DE69715487T2 - Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden und zur Abgabe von Teig - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden und zur Abgabe von Teig

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    • A21C5/00Dough-dividing machines

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  • Manufacturing And Processing Devices For Dough (AREA)
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Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Schneiden und Abgeben konstanter Mengen eines viskoelastischen Materials wie Brotteig, um diesen einer nachfolgenden Behandlung zuzuführen.
  • Im US Patent Nr. 4 211 492 wird ein herkömmlicher Typ einer Vorrichtung zum Schneiden und Abgeben von Brotteig mittels eines rotierenden Messers beschrieben, wobei Brotteig in einem Trichter von einem Paar sternförmiger rotierender Schneidklingen geschnitten wird.
  • Die Fig. 6 und 7 zeigen eine andere bekannte Vorrichtung, bei welcher hochviskoelastischer Brotteig dort geschnitten wird, wo er zwischen plattenförmigen rotierenden Schneidklingen 23, 23' hindurchtritt. Da die Klingen den Brotteig über ihre Begrenzungen hinausschieben, wenn sie rotieren, differiert die Menge an geschnittenem Brotteig von Stück zu Stück, so daß in der Praxis keine konstanten Mengen an geschnittenem Brotteig produziert werden. Im Ergebnis werden um die Umfangsbereiche der Klingen herum einige unregelmäßig nicht gefüllte Räume gebildet, wie in Fig. 7 gezeigt ist.
  • Bei dieser Vorrichtung verursacht die Aktion der Flächen der rotierenden Klingen 23, 23' ein Fließen des Brotteigs im Trichter 20 in den Richtungen b, b', hervorgerufen durch die Drehung ihrer Wellen, 22, 22' in den Richtungen der Pfeile a, a'. Als Folge davon wird Brotteig 2 im Trichter 20 in den Richtungen b, b' nach oben gedrückt, wenn die äußeren Flächen der Klingen 23, 23' sich längs der Rotationswege a, a' bewegen. Dies ruft ein Fluktuieren des Gewichts des geschnittenen Brotteigs 21' hervor und darüber hinaus ist das Volumen des Brotteigs, das abgeschnitten werden kann, weit kleiner als das verfügbare Volumen des Raums, der am Boden des Trichters durch die rotierenden Klingen 23, 23' definiert ist.
  • Die GB-A-1204367 offenbart eine Teigteilungsmaschine, die einen Teigzuführtrichter und eine sich vertikal nach unten erstreckende Teigteilungskammer aufweist, welche ein Rollenpaar zur Führung des Teigs nach unten besitzt, sowie ein Paar hohler Zylinder, die gleichzeitig nach oben und dann nach unten drehbar sind. Die hohlen Zylinder sind mit in Querrichtung hin und her gehenden Gleitmessern versehen, die sich nach außen bewegen, um aufeinander zu treffen und den Teig in Portionen zu schneiden, den Teig nach unten aus der Maschine auszustoßen und sich dann in die Zylinder zurückzuziehen, bevor sich die hohlen Rollen nach oben drehen.
  • Unter einem Gesichtspunkt schafft die vorliegende Erfindung ein Verfahren zum kontinuierlichen Schneiden und Abgeben im wesentlichen konstanter Mengen an Brotteig, wobei der in einem Trichter befindliche Brotteig an einer Bodenöffnung des Trichters mittels einer rotierenden Schneideinrichtung geschnitten und abgegeben wird, die Paare einander gegenüberliegend an der Bodenöffnung angeordneter rotierender Schneidklingen aufweist, gekennzeichnet durch den Schritt des Verhinderns, daß der Brotteig nach oben ausweicht, und des Nachuntenziehens des Brotteigs in den Trichter während der Drehung der Schneidklingen mittels vorwärts weisender Vorsprünge an den Klingen, wobei die Vorsprünge relativ zur Klingendrehrichtung nach vorne vorspringen, so daß durch Aneinanderlegen und wieder Trennen der Schneidklingen im wesentlichen konstante Mengen an Brotteig abgeschnitten und ausgegeben werden.
  • Unter einem anderen Gesichtspunkt schafft die Erfindung eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Schneiden und Ausgeben von Brotteig aus einem Trichter an einer Bodenöffnung des Trichters mittels einer Rotationsschneideinrichtung mit einem Paar einander gegenüberliegender sich drehender Schneidklingen, die an der Bodenöffnung angeordnet sind, gekennzeichnet durch vorwärtsweisende Vorsprünge an den Schneidklingen, wobei die Vorsprünge relativ zur Rotationsrichtung der Schneidblätter nach vorne vorstehen, und wobei die vorwärts gerichteten Vorsprünge derart angeordnet sind, daß sie den Brotteig während der Rotation der Klingen von dem Trichter nach unten ziehen.
  • Die genannten Vorsprünge können beispielsweise stegförmige oder nadelförmige Vorsprünge sein, die in geeigneten Abständen an der Frontfläche der Klingen angeordnet sind. Im wesentlichen L-förmige oder hackenförmige Vorsprünge, die sich in Längs- und Tangentialrichtung von den Klingen erstrecken, sind ebenfalls wirksam.
  • Bei Verwendung einer solchen rotierenden Schneideinrichtung können die Vorsprünge an den Klingen den Brotteig im Trichter daran hindern, in den oberen Teil des Trichters auszuweichen, und sie können den Brotteig vom Trichter nach unten ziehen, so daß im wesentlichen konstante Mengen an geschnittenem Brotteig abgegeben werden.
  • Es werden nun unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen einige Ausführungsformen der Erfindung als Beispiele beschrieben:
  • Es zeigt:
  • Fig. 1 eine Seitenansicht einer ersten Ausführungsform der Erfindung;
  • Fig. 2 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1;
  • Fig. 3 und Fig. 4 Seitenansichten einer zweiten Ausführungsform der Erfindung;
  • Fig. 5 eine schaubildliche Ansicht eines Teils der Vorrichtung nach der zweiten Ausführungsform;
  • Fig. 6 und Fig. 7 Seitenansichten einer Vorrichtung nach dem Stand der Technik.
  • Es wird zunächst auf Fig. 1 Bezug genommen. Ein Trichter 1 enthält Brotteig 2 und Pfeile c, c' zeigen Fließrichtungen des Brotteigs an. An einer Bodenöffnung des Trichters 1 sind mit einem konstanten Abstand zwischen ihnen zwei einander gegenüberliegende, rotierende, parallele Wellen 3, 3' angeordnet.
  • An den Umfängen der rotierenden Wallen 3, 3' ist radial eine jeweils gleiche Anzahl von plattenförmigen Klingen 4, 4' angebracht, so daß sich die Begrenzungen der Klingen gegenseitig berühren, wenn sich die Wellen 3, 3' drehen, wodurch sie den Brotteig 2 schneiden und geschnittenen Brotteig 2' nach unten abgeben.
  • Wie in Fig. 2 gezeigt ist, ist auf den Wellen 3, 3' eine herkömmliche Anordnung von Getrieberädern 8, 8' und ein Kettenzahnrad 9 montiert, um auf diese Weise den Rotationsantrieb eines Motors 10 zu übertragen. Ein Nocken 11 ist derart angebracht, daß er mit der Welle 3' rotiert, um einen Näherungsschalter 12 zur Feststellung der Wellendrehung zu betätigen.
  • Die Bodenöffnung des Trichters 1 kann dadurch geschlossen werden, daß die Schneiden 4 derart ausgebildet und angeordnet werden, daß sie eine Ruhestellung besitzen, in der sie eine die Öffnung verschließende kastenförmige Gestalt annehmen, wie in Fig. 1 zu sehen ist, wobei dies mittels des Näherungsschalters 12 und des Nockens 11 einstellbar ist.
  • Es wird nun der Betrieb der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 beschrieben. Jede Charge gekneteten und behandelten Brotteigs 2 wird als Einheit in einem nicht gezeigten Mischkessel transportiert und manuell oder mechanisch in den Trichter 1 eingefüllt.
  • Eine Drehung der Schneiden 4, 4' führt dazu, daß eine vorgegebene Menge an Brotteig vom Brotteig im Trichter abgeschnitten wird, um ein abgeschnittenes Brotteigstück 2' konstanten Gewichts in ein nachfolgendes, nicht gezeigtes Teigformelement unterhalb der Vorrichtung zu füllen.
  • Wenn sich die Klingen 4, 4' aus der Stellung, in der sie den Boden des Trichters verschließen, weiterdrehen, penetrieren stegförmige Vorsprünge 5 an den Schneiden den Brotteig 2 und halten ihn zwischen sich, so daß er zwangsläufig nach unten geschoben, dann abgeschnitten und durch die Bewegung der Schneiden ausgegeben wird.
  • Die Wirkung der Vorsprünge 5 besteht darin, ein Gleiten zwischen den Schneiden 4, 4' und dem Brotteig im wesentlichen zu eliminieren. Somit kooperieren die Vorsprünge 5 mit den Frontflächen der sich vorwärts bewegenden Klingen 4, 4', um den Brotteig aus seiner oberen Lage in eine untere Stellung herabzuziehen, so daß durch die aneinander zur Anlage kommenden Klingen 4, 4' ein konstantes Volumen an Brotteig 2 abgeschnitten werden kann, definiert durch die geschlossene kastenförmige Konfiguration der Klingen.
  • In den Fig. 3 bis 5 ist eine zweite Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Denjenigen der ersten Ausführungsform gleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
  • Bei dieser Ausführungsform sind die stegförmigen Vorsprünge an den rotierenden Klingen 4 durch langgestreckte Vorsprünge 6 ersetzt, die in Kombination mit den Klingen im Querschnitt eine hackenförmige Gestalt aufweisen. Da die hackenförmigen Vorsprünge 6 einander gegenüberliegend angeordnet sind, bewegen sich die Spitzen 7 der Vorsprünge 6 in den Richtungen der Pfeile "a", um den Brotteig 2 dazwischen zu halten und ihn nach unten zu ziehen, wenn sich die Klingen 4 drehen, so daß er abgeschnitten und nach unten abgegeben werden kann. Zur Erzielung des gleichen Effekts können als Alternative blattförmige Vorsprünge an den Klingen vorgesehen sein, um mit den Klingen eine L-Form zu bilden, und zwar anstelle der hackenförmigen Vorsprünge.
  • Obwohl bei der zweiten Ausführungsform jede der Klingen 4 über ihre Länge einen kontinuierlichen Vorsprung aufweist, kann alternativ dazu an jeder Klinge auch eine kammartige Reihe von Vorsprüngen mit Spitzen 7 vorgesehen sein.
  • Wie oben erwähnt, ist es ein Problem mit bekannten Vorrichtungen, daß der abgeschnittene Brotteig kein konstantes Gewicht besitzt. Die vorliegende Erfindung schafft zumindest in ihren bevorzugten Ausführungsformen eine Vorrichtung von einfachem Aufbau, die in der Lage ist, konstant abgeschnittene Brotstücke konstanten Gewichts abzugeben.
  • Wenn auch jedwede Anzahl an Vorsprüngen auf den Schneidklingen angebracht und diese Anzahl wie erforderlich geändert werden kann, werden die besten Schneidbedingungen durch Auswahl einer geeigneten Anzahl an Vorsprüngen entsprechend den Eigenschaften des zu behandelnden Brotteigs erzielt.
  • Die L-förmigen oder hackenförmigen Vorsprünge versetzen die Vorrichtung in die Lage, vereinfacht zu werden, da sie sowohl im Sinne eines Haltens und Herunterziehens des Brotteigs wirken, als auch im Sinne eines Schneidens desselben.
  • Da die Vorrichtung auf konstante Weise gleichmäßige Mengen an Brotteig abschneiden und abgeben kann, macht sie die nachfolgende Arbeit leichter. Somit kann die Vorrichtung die Ausbeute bei der Weiterbehandlung des geschnittenen Brotteigs vergrößern, beispielsweise bei der Erzeugung von Produkten wie Brotteigkugeln, die kleiner sind als die Stücke geschnittenen Brotteigs.
  • Ferner können die Fluktuationen im Gewicht der Erzeugnisse reduziert werden, sobald die geschnittenen und abgegebenen Brotteigstücke miteinander verbunden werden, um ein Brotteigblatt von konstanter Dicke und Breite zu bilden, woraufhin dann das Blatt in vorgegebenen Formen geschnitten wird, um verschiedene Arten von Erzeugnissen herzustellen.

Claims (8)

1. Verfahren zum kontinuierlichen Abschneiden und Ausgeben von im wesentlichen konstanten Mengen an Brotteig (2'), nach welchem der in einem Trichter (1) befindliche Brotteig (2) mittels einer rotierenden Schneideinrichtung abgeschnitten und an einer Bodenöffnung des Trichters ausgegeben wird, wobei die Schneideinrichtung Paare von einander gegenüberliegend an der Bodenöffnung angeordneten drehbaren Schneidklingen (4, 4') aufweist, gekennzeichnet durch den Schritt des Verhinderns, daß der Brotteig nach oben ausweicht, und des Nachuntenziehens des Brotteigs in dem Trichter während der Drehung der Schneidklingen, mittels vorwärtsweisender Vorsprünge (5; 6) an den Klingen, wobei die Vorsprünge relativ zur Klingendrehrichtung nach vorne vorspringen, so daß im wesentlichen konstante Mengen an Brotteig durch Aneinanderanlegen und wieder Trennen der Schneidklingen abgeschnitten und ausgegeben werden.
2. Vorrichtung zum kontinuierlichen Schneiden und Ausgeben von Brotteig aus einem Trichter an einer Bodenöffnung des Trichters mittels einer Rotationsschneideinrichtung mit einem Paar einander gegenüberliegender, sich drehender Schneidklingen (4, 4'), die an der Bodenöffnung angeordnet sind, gekennzeichnet durch vorwärtsweisende Vorsprünge (5; 6) an den Schneidklingen, wobei die Vorsprünge relativ zur Rotationsrichtung der Schneidblätter nach vorne vorstehen, und wobei die vorwärts gerichteten Vorsprünge derart angeordnet sind, daß sie den Brotteig während der Rotation der Klingen von dem Trichter nach unten ziehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher die Vorsprünge (5; 6) an oder nahe der Peripherien der Klingen (4, 4') vorgesehen sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei welcher eine Mehrzahl von Vorsprüngen (5; 6) in Abstand voneinander an jeder Klinge über deren Länge vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher die Vorsprünge in Kombination mit ihren zugeordneten Klingen im Querschnitt im wesentlichen schuhförmige Elemente bilden.
6. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei welcher die Vorsprünge in Kombination mit ihren zugeordneten Klingen im Querschnitt blattähnliche, im wesentlichen L-förmige Elemente bilden.
7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, bei welcher die distalen Flächen der Vorsprünge tangential zum Rotationsmittelpunkt der Klingen verlaufen.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, bei welcher jeder der Vorsprünge aus einer kammartigen Reihe von Vorsprungelementen besteht.
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