DE2508281B2 - Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven, substituierten Hydroxycyclopentanessigsäure- γ -lactons - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven, substituierten Hydroxycyclopentanessigsäure- γ -lactonsInfo
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Description
15
worin R eine Acetyl- und R1 eine Hydroxymethylgruppe darstellen, dadurch gekennzeichnet, daß man a) 1-2-Acetoxybernsteinsäuredichlorid mit ungefähr der fünfachen molaren Menge eines
Ma'ionsäureesiersaizes der allgemeinen Forme!
COO
/
CH
COOR2
[X-L
worin R1 eine niedere Alkylgruppe bedeutet und X
ein einwertiges Magnesiumkation der Gruppe MgBr+ oder MgCl+ oder MgJ+ darstellt, 5 bis 24
Stunden bei -30 bis +30° C zu einem 3,6-Dioxo-4-acetoxyctandicarbonsäureester umsetzt, b) diesen
Ester durch Behandlung mit einer wäßrigen
30
gepufferten Lösung mit einem pH-Wert von ungefähr 5 bis U für die Dauer von OJS bis 2,5
Stunden zu einem 2-Carbo(niederalkyloxy)-3-oxo-5-acetoxy-1-cyclopentenessigsäureester cyclisiert, c)
die erhaltene Cyclopentenverbindung durch katalytische Hydrierung mittels Wasserstoff in Gegenwart
eines Edelmetalls oder Edelmetalloxids als Hydrierkatalysator in einem inerten organischen Lösungsmittel bei einem Druck zwischen Normaldruck und
5 at zum entsprechenden Cyclopentan hydriert, d) dann die Ketogruppe der erhaltenen Cyclopentanverbindung unter Verwendung von Natriumborhydrid in einer wäßrigen gepufferten Lösung bei einem
pH-Wert von 3 bis 9 zur Hydroxygrupp^ hydriert, e)
den erhaltenen 2-Carbo(niederalkyloxy)-3-hydroxy-5-acetoxy-l-cyclopentanessigsäureester durch alkalische Hydrolyse bei einer Temperatur von etwa 0
bis 300C und anschließende Acylierung der Kydrcxygruppe unter Anwendung von Acetylchlorid zu
dem entsprechenden Lacton der vorstehenden Formel I, worin R1 eine Carboxylgruppe und R einen
Acetylrest darstellt, cyclisiert, f) die Carboxylgruppe
des erhaltenen y-Lactons entweder mit einem niederen Chlorameisensäurealkylester in eine gemischte Anhydridgruppe überführt oder durch
Umsetzung mit Thionylchlorid in die Säurechloridgruppe überführt und anschließend das Anhydrid
oder Säurechlorid mit einem Oberschuß an Natriumborhydrid zum entsprechenden 3-Acetoxy-2-hydroxymethyl-S-hydroxycyclopentanessigsäure-y-lacton
reduziert
Die Erfindung betrifft das im Patentanspruch angegebene Verfahren zur Herstellung eines optisch
aktiven.substituiertenHydroxycyclopentanessigsäure-ylactons.
Diese Verbindung wird für die Herstellung von Prostaglandinen verwendet
Obwohl die Prostaglandine in verschiedenen Zellgeweben in natürlicher Weise vorkommen, sind in der
Literatur viele Versuche zu einer Synthese solcher Stoffe beschrieben, weil die Konzentration in den
Geweben sehr niedrig ist
Eine der einfachsten chemischen Totalsynthesen der
Prostaglandine wurde von E. J. Corey und Mitarbeitern im J. Am. Chem. Soc Bd. 91 (1969), S. 5675, beschrieben.
Dieser Weg erforderte die Synthese geeigneter Vorstufen, die Derivate des Lactons von 2-Hydroxy-lcyclopentanessigsäure waren. Der von E. J. Corey und
Mitarbeitern in J. Am, Chem. Soc, Bd. 92 (1970), S. 397,
berichtete Syntheseweg für optisch aktive Prostaglandine als die natürlich vorkommenden Formen erforderte
die Aufspaltung einer als Zwischenprodukt erhaltenen (+J-Cyclopentanhydroxysäure durch (+)-Ephedrinsal·
ze, um das (-)-Isomere zu erhalten. Dieses letztere wurde dann in das Lacton überführt Das Lacton ist die
Schlosselverbindung für eine sterisch kontrollierte Synthese der Prostaglandine in den Reihen F und E, d. h.
derjenigen mit Sauerstoff-Funktionen in den Stellungen 9 und 11. Die Prostaglandine E können nach in der
Literatur bekannten Methoden in Prostaglandine A überführt werden.
Im J. Am. Chem. Soc. Bd. 93 (1971), Seiten 1489 bis
1493, wurde von Corey und Mitarbeitern ein weiterer
4"> Syntheseweg zur Herstellung von Prostaglandinen über bicyclische Lactone beschrieben, der teilweise in der
Zeitschrift »Chemie in unserer Zeit«, 7. Jahrgang (1973), Nr. 2, Seiten 43 bis 47, referiert wurde. Nach diesem
bekannten Verfahren wurde zunächst aus Cyclopenta-
->o dienyl-thailium, das seinerseits aus Cyclopentadien mit Thalliumhydroxid oder Thalliumsalzen erhalten werden
mußte und wie alle Thalliumverbindungen sehr stark toxisch war, in drei Stufen ein bicyclisches Keton
hergestellt, wobei in einer dieser Stufen als weitere
gefährliche Substanz 2-Chloracrymitril eingesetzt wurde. Darüber hinaus war in diesem bekannten Verfahren
wie bei anderen bekannten Arbeitsweisen eine Racemattrennung erforderlich, die sich aber beim erfindungsgemäßen Verfahren erübrigt. Insgesamt besteht
bo das bekannte Verfahren aus 9 Stufen, ausgehend von
Cyclopentadien, um den entsprechenden vergleichbaren bicyclischen Lactonalkohol in der gewünschten enantiomeren Form zu erhalten. Für diese 9 Stufen wurde eine
Gesamtausbeute von 10 bis 15% erreicht. Demgegen-
b5 über beträgt die Gesamtausbeute bei dem erfindungsgemäßen Verfahren einschließlich der Herstellung des als
Ausgangsmaterial zu verwendenden 2-Acetoxybernsteinsäuredichlorids etwa 20%.
Das erfindungsgemäße Verfahren stellt einen neuen Syntheseweg für die Herstellung eines optisch aktiven
substituierten Hydroxycyclopentanessigsäurelactons der Formel
RO
worin R eine Acetyl- und R1 eine Hydroxymethylgrappe
bedeuten, dar. In der Formel erstrecken sich Bindungen mit α-Konfiguration hinter die Papierebene und weiden
durch gebrochene Linie dargestellt, während die Bindung mit ^-Konfiguration aus der Papierebene
herausragt und durch eine sich verdickende !Linie dargestellt ist
Dss erfindungsgemäße Verfahren erfordert keine
Aufspaltung des racemischen Gemisches für die Herstellung des optisch aktiven Lactons. Es ermöglicht
die Benutzung des entsprechenden optischen aktiven Ausgangsmaterials, dessen chirale Zentren überraschenderweise die Stereochemie aller folgenden Reaktionsschritte kontrollieren. Somit erhält man die vorher
bestimmbare Verbindung der vorstehenden Formel I. Die durchzuführenden Reaktionen sind dem Fachmann
an sich bekannt
(I) in Als Ausgangsmaterial wird ein optisch aktives
Anhydrid eines 1-Maleinsäurederivates, in dem die
Hydroxylgruppe durch Acetylierung geschützt ist, verwendet Hieraus erhält man das für das erfindungsgemäße Verfahren als Ausgangsmaterial notwendige
I A.cetoxybernsteinsäuredichlorid nach bekannten Verfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird durch das folgende Reaktionsschema veranschaulicht, in dem
noch die Stufe A der Herstellung des Ausgangsmaterials (IH) aus der l-Maleinsäureanhydridverbindung II mit
angegeben ist
H3CCOO^,
H3CCOq COCI
'-CO'
Il
Il
COCI
III
III
/
CH
COO1
COOR2
COOR2
IV
Vl
CH2-COOR2
HO TOOR2
VII
In den einzelnen Stufen wird wie folgt gearbeitet:
Stufe A (Herstellung des Ausgangsmaterials)
Die optisch aktive Verbindung der Formel II dann nach den in der Literatur für die Herstellung des
Anhydrids des I-Isomeren der O-Acetylmaleinsilure
beschriebenen Methoden erhalten werden (vgl. Beilsteins Handbuch der organischen Chemie, 4. Aufl.,
Hauptwerk Band 18 [1934], Seite 81 und B. Jonen, J. Chem. Soc. 136,1933, Seite 788).
Für die Herstellung der Ausgangsverbindung III werden als bevorzugte Acylierungsmittel Essigsäuroanhydrid, Acetylchlorid und Benzoylchlorid verwendet.
Die Umwandlung des Anhydrids Π in das Säurechkirid
111 erfolgt in der Weise, daß man zu dem geschützten
Anhydrid der !-Maleinsäure einen Überschuß von U-Dichlormethyl-methyläther und wasserfreies ZnCI2
COOH
H2OH
VIII
gibt und das Gemisch ungefähr 2 bis 6 Stunden am Ruckfluß erhitzt. Die erhaltene Verbindung III kann
durch Destillation gereinigt werden.
Stufe B
Das l-2-Acetooxybernsteinsäuredichlorid wird mit
ungefähr der 5fachen molaren Menge eines Malonsäureestersalzes der im Patentanspruch angegebenen
Formel behandelt. Die Reaktionstemperatur liegt zwischen -30 und+300C und die Reaktionszeit
zwischen 5 und 24 Stunden. Als Lösungsmittel verwendet man vorzugsweise ein wasserfreies inertes
organisches Lösungsmittel, wie beispielsweise einen niederen Alkyläther, Dioxan oder Tetrahydrofuran
(THF), THF ist das bevorzugte Lösungsmittel. Das Reaktionsprodukt IV erhält man durch Entfernung des
Lösungsmittels unter Hochvakuum.
"m
I
I
I
I
Stufe C
Die Cyclisierung des in der Stufe B erhaltenen Diketons IV erfolgt in der Weise, daß man das Diketon
0,5 bis 2$ Stunden in einer gepufferten Lösung mit
einem pH-Wert zwischen ungefähr 5 und ungefähr 11, vorzugsweise zwischen 6 und 9, rührt Die gepufferte
Lösung wird beispielsweise durch Zugabe von Triäthanolamin zu wäßriger HCl hergestellt Ein Alkalimetalloder Erdalkalimetallcarbonat, -bicarbonat -citrat oder
-phosphat kann für diesen Zweck ebenfalls verwendet werden. Vorzugsweise kann Calcium- oder Magnesiumcarbonat verwendet werden sowie auch im Handel
erhältliche Sorten, z. B. oxidhaltige Carbonate, wie
Magnesiumcarbonal mit 40% Magnesiumoxid. Ein Überschuß, der ungelöstes Magnesiumcarbonat enthält,
wird bevorzugt Der Ringschluß führt zu der entsprechenden Cyclopentenonverbindung, in der die Acetoxygruppe eine «-Konfiguration aufweist
Stufe D
Die Hydrierung der Doppelbindung des Cyclopentenone V wirft stereochemische Probleme auf, weil das
erwünschte Cyclopentanon VI die beiden Substituenten, die die Vorläufer der Seitenkette der Prostaglandine
sind, in der gewünschte Konfiguration aufweisen muß.
So müssen die optisch aktiven Verbindungen der Formel I die Zwischenprodukte für die Synthese der
natürlich vorkommenden Prostaglandine darstellen, den Substituenten R1 in der ^-Stellung und die Acetoxygruppe in der α-Stellung aufweisen.
Es ist von wesentlicher Bedeutung und überraschend, daß die ursprüngliche Stellung der Acetoxygruppe die
Konfiguration des hydrierten Produktes bestimmt Wenn diese Gruppe eines «-Stellung aufweist, nehmen
die erhaltenen Produkte im Hinblick auf die beiden angrenzenden chiralen Zentren die richtige Konfiguration an, so daß die folgenden Stufen zu dem
gewünnhten Laclon I führen. Die Reduktion wird mittels Wasserstoffgas in Gegenwart eines Edelmetalls
oder eines Edelmetalloxids als Hydrierkatalysator durchgeführt Beispielsweise erzielt man ausgezeichnete
Ergebnisse mit einem Katalysator aus Palladium auf Bariumsulfat oder Holzkohle sowie Platinoxid vergiftet
mit einer Spur Pyridin oder Rhodium. Die Hydrierung wird in einem inerten organischen Lösungsmittel,
vorzugsweise einem aromatischen Lösungsmittel, wie Benzol, bei einem Druck zwischen Normaldruck und
5 at durchgeführt
Stufe E
Diese Stufe der Reduktion der Ketogruppe der Cydopentanverbindung VI zur Hydroxylgruppe besitzt
insofern Bedeutung als diese Hydroxylgruppe als Vorstufe für die Synthese der natürlich vorkommenden
Prostaglandine in der «-Stellung stehen muß.
Es wurde gefunden, daß die Verwendung von Natriumborhydrid in Pufferlösung bei einem pH-Wert
von 3 bis 9, vorzugsweise 4 bis 74, besonders gut für die stereo-selektive Reduktion der Ketogruppe geeignet ist
Vorzugsweise wird die Pufferlösung unter Verwendung eines Alkalimetallphosphats, -citrats oder -monophthalats hergestellt
Aus der Verbindung VI wird damit die entsprechende
Hydroxylverbindung mit der erwünschten Konfiguration erhalten.
Stufe F
Die alkalische Hydrolyse der Verbindung VII und die darauffolgende Acylierung ergibt das Lacton VIII der
Hydroxycyclopentanessigsäure. Die alkalische Hydrolyse kann in an sich bekannter Weise durchgeführt
werden. Alkalimetallcarbonate und Alkalimetallhydroxide in niederen Alkanolen oder in Gemischen von
Wasser und mit Wasser mischbaren organischen
ίο Lösungsmitteln sind zur Durchführung geeignet
Die Hydrolysereaktion wird zwischen ungefähr 0°C und ungefähr 300C durchgeführt Die Acylierung der
Hydroxylgruppe mit gleichzeitiger Lactonisierung kann direkt mit dem rohen Reaktionsprodukt vorgenommen
werden. Als Acylierungsmittel wird Acetylchlorid verwendet
Stufe G
VIII erfordert die Verwendunf eines Mittels, das die
anderen Carbonylgruppen des Moleküls nicht angreift Daher wird die Carboxylgruppe entweder zunächst
durch Reaktion mit einem niederen Alkylester der Chlorameisensäure in eine gemischte Anhyüridgruppe
übergeführt oder durch Reaktion mit Thionylchlorid in eine Säurechloridgruppe umgewandelt Die Säurechloridgruppe oder gemischte Anhydridgruppe wird dann
mit einem Überschuß von Natriumborhydrid reduziert
Das als Ausgangsmaterial zu verwendende I-Acet
oxybernsteinsäuredichlorid (Verbindung III) ist wie
folgt hergestellt worden:
Es wurden 26 g i-Maleinsäure (0,19 Mol) nach in der
Literatur bekannten Verfahren durch Erhitzen am Rückfluß in 30 ml Acetylchlorid in l-2-Acetoxybern-
i"> steinsäureanhydrid überführt Die durch diese Reaktion
erhaltene Anhydridlösung wurde abgekühlt und mit einem Überschuß von 70 g 1,1-DichlormethyI-methyläther (0,57 Mol) und 500 mg wasserfreiem ZnCI2
versetzt Nach 4stündigem Erhitzen am Rückfluß wurde
die Lösung abgekühlt Dann wurden 500 ml Benzol
zugegeben, und die Lösung wurde nach dem Dekantieren filtriert und im Vakuum eingedampft Als Rückstand
erhielt man 1-2-Acetoxybernsteinsäuredichlorid. Durch
Destillation wurde die reine Verbindung vom Kp.0.05
Ai 75-78°C [λ]?: 10° (1% in CHCl3) erhalten. Die
Ausbeute betrug ungefähr 80%.
a) Herstellung der Verbindung IV, 1-3,6-Dioxy-4-acetoxyoctandicarbonsäuredimethylester
(Stufe B)
63,6 g l-2-Acetoxybernsteinsäuredichlorid (0,3 Mol)
wurden zu einer Lösung eines Malonsäureestersalzes
hinzugegeben, die dadurch erhalten worden ist, daß man
eine kräftig gerührte Suspension von 72 g Magnesium (3,0 Mol) in 1000 ml Tetrahydrofuran (THF) (frisch über
Lithiumaluminiumhydrid destilliert) so schnell mit 350 g Äthylbromid (3,2 Mol) versetzte, daß eine Temperatur
von 30 bis 35° C aufrechterhalten wurde. Sofern nach Beendigung der Zugabe nichtumgesetztss Magnesium
vorhanden war, wurden 10 g Äthylbrcmid zugegeben und das Reaktionsgemisch 1 Stunde lang am Rückfluß
erhitzt. Dann wurde das Kühlerwasser abgestellt und
ein Stickstoffsfom über das Reaktionsgemisch geleitet,
um überschüssiges Äthylbromid zu entfernen. Die Lösung wurde dann in einem Eis-Acetonbad auf —20° C
abgekühlt Danach wurden 2500 ml THF zugegeben.
Unter Aufrechterhaltung einer Temperatur unter — 10°C wurden 177 g saurer Malonsäuremethylester
(1,5 Mol) in 500 ml THP zugegeben. Nach Beendigung der Zugaben wurden die Lösung 2 Stunden am Rückfluß
erhitzt und dann auf 250C abgekühlt. Nach Zugabe des ->
l-2-Acetoxybernsteinsäuredichlorids wurde die Lösung
Ober Nacht gerührt und dann in 1800 ml 1 η Salzsäure
gegoi»en. Die THF-Schicht wurde so lange mit jeweils
500 ml 1 m Phosphatpuffer (pH-Wert 6,5) gewaschen,
his der pH-Wert des Puffers unverändert blieb. Nach ι ο Trocknen der organischen Schicht über Magnesiumsulfat
und Eindampfen erhielt man 70 g des rohen
1-3,6-Dioxy^-acetoxy-octandicarbonsäuredimethylester,
der ein öliges instabiles Produkt darstellt, das die folgenden NMR-Absorptionsmaxima (ausgedrückt in |-,
(!-Einheiten) in CDCI aufweist: δ 2,10 (s, 3H); <5 3,1 -3,9
(m, 6H); 6 3,69 (s, 6H); 6 5,46 (t, 1 H). Dieses instabile
Produkt wurde sobald als möglich weiter verarbeitet.
b) Herstellung der Verbindung V, 2-Carbomethoxy-
S-oxo-S-acetoxy-1 -cyclopentenessigsäuremethylester
(Stufe C)
Eine Lösung von 70 g des nach a) erhaltenen Dimethylesters der l-3,6-Dioxo-4-acetoxy-octandicarbonsäure
(IV) in 500 ml Äther wurde zu einer kräftig _>-, gerührten Suspension von 30 g MgCOj (Handelsprodukt,
das 40% MgO enthält) in 1000 ml Wasser gegeben. Nahezu sofort betrug der pH-Wert der Lösung 6,0 bis
6,5 und blieb in diesem Bereich während der gesamten Reaktion. Nach 30 Minuten wurde das Reaktionsge- jo
misch filtriert und die Ätherschicht von der wäßrigen Schicht abgetrennt. Die Ätherschicht wurde mit 100 ml
1 m Phosphatpuffer (pH 7) gewaschen. Die vereinigten wäßrigen Schichten wurden mit konzentrierter Salzsäure
angesäuert, mit Kochsalz gesättigt und dreimal mit r, jeweils 500 ml Äthylacetat extrahiert. Nach dem
Trocknen des Äthylacetatextraktes über Magnesiumsulfat und Abdampfen des Äthylacetats erhielt man 55 g
eines Öls, das schnell kristallisierte. Durch Umkristallisaiion
au* Teiracniorkohienstoff erhieit man 4<
g .;<>
2-Carbomethoxy-3-oxo-5-acetoxy-cyclopentenessigsäuremethylester
(50%ige Ausbeute, bezogen auf I-2-Acetoxybernsteinsäuredichiorid) in Form weißer
Kristalle vom F. 99 bis 1000C und [«]'„: - 10,7 (CHCI3.
c= 2,15%). 4,
c) Herstellung der Verbindung Vl, 2-Carbomethoxy-
3-oxo-S-acetoxy-1 -cyclopentanessigsäuremethylester
(Stufe D)
9,5 g des nach b> erhaltenen Cyclopentenessigsäuremethylesters
V wurden in 180 ml Benzol gelöst. Die Lösung wurde bei Zimmertemperatur und atmosphärischem
Druck in Gegenwart von 0,5 g Palladium-auf-Ba-
riumsnlfat als Katalysator hydriert Als die theoretische Menge an Wasserstoff adsorbiert war, wurde der
Katalysator abfiltriert und die Lösung im Vakuum zur Trockne eingedampft Man erhielt 9 g (95%) des
Methylesters der 2-Carbomethoxy-3-oxo-5-acetoxy-lcyclopentanessigsäure
der Formel VI. Die Verbindung μ war ein ziemlich instabiler Feststoff, der bei 54° C
schmolz;[«<]?: 173(1,017% in CHCl3)
Gewichtsanalyse in % RJrCuH16O7:
Berechnet: C 5234 H 5,72
gefunden: C53,!4 H 53'-
Berechnet: C 5234 H 5,72
gefunden: C53,!4 H 53'-
Die IR-, NMR- und Massenspektren stimmten mit der angenommenen Struktur überein.
d) Herstellung der Verbindung VII, 2-Carbomethoxy-
methylester (Stufe E)
8,6 g des nach c) erhaltenen Methylesters Vi wurder in 50 ml Methanol gelöst und zu 500 ml eines auf einer
pH-Wert von 53 eingestellten Phosphatpuffers gege ben. Dann wurden bei 50C 20 ml einer wäßrigen Lösung
mit einem überschüssigen Gehalt von 1,25 g Natrium' borhydrid zugegeben. Nach 2stündiger Reaktionsdauei
bei Zimmertemperatur wurde das Reaktionsgemiscr mit 200 ml Wasser versetzt und dann mehrmals mil
Äthylacetat extrahiert. Die vereinigten organischer Extrakte (600 ml) wurden über Magnesiumsulfat getrocknet
und zur Trockene eingedampft. Man erhieli
8.4 g (98%) rohen 2-Carbomethoxy-3-hydroxy-5-acet
oxy-l-cyclopentanessigsäuremethylester. Bei der gas·
chromatographischen Prüfung zeigte dieses Produki eiiic S0%igc Rciimeii. Das RönpiöuüKi näiic aiii
Substituenten in der gewünschten Orientierung. Die Verbindung ließ sich nicht ohne Zersetzung destillieren
Die wesentlichen Absorptionspeaks im NMR-Spektrurr in CDCIj treten bei folgenden Frequenzen, ausgedrücki
ino-Einheiten, auf:
2.05 (3H. Single«), 3,65 (3H1 Singlett),
3,72 (3H, Singlett), 430 bis 4,70(1 H, Multiple«),
5,18 bis 5.43 (IH, Multiple«).
5,18 bis 5.43 (IH, Multiple«).
Das IR-Spektrum (rein) zeigte charakteristische Bander
bei den folgenden Frequenzen:
3450,2920, 1730, 172S, 1710, 1435, 1J70. 1270, 124υ, 1200
1160,1040,1020,950.890 cm ·-'.
Gewichtsanalyse in %
Berechnet: C 52,55 H 6,60
gefunden: C 52,16 H 6,59.
gefunden: C 52,16 H 6,59.
e) Herstellung der Verbindung VIII.y-Lacton der
3-Acetoxy-2-carboxy-5-hydroxycyclopentanessigsäure
(Stufe F)
95 mg des nach d) erhaltenen 2-Carbomethoxy-3-hydroxy-S-acetoxy-cyclopentanessigsäuremethylesters
in einem ml Methanol wurden bei 00C unter einer Stickstoffatmosphäre zu einer Lösung von 180 mg
Kaliumhydroxid in 3 ml Methanol gegeben. Nach 4stündigem Stehen bei Zimmertemperatur wurden 1,2 g
eines l0nenaustauscherhar7.es (Amberlite !20!R>) zugegeben,
und die Mischung wurde 2 Minuten gerührt Nach Abfiltrieren des Feststoffes wurde das Methanol
abgedampft Zu dem Rückstand wurde 1 ml AcetylcMorid gegeben. Die Mischung ließ man dann 3 Stunden bei
Zimmertemperatur stehen. Das überschüssige Acetyl- chlorid wurde bei 30° C abgedampft, und der Rückstand
wurde mit Wasser aufgenommen, worauf das y-Lacton
der S-Acetoxy^-carboxy-S-hydroxycyclopentanessigsäure
aus der Lösung auskristallisierte. Die Ausbeute betrug 54 mg (67%).
Die aus Wasser auskristallisierte Verbindung schmolz bei 2050Cbis206°C[a]*: -90,1 (1,1% in Pyridin).
Gewichtsanalyse in % RJrCi0Hi2Oe:
Berechnet: C 52,63 H 530
gefunden: C 52JS0 H 5,40.
Berechnet: C 52,63 H 530
gefunden: C 52JS0 H 5,40.
Das NMR-, IR- und Massenspektrum stimmte mit der Lactonstruktur Viii (R=CH3CO), d.h. einer Verbindung
der Formel I, in der R das Acetylrest und R1 die
COOH-Gruppe darstellt, überein.
f) Herstellung der Verbindung IX.y-Lacton der
essigsäure (Stufe G)
410 mg des in Stufe e) erhaltenen y-Lactons VHI der
S-Acetoxy^-carboxy-S-hydroxycyclopentanessigsäure
wurden unter Stickstoff in 10 ml Dichiormethan gelöst Zt.; Jer erhaltenen Lösung, die auf -10°C abgekühlt
wurde, wurden 200 mg Triäthylamin und dann 216 mg Chlorameisensäureäthylester in 5 mi Dichiormethan
gegeben. Nach 1 stündigem Rühren bei ,':iner Temperatur
zwischen - 150C und - 100C wurde die Lösung bei
-300C zu 150 mg Natriumborhydrid in 30 ml trockenem
Äthanol gegeben. Das Gemisch wurde eine Stunde bei einer Temperatur zwischen -30 und -100C r>
gerührt und dann in 30 ml Wasser, das 0,005 Mol Mononatriumcitrat enthielt, gegossen. Die wäßrige
Lösung wurde mit 20 ml Lssigsäureäthylester extrahiert.
und die organische Schicht wurde nach Waschen mit wäßriger Natriumbicarbonatlösung und dann mit
Wasser über Magnesiumsulfat getrocknet und eingedampft Man erhielt 376 mg (98%) des y-Lactons der
Formel IX, worin R den Acetylrest darstellt (»Verbindung der Formel I, wobei R die Acetylgruppe und R1 die
Hydroxymethylgruppe darstellt) in Form eines öligen Produktes. Aus dem öligen Produkt kristallisierte die
reine Verbindung nach Stehenlassen über Nacht im Kühlschrankt bei 4 bis 5°C aus.
Die spezifische Drehung, die IR- und NMR-Daten
bestätigten, daß dieses Produkt identisch war mit dem von Corey und Mitarbeitern im Journal of the American
Chemical Society, Bd. 92, S. 397 (1970) beschriebenen Zwischenprodukt. Die Gesamtausbeute an dem obigen
y-Lacton IX ( = I) aus den Stufen a) bis f) betrug 24,5%. Die Verbindung hatte einen Schmelzpunkt von 55°C
und[«]y 48.2 (CHCl3, c= 1,91%).
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung eines optisch aktiven, substituierten Hydroxycyclopentanessigsäure-y-lactons der Formel(D10
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Family Applications (1)
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