DE30610C - Verfahren und Apparate zum Bleichen und Reinigen von Petroleum und anderen destillirbaren Oelen - Google Patents

Verfahren und Apparate zum Bleichen und Reinigen von Petroleum und anderen destillirbaren Oelen

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Publication number
DE30610C
DE30610C DENDAT30610D DE30610DA DE30610C DE 30610 C DE30610 C DE 30610C DE NDAT30610 D DENDAT30610 D DE NDAT30610D DE 30610D A DE30610D A DE 30610DA DE 30610 C DE30610 C DE 30610C
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DE
Germany
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oil
bleaching
powder
charcoal
vapors
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT30610D
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English (en)
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R. BAYNES, J. FEAREN-SIDE und W. PH. THOMPSON in Liverpool, County of Lancaster, England
Publication of DE30610C publication Critical patent/DE30610C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G25/00Refining of hydrocarbon oils in the absence of hydrogen, with solid sorbents

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Oelen.
Mineralöl und andere destillirbaren OeIe, wie Harzöle, sind häufig von dunkler, nahezu schwarzer 'Farbe, die man bisher durch Be handeln der OeIe mit Alkalien oder Säuren oder durch auf einander folgende Anwendung beider Substanzen zu beseitigen sucht.
Statt dessen verwenden wir nach unserem Verfahren Holzkohlenpulver oder andere absorbirenden Körper, welche durch das OeI nicht zersetzt, aufgelöst, geschmolzen oder in ihrer Zusammensetzung, abgesehen von der Absorbirung, geändert werden. Derartige absorbirenden Substanzen bringen wir zweckmäfsig mit dem Rohöl zur Vermischung, bis schlammartige Consistenz eintritt, und destilliren dann das OeI, worauf fast sämmtlicher Farbstoff des Oeles in der Absorptionsmasse zurückbleibt, die man dann zu einer neuen Operation wieder verwenden kann.
Bei der praktischen Ausübung des Verfahrens hat es sich als empfehlenswerth gezeigt, auch die Sich entwickelnden Dämpfe durch trockenes Absbfptionsmaterial streichen zu lassen. Als absorbirende Körper verwendeten wir mit Vortheil Holzkohlenpulver, Knochenkohle, Kokspulver, Kalk, Erde, Thon, gebrannte und ungebrannte Thönerde oder Bimssteinpulver, die sämmtlich mehr oder minder gute Resultate ergaben. Die beste Wirkung lieferten indessen Kokspulver, Holzkohlenpulver und Knochenkohle, die mit Chlorzinklösung getränkt war, ferner trockenes Bimssteinpulver. Absolute Trockenheit aller dieser Materialien ist aber nothwendig. und zu diesem Zwecke muls dem Gehrauch derselben eine Erhitzung etwa bis zu i8oJ C. vorausgehen, um durch Beseitigen jeglicher Feuchtigkeit den gewünschten Erfolg zu sichern. Der mit dem flüssigen OeIe nicht in Berührung kommende Theil der Absorptionsmasse, welche von den erzeugten Dämpfen durchstrichen wird, mufs ebenfalls bis über den Siedepunkt des abzudestillirenden Oeles erhitzt werden.
Nebensache ist natürlich die Form der dabei benutzten Destillirblase. Nach unseren Beobachtungen scheint es, als ob das OeI durch Capillarwirkung durch das Absorptionsmaterial nach den Seitenwänden der Blase hindrängt, so dafs es ohne Benutzung eines besonderen Rührwerkes abdestillirt werden kann. Die am Ende der Operation verbleibende Absorptionsmasse ist pulverförmig oder körnig und ohne Weiteres für eine neue Operation wieder zu verwenden. Das Imprägniren der Knochenoder Thierkohle mit Chlorzink benimmt dem OeIe gleichzeitig seine Verbindungen mit Schwefel und anderen analogen Substanzen. Statt indessen die Kohle mit dem Chlorzink zu imprägniren, kann man beide Substanzen auch getrennt anwenden; auch haberj/svir gefunden, dafs ein Zusatz von ungej^chtem Kalk zu den übrigen Absorptionsmaterialien die Notwendigkeit einer Benutzung von Chlorzink aufhebt. Aufserdem können einige Oxyde.' welche eine starke Afliniiäi zum Schwefel haben, bei leichteren und flüchtigeren Oelen
mit Vonheil Anwendung tür den gedachten /weck finden. Kin zur Ausübung dieses Verfahrens, besonder^ tür Puraüinöl «der anderes Mineralöl mil hohem Siedepunkte, geeigneter Apparat ist aiii beiliegender Zeichnung dargestellt. Die I>-aillirblase .1 wird am besten : in einem ^üade ti aus OeI von sehr hohem j Siedepunkte angeordnet, in welches behufs Beobachtung und .Regulirung der Temperatur ein Thermometer eingestellt ist. Durch ein Rohr B kann überhitzter Dampf in die Blase ,4 eingeführt werden und aufserdem kann durch die Feuerung C Erhitzung derselben stattfinden. Die Dämpfe aus .4 werden in den Reiniger D abgeleitet, dessen Construction den zur Gasreinigung benutzten Reinigern entspricht. Natürlich wird man zweckmäfsig sich mehrerer Reiniger bedienen, so dals man einen mit der Blase in Communication bringen kann, während man die übrigen wieder mit jenem und den letzten mit dem Condensator G verbindet. Zwei solche Reiniger D und D1 sind auf der Zeichnung als Beispiel dargestellt. Auf die Benutzung reihenweise verbundener Reiniger erheben wir keinen Anspruch: gewöhnliche Gasreiniger dürften dem Zwecke völlig genügen, oder irgend welche passende Combination von Reinigern, die mit einander so verbunden sind, dals stets einer derselben von den übrigen behufs Reinigung und neuer Füllung mit Absorptionsmasse abgesperrt werden kann, während die anderen in Function bleiben. Für Gele mit hohem Yerdampfungspunkt empfiehlt es sich, die Reiniger mit einem Mantel zu umgeben, durch den man j überhitzten Dampf oder Luft streichen läfst, so dals ihre Temperatur diejenige des Siedepunktes des betreffenden Oeles etwas übersteigt. Auf die perforinen Scheidewände E der Reiniger wird eine Schicht von Holzkohle in Vermischung mit etwas Kalk oder Chlorzink und in Stücken von der Gröfse eines Senfkornes bis einer Erbse gebracht. Auch können, wie erwähnt, andere indifferenten, absorbirenden Substanzen an Stelle der Holzkohle benutzt werden; indessen Holzkohle hält sich bei längerem continuirlichem Betriebe am besten.
Es empfiehlt sich, die Destillationsdämpfe möglichst gleichmäfsig vertheilt unter die perforirten Scheidewände und durch das Ab sorptionsmaterial hindurchtreten zu lassen. Zu diesem Zwecke wird das innerhalb der Reiniger D D1 liegende, die Dämpfe einführende Rohr an seiner Unterseite perforirt, so dals die Dämpfe gegen den Boden strömen und in gleichmäfsiger Vertheilung aufwärts durch die einzelnen Absorptionsschichten hindurchziehen. Durch das über dem Boden in den Reiniger einmündende Rohr F kann überhitzter Dampf zum Trocknen und Erhitzen der Holzkohle! nach Bedarf eingeleitet werden, dadurch wird dann die Anordnung eines besonderen Dampfmantels um den Reiniger entbehrlich.
Für schwerere Kohlenwasserstoffe empfiehlt es sich, die Operation in der Weise vorzunehmen, dafs man, nachdem die perforirten Scheidewände mit Holzkohlenpulver bedeckt worden, das durch überhitzten Dampf oder in anderer Weise gründlich getrocknet wurde, das OeI in die Destillirbiäse einlaufen läfst, entweder allein oder bereits, mit Holzkohle vermischt. Alsdann wird die Blase erhitzt und? überhitzter Dampf in dieselbe eingelassen. Die; durch fractionirte Destillation oder in anderer Art erzeugten Oeldämpfe streichen dann durch die Holzkohle hindurch, in welcher der Farbstoff und andere Beimengungen zurückbleiben. Die Benutzung des überhitzten Dampfes kann» indessen auch unterbleiben. "
Aus dem letzten Reiniger treten die Dämpfe in das Kühlrohr des Condensators G über, condensiren sich in demselben und kufen als gebleichtes und gereinigtes OeI in den hermetisch verschliefsbaren Behälter Q, aus welchem die nicht condensirten Dämpfe durch eine Luftpumpe oder mit Hülfe eines Vacuums fortgeschafft werden, um den Siedepunkt des. Oeles möglichst zu erniedrigen und an Brennmaterial zu sparen.
Als Absorptionsmaterial verwenden wir aufserdem mit Vortheil Eisenoxydhydrat oder ausschliefslich Kalkpulver, um den Schwefel aus dem OeI zu beseitigen, doch haben wir diese letzteren Substanzen nur bei leichteren und flüchtigeren Oelen als zweckmäfsig erprobt.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das Bleichen und Reinigen von OeI dadurch, dals man die Oeldämpfe durch frisch erhitzte poröse Substanzen, wie Holzkohlenpulver, Kokspulver, Knochenkohle, Bimssteinpulver, Erde, Thon, Eiserioxydhydrat, Kalkpulver und andere absorbirenden Körper streichen läfst, mit oder ohne Einführung von überhitztem Dampf und bei. oder unter atmosphärischem Druck zwecks Beseitigung des Farbstoffes und anderer Beimengungen aus den Dämpfen. 2. Der durch Zeichnung und Beschreibung erläuterte Apparat zum Bleichen und Reinigen von OeI, bestehend aus einer Destillirblase A, welche in ein Bad mit höherem ! Siedepunkte, als derjenige des zu destilliren-I den Oeles ist, eintaucht, einem oder mehreren j mit Dampfmantel umgebenen Reinigern, :■,·. ' einem Condensator G und einem mit einer Luftpumpe oder einem Vacuum verbunde- : neu, hermetisch verschliefsbaren Behälter Q.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen..
DENDAT30610D Verfahren und Apparate zum Bleichen und Reinigen von Petroleum und anderen destillirbaren Oelen Expired - Lifetime DE30610C (de)

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DE (1) DE30610C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE741226C (de) * 1939-02-09 1943-11-08 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Entschwefelung von Rohbenzol
US4467204A (en) * 1982-02-25 1984-08-21 American Crystal Sugar Company Apparatus and method for measuring optically active materials

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE741226C (de) * 1939-02-09 1943-11-08 Bergwerksverband Zur Verwertun Verfahren zur Entschwefelung von Rohbenzol
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