DE254101C - Gerbverfahren - Google Patents

Gerbverfahren

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DE254101C
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alcohol
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DE1911254101D
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Chemisch-Technologische Studiengesellschaft Hersfeld GmbH
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/08Chemical tanning by organic agents
    • C14C3/10Vegetable tanning

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 254101 KLASSE 28«. GRUPPE
Gerbverfahren.
Zusatz zum Patent 253171 vom 22. März 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. März 1911 ab. Längste Dauer: 21. März 1925.
Nach dem Verfahren des Hauptpatents soll der Alkohol, der am Schlüsse der Vorbehandlung in der Haut verbleibt, durch einfaches Trocknen bei einer Temperatur, die 40 ° C.
nicht übersteigt, entfernt werden. Bei der Wiedergewinnung des Alkohols durch Verdampfung bei Atmosphärendruck zeigte sich, daß das Leder durch die Hitze litt. Bei der Verdampfung im Vakuum fiel nicht nur dieser Nachteil weg, sondern es. ergab sich auch überraschenderweise, daß die destillierte Haut ein bedeutend geschmeidigeres und poröseres Material darstellte als die einfach an der Luft getrocknete. Die Sicherheit der gleichmäßigen Durchgerbung wurde dadurch erhöht. Dies, findet seine Erklärung durch einen mit der Vakuumdestillation weiter auftretenden überraschenden Vorgang, daß nämlich aus der Haut mehr Wasser entfernt wurde, als man nach der vollendeten Durchmischung mit Alkohol in ihr noch erwarten durfte.
Man war immer von der Voraussetzung ausgegangen, daß man in der Blöße ein Hautgewebe vor sich habe, welches mit Wasser durchtränkt sei, und daß man in der Lage sei, dieses gesamte in der Haut befindliche Wasser durch die Durchmischung mit Alkohol zu entfernen und durch Alkohol zu ersetzen. Wenn z. B. nach der letzten Durchmischung der Alkohol 92 Gewichtsprozent hatte, so durfte bei der stufenweisen Steigerung des Alkoholgehalts erwartet werden, daß in der Haut durchweg ein Alkohol von 92 Prozent enthalten sei. Bei der Destillation im Vakuum fand man nun die eigentümliche Tatsache, daß die zuerst übergehende Flüssigkeit allerdings 92prozentig war, daß aber dann der Prozentsatz an Alkohol allmählich, gegen Ende der Destillation immer rascher bis auf 60 bis 70 Gewichtsprozent sank. Das Destillat enthielt also bedeutend mehr Wasser, als ps hätte enthalten dürfen, wenn die gesamte Flüssigkeit aus Alkohol von 92 Prozent bestanden hätte.
Die in der üblichen Weise durch Kälken oder Schwitzen vorbereiteten Häute werden, besonders wenn es sich um die Gerbung von Cfoupons (rechteckigen Ausschnitten aus dem Kern der Haut) handelt, auf Rahmen gespannt und so in die alkoholische Flüssigkeit eingelegt, die 40 bis 50 Prozent Alkohol enthält, und nach 24 bis 48 Stunden wieder herausgeholt. Sie kommen dann für dieselbe Zeit der Reihe nach in Alkoholwassergemische von 60, 70, 80, 90 und 96 Prozent Alkohol, / wobei meistens bei dem 96 prozentigen Alkohol nur noch eine geringfügige Steigerung des Wassergehalts beobachtet wird. Die mit Alkohol gefüllten Häute kommen dann in einen Vakuumapparat, und hier wird nun der Alkohol bei einem Druck von 120 mm an ab-
(S. Auflage, ausgegeben am 2. Oktober IQ14J
wärts bis zu etwa 50 mm gegen Ende der Destillation abdestilliert. Das allmähliche Heruntergehen des Luftdrucks hat den Zweck, die Siedetemperatur des Alkohols immer auf ungefähr gleicher Höhe zu halten, weil gegen Ende der Destillation der übergehende Alkohol bedeutend wasserhaltiger ist als im Anfang. Die Siedetemperatur schwankt bei Einhaltung dieser Versuchsbedingungen zwischen 32 und 40 bis 450. Die Gewichtsverhältnisse zwischen Alkohol und Hautsubstanz in der präparierten Haut sind gewöhnlich wie 1 zu 2. 100 Teile Blöße enthalten durchschnittlich 50 bis 55 Teile Alkohol.
Außerdem werden durch die Destillation noch etwa 10 Teile Wasser entfernt, die beim Trocknen an der Luft ohne Vakuumdestillation nicht entweichen. Irri allgemeinen ist das Gewicht der trockenen Haut gleich 40 Teilen des wässerigen {Blößengewichts. Von dem in der Haut befindlichen Alkohol pflegen etwa 5 Prozent, verloren zu geben, das übrige wird wiedergewonnen. Die auf die Haut bezüglichen angegebenen Zahlen schwanken natürlich innerhalb gewisser Grenzen, weil bekahntermaßen die Häute verschiedener Tiere auch eine verschieden große Aufnahmefähigkeit besitzen.
Die weitere Gerbung gleicht dann vollständig dem Verfahren des Hauptpatents.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gerbverfahren nach Patent 253171, dadurch gekennzeichnet, daß man die Trocknung der mit der wasserverdrängenden Flüssigkeit getränkten Hautblößen durch Vakuumdestillation vornimmt.
DE1911254101D 1910-03-22 1911-03-26 Gerbverfahren Expired DE254101C (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2002075039A1 (en) * 2001-03-15 2002-09-26 Mcgraw G Wayne Methods and products useful in recovering and recycling tannins

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Publication number Publication date
DE253171C (de) 1912-11-01

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