DE258392C - - Google Patents

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DE258392C
DE258392C DENDAT258392D DE258392DA DE258392C DE 258392 C DE258392 C DE 258392C DE NDAT258392 D DENDAT258392 D DE NDAT258392D DE 258392D A DE258392D A DE 258392DA DE 258392 C DE258392 C DE 258392C
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naphtol
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B63/00Lakes
    • C09B63/005Metal lakes of dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Behandelt man unlösliche oder schwerlösliche Azofarben mit Alkalibisulfiten, so entstehen bekanntlich leichtlösliche Bismutverbindungen, die — wie z. B. in den Patentschriften 29067, Kl. 22, und 141497, Kl. 22, ausgeführt ist — zum Färben von Textilfasern dienen können, da der ursprüngliche Farbstoff leicht durch Behandlung mit Alkalien, z. B. Soda, unter Abspaltung der Bisulfitgruppe zurückgebildet wird.
Es wurde nun gefunden, daß eine derartige Bisulfitverbindung eines an und für sich nahezu unlöslichen Farbstoffs mit einer Sulfogruppe sich vorzüglich zur Fabrikation von Farblacken eignet. Läßt man nämlich auf die leichtlösliche Bisulfitverbindung von Litholrot R, d. i. des Farbstoffs Naphtylaminsulfosäure-2 · i'-azo-,6-naphtol, ein halbes Molekül Chlorbarium einwirken, so entsteht folgender Körper:
SO3Ba H SO3Na
(2)
-N-N
also Litholrotbarium-Natriumbisulnt, das als solches, trotzdem es verhältnismäßig schwer löslich ist, für Farblackzwecke ohne Bedeutung ist. Versucht man weiter aus Litholrotbarium-Natriumbisulfit mittels Alkalicarbonate, ζ. B. Soda, die Bisulfitgruppe abzuspalten, so ergibt sich, daß Bariumcarbonat entsteht neben Litholrotbisulfit bzw. Litholrot. Es ist also nicht möglich, auf diese Weise zu Farblacken zu gelangen. Behandelt man jedoch das gelöste bzw. suspendierte Litholrotbarium-Bisulfit mit Hydroxyden der Alkalien bzw. Erdalkalien, z. B. mit Bariumhydroxyd, so entsteht neben unlöslichem Bariumsulfit der Bariumlack des Farbstoffs Naphtylaminsulfosäure-2 · i'-azo-,6-naphtol.
Dieses Resultat war in keiner Weise vorauszusehen. Durch die Patentschrift 29067 ist zwar Azarin S — die Bisulfitverbindung des Farbstoffs Aminodichlorphenolazo-ß-naphtol — bekannt geworden, ein Farbstoff, der zur Fabrikation von Farblacken Verwendung findet; jedoch ist die Verlackungsmethode von Azarin S (s. z.B. Mierzinski, Handbuch der Farbenfabrikation, S. 973) ähnlich der von Alizarin, also total verschieden von vorliegendem Verfahren, da Azarin S keine Sulfogruppe enthält, während im vorliegenden Falle gerade in der Sulfogruppe die Verlackung bewirkt wird.
Da ferner nur die Hydroxyde der Alkalien und Erdalkalien befähigt sind, nach vorliegendem Verfahren z. B. aus Litholrotbarium-Natriumbisulfit letzteres abzuspalten und somit Farblacke zu bilden, während die Alkalicarbonate — wie schon erwähnt — vollständig versagen, so ergibt sich, daß das vorliegende Verfahren prinzipiell neu ist und nicht vorauszusehen war. Dies geht vor allem auch schon daraus hervor, daß ·—· ganz abgesehen davon, daß die vorliegenden Farblacke nicht bronzieren und sich auch leichter
mahlen lassen — je nachdem kalt oder heiß gearbeitet wird, mit vorliegendem Verfahren Nuancenverschiebungen verbunden sind, wie aus folgenden Beispielen sich ergibt:
Beispiel i.
io kg der Natriumbisulfitverbindung von Litholrot-Natrium werden in etwa 1J2 1 kaltem Wasser gelöst; dazu schlämmt man ioo kg
Schwerspat, gibt dann hinzu die Lösung von 2,5 kg Chlorbarium kristallisiert in etwa 25 1 Wasser und darauf die Lösung von 3,2 kg Bariumhydroxyd kristallisiert in 75 1 Wasser. Der so entstehende Bariumlack ist bläulicher als der normale Litholrot-Bariumlack.
Beispiel 2.
Es wird wie in Beispiel 1 gearbeitet, jedoch die Fällung kochend vorgenommen. Der so entstehende Farblack ist gelblicher als der normale Litholrot-Bariumlack.
Beispiel 3.
Es wird wie in Beispiel 1 verfahren, also kalt gearbeitet; jedoch anstatt Chlorbarium und Bariumhydroxyd verwendet man zur Fällung 2,5 kg Chlorcalcium, calciniert, und j 8,0 kg Natriumhydroxyd. Der so entstehende Farblack ist bläulicher als der normale Litholrot-Calciumlack.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Farblacken, dadurch gekennzeichnet, daß die Alkali- bzw. Ammoniumbisulfit-Verbindungen der Alkali- bzw. des Ammoniumsalzes des Farbstoffs Naphtylaminsulfosäure-2 · i'-azo-ß-naphtol bei Anwesenheit oder Abwesenheit von Substraten mit Erdalkalisalzen und darauf mit Hydroxyden der Alkali- oder Erdalkalimetalle behandelt werden.
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