DE258586C - - Google Patents

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DE258586C
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    • G09FDISPLAYING; ADVERTISING; SIGNS; LABELS OR NAME-PLATES; SEALS
    • G09F9/00Indicating arrangements for variable information in which the information is built-up on a support by selection or combination of individual elements
    • G09F9/30Indicating arrangements for variable information in which the information is built-up on a support by selection or combination of individual elements in which the desired character or characters are formed by combining individual elements

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 258586 KLASSE 54g. GRUPPE
ANTON LASZLO in CHARLOTTENBURG.
solche von hoher Frequenz gebildet werden.
Zusatz zum Patent 257272.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1912 ab. Längste Dauer: 16. März 1926.
Die Erfindung bezieht sich auf eine weitere Ausbildung der Vorrichtung zum Erzeugen von elektrisch leuchtenden Buchstaben, Aufschriften, Linien, Figuren usw. aus Hochspannungsentladungen nach Patent 257272.
Das Neue besteht darin, daß zum Herbeiführen des regelmäßigen oder unregelmäßigen Wanderns des elektrischen Funkens an den Linienzügen der Buchstaben, Figuren usw. die .Blaswirkung von Magneten ausgenutzt wird, die in die Nähe eines hochgespannten oder hochfrequenten Funkens gebracht, auf diesen abblasend oder löschend wirken. Diese an sich bekannte Blaswirkung von Magneten soll gemäß der Erfindung in folgender Weise Anwendung finden:
Werden die zahlreichen Funkenstrecken der Linienzüge von magnetischen Kraftlinien durchsetzt, so kann der elektrische Funke oder die Spannung sich infolge der Blaswirkung der Magnete oder Elektromagnete in keiner Funkenstrecke ausgleichen, ausgenommen bei einer übermäßigen Spannungserhöhung. Wird an irgendeiner Funkenstrecke des Linienzuges das magnetische Kraftlinienfeld geschwächt oder aufgehoben oder aus dem Bereich der betreffenden Funkenstrecke abgelenkt, so kann dort infolge Fehlens der abblasenden magnetischen Kraft eine Funkenentladung eintreten.
Wird eine derartige kraftlinienfreie Lücke, nötigenfalls auch mehrere, an den aus Funkenstrecken bestehenden Linienzügen entlangbewegt, so entsteht ein Wandern des elektrischen Funkens. Die erwähnte Lücke kann man in dem Funken nach Belieben auch unregelmäßig wandern lassen.
Abgesehen von dem bei Reklamebeleuchtungen vorteilhaft anwendbaren Hin- oder Herschlängern von einem oder mehreren elektrischen Funken können diese aber auch mit solcher Schnelligkeit innerhalb der Linienzüge umherspringen, wandern oder an diesen entlangeilen, daß das Auge infolge seiner Trägheit die ganze Aufschrift, Figur usw. oder einen wandernden Bestandteil derselben oder eine sich bewegende vollständige Figur als ein vollleuchtendes Ganzes wahrnimmt.
Der Vorteil der magnetischen Blaswirkung besteht darin, daß das Entstehen und Verschwinden der Magnetfelder sich weit schneller vollzieht als die Bewegung von Metallcntladern in Nadel- oder anderer Form.
In der Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 6 mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
In der Fig. 1 sind die Entlader i, die mit dem einen Pol b der Hochspannungs- oder Hochfrequenzstromquelle in Verbindung stehen,
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und die Entlader h, die mit dem anderen Pol α derselben Stromquelle verbunden sind, derart angeordnet, daß sie die Linienzüge der Aufschriften, Figuren usw. in viele gleichlange, zu diesen Linienzügen parallel angeordnete Funkenstrecken einteilen. Unter je einer Funkenstrecke ist auf einer aus Zinkblech oder sonstigem antimagnetischen Stoff bestehenden Grundplatte I ein Weicheisenkern ν angebracht.
ίο Jeder dieser Eisenkerne ν trägt eine Spule mit Drahtwindungen. Die Spulen sind untereinander in Reihenschaltung derartig angeordnet, daß bei Stromdurchgang alle Eisenkerne gleichnamige Pole ihren Funkenstrecken zuwenden.
Der zur Speisung dieser Spulen notwendige Strom kann aus einer Akkumulatorenbatterie r oder unmittelbar aus dem Netz entnommen werden. Durch einen an der Kurbel d nachgiebig angebrachten Kurzschlußkontakt, weleher an einem kollektorartigen Körper gleitet, ist es möglich, die einzelnen Spulen in der jeweiligen Reihenfolge, wie sie mit dem Kollektor verbunden sind, kurzzuschließen oder in stromlosen Zustand zu versetzen. Die Folge davon ist, daß von den vielen Eisenkernen immer einer in unmagnetischem Zustande ist. Es entsteht also in den Linienführungen eine kraftlinienfreie Lücke, welche infolge der Drehung der Kurbel d wandert.
Die hochgespannten oder hochfrequenten Funken entstehen nur in den kraftlinienfreien Lücken, selbst dann noch, wenn die Spannung und Stromstärke des Funkens beträchtlich erhöht wird. Dreht sich die Kurbel d langsam, so nimmt man den elektrischen Funken im wandernden Zustande wahr. Man hat es jedoch in der Hand, durch rascheres Drehen der Kurbel d den Funken so schnell wandern zu lassen, daß das menschliche Auge infolge seiner Trägheit den Linienzug, welcher vom Funken durcheilt wird, ganz oder nach Bedarf teilweise als ein zusammenhängendes, bläulichweiß leuchtendes Band wahrnimmt.
Die Weicheisenkerne der Elektromagnete kann man bei allen Ausführungsarten auch durch Dauermagnete ersetzen, die gleichpolig angeordnet werden können. In diesem Falle brauchen nicht ständig alle Spulen der Magnete mit Strom gespeist zu werden, sondern immer nur eine, und zwar in solchem Sinne, daß die Kraftlinien ihres Stahlkernes durch den Strom aufgehoben, zurückgedrängt oder genügend geschwächt werden. Die Kurbel d trägt dann kein Kurzschlußstück, sondern zwei Schleifbürsten, welche allein mit Stromquelle r verbunden sind und den Strom an zwei oder mehrere benachbarte Kollektorlamellen übermitteln.
Um das vielleicht mit der Zeit notwendig werdende Aufmagnetisieren der in ihrer Kraft nachlassenden Dauermagnete zu bewerkstelligen, genügt es, den Strom auf kurze Zeit im umgekehrten Sinne durch ihre Spulen zu senden oder letztere in der Weise mit der Stromquelle γ auf kurze Zeit zu verbinden, wie dies in Fig. ι dargestellt ist. Hierbei kann der hochgespannte oder hochfrequente Strom ausgeschaltet bleiben. Wenn in Fig. 1 das Kurzschlußstück der Kurbel d nicht zwei, sondern drei Kollektorlamellen übergleiten würde, so würden zu gleicher Zeit zwei Spulen stromlos. Baulich einfacher erreicht man dies durch die aus Fig. 2 ersichtliche Ausführung, bei der je ein Elektromagnet auf zwei Funkensti ecken einwirkt. Infolge der magnetischen Trägheit (Hysteresis) des Eisenkernes wandert bei entsprechender Drehung der Kurbel die kraftlinienfreie Lücke nicht sprungweise, sondern gleichmäßig an den Funkenstrecken entlang. Bei der Wahl einer nicht großen Kraftlinienlücke entladen sich die Funken zu gleicher Zeit, hauptsächlich nur an einer Funkenstrecke.
Fig. 3 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Funkenstrecken senkrecht zur Linienführung angedeutet sind, während die Entlader als zwei parallele Schienen ausgebildet sind.
Die Ausführungsform nach Fig. 4 ist derjenigen nach Fig. 1 ähnlich. Die Entlader sind durch parallele Leiter ersetzt. Die Funkenstrecke steht abweichend von der Zeichnung senkrecht zur Zeichenebene.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 5 werden die Kraftlinienlücken durch Ablenkung der magnetischen Kraftlinien gebildet. Unter den gleichpolig geordneten Magneten wird immer einer eine umgekehrte Polarität aufweisen. Infolgedessen werden die Kraftlinien dieses Magneten durch diejenigen des linken und rechten Nachbarmagneten angezogen und somit aus dem Bereich der Funkenstrecke ab-, gelenkt. In der so entstandenen Lücke können sich hochgespannte oder hochfrequente Funken entladen. Durch entsprechende Stromschaltung der Elektromagnete wird die Kraftlinienlücke zur Weiterwanderung veranlaßt, wobei sie die elektrischen Funken immer mit sich führt.
In Fig. 6 wird die Kraftlinienlücke derart gebildet, daß Gruppen von Elektromagneten mit den entgegengesetzten Polaritäten aneinandergrenzen. In der Grenzzone suchen dann die Kraftlinien der benachbarten Magnete verschiedener Polarität sich zu verkürzen und von der Funkenstrecke abzulenken. Durch entsprechende Umschaltung des Stromes in den Magnetpolen läßt sich die erwähnte Grenzzone und damit auch der Funke verschieben und an anderen Stellen zur Erscheinung bringen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zum Erzeugen von elektrisch leuchtenden Buchstaben, Aufschriften, Linien, Figuren usw., welche durch Funkenstrecken hochgespannter Ströme oder solche von hoher Frequenz gebildet werden, nach Patent 257272, dadurch gekennzeichnet, daß die Funkenstrecken der Linienzüge im Bereiche der Kraftlinien von umschaltbaren Elektromagneten oder von Gruppen solcher mit beliebig abwechselnd gleicher oder entgegengesetzter Polarität liegen, deren Kraftlinien in regelmäßiger oder unregelmäßiger und beliebig schneller Reihenfolge geschwächt, vernichtet oder abgelenkt werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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