DE12933C - Verfahren zur Gewinnung von Anthracen aus Steinkohlenteer - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Anthracen aus Steinkohlenteer

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DE12933C
DE12933C DENDAT12933D DE12933DA DE12933C DE 12933 C DE12933 C DE 12933C DE NDAT12933 D DENDAT12933 D DE NDAT12933D DE 12933D A DE12933D A DE 12933DA DE 12933 C DE12933 C DE 12933C
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Germany
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anthracene
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petroleum
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C. M. warren in Paris
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G1/00Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal
    • C10G1/02Production of liquid hydrocarbon mixtures from oil-shale, oil-sand, or non-melting solid carbonaceous or similar materials, e.g. wood, coal by distillation

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Description

1880.
Klasse 22.
CYRUS M. WARREN in PARIS. Verfahren zur Gewinnung von Anthracen aus Steinkohlentheer.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 16. Juli 1880 ab.
Der Gegenstand meiner Erfindung ist eine neue Darstellungsweise des rohen Anthracen und die gleichzeitige Gewinnung eines Nebenproductes, welches sich sehr gut zu Asphaltpflasterungen eignet und als Cement oder Kitt für Bedachungen verwendet werden kann.
Die Erfindung bestellt erstens darin, eine Mischung von Steinkohlentheer und Petroleumrückständen . oder Petroleumtheer in einem Destillationsapparat zu behandeln. Die Petroleumrückstände können auch ersetzt werden durch die wachsartigen Destillationsproducte {■wax tailings), die man als Destillat vom Petroleumrückstand, wenn dessen Destillation bis zur Trockne fortgesetzt wird, erhält, oder durch Destillationsproducte, die man gegen Ende der Destillation von natürlichen Bitumen, bituminöser Kohle oder Schiefer und anderen Substanzen erhält, welche flüssige Kohlenwasserstoffe abgeben, oder wie man sie gegen Ende der Wiederdestillation solcher OeIe oder deren Rückstände bei hoher Temperatur erhält.
Aufserdem bildet ein bei dem oben beschriebenen Verfahren gewonnenes Nebenproduct, welches sich für Pflasterungen und Bedachungen verwenden läfst, den Gegenstand meiner Erfindung.
Bei Ausübung meines Verfahrens nehme ich ein Quantum von circa 45 Tonnen Steinkohlentheer und destillire davon in der bekannten Weise das Kreosot, Naphta und soviel Anthracen ab, als nach der gewöhnlichen Methode üblich ist, d. h. soviel, dafs der Rückstand des Steinkohlentheers flüssig bleibt, lind nun füge ich circa 7 Y2 Tonnen heifsen Petroleumresiduums unter stetem Umrühren zu, damit es sich mit dem Theerresiduum im Destillationsapparat innig mische, und nun fahre ich mit der Destillation fort (mit oder ohne Einleitung von Dampf) und destillire von dem Anthracenöl etwa ebensoviel ab, als ich bereits, wie eben erwähnt, nach der alten Methode erhalten habe.
Es ist vorzuziehen, diesen Theil des Anthracenols für sich aufzufangen, da es, mehr oder weniger mit Paraffmölen gemischt, übertritt oder Zersetzungsproducte des Petroleumrückstandes mit sich führt, welche Unreinigkeiten nachher durch besondere Behandlung vom Anthracen getrennt werden müssen.
Der Rückstand im Destillationsapparat kann, wenn er nicht sofort verwendet werden soll, abgezogen und in offenen Behältern gekühlt werden, um ihn später wieder zu schmelzen und mit anderen Körpern nach Bedarf zu mischen.
In einigen seiner Eigenschaften und für gewisse Zwecke ist dieser zusammengesetzte Rückstand be'deutend besser, als der gewöhnliche Rückstand bei der Destillation des Steinkohlentheers allein auf Anthracen, da die natürlichen OeIe des letzteren Rückstandes zum gröfsten Theil (und durch einige Petroleumproducte sogar vollständig) durch dieses Verfahren eliminirt und durch die beständigen OeIe des Petroleumresiduums ersetzt werden.
Das filtrirte oder theilweis von dem oben erwähnten Nebenproduct ausgepreiste Anthracen enthält eine beträchtliche Menge festen Paraffins, welches zum gröfsten Theil durch Petroleumöl von mittlerer Dichtigkeit oder ein anderes passendes Lösungsmittel extrahirt werden kann. Die Reinigung wird alsdann unter hydraulischem Druck unter Anwendung von allmälig gesteigerter Temperatur vollendet.
Bei dieser Reinigungsweise wird zuerst das leichter schmelzbare Paraffin zum gröfsten Theil ausgepreist, während der Rest mit den anderen Verunreinigungen" des Anthracens bei der höheren Temperatur ausgeprefst wird.

Claims (2)

PATENT-Ansprüche:
1. Das Verfahren, Anthracen durch Destillation einer Mischung zu erhalten, welche aus Steinkohlentheer und Petroleumresiduum oder anderem diesem entsprechenden Material besteht.
2. Verfahren zur Herstellung eines bituminösen Residuums durch Destillation einer Mischung von Steinkohlentheer und Petroleumrückstand.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102011075500A1 (de) * 2011-05-09 2012-11-15 Marek Labin Vorrichtung zum Erzeugen von elektrischer Energie, Verwendung eines Kühlturms und Verfahren zum Speichern von elektrischer Energie

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DE102011075500A1 (de) * 2011-05-09 2012-11-15 Marek Labin Vorrichtung zum Erzeugen von elektrischer Energie, Verwendung eines Kühlturms und Verfahren zum Speichern von elektrischer Energie

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