DE254172C - - Google Patents

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DE254172C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41JTYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
    • B41J19/00Character- or line-spacing mechanisms
    • B41J19/18Character-spacing or back-spacing mechanisms; Carriage return or release devices therefor
    • B41J19/60Auxiliary feed or adjustment devices
    • B41J19/64Auxiliary feed or adjustment devices for justifying

Landscapes

  • Sheet Holders (AREA)

Description

Sitten «
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15#. GRUPPE
LEOPOLD BACH in HAMBURG.
Typenzylinder-Schreibmaschine für ausgeschlossene Zeilen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 21. Oktober 1908 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine für besondere Zwecke bestimmte Typenzylinder-Schreibmaschine, welche die Urschrift für den Zeitungs-, Buch- und Notendruck mit annähernd ausgeschlossenen Zeilen herzustellen hat, damit diese Urschrift vorzugsweise zum Flachdruck irgendwelcher Art Verwendung findet. Die Erfindung löst die Aufgabe, annähernd ausgeschlossene Zeilen zu schreiben,
ίο im Gegensatz zu den bisher für diesen Zweck benutzten Mitteln, dadurch, daß die Größe der Schaltbewegung in Richtung der Zeile von der jeweiligen Wahl der Spatientaste aus einer Gruppe solcher Tasten abhängig gemacht ist, und daß dabei alle Spatientasten durch ein gemeinsames Klemmschaltwerk auf den Papierschlitten wirken, wobei sich die Tiefe des Niederdrückens der Taste verschieden bemessen läßt, damit der Schaltweg noch feiner verändert werden kann. Die Auswahl aus den Spatientasten wird dadurch erleichtert, daß der Anzahl der Spatientasten eine nach der Buchstabenbreite gewählte Gruppeneinteilung der Buchstaben auf dem Buchstabenfelde entspricht, und daß dabei die Buchstabengruppen eine den Spatientasten entsprechende Auszeichnung haben.
Auf der Zeichnung ist die neue Typenzylinder-Schreibmaschine in einer beispielsweisen Ausführungsform veranschaulicht. Es zeigen :
Fig. ι und 2 Vorder- und Seitenansicht der Maschine,
Fig. 3 und 4 Darstellungen von Einzelheiten.
Das Einstellen der Typen des Typenzylinders ι zum Schreiben geschieht durch Achsialverschiebung und Drehung mittels des Knopfes 2, der an einer Brücke 3 befestigt ist (Fig. 2 und 4). Diese Brücke 3 wirkt mit ihrem unteren Teil durch eine Zahnstange und Mitnehmerführungen auf δη Zahnrad der Typenzylinderachse 4, so daß man durch Verschiebung des Knopfes 2 über dem Buchstabenfelde 15 nach beliebiger Richtung den Typenzylinder ι so einstellen kann, daß durch ihn die jeweilig durch den Knopf 2 aufgesuchte Typenbezeichnung des Buchstabenfeldes abgedruckt wird. Nach erfolgtem Abdruck einer Type mit der einen Hand wird mit der andern Hand eine der Tasten der vier Spatienhebel 5 (Fig. 1, 2, 3) niedergedrückt und dadurch der Papierschlitten 6 um die Breite des Buchstabens und des zugehörigen Zwischenraumes weitergeschoben. Dieses Weiterschieben wird durch Vermittlung eines Winkelhebels 7 mit verstellbar angelenktem Schenkel 71 bewirkt. Der Winkelhebel 7 ist zu diesem Zweck bei 8 drehbar am Gestell gelagert und erfaßt mit seinem nach oben gerichteten Schenkel einen im Ohr 9 des Gestells wagerecht verschiebbaren Bolzen 10, welcher einen Klemmring 11 trägt (Fig. 1 und 3) und ihn derart beeinflußt, daß die auf den Schenkel 71 von einer der Spatientasten übertragene Bewegung auf eine am Papierschlitten 6 befestigte Schaltstange 12 übertragen und so eine Verschiebung des Papierschlittens in der Zeilenrichtung hervorgebracht wird.
Ein weiterer Klemmring 13 (Fig. 1) und eine Schraubenfeder 14 bewirken ein Festhalten des Papierschlittens 6 in der gewünschten Lage.
55
60
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Die auf dem Buchstabenfelde 15 (Fig. 4) befindlichen Typenbezeichnungen werden zweckmäßig durch verschiedene Kennzeichnungen, z. B. Farben, nach der Breite der zugehörigen Typen in so viel Gruppen geschieden, wie „ Spatienhebel vorhanden sind, und die zu diesen Breiten oder Gruppen gehörigen Spatientasten tragen dieselbe Kennzeichnung, wodurch die Wahl der Spatientasten erleichtert wird.
Der erste Spatienhehel 5, in Fig. 3 der Zeichnung rechts, besitzt den größten Arbeitsweg, weil er. beim Anschlag sehr bald auf den Schenkel 71 des Schalthebels 7 trifft, während die folgenden Hebel 5 nur abgestuft kleinere Arbeitswege zurücklegen, also der am weitesten links liegende Spatienhebel den kleinsten Weg, was entsprechende Weggrößen der Schaltstange 12 und somit des Schlittens zur Folge hat. Der Anschlag der Hebel 5 nach unten hin wird durch die Oberkante des Hebels 16 begrenzt, welcher ebenfalls drehbar auf Zapfen 8 sitzt.
Der Schenkel 71 und der Hebel 16 sind verstellbar angeordnet, damit die Lage ihrer die Anschlagkanten bildenden Oberkanten gegenüber den Schalthebeln 5 geändert werden kann. Die Einstellung erfolgt, wie Fig. 3 erkennen läßt, für den Hebel 16 durch eine Federsperre 17 und für den Schenkel 71 durch einen in eine Lochreihe eines Armes des Winkelhebels 7 fassenden Stift. Die in Fig. 3 dargestellte Lage von 16 und 71 ist für die größte Schriftart bzw. Breite der Buchstaben und Zwischenräume bestimmt. Je mehr der Hebel 16 der Wagerechten genähert wird, um so früher kommen die Hebel 5 zum Anschlag, um so kleiner werden die Arbeitswege des Hebels 7. Das Umgekehrte gilt hinsichtlich des Hebels 71.
Mit Hilfe der dargestellten und beschriebenen Maschine wird nun in folgender Weise gearbeitet.
Zunächst schreibt man blind, indem nur die Spatientasten benutzt werden, und stellt hierdurch den Fehlbetrag zwischen dem Ende des letzten Wortes und der verfügbaren Zeilenlänge fest. Dieser Betrag muß nun bei dem nun folgenden richtigen Schreiben auf die ganze Schriftzeilenlänge verteilt werden. Diese Verteilung geschieht beim Schreiben, indem durch entsprechende Benutzung der Spatientasten die Zwischenräume zwischen den Worten oder auch zwischen den einzelnen Buchstaben so gewählt werden, daß die Zeile bis zum Ende bedruckt wird. Der Schreiber hat z. B. beim Blindschreiben einer aus sechs Worten bestehenden Zeile für die fünf Wortzwischenräume die den kleinsten Schaltweg ergebende Spatientaste benutzt und findet nun einen Fehlbetrag, der sich beseitigen läßt, wenn er beim richtigen Schreiben jene Taste nur zweimal und dreimal die den größten Weg ergebende Taste drückt. Es ist ohne weiteres einleuchtend, daß der geübte Schreiber ein sehr genaues Ausschließen erzielen kann, wenn er von der Möglichkeit Gebrauch macht, die Zwischenräume zwischen den einzelnen Buchstaben durch die Auswahl der Spatientasten zu bemessen. Außerdem hat er auch die Möglichkeit, die Schaltweiten durch verschieden tiefes Niederdrücken der Spatientasten zu ändern.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Typenzylinder-Schreibmaschine für ausgeschlossene Zeilen, dadurch gekennzeichnet, daß die Größe der Schaltbewegung in Richtung der Zeile von der jeweiligen Wahl der Spatientaste aus einer Gruppe solcher Tasten und von dem Maße des Niederdrückens der ausgewählten Spatientaste abhängig gemacht ist, und daß dabei alle Spatientasten durch ein gemeinsames Klemmschaltwerk auf den Papierschlitten wirken.
2. Schreibmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Spatientasten (5) einer durch die Buchstabenbreite gegebenen Gruppeneinteilung der Buchstaben auf dem Buchstabenfeld (15) entspricht, und daß dabei die Buchstabengruppen eine den Spatientasten entsprechende Auszeichnung haben.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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