DE258462C - - Google Patents

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DE258462C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22BSLAUGHTERING
    • A22B1/00Apparatus for fettering animals to be slaughtered

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 258462 KLASSE 66«. GRUPPE
HEINRICH LOBENSTEIN in DELITZSCH.
beim Schlachten.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. August 1912 ab.
Beim Schlachten von Kleinvieh, wie Kälber, Schafe usw., ist es üblich, daß man dem Tier, bevor es getötet oder betäubt und getötet wird, die vier Füße aneinander fesselt.
Dieses Aneinanderfesseln der Füße geschieht in der Regel durch Stricke, die man straff um die Füße herumzieht und dann durch Verknoten o. dgl. an den Enden verbindet. Diese Art der Fesselung ist umständlich, zumal sich das Tier wehrt, was nicht nur den Nachteil hat, daß Zeit verloren geht, sondern es wird auch das Tier unnütz gequält. Letzteres auch deswegen, weil die straff anzuziehenden Stricke in das Fleisch einschneiden.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Vorrichtung, die mittels zweier Griffe das Aneinanderfesseln der Füße eines Kalbes, Schafes usw. ermöglicht. Die Füße werden dabei sicher in der Fessellage gehalten, ohne daß die Vorrichtung in das Fleisch einschneidet.
Auf der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
25' Die Fig. ι und 2 zeigen die Vorrichtung in Seitenansicht mit verschiedener Stellung von Teilen. Die Fig. 3 stellt die Vorrichtung in der Gebrauchslage, d. h. in Verbindung mit den damit gefesselten Füßen eines Ka]-bes schaubildlich dar.
An einer Längsschiene α sind vier im Halbkreis gebogene Backen b drehbar angeordnet. In der Mitte der Schiene α ist zu diesem Zweck eine Platte c befestigt, auf welcher die Backen b mittels der Augen b1 um Bolzen d drehbar sind. Die Backen b sind in der Nähe ihrer freien Enden mit Nocken oder Stiften e versehen, und es sind an den Enden der Schiene α Blattfedern f befestigt, die Löcher g besitzen. Die Anordnung ist dabei in bei Handfesseln bekannter Weise derart, daß die Blattfedern mit den Löchern g über die Stifte e greifen, wenn sich die Backen in der geschlossenen Lage befinden, d. h. gegeneinander bzw. gegen die Schiene α bewegt werden. Die Backen werden so ohne weiteres in der geschlossenen Lage gehalten, und das Öffnen der Fesselvorrichtung geschieht einfach dadurch, daß man die Blattfedern etwas nach oben preßt und so von den Nocken e abhebt (s. Fig. 2).
Das Fesseln der Füße eines Kalbes geschieht in der Weise, daß zuerst die Vorrichtung mit zwei sich gegenüberliegenden Backen über die Hinterbeine des Kalbes geschoben wird, und daß sodann die betreffenden Backen gegeneinander bewegt werden, wobei sie die Federn f anheben, die, wenn die Backen in der Schließlage angelangt sind, selbsttätig mit den Löchern g über die Nocken der Backen e So schnappen. Das läßt sich bewirken, ohne daß das Tier auch nur im geringsten in quälender Weise belästigt wird. Sodann biegt man mit der einen Hand die Vorderbeine des zuvor auf den Schlachtbock gelegten Kalbes im rechten Winkel nach hinten und schiebt
mit der anderen Hand die noch offenen Backen der Vorrichtung über die umgebogenen Beine, wobei die Backen beim Gegeneinanderpressen ebenfalls selbsttätig in der geschlossenen Lage festgestellt werden. Auch dieses Fesseln der Hinterfüße läßt sich ohne nennenswerte Belästigung des Tieres bewirken, nur daß die Füße im rechten Winkel nach unten gepreßt werden müssen. Da die Beine
ίο sich an den Füßen stark erbreitern, so wird eine genügend sichere Fesselung der Füße erzielt, auch wenn die Beine nicht durch die Backen oder Schellen an den Fesselstellen zusammengepreßt werden. Die Vorrichtung übt daher keinen schmerzhaften Druck aus.
Die Vorrichtung hat also sowohl großen praktischen Wert, indem das Fesseln schnell vonstatten geht und die Vorrichtung im Gegensatz zu Stricken, die in der beim Schlachten nicht zu vermeidenden Nässe sehr leiden, dauerd gebrauchsfähig bleibt, als auch Wert für den Tierschutz, der ja dahin gerichtet ist, das Schlachten für das Tier möglichst schmerzlos zu machen.
Die Vorrichtung ist ohne weiteres auch beim Schlachten von Schafen oder Hammeln verwendbar, nur daß bei diesen in Anbetracht der dünnen Beine die Hinter- und die Vorderfüße je durch nur eine Backe festgeklemmt werden, die die betreffenden Beine gegen die Schiene α preßt. Zweckmäßig erfolgt dabei die Fesselung durch zwei übereck angeordnete Backen.
Anstatt daß die Nocken e an den Backen angeordnet sind, können sie auch an den Federn f angeordnet sein, wobei dann die Backen mit Löchern zur Aufnahme der Nocken versehen sind.
Damit die Nocken leicht in die Löcher einschnappen, sind sie zweckmäßig nach ihren Enden zu etwas verjüngt. Die Schiene a kann auch mit den an ihr drehbaren Backen in einem Winkel gebogen sein, der dem Winkel, den die Vorder- und Hinterbeine in der Fessellage zueinander haben, entspricht, so daß die Backen rechtwinklig zu den Füßen verlaufen.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Fesseln der Füße von Kleinvieh, wie Kälber, Schafe usw., beim Schlachten, gekennzeichnet durch an einer gemeinsamen starren Platte (c) drehbare, kreisförmig gebogene Backen (b), die über die Hinter- und die nach hinten geknickten Vorderfüße des Tieres geschoben werden können und durch in bei Handfesseln bekannter Weise beim Schließen der Backen selbsttätig einschnappende Federn (f) o. dgl. in der Schließlage gehalten werden.
2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung vier Backen (b) besitzt, die von einer Längsschiene (a) drehbar getragen werden, und daß an den Stirnenden dieser Schiene (a) nach beiden Seiten gerichtete Federn (f) befestigt sind, die beim Schließen der Backen (b) mit Löchern über an diesen vorgesehene Stifte oder Nocken (e) schnappen und die Backen so in der Schließlage halten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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