DE50837C - Maschine der in der Patentschrift 45650 dargestellten Art zum Einlesen der Lochstempel für die Jacquardkarten-Schlagmaschine - Google Patents
Maschine der in der Patentschrift 45650 dargestellten Art zum Einlesen der Lochstempel für die Jacquardkarten-SchlagmaschineInfo
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- DE50837C DE50837C DENDAT50837D DE50837DA DE50837C DE 50837 C DE50837 C DE 50837C DE NDAT50837 D DENDAT50837 D DE NDAT50837D DE 50837D A DE50837D A DE 50837DA DE 50837 C DE50837 C DE 50837C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C17/00—Card-punching apparatus
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 86: Weberei,
Der Gegenstand vorliegender Erfindung hat den Zweck, schneller und einfacher als bei der
unter No. 45650 patentirten Maschine die zum
Ausschlagen eines Musters in die Jacquardkarten nöthigen Lochstempel einer Jacquardkarten-Schlagmaschine
auszulesen.
Während dieser Zweck ' bei der unter "No. 45650 patentirten Maschine von B. Toone
in Nottingham durch Anziehen der einzelnen Stäbchen mit der Hand erreicht wird, ermöglicht
vorliegende Erfindung durch eine an der Maschine angebrachte Klaviatur das Hin- und
Herbewegen einzelner oder mehrerer Stäbchen auf einmal auf mechanischem Wege.
Im Nachfolgenden wird das Wesen der neuen Einlesemaschine unter Zuhülfenahme von
Zeichnungen veranschaulicht, von denen
Fig. ι Längendurchschnitt des Stäbchenführungsgestelles
mit Klaviatur,
Fig. 2 Seitenansicht desselben,
. Fig. 3 Grundrifs,
. Fig. 3 Grundrifs,
Fig. 4 Ansicht der Zugplatte darstellen.
Beschreibung der einzelnen Theile der Maschine.
H und V zeigen zwei durchlochte Platten,
welche auf einem Untergestell unveränderlich' feststehen. Die viereckigen Löcher der vorderen
Platte H sind der Höhe nach weiter,
die Löcher der, hinteren Platte V dagegen
quadratförmig. Beide Platten dienen den durch ihre Löcher parallel hindurchgehenden Stäbchen
zur Führung.
P, eine gleichfalls quadratförmig durchlochte Platte, welche in verticalen Geleisen geführt ist,1
kann vermittels eines Hebels auf- und abwärts bewegt werden. Mittelst dieser Platte kann
man die in ihren Löchern gehenden Stäbchen alle zusammen mit einem Male auf- und abwärts
bewegen.
Die Platte Z, deren Löcher ebenfalls wie die der Platte H der Höhe nach, weiter sind,
gestattet den Stäbchen vollkommen ' freien Durchgang und ist mittelst eines auf zwei
aufsen angebrachten Fuhrungsstangen wirkenden Hebels horizontal verstellbar.
Von dieser Platte gehen nach vorn und nach hinten in der Richtung der Stäbchen federnde
Gummischnüre, welche, da sie sowohl vorn als auch hinten durch Häkchen an den StäbL
chen befestigt sind, die horizontale Bewegung der Zugplatte Z auf die Stäbchen übertragen,
für den Fall, dafs diese nicht durch die Platte H in der noch später zu beschreibenden
Weise verhindert werden, der Bewegung zu folgen. Können aber die Stäbchen der horizontalen Bewegung der Platte Z nicht
folgen, so werden entweder die vorderen oder die hinteren Gummischnürchen gespannt, je
nachdem die Platte Z rückwärts ,oder vorwärts
gestellt wird.
Die in den Platten geführten vierkantigen
Stäbchen E1 bis E6, Fig. 1, besitzen hinten
zur Begrenzung ihrer Bewegung zwei An^
schlage A1 A%, welche sich vorn bezw. hinten
an die Hinterplatte V anlegen, wie in der
dh E E E d
p
Zeichnung durch *■ E1 E2
Zeichnung durch *■ E1 E2
einerseits und
1
±
EB E5 E6 andererseits veranschaulicht ist.
Am vorderen Ende, dort, wo sie auf den Tasten T der Klaviatur aufliegen, sind die
Stäbchen an der unteren Seite abgeplattet, um sowohl den Stäbchen in den Löchern der
Platte P als auch den Tasten einen bestimmten Spielraum zu gestatten. Von dieser Abplattung
ab in der Richtung nach hinten behalten die Stäbchen auf eine ganz kurze Entfernung,
welche um ein Kleines mehr beträgt als die Stärke der Platte H, ihre natürliche Höhe.
Diese kurze normale Höhe der Stäbchen wird nun durch auf der unteren Seite angebrachte
Vorsprünge K unterbrochen. Diese Vorsprünge sind nur so hoch, dafs sie ein Durchgehen der
Stäbchen durch die Platte H zulassen, und dienen zum Einklinken vor oder hinter der
Platte H, indem sie sich bei entsprechender Stellung der Stäbchen entweder vor oder hinter
die Platte H legen, wie z. B. E3 E- E& (vorn)
und E1 E2 Ei (hinten), Fig. i, zeigen.
Am hintersten Ende der Stäbchen sind die mit den Zugnadeln des' Selecteurs in Verbindung
stehenden Schnüre S1 angebracht.
Die terrassenförmig angeordnete Klaviatur besteht aus einfachen Tasten, welche, wenn
vorn niedergedrückt, die auf dem hinteren Ende der Tasten aufliegenden Stäbchen entsprechend
heben.
Das Arbeiten.
A. Von vorn nach hinten.
A. Von vorn nach hinten.
Bei Beginn der Arbeit liegen alle Stäbchen mit ihrem vorderen abgeplatteten Ende auf
den Tasten T auf, die Vorspränge K liegen vor der Platte H, wie in Fig. ι E3 Ji5 E6
anzeigen.
Die Platte P befindet sich in ihrer unteren Stellung.
Von dem mit Stellriegel ausgestatteten Hebel /, Fig. 2, aus, dessen Riegel über den mit
zwei die beiden Endstellungen fixirenden Einschnitten α b, Fig. 2, versehenen Bogen Z,,
Fig. 2, gleitet, wird durch die Zugstange M, Fig. 2, die Zugplatte Z in die hintere Stellung
(d. h. nach der Platte V zu) gebracht, wie bei Fig. i. Dadurch ziehen sich die vorderen
Gummischnürchen straff, wie in Fig. ι bei JF3 Ei E6, während die hinteren schlaff werden.
Nun ist die Maschine zum Arbeiten (Auslesen) von vorn nach hinten fertig.
Durch Niederdrücken jeder einzelnen Taste T wird das auf derselben aufliegende Stäbchen E
gehoben, mithin auch dessen Vorsprung K. Letzterer findet nun in seinem Loch der
Platte H Platz, hindurchzuschlüpfen, was durch Zug der vorher gespannten Gummischnürchen
^1 auch wirklich geschieht. Die federnde Kraft des Gummischnürchens zieht das Stäbchen
so weit nach der Platte V zu, bis dessen Vorsprung K hinter der Platte H eingeklinkt
ist. Ein weiteres Hindurchgehen wird durch das Zusammentreffen des inneren Anschlages A2
mit der Platte V verhindert.
Die so nach hinten gezogenen Stäbchen sind nun eingelesen, d. h. sie haben die betreffenden
Schnüre S1 S2 S4 lose gemacht und dadurch
den betreffenden, in der Zeichnung fortgelassenen Zugnadelii gestattet, die Lochstempel
in die auf die Schlagmaschine zu übertragende Stempelplatte zu schieben.
B. Das Stellen der Maschine in die ursprüngliche Lage.
Man hebt mittelst des Hebels D die Platte P in ihre obere Stellung, wodurch die Stäbchen
Ji1 bis £"6 so weit gehoben werden, dafs
deren Vorsprünge durch die Platte H frei hindurchgehen können.
Wird nun die Platte Z durch Stellung des Hebels / wieder in ihre vordere Stellung nach
der Platte H zu geschoben, so werden mittelst
der hinteren Gummischnürchen g2 die vorher eingelesenen Stäbchen wieder in ihre ursprüngliche
Lage gezogen, d. h. die Vorsprünge K kommen wieder, wie zuvor, vor die Platte H
zu liegen.
Hierzu ist zu bemerken, dafs die Länge der Gummischnürchen so bemessen ist, dafs sie
die Stäbchen so weit ziehen können, bis die Vorsprünge K wieder vor der Platte H einklinken.
Ein weiteres Nachvorwärtsgehen wird durch das Zusammentreffen des hinteren Anschlages
A1 mit der Platte V verhindert.
Bringt man jetzt die Platte P wieder in ihre frühere untere Stellung und die Platte Z durch
Verstellung des Hebels J bis in den fixirten Einschnitt b des Gleitbogens in ihre hintere
Stellung, so werden die vorderen Gummischnürchen gl abermals gespannt und die Maschine
ist aufs Neue fertig zum Einlesen.
C. Das Rückwärtsarbeiten (von hinten nach
vorn).
vorn).
Es kommt nicht selten der Fall vor, dafs bei gewissen Mustern es von Vortheil ist, auch
von hinten nach vorn wieder auslesen zu können.
Nehmen wir z. B. den Fall an: Es seien, um ein Muster in eine Jacquard karte einlesen
zu können, insgesammt 400 Stäbchen nöthig.
Gesetzt nun den Fall, zum ersten Kartenblatt seien 20 Stäbchen einzulesen, während
die übrigen 380 aufser Thätigkeit bleiben.
Beim zweiten Kärtenblatt wären letztere 380 Stäbchen einzulesen, während die ersteren
20 uneingelesen bleiben sollen.
Man liest nun zum ersten Kartenblatt die benöthigten 20 Stäbchen ein, womit die Maschine
ihre Arbeit zum Schlagen des ersten Kartenblattes vollendet hat.
■ Q
Um nun beim Einlesen der Stäbchen zum zweiten Kartenblatt sich die zeitraubende Arbeit
des Einlesens der gröfseren Anzahl von 380 Stäbchen zu ersparen, läfst man die zum
ersten Kartenblatt eingelesenen 20 Stäbchen unverändert stehen, bringt die Platte P in ihre
obere Stellung, wodurch die Vorsprünge K der Stäbchen ausgeklinkt und infolge dessen mittelst
der noch gespannten vorderen Gummischnürchen g1 alle 380 Stäbchen auf einmal
nach hinten gezogen werden.
Nun sind sämmtliche 400 Stäbchen in ihrer hinteren Stellung, wie in Fig. 1 bei JF1 E2 JF4.
Da nun aber das zweite Kartenblatt nur 380 Stäbchen erfordert, müssen die übrigen
20 nach vorn geschafft werden, in die Stellung , wie Fig. ι bei Ji3 J?5 JF6 zeigt.
Man bringt die Platte P in ihre untere Stellung
und schiebt die Platte Z nach vorn, wodurch die hinteren Gummischnürchen gespannt,
die vorderen schlaff werden, wie in Fig. 2 bei F F
12'
Durch Niederdrücken der Tasten zu den 20 Stäbchen, welche zum zweiten Kartenblatt
nicht eingelesen sein sollen, werden deren Vorsprünge K ausgeklinkt und die Stäbchen
durch die hinteren gespannten Gummischnürchen so weit nach vorn gezogen, bis die Vorsprünge
K vor der Platte H einklinken. Hiermit hat die Maschine auch ihre Arbeit zum
Schlagen des zweiten Kartenblattes vollendet.
Bei dem geschilderten Beispiel ist die Zeitersparnifs beim Einlesen der Stäbchen zum
zweiten Kartenblatt eine ganz wesentliche, denn durch die verstellbare Zugplatte war es möglich,
anstatt 380 Stäbchen einlesen zu müssen, einfach sämmtliche Stäbchen auf einmal in die
hinterste Stellung zu bringen und dann 20 Stäbchen sozusagen wieder auszulesen, d. h. wieder
nach vorn zu bringen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Maschine der in Patentschrift No. 45650 dargestellten Art, sofern an derselben die Anspannung der Zugnadeln nach zwei Richtungen hin mit Hülfe einer verstellbaren Zugplatte (Z) und gleichzeitig die für ein gewisses Muster erforderliche Auswahl der Zugnadeln mittelst einer Klaviatur erfolgt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE50837C true DE50837C (de) |
Family
ID=325652
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT50837D Expired - Lifetime DE50837C (de) | Maschine der in der Patentschrift 45650 dargestellten Art zum Einlesen der Lochstempel für die Jacquardkarten-Schlagmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE50837C (de) |
-
0
- DE DENDAT50837D patent/DE50837C/de not_active Expired - Lifetime
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