DE25104C - Zwillings-Nadel zur Herstellung von doppelseitigem Sammt - Google Patents
Zwillings-Nadel zur Herstellung von doppelseitigem SammtInfo
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- DE25104C DE25104C DENDAT25104D DE25104DA DE25104C DE 25104 C DE25104 C DE 25104C DE NDAT25104 D DENDAT25104 D DE NDAT25104D DE 25104D A DE25104D A DE 25104DA DE 25104 C DE25104 C DE 25104C
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D39/00—Pile-fabric looms
- D03D39/24—Devices for cutting the pile on the loom
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 86: Weberei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. Juni 1883 ab.
Die Fabrikation des Sammtbandes geschieht entweder in einem Stück auf dem Basselisse-Stuhl
oder in mehreren Stücken auf dem Züricher oder Mühlstuhl, die mit einem besonderen
Mechanismus versehen sind, der die Scheernadeln in Bewegung setzt.
Bei dieser Fabrikationsweise werden bekanntlich die Sammthärchen durch die Kettenfäden
hergestellt, welche Schleifen bilden, indem eine Nadel unter ihnen durchgestofsen wird, welche,
sobald sie herausgezogen wird, diese Schleifen an ihrem oberen Theil vermittelst ihrer haarscharfen
Schneide durchschneidet. Diese Schneide befindet sich auf der entgegengesetzten Seite
derjenigen, welche in die geöffnete Kette eingeführt wird.
Es handelt sich nun darum, auf diesen Stühlen doppelseitiges Sammtband zu weben, d. h. ohne
Rückseite, so dafs der Sammt z. B. auf jeder Seite von einer anderen Farbe sein kann.
Bei dem Versuche, auf dem Handstuhl für ein Stück eine gewöhnliche Glattschneidenadel
für die obere Seite und eine andere für die untere Seite des Sammts durchgehen zu lassen,
. kann der Stoff leicht beschädigt werden, indem diese Nadeln sich krummbiegen.
Im Gegensatz zu der Fabrikation des gewöhnlichen Sammts mit einer Oberfläche wird bei
der doppelten Trittfolge für doppelseitigen Sammt die Mitte der Kettenöffnung notwendigerweise
durch die Grundkette eingenommen, wobei es vorkommt, dafs die Nadel auf dieser steifen Kette ruht, welche gewissermafsen als
Stützpunkt für ihr Umbiegen dient; dieses Umbiegen wird durch die Haarkette hervorgerufen,
sobald sie sich schliefst.
Zu diesem Hindernifs kommt noch der Uebelstand,
dafs für die Fabrikation die doppelte Zeit angewendet wird; eine jede der beiden
Nadeln, oben und unten, erfordert einen Schlag des Stuhles für ihre Thätigkeit, anstatt eines
einzigen für die beiden Nadeln, wie bei der neuen Zwillingsnadel.
Dieselbe besteht aus zwei Schneidnadeln a a \
deren beiden Endplättchen b b 1 durch die Stahlfeder
C mit einander verbunden sind.
Diese Nadel, deren Gestalt in Fig. 1 dargestellt ist, wenn dieselbe geöffnet in die Ketten
eingeführt wird, schliefst sich; Fig. 2 zeigt die Nadel, sobald sich die Ketten von selbst schliefsen
und die Action derselben die beiden biegsamen Nadeln gezwungen hat, den Grundstoff zu berühren.
Das Aufschneiden geschieht alsdann wie gewöhnlich, indem man die Nadel herauszieht,
welche vermittelst der Feder C wieder die geöffnete Gestalt, Fig. 1, einnimmt.
Es soll der Uebelstand des Umbiegens der mit der Hand eingezogenen Nadel hierdurch
vermieden werden. Dadurch, dafs die beiden Nadeln in ihrer gemeinschaftlichen Bewegung
mit einander verbunden sind, würde das Umbiegen der einen die ändere von ihrem Wege
abbringen und sie von der Schufslinie entfernen, was unmöglich ist, da einerseits, indem die Kette
der zweiten Nadel sich gleichzeitig mit der der ersten Nadel schliefst, jede Entfernung unmöglich
ist und andererseits das Gewebe selbst die Entfernung hindert. Hieraus resultirt die Sicher-
heit in der Haltung der Nadeln in der geraden Stellung, welche zu einem guten Aufschneiden
erforderlich ist.
Wie in Fig. 3 und 4 dargestellt, wird die Zwillingsnadel auch bei Stühlen für gleichzeitiges
Weben mehrerer Sammtstücke angewendet. Die Feder C ist hierbei an den beiden Platten pp *
vernietet und hat hinter dem federnden Theile eine Verlängerung, welche in dem äufsersten
Ende des Nadelhalters D eingelassen ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Sammtnadel für doppelseitigen Sammt, welche durch federnde Verbindung zweier einfachen Sammtnadeln α α ] an dem einen Ende gebildet ist.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE25104C true DE25104C (de) |
Family
ID=301570
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT25104D Active DE25104C (de) | Zwillings-Nadel zur Herstellung von doppelseitigem Sammt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE25104C (de) |
-
0
- DE DENDAT25104D patent/DE25104C/de active Active
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