DE258011C - - Google Patents
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- Expired
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/08—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in rotating vessels; Atomisation on rotating discs
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 258011 KLASSE Ma. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18, Juli 1911 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten, bei
welcher während des Verdampfungsvorganges unter die Oberfläche der zu verdampfenden
Flüssigkeiten kleine Luftmengen eingeleitet, darin freigegeben und während des Verdampfungsvorganges
durch die Flüssigkeit ausgetrieben werden, so daß die kleinen Luftmengen aus der Flüssigkeit Wärme mitführen,
ίο sich dadurch ausdehnen und imstande sind,
Dampf in größerer Menge aufzunehmen als kältere Luft. Bei dem Durchstreichen der
Luftmengen durch die Flüssigkeit absorbieren sie diese bzw. deren Dampf, wonach dann die
aus der Flüssigkeit ausgeschiedene, mit Dampf gesättigte Luft abgeleitet wird.
Es sind zwar schon verschiedene Einrichtungen bekannt, bei denen die Verdampfung
unter gleichzeitiger Einführung von Luft in die zu verdampfende Flüssigkeit bewirkt wird.
Jedoch erfolgt bei diesen die Luftzuführung unter Druck, so daß Ströme von Luftbläschen
entstehen, die außerordentlich schnell durch die Flüssigkeit nach oben entweichen.
Die einzelnen Bläschen haben deshalb nicht die erforderliche Zeit, auf ihrem Wege genügend
Feuchtigkeit aufnehmen und können daher die Verdampfung nicht wirksam unterstützen.
Dieser Übelstand soll nun durch die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung
beseitigt werden, und zwar dadurch, daß die Luft vermittels in die Flüssigkeit tauchender umlaufender gelochter Scheiben
erfolgt. Die Wirkung muß bei dieser Vorrichtung deshalb viel kräftiger sein, weil die
einzelnen Luftbläschen gezwungen sind, zweimal durch die Flüssigkeit zu streichen bzw.
mit ihr in Berührung zu kommen, einmal auf dem Wege nach unten, während dem sie durch die Scheiben festgehalten werden, und
dann bei ihrer freien Aufwärtsbewegung. Diese wird erheblich langsamer erfolgen als
in jedem Fall, wo die Luft unter Druck herausgepreßt wird, weil die Luftbläschen
während der Tauchbewegung genügend Zeit finden, in der Flüssigkeit Wärme aufzunehmen
und sich auszudehnen, was dort nicht der Fall ist. Der wesentliche Unterschied in der Wirkung zwischen jenen bekannten
Einrichtungen und der vorliegenden besteht hiernach darin, daß die Luft aus dem über der Flüssigkeit befindlichen Raum entnommen
und ohne künstlichen Druck in die Flüssigkeit eingeführt wird.
Der Apparat ist auf beiliegender Zeichnung in Fig. ι in einer Seitenansicht mit teilweisem
Längsschnitt, in Fig. 2 in teilweisem Längsschnitt durch die Maschine, insbesondere durch
die Welle geschnitten und in Fig. 3 im Querschnitt nach Linie 3-3 der Fig. 1 mit einer
der durchlochten Scheiben in Ansicht dargestellt ; Fig. 4 ist Teilschnitt durch eine Scheibe.
Die Vorrichtung besteht aus einem Kessel A zur Aufnahme der zu verdampfenden Flüssigkeit.
Am Kessel A ist eine durch diesen geführte hohle Welle C in Blöcken B gelagert,
die eine Anzahl durchlochter Scheiben E trägt. Die Lochungen sind so beschaffen, daß die
Lochränder F oder H die Flächen der Scheiben E überragen. Die Welle C wird in geeigneter
Weise angetrieben, z. B. mittels einer Scheibe G. Beim Antrieb der Welle C tauchen
die auf ihr befestigten Scheiben E in die Flüssigkeit und durchstreichen sie. Dabei
führt jede Scheibe die in den Löchern F oder H oder die unter und um den Lochrand
festgehaltene Luft in die Flüssigkeit hinein.
ίο Infolge der fortwährenden Umdrehung der
Scheiben E werden große Mengen Luft in die Flüssigkeit geleitet, um sich darin zu lösen
und in der oben beschriebenen Weise in der Flüssigkeit hochzusteigen. Die oberhalb der
Flüssigkeit befindliche Luft wird durch die Löcher K der hohlen Welle C mittels eines
Gebläses erneuert bzw. in Bewegung erhalten. Der Kessel wird vorzugsweise als abgedeckter
Behälter ausgeführt, während die aus dem Kessel gedrängte Luft durch den Abzug L
entweichen kann. Anstatt der hohlen Welle C, oder als Ergänzung dazu, kann seitlich am
Kessel noch ein Rohr N zur Zuführung von Luft unter Druck über die Oberfläche der
Flüssigkeit angeordnet sein.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Vorrichtung zum Verdampfen von Flüssigkeiten durch Einleitung von Luft unter den Flüssigkeitsspiegel unter Anwendung von in die Flüssigkeit tauchenden umlaufenden Scheiben mit unregelmäßiger Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheiben einfache Löcher oder solche mit vorspringenden Rändern besitzen, so daß nur Luft durch Adhäsionswirkung mit herab-, die Flüssigkeit aber noch hochgeführt wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE258011T | 1911-07-18 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE258011C true DE258011C (de) | 1913-03-27 |
Family
ID=34484507
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1911258011D Expired DE258011C (de) | 1911-07-18 | 1911-07-18 |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE258011C (de) |
| FR (1) | FR434192A (de) |
-
1911
- 1911-07-18 DE DE1911258011D patent/DE258011C/de not_active Expired
- 1911-07-18 FR FR434192D patent/FR434192A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR434192A (fr) | 1912-01-26 |
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