DE2529664C2 - Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze, insbesondere Kopfstützenbezug - Google Patents
Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze, insbesondere KopfstützenbezugInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft einen Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze, insbesondere Kopfstützenbezug, wie er entsprechend dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 durch das DE-GM 68 06 523 bekanntgeworden ist.
- Die eine Verschlußleiste des bekannten Kopfstützenbezuges weist ein durchgehendes Patrizenteil auf, das die Form einer rechtwinklig zur hauptsächlichen Verschlußleisten-Ebene abgekröpften Profilleiste mit einem etwa durchgehend rautenförmigen Querschnitt besitzt. Das korrelierende Matrizenteil der anderen Verschlußleiste besteht aus einem durchgehend hinterschnittenen Rinnenprofil, in welchem die patrizenartige Profilleiste schnappverrastend aufgenommen ist. Zum Lösen der Verriegelung muß die patrizenartige Profilleiste unter elastischer Querverformung des rinnenförmigen Matrizenteils entgegen der Spannrichtung des Kopfstützenbezuges aus der hinterschnittenen Rinne herausgezogen werden. Diese Anordnung bedingt von Haus aus, daß der bekannte Verschluß nur eine begrenzte Anspannung des Sitzteilbezuges gestattet und die Gefahr eines zumindest teilweisen Aufklaffens, gegebenenfalls unter Faltenbildung des Bezugsstoffes, dann eintreten kann, wenn der Sitzteilbezug, beispielsweise ein Kunstleder, relativ unnachgiebig ist, andererseits aber sehr straff angespannt werden soll.
- Ausgehend von dem Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze entsprechend dem DE-GM 68 06 523, liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, einen Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze zu schaffen, welcher bei faltenfreier Verbindung der beiden Längskanten der Einführöffnung des Sitzteilbezuges einen einwandfreien stark belastbaren Verschluß der Einführöffnung gewährleistet. Diese Aufgabe ist entsprechend dem Kennzeichenteil des Patentanspruchs 1 gelöst worden.
- Der Vorteil des erfindungsgemäßen Sitzteilbezuges liegt insbesondere darin, daß er große Spannkräfte des Sitzteilbezuges bei sicherem dauerhaften Verschluß ermöglicht. Dadurch, daß die Verschlußleisten sich großflächig in ihrem Befestigungsbereich am Bezug abstützen können, wird eine Faltenbildung zuverlässig verhindert.
- Der erfindungsgemäße Sitzteilbezug weist außerdem den Vorteil auf, daß zur Halterung der Verschlußleisten am Bezug keinerlei zusätzliche Befestigungsmittel erforderlich sind. Vielmehr wird die Aufgabe von den riegelzapfenartigen Schließelementen selbst erfüllt, so daß diese eine Doppelfunktion ausüben, indem sie einmal der Halterung der Verschlußleisten am Bezug dienen und zum anderen einen Kupplungsrastverschluß mit den riegellochartigen Matrizenteilen der anderen Verschlußleiste gestatten.
- Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
- Im übrigen sind Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes in den Zeichnungen wiedergegeben; dabei zeigt
- Fig. 1 eine Seitenansicht einer im wesentlichen schematisch dargestellten Kopfstütze,
- Fig. 2 eine Unteransicht hierzu, beide Figuren im Maßstabe ihrer natürlichen Größe gezeichnet,
- Fig. 3 eine Ausschnittdarstellung im Bereiche der Zugangsöffnung, wobei zwei Verschlußleisten im noch ungekuppelten Zustand übereinander gezeichnet sind,
- Fig. 4 eine der Fig. 3 entsprechende Darstellung, wobei die Verschlußleisten ineinander gekoppelt sind, beide Figuren vergrößert dargestellt,
- Fig. 5 eine Draufsicht auf eine mögliche Ausführungsform einer Verschlußleiste, wobei auf einer Seite der Längsmittelachse lediglich Riegellöcher und auf der anderen Seite lediglich Schließelemente nach Art von Riegelzapfen vorgesehen sind,
- Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Draufsicht, wobei auf jeder Seite der Längsmittelachse Riegellöcher und Schließeelemente (Riegelzapfen) im Wechsel zueinander angeordnet sind, beide Figuren im Maßstabe der natürlichen Größe wiedergegeben, und
- Fig. 7 eine weitere Ausführungsform einer vergrößert wiedergegebenen einstückigen leistenförmigen Verschlußanordnung in Verbindung mit den Werkstofflappen eines Bezugs, wobei eine Seite im entkuppelten und die andere Seite im gekuppelten Zustand gezeichnet ist.
- Bei den Fig. 1 und 2 ist jeweils mit 10 eine mit einem Sitzteilbezug 11 umhüllte Kopfstütze bezeichnet, die über Haltestangen 12 z. B. mit der Rückenlehne eines Kraftfahrzeugsitzes verbindbar ist. Der Bezug 11 der Kopfstütze ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel folienhaft gestaltet und weist an einer Stelle eine Zugangsöffnung auf, die im Bereiche von Werkstofflappen 13 des Bezuges 11 bildbar ist, indem diese um die Biegelinien 14 aus der Zeichnungsebene herausklappbar sind. Außerdem sind seitlich Schlitze 15 gebildet, durch welche hindurch die Haltestangen 12 greifen können. Die Kopfstütze 10 ist gegenüber den Haltestangen 12 sowohl höhen- als auch neigeverstellbar angeordnet. Die Fig. 1 und 2 zeigen eine Kopfstütze im fertiggestellten Zustand, d. h. der Bezug 11 ist um einen inneren Polsterkörper herumgezogen und im Bereiche der Einführöffnung durch Verschlußanordnungen 16 verschlossen. Diese Verschlußanordnungen 16 stellen endliche leistenförmige Bauelemente dar, welche die Einführöffnung in Querrichtung übergreifen und sich ununterbrochen über deren gesamte Länge hinwegerstrecken. Die Verschlußanordnungen 16 sind aus in sich elastischen Kunststoffspritzlingen gebildet. Sie sind in der Lage, die beiden Werkstofflappen 13 des Bezuges 11 so sicher zusammenzuhalten, daß eine mechanisch feste und zugbeulenfreie Verbindung entsteht. Der konstruktive Aufbau der Verschlußanordnungen 16 wird im einzelnen wie folgt erläutert.
- Gemäß den Ausführungsbeispielen nach Fig. 1-6 werden zur Herstellung eines Verschlusses im Bereiche der Einführöffnung eines Bezugs 11 zwei Verschlußteile, nämlich eine untere Verschlußleiste 16 a und eine obere Verschlußleiste 16 b benutzt. Die Verschlußleisten 16 a, 16 b sind untereinander gleichgestaltet derart, daß in der Zeichnungsebene auf einer Seite der Längsmittelachse "M" gemäß der Fig. 5 lediglich Schließelemente in Gestalt von Riegelzapfen 17 vorgesehen sind, während auf der anderen Seite der Längsmittelachse "M" nach Art von Matrizenteilen lediglich Riegellöcher 18 vorgesehen sind. Die Verschlußleisten 16 a, 16 b weisen jeweils auf ihrer dem Werkstofflappen 13 zugewandten Seite eine im wesentlichen ebene Anlagefläche 19 auf, während die dieser Anlagefläche abgewandte Außenfläche 20 im wesentlichen gewölbt ist. Dadurch entsteht ein Bauelement, welches, von der Mittelebene aus betrachtet, zu den seitlichen Längskanten 21 hin im Querschnitt abnimmt. Die Schließelemente 17 sind gegenüber der Anlagefläche 19 vorstehend angeordnet und besitzen im vorliegenden Ausführungsbeispiel einen runden Querschnitt. Im Bereiche eines Schaftabschnitts 17 a durchgreift jedes Schließelement 17 je eine Halteausnehmung 22 innerhalb des Werkstofflappens 13, und zwar derart, daß die Laibung der Halteausnehmung 22 sich fest an den Umfang des Schaftabschnitts 17 a anschmiegt. Im Anschluß an den Schaftabschnitt 17 a ist ein kugeliger, hinterschnittener Verschlußkopf 17 b vorgesehen, welcher als Patrizenteil mit einem ihm zugeordneten Matrizenteil, nämlich einem Riegelloch 18, zusammenwirkt. Endseitig weist der Verschlußkopf 17 b eine Abflachung 23 auf, die geneigt zu einer durch die Mitte des Schließelements 17 gelegene Längsmittelachse verläuft.
- Die Seitenkanten 21 der Verschlußleisten 16 a, 16 b sind gegenüber der Anlagefläche 19 krallenstegartig vorgezogen, so daß sie sich in Verschlußstellung - Fig. 4 - leicht in den Bezug 11 im Bereiche der Werkstofflappen 13 eindrücken und hier ausgleichend wirken.
- Die Riegellöcher 18 sind im Ausführungsbeispiel im wesentlichen als Stufenbohrungen ausgebildet, wobei im Übergangsbereich der Bohrungsabschnitte 18 a und 18 b eine einwärts gerichtete, im Querschnitt verjüngte Ringlippe 24 vorgesehen ist. Die Tiefe des Bohrungsabschnitts 18 a ist so bemessen, daß sie mindestens der Höhe des Verschlußkopfs 17 b entspricht.
- Die beiden Verschlußleisten 16 a und 16 b, werden an den Werkstofflappen 13 in der in Fig. 3 und 4 wiedergegebenen Anordnung angebracht, so daß jeweils korrespondierend zu Schließelementen 17 Riegellöcher 18 vorgesehen sind. Durch axiales Einfügen der Schließelemente 17 in die Riegellöcher 18 kommt ein Verschluß gemäß Fig. 4 zustande.
- Eine Verschlußleiste - z. B. 16 a - gemäß der Draufsicht nach Fig. 6 ist so aufgebaut, daß beiderseits der Mittellängsache "M" in Reihen Riegellöcher 18 mit Schließelementen 17 abwechseln, und zwar derart, daß eine Anordnung der Schließelemente 17 und der Riegellöcher 18 auf Lücke entsteht. Bei den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 5 und 6 sind für eine Verschlußbildung untereinander gleichgestaltete Verschlußleisten möglich.
- Und schließlich ist in der Fig. 7 eine Verschlußanordnung 116 wiedergegeben, bei welcher eine untere Verschlußleiste 116 a und eine obere Verschlußleiste 116 b einstückig stoffschlüssig durch einen Verbindungssteg 25 miteinander verbunden sind. Hierbei sind an der unteren Verschlußleiste 116 a Schließelemente in Gestalt von Riegelzapfen 17 beiderseits in Reihen parallel zum mittig angeordneten Verbindungssteg 25 vorgesehen. Am Verbindungssteg 25 ist die obere Verschlußleiste 116 b über eine Art Filmscharnieranordnung 26 einstückig stoffschlüssig angesetzt, so daß beiderseits des Verbindungssteges Werkstoffabschnitte 27 gebildet werden, in denen Riegellöcher 18 vorgesehen sind, die im Aufbau genauso gestaltet sind, wie die Riegellöcher 18 gemäß den vorher beschriebenen Ausführungsformen. Bei dieser einstückigen Ausführung einer Verschlußanordnung 116 ist es möglich, die Oberteilabschnitte 27 um die Filmscharnieranordnung 26 herum in Pfeilrichtung "A" derart wegzuklappen, daß eine Montage der unteren Verschlußleiste 116 a an den Werkstofflappen 13 möglich ist. Nach Anbringung der Riegelzapfen 17 in die Halteausnehmungen 22 der Werkstofflappen 13 können die Teile 27 wieder beigeklappt werden und mit den Schließelementen 17 in Verschlußkupplung treten, so daß eine Verbindung gemäß Fig. 7 - rechte Hälfte - entsteht.
- Es wird darauf hingewiesen, daß die Filmscharnieranordnung 26 auch an einer anderen Stelle vorgesehen werden könnte. Wichtig hierbei ist lediglich die Tatsache, daß klappbewegliche Abschnitte 27 entstehen, die über das Filmscharnier einstückig stoffschlüssig mit dem Unterteil in Verbindung stehen.
- Und schließlich kann man die Verschlußanordnung zumindest an ihrer Oberfläche an Struktur und Farbe der Oberfläche des Bezugs 11 anpassen, um optisch einen einheitlichen Eindruck zu bekommen. Für den Fall, daß die Oberfläche des Bezugs 11 z. B. einen velourartigen Charakter aufweist, könnte die Oberfläche der Verschlußanordnungen beflockt sein.
Claims (6)
1. Sitzteilbezug für Kraftfahrzeugsitze, insbesondere Kopfstützenbezug, dessen die Form eines Längsschlitzes aufweisende Einführöffnung zwei sich in Längsrichtung der Einführöffnung etwa über deren gesamte Länge erstreckende, aus elastischem Kunststoff bestehende Verschlußleisten zugeordnet sind, die über an ihnen vorgesehene Matrizenteile bildende Einschnappausnehmungen, denen als an ihnen angeordnete hinterschnittene Patrizenteile ausgebildete Schließelemente zugeordnet sind, miteinander zusammenwirken, dadurch gekennzeichnet, daß die sich an die Patrizenteile (17 b) anschließenden Schaftabschnitte (17 a) der Schließelemente (17) seitlich der Einführöffnung in dem Sitzteilbezug (11) liegende Halteausnehmungen (22) durchgreifen, deren Abmessungen den Abmessungen der Schaftabschnitte (17 a) entsprechen und an den etwa mittig zu der Einführöffnung liegenden Verschlußleisten (16 a, 16 b) beidseitig der Einführöffnung Matrizenteile (18) bzw. Patrizenteile (17 b) angeordnet sind.
2. Sitzteilbezug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaftabschnitte (17 a) der Schließelemente (17) einen runden Querschnitt aufweisen und die Patrizenteile (17 b) als Kugeln ausgebildet sind.
3. Sitzteilbezug nach Anspruch 1 oder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schließelemente (17) eine in Längsrichtung (M) der Verschlußleiste (16 a, 16 b) liegende Rechteckform aufweisen.
4. Sitzteilbezug nach Anspruch 1 oder einem der folgenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Verschlußleisten (16 a, 16 b) an ihren beiden Längsseiten abgerundet sind und die Patrizenteile (17 b) an ihren freien Enden mit einer ebenen, geneigt zur Längsachse des Patrizenteils verlaufenden, etwa dem Konturenverlauf der Außenfläche des Schließelements (17) entsprechenden Abflachung (23) versehen sind.
5. Sitzteilbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die seitlichen Längskanten (21) der Verschlußleisten (16 a, 16 b) krallenartig in Richtung der Anlagefläche (19) der Verschlußleisten (16 a, 16 b) an dem Sitzteilbezug (11) vorgezogen sind.
6. Sitzteilbezug nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Verschlußleisten (16 a, 16 b) durch einen einstückig mit ihnen ausgebildeten Mittelsteg (25) miteinander verbunden sind, die Patrizenteile (17 b) der einen Verschlußleiste (116 a) zugeordnet sind und die die Matrizenteile (17 b) tragenden Außenabschnitte (27) der anderen Verschlußleiste (116) mit dem Mittelsteg (25) über je ein Filmscharnier (26) verbunden sind.
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