DE2554636C2 - Desacyl-pepsidin, Verfahren zu seiner Herstellung und Arzneimittel - Google Patents
Desacyl-pepsidin, Verfahren zu seiner Herstellung und ArzneimittelInfo
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Description
H3C
CHj
CH3
Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung von DA-Pepsidin, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man Mikroorganismen des Stammes Bacillus pumilus Kawaguchi EF 49-210 (ATCC 31 132)
züchtet, das Gärmaischenfiltrat, vollständige Zellen,
Trockenzellen oder daraus gewonnene Enzympräparate mit Pepsidin C, Pepsidin B oder Pepsidin A als
Reinsubstanzen oder als Rohprodukte oder mit deren Gemischen bei einem pH'Wert von 4 bis 10 und einer
Temperatur von etwa 30 bis 5O0C 3 bis 60 Stunden
umsetzt und Desacyl-pepsidin isoliert
DA-Pepsidin weist eine starke pepsinhemmende
Wirkung auf. Es eignet sich deshalb als Wirkstoff zur Behandlung von Magengeschwüren. Die Erfindung
betrifft somit auch ein Arzneimittel, welches gekennzeichnet ist durch einen Gehalt an DA-Pepsidin.
Die als Ausgangsverbindungen verwendeten Pepsidine A, B und C sind in J. Antibiotics 26,1973, S. 539-541
beschrieben. Es sind bisher mehr als 10 N-Acylpentapeptide bekannt.
Pepsidin C oder S-PI-Pepsidin ist auch in US-PS
38 19 486 und in der japanischen Patentveröffentlichung
CH
CH2 OH .
H-CO-Nh-CH-CH-CH2-COOH
H-CO-Nh-CH-CH-CH2-COOH
39 446/73 beschrieben. PepsidinA und PepsidinB
werden außerdem in US-PS 38 78 185 offenbart
Es ist bekannt, daß die Pepsidine A1 B und C eine
starke pepsinhemmende Wirkung aufweisen.
Die eingesetzten Pepsidine lassen sich durch Züchtung verschiedener Actinomyceten herstellen. Die
vorgenannten Pepsidine werden beispielsweise durch Züchtung des Stammes Streptomyces naniwaensis
EF 44-201 hergestellt
jedoch haben die durch Züchtung dieser Actinomyceten hergestellten Pepsidine den Nachteil, daß sie im
allgemeinen nicht homogen sind, sondern aus einem Gemisch von mehreren, d. h. aus bis zu mehr als zehn
N'Acylpentapeptiden mit verschiedenen Acylresten und ähnlichen Eigenschaften bestehen. Um aber zu
einem bestimmten N-Acylpentapeptid zu gelangen, sind
schwierige Trennverfahren erforderlich, was die Ausbeute an dem gewünschten Produkt beträchtlich
vermindert.
Das erfindungsgemäße DA-Pepsidin weist demgegenüber den Vorteil auf, daß kein N-endständiger
Substituent vorhanden ist und daß es andererseits mit
25 17-
30
den vorgenannten f^Aeylpentapfsptiden die Grundstruktur
gemeinsam hat
Stellt mW also querst ßach dem erfwdungsgemWen
Verfahren DA-Pepsidin wnter Verwendung eines Gemisches aus verschiedenen N-Acylpentapeptiden 5 11,
durch Züchtung eines entsprechenden Stammes von IZ Streptomyces her und acyljert dann das erhaltene 13,
DA-Pepsidin mit Hilfe eines entsprechenden Acylierungsmittels, so erhält man auf einfache Weise das
gewünschte, reine N-Acylpentapeptid,
Ferner ist DA-Pepsidin ein wertvolles Zwischenprodukt zur Herstellung von bisher nicht bekannten
N-Acylpentapeptiden.
Im erfindungsgemäßen Verfahren wird der Bacillusstamm
EF 49-210 (nov. sp.) verwendet, der aus Bodenproben in Kawaguchiko machi, Yamanashi, Japan,
isoliert wurde. Dieser Stamm weist folgende mikrobiologische
Eigenschaften auf:
!.Mikroskopische Beobachtungen
(Bouillon-Agar-Nährmedium)
1. Morphologie: Stäbchen mit abgerundeten Enden,
die einzeln oder paarweise und selten in einer Dreierkombination auftreten
2. Größe:0,4bis 0,7 mal 1,0 bis 4,0 μ
3. Beweglichkeit: Beweglich
4. FlagelfcuPeritricli
5. Sporen: Werden gebildet
6. Gramfärbung: Positiv
7. Säurefeste Färbung: Negativ
1. Schräggestelltes Bouillon-Agar-Medium (eintägige
Züchtung bei 300C): Flaches, ausgebreitetes Wachstum, milchig gelblich bis leicht gelblich und
schwach glänzend. Keine Farbänderung im Nährmedium.
2. Flachgestelltes Bouillon-Agar-Medium (ein- bis siebentätige Züchtung bei 30° C): Flaches, ausgebreitetes
Wachstum, dendroid, milchig gelblich; leicht gelbliche, glatte Kolonien, schwach glänzend
und durchscheinend bis opak; kein lösliches Pigment
3. Nährbrühe (zwei Tage bei 300Q: Häutchenbildung
auf der Oberfläche; schwache und gleichmäßige Trübung.
4. Gelatine-Medium (drei Tage bei 20,27 bzw. 30s C):
Schwaches Wachstum, aber Verflüssigung der Gelatine; bei Stichkultur nicht klar,
5. Lackmusmilch (sechs Tage bei 30"C): Ziemlich sauer und nach sethstagiger Züchtung schwach
verflüssigt; keine Koagulation.
6. Kartorfel (zwei Tage bei 30"C): Feuchtes Wachstum
und geringe Ausbreitung; Kartoffel dunkel verfärbt
1. Nitrat-Reduktion: Negativ
2. Denitrogen-Reaktion: Negativ
3. Methylrot-Test: Positiv
4. Voges-Proskauer-Reaktion: Positiv
5. Bildung von Indol: Negativ
6. Bildung von Schwefelwasserstoff: Negativ
7. Stärkehydrolyse: Negativ
8. Verwertung von Citronensäure:
Positiv in Kosar-Medium
Negativ in Symmons-Medium
Positiv in Kosar-Medium
Negativ in Symmons-Medium
Verwertung von anorganischem Stickstoff:
Schwach positiv mit Kaliumnitrat
Schwach positiv mit Ammoniunwulf at
PigmentbiJdung: Negativ
Urease: Negativ
Oxidase; Positiv
Katalase: Positiv
Wachstumsbereich:
Schwach positiv mit Kaliumnitrat
Schwach positiv mit Ammoniunwulf at
PigmentbiJdung: Negativ
Urease: Negativ
Oxidase; Positiv
Katalase: Positiv
Wachstumsbereich:
a) pH-Wert (zweitätige Züchtung unter Schütteln bei 300C in Nährbrühe); Wachstum im
sterilisierten Medium bei pH-Wert 5 bis 9,8.
b) Temperatur (bei zweitägiger Züchtung unter Schütteln in Nährbrühe): Wachstum bei 20 bis
45°C
c) Salzkonzentration (bei zweitägiger Züchtung unter Schütteln in Nährbrühe): Wachstum
innerhalb eines Tages bei einer Konzentration von 0,5 bis 7,0 Prozent NaCL Wachstum
innerhalb von zwei Tagen öei einer Konzentration von 10 Prozent NaCL
Sauerstoffbedarf: Fakultativ anaerob
O-F-Test nach dem Hugh-Leifsr^-Verfahren: Säure wird sowohl aerob als auch an? »rob gebildet; keine Gasbildung.
O-F-Test nach dem Hugh-Leifsr^-Verfahren: Säure wird sowohl aerob als auch an? »rob gebildet; keine Gasbildung.
Fermentationstest und Säurebildung mit Kohlenhydraten wie folgt:
Nr.
Säurebildung
aerob anaerob
aerob anaerob
| 1 | Arabinose | — | - ± |
| 2 | Xylose | ± | ± |
| 3 | Glucose | + | " + |
| 4 | Mannose | + | + |
| 5 | Fructose | + | + |
| 6 | Galactose | ± | ± |
| 7 | Maltose | — | ± |
| 8 | Saccharose | + | + |
| 9 | Lactose | — | ± |
| 10 | Trehalose | + | + |
| 11 | Sorbit | - | ± |
| 12 | Mannit | — | ± |
| 13 | Inosit | + | + |
| 14 | Glycerin | + | ± |
| IS | Stärke | — | ± |
| Bei keinem der Kohlenhydrate tritt Gasbildung auf. | |||
| Säurebildung (+), | |||
| leichte Säurebildung (± \ | |||
| keine Säurebildung (—l | |||
35
40
45
50 Beim Vergleich der vorgenannten Eigenschaften des Baktßniims mit den in Berge's Manual of Determinative
Bacteriology, 7. Auflage, ergibt sieh, daß dieses als eine
Art von Bacillus puoiilus zu betrachten ist Es wird als
Bacillus pumilus Kawaguchi bezeichnet Dieser Bakterienstamm
EF 49-210 (ATCC 31 132) wurde bei der Agency of Industrial Science and Technology, Fermentation
Research Irjtitute in Japan unter der Hinterlegungsnummer
FERM-P 2677 hinterlegt
Zur Züchtung der erfindungsgemäß verwendeten Mikroorganismen können Nährmedien beliebiger Zusammensetzung
und beliebige Züchtungsbedingungen angewendet werden, vorausgesetzt daß die Mikroorganismen
dabei ein Wachstum aufweisen und die gewünschten Aktivitäten zeigen. Die Medien können
beispielsweise beliebige organische oder anorganische Stickstoffquellen enthalten, wie Pepton, Fleischextrakt,
Maisquellwasser, Sojabohnenhydrolysat, Sojabohnenextrakt, Hefeextrakt, anorganische Ammoniumsalze
und dgl. Als Kohlenstoffquellen können beispielsweise :>
Melassen, Dextrose, Stärke und Hydrolyseprodukte davon verwendet werden. Ferner können anorganische
Salze im Nährmedium enthalten sein. Die Züchtung wird im allgemeinen unter Schütteln oder Belüften bei
Temperaturen von 20 bis 450C 1 bis 7 Tage durchgeführt.
Es wurde festgestellt, daß die entacylierende Wirkung
von Bacillus pumilus sowohl intrazellulär als auch extrazellulär auftritt. Dies bedeutet, daß erfindungsgemäß
die Gärmaische, das Gärfiltrat, die vollständigen Zellen, Trockenzellen und/oder daraus gewonnene
Enzympräparate verwendet werden können.
Es ist nicht immer erforderlich, das erfindungsgemäß eingesetzte Ausgangsmaterial, die Pepsidine A, B und C,
in gereinigter Form einzusetzen. Beispielsweise können Gemische von N-Acylpentapeptide enthaltenden Materialien
verwendet werden, die bei verschiedenen Reinigungsstufen anfallen, beispielsweise kann das
Gärfiltrat des Mikroorganismus, der N-Acylpentapeptide bildet, verwendet werden. Ferner können auch
Produkte verwendet werden, die durch Aussalzen aus diesem Filtrat erhalten werden. Schließlich können auch
Produkte verwendet werden, die durch Extraktion des Gärfiltrates mit einem organischen Lösungsmittel unter
anschließendem Entfernen des Lösungsmittels erhalten werden.
Bei der praktischen Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird bei der Deacylierung der
eingesetzten Pepsidine unter Verwendung von Bacillus pumilus Kawaguchi EF 49-210 vorzugsweise ein
pH-Wert von 4 bis 10 und eine Temperatur von etwa 30
bis 5O0C gewählt Entsprechende Reaktionszeiten
liegen im Bereich von 3 bis 60 Stunden. Durch Zugabe von zweiwertigen Kobaltverbindungen, wie C0CI2,
COSO4 oder dgl. kann die Ausbeute an DA-Pepsidin
gesteigert werden.
Die Abtrennung und Reinigung von DA-Pepsidin aus dem Reaktionsgemisch kann nach einem üblichen
Verfahren durchgeführt werden, beispielsweise durch Lösungsmittelextraktion, Säulenchromatographie, fraktionierende
Kristallisation, Umkristallisation.
Zum Nachweis der Bildung des erfindungsgemäßen DA-Pepsidins kann folgendes dünnschichtchromatographisches
Verfahren angewendet werden:
Die Probe wird auf eine Silicagel-G-Dünnschichtplatte
aufgesetzt Als Laufmittel wird entweder (I) ein Gemisch aus n-Butanol, Essigsäure und Wasser im
Volumenverhältnis von 3:1:1 der (II) ein Gemisch aus n-Butanol, Essigsäure, Wasser und Essigsäurebutylester
im Volumenverhältnis von 4:1 :1 :4 verwendet DA-Pepsidin
wird als Ninhydrin-positiver Fleck, der auch eine positive Rydon-Smith-Reaktion ergibt, nachgewiesen.
Bei Verwendung des Laufmittels (I) beträgt der Rr Wert 0,48.
Eine andere Nachweismöglichkeit besteht im Casein' platten-Verfahren, das wie folgt durchgeführt wird:
Nach Entwicklung und Trocknung wird die vorerwähnte Dünnschichtplatte auf eine flache Platte aus
Casein enthaltendem Agar übertragen. Auf diese Platte wird ein mh einer Pepsinlösung imprägniertes Filterpapier
gelegt Anschließend wird über Nacht bei 300C
umgesetzt, uiTi nicht zersetztes Casein nachzuweisen.
DA-Pepsidin hat die folgenden Eigenschaften:
DA-Pepsidin hat die folgenden Eigenschaften:
II. Löslichkeit: Leichtlöslich in Essigsäure und Methanol; löslich in Äthanol, n-Butanol und
Pyridin; und geringfügig löslich in Aceton und Diäthyläther.
III. Färbungsreaktion: Positive Ninhydrin- und Rydon-Smith-Reaktion.
IV. UV-Absorptionsspektrum: In einer O.lprozentigen
Methanoilösung tritt nur die auf die Peptidbindung zurückzuführende Absorption am
Ende ein, während im Bereich von 250 bis 370 nm keine Absorptionsmaxima auftreten.
VI. Aminosäurezusammensetzung: Nach 72stündiger Hydrolyse mit 6 η HCI bei UO0C wird die Probe
mittels eines Aminosäureanalysators analysiert. Es ergibt sich ein Molverhältnis von Alanin zu
Valin von 1 :2.
Eine Probe wird nach dem Säurechloridverfahren acetyliert und anschließend mit Diazomethan
einer Methylveresterung unterzogen. Die erhaltene Verbindung wird massenspektrographisch
analysiert. Es ergibt sich M+= 657. Somit ist das
Molekulargewicht der Probe identisch mit dem berechneten Wert von 601 für DA-Pepsidin. Das
Maximum dieses Fragments ist auch identisch mit dem für die Strukturformel I von DA-Pepsidin
berechneten Wert Außerdem ist das vorgenannte acetylierte Produkt dünnschichtchromatographisch
identisch mit Pepsidin C. Das veresterte Produkt ist ferner identisch mit dem Methylester
von Pepsidin C.
VIII. Pepsinhemmende Wirkung: Die pepsinhemmende Wirkung von DA-Pepsidin wird nach dem
Verfahren gemäß S. Murao und S. Satoi, Agr. Biol. Chem. Japan, Bd. 34 (8), (1970), S. 1265 bis 1267,
bestimmt Es läßt sich feststellen, daß 0,82 μg DA-Bepsidin eine 50prozentige Hemmung von
100 μg Pepsin ergeben. Der entsprechende Wert für Pepsidin C liegt bei 0,86 μ^
Die Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Beispiel 1
In eine 0,5 Liter fassende Sakaguchi-Flasche werden
0,1 Liter eines flüssigen Nährmediums vom pH-Wert 7 gegeben. Das Nährmedium enthält 1 Prozent Fleischextrakt,
1 Prozent Pepton und 0,5 Prozent NaCl und wird Minuten bei 120° C sterilisiert
Jeweils 20 dieser Flaschen werden mit jeweils 1 ml einer Gärbrühe vom Bacillus pumilus K?^>aguchi
EF 49-210 inokuliert Das Inokulum ist vorher in einem ähnlichen Nährmedium durch 24st0ndige Züchtung bei
300C hergestellt worden. Sodann wird unter Schütteln
Stunden bei 30° C gezüchtet
Nach beendeter Züchtung werden die Zellen aus der Gärmaische durch Zentrifugieren entfernt Der vereinigte
Oberstand wird tropfenweise unter Kühlen mit 4 Liter kaltem Aceton versetzt Der erhaltene Niederschlag
wird in destilliertem Wasser zu 50 ml einer Suspension suspendiert
Getrennt davon werden 10 g eines N-Acylpentapeptid-Gemisches
(Pepsidin C, Pepsidin B und Pepsidin A im Gewichtsverhältnis von 94 :4 :2) in Wasser gelöst
und zur Neutralisation mit 6 η NaOH versetzt Man erhält 500 ml einer wäßrigen Lösung. In diese wäßrige
Lösung werden 10 ml der Suspension des vorgenannten
Acetonniederschlags gegeben. Das Gemisch wird bei einem pH-Wert von 8,5 5 Stunden bei 37°C gerührt.
Die erhaltene Lösung wird dreimal mit jeweils 500 ml n-Butanol extrahiert Die n-Butanolphasen werden
vereinigt und un'er vermindertem Druck zur Trockne eingedampft Man erhält 9,8 g Rückstand.
Anschließend wird der Rückstand in 90 ml eines Lösungsmittelgemisches, das n-Butanol, Essigsäure,
Wassi-' und Essigsäureäthylester im Volumenverhältnis
von 4 :1 :1 :4 enthält gelöst. ι ο
Die erhaltene Lösung wird auf eine mit 500 g Kieselgel beschickte Säule aufgesetzt. Anschließend
wird unter Verwendung des vorgenannten Lösungsmittelgemisches die Säulenchromatographie durchgeführt.
Etwa 0,75 Liter der Hauptfraktion werden unter i'j
vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Man erhält 0,7 g Rückstand. Dieser Rückstand ergibt beim
Kristallisieren aus Äthanol 03 g eines rohen, kristallinen
Produkts. Dieses rohe, kristalline Produkt wird aus Äthanol umkristallisiert Man erhält 0.17 κ DA-Pepsidin
in Form von weißen Nadeln.
Schmelzpunkt: Zersetzung bei 193 bis 199°C. Es läßt
sich kein klarer Schmelzpunkt beobachten.
[a]2° -57 bis -60° (c = 1;Methanol)
C29H55N5O, · H2O
C29H55N5O, · H2O
ber.: C 56,19 H 9,26 N Π .29%
gef.: C 5639 H 8,99 N 11,27%
gef.: C 5639 H 8,99 N 11,27%
In einen 30 Liter fassenden Fermenter werden 15 Liter eines flüssigen Nährmediums vom pH-Wert 7
gegeben. Das Nährmedium enthält 1 Prozent Fleischextrakt, 1 Prozent Pepton und 03 Prozent NaCl und wird
10 Minuten bei 120" C sterilisiert
Getrennt davon wird der Stamm EF 49-210 24 Stunden bei 30° C unter Schütteln in einem ähnlichen
In den Fermenter werden 0,2 Liter des vorstehend erhaltenen Anzuchtmediums von EF49-210 überimpft
Die Züchtung wird sodann unter folgenden Bedingungen durchgeführt:
20
25
30
35
| Zeit: | 24 Stunden |
| Temperatur: | 30° C |
| Belüftung: | 15 Liter/min |
| Rühren: | 350 U/min |
Nach beendeter Züchtung werden die Mikroorganismen durch Zentrifugieren von der Gärmaische abgetrennt.
12 Liter des Überstands werden mit Ammoniumsulfat bis zu einem Sättigungsgrad von 0,8 versetzt. Das
Gemisch wird sodann 3 Tage in den Kühlschrank gestellt. Der erhaltene Niederschlag wird in destilliertem
Wasser suspendiert. Man erhält 750 ml Suspension.
Ein Gemisch aus 100 ml dieser Suspension, 400 ml einer neutralisierten, wäßrigen Lösung mit 8 g Pepsidin
C, 292 ml Vi5 m -Phosphatpuffer vom pH-Wert 5,5
und 8 ml einer 5 χ 10-2m CoCl2-Lösung wird 40
Stunden bei 37°C inkubiert. Das Reaktionsgemisch wird dreimal mit je 800 ml n-Butanol extrahiert. Die
vereinigten Extrakte werden zur Trockne eingedampft. Der Rückstand wird in einem möglichst geringen
Volumen eines Lösungsmittelgemisches aus n-Butanol, Essigsäure, Wasser und Essigsäure-n-butylester im
Volumenverhältnis 4:1:1:4 gelöst Dieses Gemisch wird der Säulenchromatographie an Kieselgel unter
Verwendung dieses Lösungsmittelgemisches als EIutionsmittel unterworfen.
2 Liter der Hauptfraktion werden vereinigt und zur Trockne eingedampft Man erhält 6 g weißes Pulver.
Dieses Pulver wird zweimal aus Äthanol kristallisiert. Man erhält 2 g DA-Pepsidin in Form von weißen
Nadeln.
230267/139
Claims (4)
- Patentansprüche;1, Als Desacyl-pepsidin bezeichnetes Pentapeptjd der Formel sVal-Val-AHMHA-Ala-AHMHAin der VaI L-Valyl und AIa L-Alanyl bedeuten und AHMHÄ sich von SS^-^Ainino-a-hydroxy-e-me- to thyl-heptansäure ableitet
- 2. Verfahren zur Herstellung von Desacyl-pepsidin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man Mikroorganismen des Stammes Bacillus pumilus Kawaguchi EF 49-210 (ATCC 31132) züchtet, das Gärmaischenfiltrat, vollständige Zellen, TrokkenzeUen oder daraus gewonnene Enzyinpräparate mit Pepsidin C, PepsidinB oder PepsidroA als Reinsubstanzen oder als Rohprodukte oder mit deren Gemischen bei einemapH-Wert von 4 bis 10 und einer Temperatur von etwa 30 bis 5(?OC 3 bis 60 Stunden umsetzt und Desacyl-pepsidin isoliert
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Entacyfierung unter Zugabe von CoCl2 oder CoSO* durchführt
- 4. Arzneimittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Desacyl-pepsidin nach Anspruch 1.Die Erfindung betrifft Desacyl-pepsidin (im folgenden 20 Herstellung und ein Arzneimittel, als DA-Pepsidin bezeichnet), ein Verfahren zu seiner Unter DA-Pepsidin ist das PentapeptidVal-Val-AHMHA-Ala-AHMHAzu verstehen, wobei VaI L-VaIyI und AIa L-Alanyl 25 droxy-6-methyl-heptansäure ableitet DA-Pepsidin gebedeuten und AHMHA sich von 3S,4S-4-Amino-3-hy- maß der Erfindung entspricht der Formel:H3C
H3C CH3 H3C CH3 \ / \ / CM CH CH2 OH H2N-CH-CO-MH-CH-CO-NH-CH-Ch-CH2-CO-NH-
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