARAY und H. LEPLAY in Paris, Boulevard de Strafsbourg 23
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B1/00Production of fats or fatty oils from raw materials
    • C11B1/06Production of fats or fatty oils from raw materials by pressing

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 23: Fettindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. Januar 1883 ab.
Die Neuerungen bezwecken eine vollständige und rasche Abscheidung der Fettbestandtheile von den stickstoffhaltigen Stoffen oder der Gewebesubstanz des Fettgewebes.
Dieser Zweck wird erreicht durch verbesserte Zerkleinerungs- und Knetmaschinen, die eine Bearbeitung bei möglichst niedriger Temperatur gestatten.
Die Zerkleinerung des Fettgewebes geschieht durch sehr enggestellte Messer, welche die Masse dieses Fettgewebes in drei auf einander senkrechten Ebenen durchschneiden, so dafs man sehr kleine Fettwürfel erhält, ohne dafs eine Auflösung der stickstoffhaltigen Substanzen in Fasern stattfinden kann.
Bei der nun folgenden Knetung durch die Knetmaschine werden die stickstoffhaltigen Zellen der Gewebesubstanz, welche das Fett einschliefsen, zugleich mit dem eingeschlossenen Fett einer energischen Reibung unterzogen:
Indem diese Reibung während des Ganges der Fettstoffe durch die Maschine sich häufig wiederholt, entsteht in der Molecularbeschaffenheit der Gewebesubstanz eine Aenderung, durch welche die Ausscheidung dieser Substanz bei der darauf folgenden Schmelzung vorbereitet wird.
Auf beiliegenden Zeichnungen sind die zu dem neuen Verfahren benutzten Maschinen dargestellt, und zwar zeigt:
Fig. ι die Schneidmaschine im Verticalschnitt,
Fig. 2 einen Verticalschnitt nach der Linie M-N der Fig. 1,
Fig. 3 diese Maschine von der Seite gesehen, theilweise im Schnitt,
Fig. 4 einen Horizontälschnitt nach der Linie P-Q der Fig. 3,
Fig. 5 einen Verticalschnitt durch die Knetmaschine,
Fig. 6 die Ansicht derselben von oben, und
Fig. 7 einen Horizontalschnitt durch diese Maschine.
Die Schneidmaschine ist aus drei über einander liegenden Messerreihen zusammengesetzt, von denen die beiden ersten doppelt und aus rotirenden Scheiben A und B gebildet sind, während die dritte -Reihe aus den Messern C besteht, welche letzteren in einer rechtwinklig zur Ebene der Drehung der Messer A und B gelegenen Horizontalebene rotiren.
Die Schneidscheiben A greifen in einander und sind in Abständen von ungefähr 3 mm neben einander gestellt, so dafs aus dem in den Trichter geworfenen und zwischen die Scheiben^ fallenden Fettgewebe parallele Streifen von ungefähr 3 mm Dicke geschnitten werden. Diese Streifen fallen ihrer Länge nach zwischen die Messerscheiben der beiden unteren Messerwalzen B und werden wiederum in Stücke. von ungefähr 3 mm Breite zerschnitten. Die so erhaltenen Fäden, welche also ungefähr 3 mm dick und 3 mm breit sind, gleiten durch Führungen parallel nach einer Spalte α herab, an deren unterer Fläche die um eine Verticalachse sich drehenden Messer C sich vorbeibewegön und die aus der Spalte α herauskommenden Fäden in Stücke von ungefähr 3 mm zerschneiden.
Die Bewegung wird den· Achsen der Messer und Messerscheiben vermittelst einer verticalen Welle, die durch die Kegelräder D D getrieben

Claims (2)

wird, mitgetheilt, und zwar durch die auf dieser Welle sitzenden, in die Schraubenräder F der Messerachsen eingreifenden Schrauben E. Die auf der beschriebenen Maschine fein geschnittene Fettmasse wird alsdann' auf der Knetmaschine, welche durch die Eig. 5, 6 und 7 dargestellt ist, durch einander gearbeitet oder geknetet, wodurch in Verbindung mit der Schneidmaschine derjenige Molecularzustand der Gewebesubstanz hervorgebracht wird, bei welchem die vollständige und augenblickliche Abscheidung der Fettbestandtheile von der Gewebesubstanz des Fettgewebes bei möglichst niedriger Temperatur hervorgebracht wird. Die Knetung findet statt in einem cylindrischen Gehäuse _/ mit zwei Achsen G, auf welchen die flachen und auf beiden Seiten geschärften Arme H sitzen. Durch die nach entgegengesetzten Richtungen stattfindende Drehung der Achse G wird die Talgmasse zwischen den sehr enge an einander vorbeirotirenden beiden Reihen von Armen hindurchgedrückt, vertheilt und durch einander gearbeitet. Die Drehung wird den Achsen G durch Stirnräder K vermittelst der Kegelräder L mitgetheilt. Der Talg gelangt auf seinem Wege von der Knetmaschine nach dem Schmelzkessel durch ein von einem Wassermantel umgebenes Rohr und wird während dieses Weges gezwungen, sich öfters von der äufseren Fläche des Rohres nach der Achse desselben zu bewegen, damit eine vollständige Mischung aller geschmolzenen Theile der sich bewegenden Masse veranlafst wird. Die Oberfläche dieses Mantels ist so grofs, dafs auf dem genannten Wege durch dieselbe der ganzen Fettmasse die ganze freie sowie die latente Wärmemenge, welche für die Schmelzung des Talges in der Pfanne nöthig ist, mitgetheilt wird. Durch diese Einrichtung erzielt man einerseits, dafs das Wasserbad nur einen unbedeutenden Bruchtheil der ganzen Wärmemenge an die Schmelzpfanne abzugeben hat, und zweitens, dafs durch ein kräftiges Umrühren der geschmolzenen Fettmasse nicht nur eine gleichmäfsige Temperatur, welche für Rindstalg nicht mehr wie 45 ° zu sein braucht, in allen Theilen der Pfanne hergestellt wird, sondern dafs auch die vollständige Entfettung der Bestandteile der Gewebesubstanz erreicht wird. Pate ν τ-An Sprüche: Bei dem Verfahren zur Gewinnung des in Fettgeweben enthaltenen Talges:
1. Die zum Zerkleinern der Fettmasse dienende, auf Fig. i, 2, 3 und 4 dargestellte Schneidmaschine, bestehend aus den durch die endlosen Schrauben Έ getriebenen Messerwalzen A und B, deren Messerscheiben in einander greifend angeordnet und von welchen zwei Paare über einander so angebracht sind, dafs Fettfäden von quadratischem Querschnitt von 3 mm Dicke geschnitten und durch den Spalt α nach den tiefer liegenden, um eine Verticalachse schnell rotirenden Messern C geführt werden, welche letzteren die Fäden in Würfel zerschneiden.
2. Die Knetmaschine, Fig. 5 bis 7, zur Knetung der fein geschnittenen Fettmasse bei einer Temperatur, welche niedriger ist als der Schmelzpunkt des Talges, mit in ' einander greifenden, auf zwei Achsen sitzenden und in einem cylindrischen Gehäuse eingeschlossenen geschärften Armen H, wobei durch Reibung die Abscheidung der Fettbestandtheile von der Gewebesubstanz des Fettgewebes bei möglichst niedriger Temperatur hervorgebracht wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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