DE25338C - Schützenwechsel-Einrichtung - Google Patents

Schützenwechsel-Einrichtung

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DE25338C
DE25338C DENDAT25338D DE25338DA DE25338C DE 25338 C DE25338 C DE 25338C DE NDAT25338 D DENDAT25338 D DE NDAT25338D DE 25338D A DE25338D A DE 25338DA DE 25338 C DE25338 C DE 25338C
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DENDAT25338D
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Original Assignee
G. H. HODGSON in Bradford
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 15. Juni 1883 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, durch welche die Bewegung und der Stillstand der Excenter bewirkt wird, welche zum Heben und Senken der Schützenkästen dienen. Der Stillstand der Bewegung dauert bei dieser Einrichtung so lange, bis eine veränderte Stellung des Schützenkastens erforderlich ist.
Ferner ist eine Einrichtung damit verbunden, um die sich bewegenden Theile des Webstuhles in demselben Augenblick zu bremsen, in welchem die denselben treibende Kraft abgestellt wird, wodurch die Gefahr eines Bruches der in unmittelbarer Verbindung mit der Steiglade stehenden Theile vermieden wird. Ein solcher Bruch wird sehr häufig durch das beim gewöhnlich üblichen Bremsen plötzliche Einhalten des Webstuhles herbeigeführt.
Die Einrichtung besteht darin, dafs an jedem Ende des Webstuhles eine Anzahl in Getriebe eingreifender Zahnstangen montirt sind, wobei ein Trieb immer in Eingriff mit den beiden auf den Seiten desselben befindlichen Zahnstangen ist.
Der Mechanismus an dem einen Ende des Stuhles ist hierbei genau derselbe wie an dem anderen Ende desselben. Die Triebe stehen mit einem doppelten Excenter in Verbindung, das mit einem mit der Steiglade verbundenen Hebel gekuppelt ist, während jede Zahnstange einen kleinen Winkelhebel trägt, mit dessen kurzem Hebel eine Fangstange verbunden ist, welche, sobald sie in Berührung mit einer auf- und abgehenden Platte kommt, die Zahnstange auslöst und die Steiglade in der Richtung und auf die Entfernung, welche der arbeitenden Fangstange entspricht, bewegt. Der Webstuhl wird durch die Wirkung einer gewöhnlichen, mit einem Fanghebel versehenen Hemmstange gebremst; wenn der Schützen nicht auf diese Stange einwirkt, so hakt der Fanghebel den Bremshebel ein und prefst infolge dessen die Bremsbacken an die Bremsscheibe; der an der Bremsscheibe angebrachte Mitnehmer, durch welchen der Webstuhl getrieben wird, wird durch die lose Treibrolle in der später ausführlich beschriebenen Weise ausgelöst.
Auf beiliegender Zeichnung ist:
Fig. ι die Endansicht eines Webstuhles,
Fig. 2 ein Schnitt durch die Triebe und Zahnstangen, wobei die vorn liegenden Zahnstangen weggenommen sind,
Fig. 3 eine Ansicht der Zahnstangenwinkelhebel, Abstellhaken und des Excenters von vorn,
Fig. 4 ein Schnitt durch die doppelten Excenter und die Getriebe, die Art und Weise der Zusammenstellung der letzteren darstellend;
Fig. S zeigt die Bremsscheibe sowie den Apparat zum Ingangsetzen und Einhalten des Webstuhles und
Fig. 6 den Bremshebel im Grundrifs.
Die Zahnstangen, Triebe, Excenter sowie die mit denselben in Verbindung stehenden Hebel sind auf passenden Trägern an dem Gestell des Webstuhles montirt. Auf der Achse A ist ein Trieb B aufgekeilt sowie das innere Excenter C, während der andere Trieb JS1 lose auf der Achse A und durch den Arm Z?2 und Zapfen mit dem äufseren Excenter C verbunden ist, wie Fig. 4 im Schnitt zeigt. Um die äufsere Excenterscheibe C1 ist ein mit einem Arm versehener Ring gelegt, welcher Arm mit dem Hebel D verbunden ist. Der letztere dreht sich um einen am Gestell befindlichen Zapfen, und sein längeres Ende ist
vermittelst der Stange D1 mit der Steiglade E verbunden, während das kürzere Ende ein Gegengewicht trägt, um dem Gewicht der Steiglade entgegenzuwirken.
Auf jeder Seite eines jeden Triebes sind Zahnstangen F und F1 angebracht, so dafs die Stangen F mit dem Trieb B und die Stangen F1 mit dem Trieb B' in Eingriff sind; am oberen Ende einer jeden Zahnstange ist ein kleiner Winkelhebel G drehbar angeordnet, dessen langer Arm mit einem Haken G1 in ein Loch in dem oberen Ende der Zahnstange eingreift.
Der kurze Arm jedes Hebels G ist mit einer verticalen Hakenstange H verbunden. Diese Stangen sind von verschiedener Länge und stehen mit ihrem oberen Ende vor einer auf- und abgehenden Platte J, welche durch den Daumeny1, Fig. i, der Hauptwelle des Stuhles getrieben wird.
In dem am oberen Ende einer jeden Zahnstange befindlichen Loch pafst ein federnder Haken K hinein, durch welchen die Zahnstangen und durch diese auch die Steiglade festgestellt und gehalten wird. Um die Stellung der Steiglade E zu verändern, bewegt sich eine der Stangen H seitwärts, und zwar in derselben Zeit, wo die auf- und abwärtsgehende Platte J bei ihrem Aufsteigen in den Haken einer der Stangen H eingreift und diese Stange hebt, wodurch der obere Haken des Winkelhebels G in das Loch der Zahnstange eingreift und den Haken K herausdrückt, so dafs diese Zahnstange nun gehoben wird und den Trieb, welcher in Eingriff mit ihr ist, dreht; hierdurch wird der Hebel D und mit ihm die Steiglade je nach der Richtung der Drehung des Triebes und Excenters gehoben oder gesenkt.
Die Bewegung der Stangen H geschieht von der Litzmaschine aus, und zwar in der gewöhnlichen Weise, indem die genannte Maschine durch die Stangen X mit den Winkelhebeln Z und Z1 verbunden ist. Der Winkelhebel Z1 sitzt fest auf der Achse M und steht in Verbindung mit den Hakenstangen, welche an die in die Getriebe B eingreifenden Zahnstangen gekuppelt sind; der andere Hebel Z sitzt lose auf der genannten Achse und steht in Verbindung mit den Hakenstangen und Zahnstangen, welche in Eingriff mit dem Trieb B1 sind, welcher lose auf der Welle A sitzt. Wird nur einer dieser Hebel bewegt, so werden die damit in Verbindung stehenden Hakenstangen in entsprechender Richtung bewegt. Dies geschieht durch kurze, an den Winkelhebeln angebrachte Zapfen Z, welche in Berührung mit den genannten Stangen stehen.
Der Webstuhl wird durch die Wirkung einer gewöhnlichen Hemmstange auf folgende Weise gebremst: Auf dieser Stange N ist ein Hebel P befestigt, dessen Ende vermittelst eines Hakens den einen Arm des Bremshebels P1 fassen kann; wenn nun z. B. der Schützen nicht genügend weit in die Steiglade zurückfährt, so wird der auf der Hemmstange N sitzende Daumen R nicht in Bewegung gesetzt, daher auch der Haken des Hebels P, wenn er sich in der Richtung des Pfeiles, Fig. 5 und 6, bewegt, den Bremshebel fafst und das andere Ende desselben gegen den Umfang der Bremsscheibe P% anprefst, so dafs hierdurch der Stuhl zum Stillstand gebracht wird, und zwar ■ ohne dafs die einzelnen Theile hierbei stark in Anspruch genommen werden.
Die treibende Riemscheibe 5 sitzt frei auf der Hauptwelle und treibt den Stuhl vermittelst des Mitnehmers S1, welcher an der genannten Scheibe befestigt ist. Sobald dieser Mitnehmer frei ist, greift der an der Scheibe befestigte Zapfen T in einen viereckigen Einschnitt genannten Mitnehmers, durch welchen der Stuhl getrieben wird; wird dagegen gebremst, so kommt der Mitnehmer S' in Berührung mit dem gekrümmten Ende eines Schiebers U, welcher den viereckigen Einschnitt von dem Zapfen T drückt und hierdurch die Einwirkung der treibenden Kraft auf den Webstuhl aufhebt, während gleichzeitig die Bremse zur Wirkung kommt.
Der Webstuhl wird wieder in Gang gesetzt, indem man eine Schieberstange, welche der Länge des Stuhles nach vor demselben angeordnet ist, in Berührung mit der Stange Ybringt; wird letztere so bewegt, dafs das Ende derselben in Berührung mit dem Ende des kurzen Hebels bei Y' kommt, so wird der Mitnehmer S1 frei gemacht und durch eine Feder nach dem Mittelpunkt hin geprefst, so dafs der Zapfen T wiederum in den viereckigen Einschnitt auf Mitnehmer S1 eingreift und der Stuhl hierdurch wiederum in Gang kommt.

Claims (1)

  1. Paten t-An spruch:
    An Webstühlen eine Schützenwechsel - Einrichtung, bestehend 'aus den durch die Winkelhebel G mit den Hakenstangen H verbundenen Zahnstangenpaaren F und Fx, durch welche" die auf den Hebel D wirkenden Excenter C und C1 vermittelst der Triebe B und B1 gedreht werden, in Verbindung mit der durch den Daumen J1 getriebenen, sich auf- und abwärtsbewegenden Platte J und den von der Litzenmaschine aus bewegten Winkelhebeln ZZ', welche die Hakenstangen aus- und einrücken, wie durch die Fig. 1 bis 4 dargestellt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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