DE25995C - Verfahren der Anwendung von Moostorf als Beimengung zu Petroleum, Fetten, Oelen und dergl. bei deren Destillation, Bleichung und bei der Rufsgewinnung daraus - Google Patents

Verfahren der Anwendung von Moostorf als Beimengung zu Petroleum, Fetten, Oelen und dergl. bei deren Destillation, Bleichung und bei der Rufsgewinnung daraus

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DE25995C
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L. STARCK in Mainz
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G25/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
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    • C10G7/00Distillation of hydrocarbon oils
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11BPRODUCING, e.g. BY PRESSING RAW MATERIALS OR BY EXTRACTION FROM WASTE MATERIALS, REFINING OR PRESERVING FATS, FATTY SUBSTANCES, e.g. LANOLIN, FATTY OILS OR WAXES; ESSENTIAL OILS; PERFUMES
    • C11B3/00Refining fats or fatty oils
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
-z M 2If5" 'Wwg
KLASSE- 23 Φ Fettindustrie. ~**™*~
LUDWIG STARCK in MAINZ.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. April 1883 ab.
Um eine Reihe von Fabrikationsmethoden, bei welchen Fette, Harze oder Bitumen zur Verwendung gelangen, leichter oder in vortheilhafterer Form ausführen zu können als seither, verwende ich sog. Moostorf. Dieses Material ist verschieden von dem gewöhnlichen Brenntorf. Es ist in Farbe heller, in zertheiltem Zustande von der Beschaffenheit wie fein geschnittener Tabak und enthält daneben auch bastartige Theile, welche ausgeschieden werden.
Das specifische Gewicht solchen Moostorfes ist ca. 0,09; der Moostorf vermag daher bis zu 900 pCt. Flüssigkeiten aufzunehmen.
a) Zur Destillation von Rohpetroleum vermenge ich etwa 900 Theile desselben mit 100 Theilen Moostorf, wodurch ein faseriges, nicht mehr flüssiges Material entsteht.
Aus diesem Gemenge können in geeigneten Behältern mit directem oder indirectem Wasserdampf die leicht flüchtigen Bestandtheile abdestillirt werden.
Wird z. B. die lockere Masse in einen Behälter gebracht, welcher nach der Füllung dicht abgeschlossen wird, so werden die leicht flüchtigen OeIe mit einem durch die Masse geführten Dampfstrom fortgerissen und können nach dem Passiren einer Kühlschlange wieder gesammelt werden.
Will man auch die schwerer flüchtigen OeIe noch abscheiden, so prefst man das Gemenge aus, reinigt die ausgepreiste Flüssigkeit nach bekannten Systemen, während der feste Rückstand, der Moostorf und die schleimigen Theile des OeIes:
b) zur Verrufsung zum Zwecke der Schwarzfarbenfabrikation verwendet werden können.
Verbrennt man dieses Gemenge, welchem auch noch Harze oder Bitumen beigefügt werden können, in Herden, wie solche allgemein für Rufsbereitung verwendet werden, so scheiden sich in den einzelnen Rufskammern die gröberen und feineren Rufssorten aus, welche je nach Feinheit zu Malerfarben, Druckerschwärze, Lederlack geeignet sind.
c) Sollen Fette oder OeIe gebleicht werden, so vermengt man diese ebenso, wie vorerwähnt, mit Moostorf und bringt das Gemisch auf Rosten in einen Raum, in welchem bleichende Gase circuliren. Zu gleichem Zwecke kann auch die bleichende Wirkung durch Waschung des Gemisches erzielt werden unter Anwendung von bisher schon gebräuchlichen Agentien.
Ingleichen ist die Bleichung durch Einflufs des Lichtes in hervorragender Weise ausführbar, weil durch die Wendbarkeit alle Partikelchen dem Sonnenlichte zugänglich gemacht werden können.
Bringt man ein mit OeI getränktes Torfmoos auf einen dem Sonnenlichte ausgesetzten Boden in dünnen Lagen und wendet diese öfter, so bleichen die an den Moospartikelchen fein zertheilten OeIe, welche nach genügender Wirkung ausgepreist oder auch mittelst Schwefelkohlenstoff ausgezogen werden können, wenn man die Prefsrückstände nicht einer anderweitigen Nutzung zuführen will.
d) Es finden sich an vielen Stellen solche Bitumen, welche eine zwischen fetten Braun-
kohlen und Asphalt liegende Beschaffenheit haben und daher nicht ohne grofse Kosten verwerthet werden können.
Bringt man daher derartige Stoffe in einen erwärmten Behälter, mischt ihnen Moostorf in geeignet erscheinenden Mengen zu, prefst das Gemenge zu Briquettes, so erhält man auch hieraus ein Material, welches sowohl zur Schwärzeerzeugung wie auch als Heizmaterial etc. benutzt werden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche: .
    i. Das VerfäHieh .;der Anwendung von Moostorf zum'-. Zweck/'?der 'Destillation von Rohpetroleum; auf seiiie leicht flüchtigen Theile durch Mischen beider Substanzen und nachherige Behandlung mit Wasserdämpfen.
    Verfahren zur Herstellung von Oelrufs aus Rohpetroleum, Rückständen aus solchem oder anderen fetten und harzigen Stoffen durch Vermengen mit Moostorf.
    Das Verfahren des Bleichens von Fetten und Oelen unter Anwendung von Moostorf durch Tränken desselben mit den zu bleichenden Oelen.
    Verfahren der Herstellung von faserigen Briquettes zur Rufserzeugung oder zu Brennzwecken durch Vermengung von fettigen pulverförmigen Braunkohlen und Erdharzen mit Moostorf. ■■
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