DE25660C - Apparat zur Erzeugung komprimirter Luft durch direkte Einwirkung von Gasexplosionen - Google Patents
Apparat zur Erzeugung komprimirter Luft durch direkte Einwirkung von GasexplosionenInfo
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- DE25660C DE25660C DENDAT25660D DE25660DA DE25660C DE 25660 C DE25660 C DE 25660C DE NDAT25660 D DENDAT25660 D DE NDAT25660D DE 25660D A DE25660D A DE 25660DA DE 25660 C DE25660 C DE 25660C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F04—POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
- F04B—POSITIVE-DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS
- F04B39/00—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00
- F04B39/0005—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons
- F04B39/0011—Component parts, details, or accessories, of pumps or pumping systems specially adapted for elastic fluids, not otherwise provided for in, or of interest apart from, groups F04B25/00 - F04B37/00 adaptations of pistons liquid pistons
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- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Filling Or Discharging Of Gas Storage Vessels (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wie bekannt, hat die Entzündung explosibler Gasgemische zur Folge, dafs am Orte der Explosion
eine beträchtliche Erhöhung des atmosphärischen Druckes eintritt. Diese Erhöhung
des Druckes ist es auch, welche bei den-Gaskraftmaschinen als treibende Kraft auf den
Kolben wirkt und denselben im Cylinder verschiebt.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nun die Verwendung dieser durch Entzündung explosiver
Gasgemische hervorgerufenen Erhöhung des atmosphärischen Druckes zur directen Comprimirung
eines bestimmten Luftquantums ohne Anwendung mechanischem Mittel, und diesen
Zweck erreicht der Erfinder auf folgende Weise: Derselbe läfst in einen und denselben Behälter
zuerst ein bestimmtes Luftquantum und hierauf Gas eintreten, letzteres steigt zufolge seines geringeren
specifischen Gewichtes nach oben, wodurch erzielt wird, dafs die Mischung von Gas
und Luft eine sehr innige wird; inroberen Theil des Behälters wird auch die Entzündung des
Gemisches eingeleitet, und bei der hierauf folgenden Explosion verdichtet sich sofort das
ganze unvermischt gebliebene Luftquantum, welches den unteren Theil des Behälters ausfüllt.
Man verschafft nunmehr der auf diese Weise verdichteten Luft durch ein sich automatisch
öffnendes Ventil den Austritt in ein Sammelreservoir, woselbst dieselbe aufgespeichert
wird, um für verschiedene Zwecke Verwendung zu finden.
Zur Erreichung der vorbeschriebenen Compression atmosphärischer Luft hat der Erfinder
nun einen Apparat construirt, welcher in Bezug auf den beabsichtigten Zweck verschiedene
charakteristische Merkmale zeigt.
Erstens erfolgt durch dieselbe Oeffnung, durch welche die Entzündung eingeleitet wird, auch
die Zuführung der atmosphärischen Luft in den Behälter, in welchem die Comprimirung derselben
stattfinden soll.
Ein zweiter sehr wesentlicher Punkt ist der, dafs, wenn die Spannung in dem Sammelreservoir
eine bestimmte Grenze erreicht hat, dadurch die Gaszufuhr abgeschlossen wird und demzufolge
so lange keine Explosionen eintreten können, bis die Spannung im Reservoir niedriger geworden
ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist der erwähnte Apparat in den Fig. 1 bis 3 zur Darstellung
gelangt.
Fig. ι zeigt denselben in äufserer Ansicht mit theilweisem Schnitt.
Fig. 2 ist ein Grnndrifs mit Horizontalschnitt.
Fig. 3 ist ein Verticalschnitt. durch den Apparat.
Die Compression der Luft wird in dem Cylinder A bewirkt, welcher durch ein sich
von oben nach unten öffnendes, durch eine Feder geschlossenes Ventil C mit dem Reservoir B
in Verbindung s'teht, welches letztere zur Aufspeicherung der-comprimirten Luft dient.
Das Gas tritt im oberen Theil des Cylinders A durch Rohr D ein, dessen Wandung an seinem
oberen Ende durchlöchert ist; es passirt auf seinem Wege in den Cylinder den hin- und
hergehenden, mit einer Durchbohrung α versehenen Schieber E, um aus dem Kanal b in
das Rohr D zu gelangen; bevor es jedoch in den Kanal b eintritt, hat das Gas den verticalen
Schieber F zu passiren, welcher die Regulirung der beabsichtigten Compression vermittelt. Der
Schieber F ist zu diesem Zweck mit einer Durchbohrung c in der Höhe des Kanals b yersehen
und mittelst Hebel und Gegengewicht G belastet. So lange nun der Druck im Reservoir B eine
gewisse Grenze nicht überschreitet, bleibt der Schieber F unverändert in seiner Stellung und
läfst das für die Explosionen nöthige Gas ungehindert einströmen; sobald indessen der Druck
in B die vorgesehene Grenze übersteigt, wird der Schieber F gehoben, der Eintrittskanal für
das Gas abgeschlossen und bleibt so lange in dieser Stellung, bis der Druck in B wieder vermindert
wird und nun der Schieber durch Einwirkung des Gewichtes G heruntergedrückt
werden kann, worauf das Gas wieder ungehindert in den Cylinder A gelangt. Vor diesen beiden
Schiebern F und E liegt ein Kasten H, in welchem
das durch Rohr d zugeleitete Gas in zwei seitlich einmündende Rohre e e geführt wird, die beide
mit Hähnen// versehen sind, an welche sich die bis zum oberen Ende des Cylinders A
reichenden Rohre gg1 anschliefsen. Das Rohr g
ist an seinem oberen Ende umgebogen und gegen das Brandloch _/hingeführt, welches letztere
von innen mit einer Klappe J verschlossen ist; das Rohr ^1 dagegen ist tangential am Cylinder A
hinaufgeführt und hat hier eine Flamme zu unterhalten, welche dazu dient, den aus dem zugespitzten
Ende des Rohres g austretenden Gasstrom wieder zu entzünden, wenn derselbe durch
den Stofs der zuschlagenden Klappeyausgelöscht worden ist. Die Bewegung des Schiebers E
kann in bekannter Weise veranlafst werden; im vorliegenden Falle ist dies durch die Kuppelstange
k erreicht, welche von der Welle "O in hin- und hergehende Bewegung versetzt wird;
die Welle ο erhält ihre Bewegung von dem Kolben/ durch die Kurbel /, der Kolben/ bewegt
sich in dem an einem Ende offenen Cylinder K, welcher mit seinem oberen geschlossenen
Theil durch das Rohr q mit dem unteren Theil des Cylinders A communicirt.
Der ganze Apparat functionirt wie folgt:
Das durch d einströmende Gas nimmt seinen Weg durch die Schieber F und E und tritt durch Rohr D und die im oberen Theil desselben angeordneten Löcher in den oberen Theil des Cylinders A, aufserdem durch die Löcher e e zu den Brennerspitzen der Rohre ggl, woselbst es entzündet wird.
Der ganze Apparat functionirt wie folgt:
Das durch d einströmende Gas nimmt seinen Weg durch die Schieber F und E und tritt durch Rohr D und die im oberen Theil desselben angeordneten Löcher in den oberen Theil des Cylinders A, aufserdem durch die Löcher e e zu den Brennerspitzen der Rohre ggl, woselbst es entzündet wird.
Sobald dies geschehen ist, dreht man das Schwungrad V an, der Schieber E wird hierdurch
verschoben und schliefst den Gaseintritt in den Cylinder A ab. Gleichzeitig bewegt sich
der Kolben/ in dem Cylinder K abwärts und saugt einen Theil des in A befindlichen Gasgemisches
an; hierdurch öffnet sich die Klappe J und läfst gleichzeitig mit der atmosphärischen
Luft auch die Flamme des Brenners g eintreten, wodurch sich das explosible Gemisch im Innern
von A entzündet und die Luft durch seine Expansion zusammenprefst. Hierauf und infolge
des eintretenden Ueberdruckes öffnet sich das Ventil C und läfst die comprimirte Luft nach
B übertreten; nun schliefst sich das Ventil C wieder und die während der ganzen Expansionsperiode geschlossen gehaltene Klappe wird frei.
Nach Beendigung dieses Spieles läfst der Schieber ^ von neuem Gas eintreten, die Klappe J öffnet
sich, die. atmosphärische Luft tritt ein und die Flamme aus g entzündet das in A vorhandene
Gemisch; bei der nun eintretenden Explosion wird die Luft in A comprimirt und tritt in das
Reservoir B über, woselbst sie aufgespeichert wird. Dieses Spiel wiederholt sich immer in
ganz derselben Weise.
Die auf diese Weise im Cylinder A erhaltene und im Reservoir B aufgespeicherte comprimirte
Luft kann den verschiedensten Zwecken dienen, zum Bohrbetrieb, zur Ventilation, für pneumatische
Gründungen, für pneumatische Telegraphic, zum Durchbohren von Tunnels u. s. w.
Claims (2)
1. Zur Erzeugung comprimirter Luft ein Apparat, bestehend aus dem Compressionscylinder A
und dem Sammelfeservoir B zur Aufspeicherung der comprimirten Luft, in Verbindung
mit dem Ventil C, dem Rohr D, Klappe J, Rohren g g1, Schiebern F und E, Rohr q,
Cylinder K mit Kolben /, Kurbel / und Stange k.
2. An dem unter i.. beanspruchten Apparat zum Comprimiren von Luft die Anwendung
des Druckregulators, bestehend aus dem Schieber F mit Durchbohrung c und dem
Hebel mit Gegengewicht G.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25660C true DE25660C (de) |
Family
ID=302093
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25660D Active DE25660C (de) | Apparat zur Erzeugung komprimirter Luft durch direkte Einwirkung von Gasexplosionen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25660C (de) |
-
0
- DE DENDAT25660D patent/DE25660C/de active Active
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