DE2507544A1 - Automatische naehmaschine - Google Patents
Automatische naehmaschineInfo
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Description
Dipi.-Ing. Heinz ßärdenle
Ϊ Manchen 22, l'ennifr. 15, Tel. 292555
Postanschrift München 26, Postfach 4
München, den 2!.Februar 1975
Mein Zeichen: P 2121
Anmelder : USM Corporation, Flemington /New Jersey
Zustelladresse:
140 Federal Street Boston, Massachusetts 02107 USA
140 Federal Street Boston, Massachusetts 02107 USA
Automatische Nähmaschine
Die Erfindung betrifft eine automatische Nähmaschine, bestehend aus einer Werkstoffbewegungseinrichtung, durch
die ein Werkstück in einer Ebene in beliebiger Richtung an einer hin- und herbeweglichen Nadel in zeitlich gesteuerter
Beziehung zu der Hin- und Herbewegung der Nadel unter der Steuerung einer automatischen Steuereinrichtung
bewegt werden kann, einem Druckerfuß, der sich ebenfalls in zeitlich gesteuerter Beziehung zu der
Hin- und Herbewegung der Nadel hin- und herbeweat und der in einer untersten Betriebsstellung das Werkstück
während des Rückzugs der Nadel von diesem erfaßt und hält, und einer Nadelfadenzufuhreinrichtuna mit einer
Nadelfadenspannvorrichtung, durch die die Nadelfadenspannung geändert werden kann.
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In der DT-OS 2 252 577 ist eine automatische Nähmschine beschrieben,
bei der, um die Bildung annormaler Stiche zu vermeiden, die Werkstückbewegungseinrichtung relativ zu
den stichformenden Teilen beweglich gelagert ist. Wie in dieser Druckschrift erläutert wird, besteht ein Problem,
das sich aus der Verwendung einer in mehreren Richtungen wirkenden Werkstückbewegungseinrichtung in einer automatischen
Nähmaschine ergibt, darin, daß Stiche mit einer zusätzlichen Verdrillung eines Fadenteils um den anderen
gebildet werden können. Der Ausdruck "annormaler Stich" wird hier als sich auf solche Stiche beziehend verstanden.
Abgesehen von dem unschönen Aussehen der Stiche, das sich dadurch ergeben kann, bewirkt diese zusätzliche Verdrilluna
auch einen Klemmeffekt, so daß die Spannung in den Fadenteilen geändert werden kann.
Bei der in der genannten Druckschrift beschriebenen Maschine ist die Werkstückbewegungseinrichtung verschiebbar gelagert,
um stets sicherzustellen, daß die Fadenteile der Nadel und dem Werkstück in der gleichen Weise zugeführt werden, wie
diese Zuführung bei einer üblichen Nähmaschine stattfindet, um einen normalen Stich zu erzielen. Unter dem Ausdruck
"normaler Stich", der hier verwendet wird, ist ein Stich zu verstehen, der auf einer üblichen Nähmaschine hergestellt
wird, bei der keine zusätzliche Verdrillung eines Fadenteils um den anderen stattfindet.
Obwohl die oben erwähnte Maschine in zufriedenstellender Weise die Aufgabe löst, die Bildung annormaler Stiche zu
vermeiden, ist die Maschine dennoch relativ kompliziert bzw. platzraubend, da sie nicht nur eine Werkstückbewegungseinrichtung
erfordert, die selbst in zwei Richtunaen längs
X-und Y-Koordinaten bewegbar ist, sondern auch eine drehbare Lagerung dieser Einrichtung um eine mit der Nadelachse zusammenfallende
Achse.
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Ein weiteres Problem bei der oben erwähnten Maschine liegt darin, daß sie, obwohl sie für die Verwendung bei der Ausschmückung
von Gegenständen beabsichtigt ist, z.B. von Schuhschaftteilen, als nicht in der Lage zur
Durchführung z.B. einer Stickereistichbildung beschrieben
wird, nicht nur, da der Druckerfuß an der erhabenen Oberfläche des Werkstücks, die durch die Stickereistiche hervorgerufen
wird, klemmen würde, sondern auch, da die Nadelfadenspannung
während des Betriebs der Maschine nicht geändert werden kann, welche Änderung zur Stickereistichbildung
erforderlich wäre.
Andere Maschinen als automatische Nähmaschinen sind bekannt, bei denen die Nadelfadenspannung zur Anpassung an verschiedene
Arten der Stichbildung angepaßt werden können (z.B. aus der US-PS 2008 621) , jedoch wird bei diesen Vorschlägen
die Änderung vor Beginn eines Stichbildungsvorganges von Hand bewirkt, und es wäre unpraktisch, die Einrichtung zur
Änderung der Spannung während eines Zyklus des Betriebs der Maschine zu verwenden. Nach einem weiteren Vorschlag
(US-PS 2 396 169) wird die Nadelfadenspannung in zeitlich
gesteuerter Beziehung zu der Hin- und Herbewegung des Druckerfußes in einer Zick-Zack-Steppmaschine aufgehoben,
jedoch findet in diesem Falle die Aufhebung der Spannung einmal pro Hin- und Herbewegung des Druckerfußes statt und
es wäre bei dieser Maschine nicht möglich, einen normalen, geradlinigen StichbildungsVorgang durchzuführen. Es ist
bei der Maschine keine Vorrichtung vorhanden, um von einem Zick-Zack- (oder einem Stickerei-)Stich auf einen geradlinigen
Stich umzuschalten, und außerdem wird der Zick-Zack-Stich dadurch gebildet, daß die Nadel seitlich zu dem Werkstück
bewegt wird, und nicht durch Bewegung des Werkstückes seitlich relativ zu der Nadel.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine automatische
Nähmaschine zu schaffen, bei deren Betrieb das unschöne Aussehen, das durch annormale Stichbildung hervor-
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gerufen wird, ohne daß die Bildung annormaler Stiche beseitigt
wird, und bei der außerdem während eines Betriebszyklus die geradlinige Stichbildung und die Stickereistichbildung
ohne die Notwendigkeit irgendeines manuellen Eingriffs durch die Bedienungsperson durchgeführt werden
kann.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß der Erfindung durch eine erste Betätigungsvorrichtung, durch die die Nadelfadenspannvorrichtung
betätigt wird und die mehrere Stellungen entsprechend der Anzahl der Änderungen der erforderlichen
Nadelfadenspannungen hat, und durch eine zweite Betätigungsvorrichtung, durch die die unterste Betriebestelluno
des Druckerfußes gesteuert wird, wobei die beiden Betätigungsvorrichtungen direkt von der automatischen Steuereinrichtung
in zeitlich gesteuerter Beziehung zu der Bewegung der Werkstückbewegungseinrichtung gesteuert wird.
Es ist ersichtlich, daß mittels der ersten Betätigungsvorrichtung die Nadelfadenspannung zwischen zahlreichen Einstellungen
geändert werden kann. Auf diese Weise können z.B. durch deren Erhöhung, bei der eine annormale Stichbildung
hervorgerufen wird, die annormalen Stiche in die Dicke des Werkstücks gezogen und damit darin verborgen
werden. Dagegen ermöglicht die Verringerung der Spannung die Durchführung der Stickereistichbildung. Gleichzeitig
stellt die zweite Betätigungsvorrichtung sicher, daß der in der Höhe hin- und herbewegbare Druckerfuß bei jeder Hin-
und Herbewegung in eine geeignete Betriebsstellung abgesenkt wird, in Abhängigkeit davon, ob eine übliche Stichbildung
oder eine Stickereistichbildung durchgeführt wird. Außerdem ist ersichtlich, daß durch die direkte Steuerung
der ersten und zweiten Betätigungsvorrichtung durch die automatische Steuereinrichtung der Betrieb dieser Vorrichtung
zeitlich in Übereinstimmung mit den geeigneten Bewegungen der Werkstückbewegungseinrichtung gesteuert
werden kann, die selbstverständlich stets unter der
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Steuerung der automatischen Steuereinrichtung steht. Wenn
daher z.B. ein Signal von der automatischen Steuereinrichtung
die Werkstückbewegungseinrichtung veranlaßt, sich in einer Richtung zu bewegen, die zu einer annormalen Stichbildung
führt, wird gleichzeitig ein geeignetes Signal zu der ersten Betätigungsvorrichtung geleitet, so daß die
Nadelfadenspannung erhöht wird. In gleicher Weise kann beim Beginn einer Reihe von Bewegungen der Werkstuckbewegungseinrichtung
zur Durchführung der Stickereistichbildung ein geeignetes Signal durch die automatische Steuereinrichtung
zu der ersten und zweiten Betätigungsvorrichtung geleitet werden, so daß die Nadelfadenspannung verringert und die
unterste Betriebsstellung des Druckerfußes gehoben wird.
Die erste Betätigungsvorrichtung kann einen Hebel aufweisen, der an dem Maschinenrahmen drehbar gelagert ist und
über einen Stößel der Fadenspannvorrichtung arbeitet, um die Spannung des Nadelfadens zu ändern, wobei der Hebel
entgegen der Wirkung einer auf den Stößel wirkenden Feder arbeitet. Diese Ausbildung ist bekannt (z.B. aus der US-PS
2 396 169). In der Maschine gemäß der Erfindung hat zur Betätigung solch eines Hebels die erste Betätigungsvorrichtung
vorzugsweise auch einen ersten Zylinder, dessen Kolbenstange einen Bügel trägt, mit dem der Hebel von dem
Stößel durch Federkraft in Eingriff gebracht wird. Der Bügel ist durch den Zylinder mit einem Anschlag in Eingriff
bringbar, um eine erste Stellung des Hebels und damit des Stößels zu bestimmen, und in eine zurückgezogene Stellung
lösbar, um eine dritte Stellung des Hebels zu bestimmen. Die zweite Stellung des Hebels wird von dem Eingriff eines
Kopfes des Kolbens mit einem weiteren Anschlag bei Betätigung des zweiten Zylinders der ersten Betätigungsvorrichtuna
bestimmt. Die beiden Zylinder sind durch die automatische Steuereinrichtung direkt steuerbar. Außerdem ist, um die
verschiedenen Spannungen relativ zueinander einstellen zu können, der Anschlag an dem Maschinenrahmen einstellbar
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befestigt, während der weitere Anschlag längs des Stößels einstellbar ist. Auf diese Weise können die erste und zweite
Stellung des Hebels eingestellt v/erden. Wenn der Hebel in seiner dritten Stellung ist, wird die Spannung, die über
die Wirkung des Stößels ausgeübt wird, vollständig aufgehoben. Die Maschine hat jedoch auch eine übliche, bekannte
Fadenspannvorrichtung, durch die die Spannung des Nadelfadens gesteuert wird, wenn der Hebel in seiner dritten
Stellung ist.
Die zweite Betätigungsvorrichtung der Maschine gemäß der Erfindung hat vorzugsweise einen Anschlag, der in der Bahn
der Hin- und Herbewegung der Nase liegt, die von dem Druckerfuß getragen wird. Der Anschlag ist längs der Bahn durch
einen dritten Zylinder in der Höhe verstellbar, der direkt von der automatischen Steuereinrichtung gesteuert wird.
Zweckmäßigerweise ist der Anschlag mit einer Einstellschraube versehen, durch die die oberste Stellung durch
Angriff der Schraube an einem Maschinenrahmenteil bestimmt
wird.
Es ist ersichtlich, daß bei Verwendung der Maschine gemäß der Erfindung ein Werkstück automatisch ohne weiteren Eingriff
der Bedienungsperson gesteppt werden kann, sobald es auf der Werkstückbewegungseinrichtung angeordnet ist.
Dadurch kann die Maschine mit hoher Geschwindigkeit z.B. im Bereich von 2.000 Stichen pro Minute arbeiten und es
ergibt sich damit eine sehr vielseitige Maschine, bei der eine übliche Stichbildung und eine Stickereistichbildung
in einem einzigen Arbeitszyklus mit automatischer Umschaltung von einer zur anderen durchgeführt werden kann, und
bei der auch das unschöne Aussehen vermieden wird, das durch eine annormale Stichbildung hervorgerufen wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren 1 bis 5 beispielsweise erläutert. Es zeigt:
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Figur 1 eine perspektivische Darstellung der Maschine,
Figur 2, 3 und 4 Teildarstellungen der ersten Betätigungsvorrichtung
der Maschine, und
Figur 5 eine Teildarstellung der zweiten Betätigungsvorrichtung der Maschine.
Die automatische Nähmaschine gemäß der Erfindung, die in den Zeichnungen gezeigt ist, hat einen Auflagetisch 2, der
den Hauptmaschinenrahmen trägt, von dem stichformende Teile 4 getragen werden, sowie eine Werkstückbewegungseinrichtung
mit einer Platte 3, die relativ zu den stichformenden Teilen längs Bahnen 5, 6 durch numerisch gesteuerte Motoren 7,
bewegbar ist. Obwohl die Platte 3 in Fig. l als massiv gezeigt ist, hat sie üblicherweise einen Ausschnitt entsprechend
dem auf ein Werkstück, das von der Platte getragen wird, aufzubringenden Stichmuster. Auch ist die
Platte mit einer Werkstückeinste11- und Halteeinrichtung
versehen.
Die stichformenden Teile 4 umfassen eine Nadel 10, eine Nadelfadenzuführeinrichtung 14 und eine Spulenanordnung
(nicht gezeigt), die unter dem Tisch 2 angeordnet ist. Der Druckerfuß 11, der eine öffnung 13 hat, durch die
die Nadel 10 während eines NähVorgangs läuft, wird von
einer Stange 21 getragen, die mittels eines Exzenters (nicht gezeigt) in zeitlich gesteuerter Beziehung mit der
Nadel 10 hin- und herbewegbar ist. Ein Zylinder 12 wirkt ebenfalls über die Stange 21, um den Drucker-fuß am Ende
eine NähVorgangs zurückzuziehen und ihn bei dessen Beginn in die Betriebsstellung zu bringen. An der Stange 21 ist
auch eine Nase 20 (Fig. 5) befestigt, die mit einem Anschlag 19 zusammenwirkt, durch den die Abwärtsbewegung
der Stange 21 begrenzt wird, um dadurch die unterste Betriebsstellung des Druckerfußes 11 zu bestimmen. Der Anschlag
19 selbst ist zwischen einer ersten, unteren Stellung und einer zweiten oberen Stellung unter dem Einfluß
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eines Zylinders 22 in der Höhe verschiebbar angeordnet. Damit wird die unterste Betriebsstellung des Druckerfußes
entsprechend der Lage des Anschlags 19 bestimmt. Wie bei üblichen Nähmaschinen ist der Druckerfuß so ausgebildet,
daß er das Werkstück während des Rückzugs der Nadel von diesem erfaßt und hält und zu diesem Zweck ist es erwünscht,
daß der Druckerfuß in seiner untersten Stellung nur um eine geringe Strecke von dem Werkstück entfernt ist. Wenn daher
ein üblicher Stich in der Maschine gemäß der Erfindung gebildet wird, ist der Anschlag 19 in seiner ersten Stellung,
so daß der Druckerfuß in seiner untersten Betriebsstellung etwas über der Oberfläche des Werkstücks angeordnet ist.
Wenn dagegen ein erhabener Stich, z.B. ein Stickereistich in dem Werkstück gebildet werden soll, muß der Druckerfuß
etwas über der Ebene der Spitze solch eines Stiches angeordnet werden, und zu diesem Zweck wird der Anschlag in
seine zweite Stellung bewegt und begrenzt so die unterste Betriebsstellung des Druckerfußes. Zur Steuerung des Luftzylinders
22 und damit der Lage des Anschlags 19 hat die Maschine eine automatische Steuereinrichtung mit einem Bedienungspult'?,
das ein Signal zur Betätigung des Zylinders erzeugt, um den Anschlag 19 in eine gewählte Stellung zu
bringen. Zur Änderung der oberen Stellung des Anschlags ist ein Einstellknopf 23 vorgesehen.
Die Nadelfadenzuführeinrichtung 14 (Pig. 2, 3 und 4) hat
Ösen und Rollen, die den Nadelfaden 15 von einem Vorrat (nicht gezeigt) über eine Spannungsänderungsvorrichtung
16 zu der Nadel IO führen. Die Spannungsänderungsvorrichtung
16 ist eine bekannte Drehvorrichtung und hat eine Rolle 35, um die der Faden geführt ist und die mit einer
Faserscheibe (nicht gezeigt) in Reibverbindung steht, die eine Bremse bildet. Die Vorrichtung 16 hat auch eine geriefelte
Einstellschraube 36, durch die über eine Feder (nicht gezeigt) der Druck auf die Bremse eingestellt und
damit die Spannung des Fadens, der über die Rolle 35 läuft,
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in üblicher Weise geändert werden kann. Die Vorrichtung 16 hat außerdem einen Stößel 24, der ebenfalls auf die Faserscheibe
wirkt, um somit ebenfalls die Spannuna des Fadens
zu ändern. Der Stößel wird von einer Feder (nicht gezeigt) nach außen gedrückt, d.h. weg von der Scheibe, und es ist
ein Einstellring 37 zur Begrenzung der Größe der Einwärtsbewegung (d.h. in Richtung auf die Scheibe) des Stößels
24 durch Anschlag eines Kopfes des Stößels daran vorgesehen. Um auf den Stößel 24 Druck auszuüben, ist ein Hebel 25
schwenkbar zwischen zwei Ansätzen 26 eines Arms 27 angeordnet, wobei ein Ende des Hebels an dem Stößel 24 angreift.
Der Stößel, der durch Federkraft nach außen gedrückt wird, wird gegen den Hebel 25 gedrückt und drückt
diesen im Gegenuhrzeigersinn (gesehen in den Fig. 3 und 4) um seine Drehachse. Auf den Hebel 25 wirken auch zwei Zylinder
28, 29, die an dem Arm 27 befestigt sind. Die Zylinder 28, 29 werden ebenfalls von der automatischen Steuereinrichtung
gesteuert. Ein erster Zylinder 2 8 trägt an dem Ende seiner Kolbenstange 30 einen U-förmigen Bügel
33, zwischen dessen Armen der Hebel 25 aufgenommen ist. Im Ruhezustand der Maschine wird die Kolbenstange 30 in
eine vorgerückte Stellung gedrückt, die durch den Angriff des Bügels 33 an einem Anschlag 32 bestimmt wird, der ebenfalls
von dem Arm 27 getragen wird, während die Kolbenstange 31 des anderen Zylinders 29 zurückgezogen ist. Der Hebel
wird durch Federkraft gegen den Steg des U gedrückt und nimmt so eine erste Stellung (in Fig. 3 in durchgehender
Linie gezeigt) ein, in der eine erste Spannung auf den Nadelfaden 15 ausgeübt wird. Diese Spannung ist so eingestellt,
daß sie für eine normale Stichbildung (wie sie zuvor definiert wurde) geeignet ist.
Die Betätigung des Zylinders 29 bewirkt, daß seine Kolbenstange 31 vorrückt und den Hebel 25 vom Steg des U löst und
in eine zweite Stellung bringt, die durch den Angriff des Kolbenkopfes an dem Ring 37 (oder stattdessen, wie in
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Fig. 4 gezeigt ist, durch den Angriff des Hebels 25 an dem
Anschlag 32) bestimmt wird. In dieser zweiten Stellung wird eine zweite Spannung auf den Nadelfaden 15 ausgeübt. Diese
zweite Spannung ist für eine annormale Stichbildunq (wie sie zuvor definiert wurde) geeignet.
Wenn beide Kolbenstangen 30, 31 in einer zurückgezogenen Stellung sind, wird der Hebel 25, um ihn mit dem Steg des U
in Eingriff zu halten, durch Federkraft in eine dritte Stellung (in Fig. 3 in gestrichelter Linie gezeigt) zu drücken.
In dieser dritten Stellung wird eine dritte Spannung auf den Nadelfaden 15 ausgeübt, die zu Stickereistichbildung
geeignet ist.
Es ist ersichtlich, daß die zweite Spannung größer als die erste Spannung ist, während die dritte Spannung diejenige
ist, die von der Einstellschraube 36 ohne zusätzlichen Druck durch den Stößel 24 auf die Faserscheibe eingestellt
wird.
Zum Betrieb der Zylinder 22, 28, 29 miteinander, erzeugt das Steuerpult 9 entsprechend der Art der durchzuführenden
Stichbildung und entsprechend der Bewegungsrichtung
der Platte 3 relativ zu den stichformenden Teilen 4 geeignete Signale. Solch ein Signal zu den Motoren 7, 8, das eine
Änderung der Richtung der Werkstückbewegungseinrichtung hervorruft, welche Änderung eine annormale Stichbildung
(wie sie zuvor definiert wurde) bewirkt, ist von einem Signal zu dem Zylinder 29 begleitet. In ähnlicher Weise
wird bei dem Beginn einer Reihe von Signalen zu den Motoren 7, 8, um eine Stickereistichbildung durchzuführen, ein geeignetes
Signal auf die beiden Zylinder 28, 29 gegeben, um die dritte Spannung aufzubringen, und auch auf den Zylinder
22, um die unterste Betriebsstellung des Druckerfußes wieder einzustellen.
Obwohl bei der oben beschriebenen Maschine drei Spannungen des Nadelfadens vorgesehen werden können und die unterste
Betriebsstellung des Druckerfußes zwei Lagen hat, können bei anderen Maschinen gemäß der Erfindung eine andere Anzahl
solcher Spannungen und Lagen vorgesehen werden.
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Claims (7)
- AnsprücheAutomatische Nähmaschine, bestehend aus einer Werkstoffbewegungseinrichtung, durch die ein Werkstück in einer Ebene in beliebiger Richtung an einer hin- und herbeweglichen Nadel in zeitlich gesteuerter Beziehung zu der Hin- und Herbewegung der Nadel unter der Steuerung einer automatischen Steuereinrichtung bewegt werden kann, einem Druckerfuß, der sich ebenfalls in zeitlich gesteuerter Beziehung zu der Hin- und Herbewegung der Nadel hin- und herbewegt und der in einer untersten Betriebsstellung das Werkstück während des Rückzugs der Nadel von diesem erfaßt und hält, und einer Nadelfadenzufuhreinrichtung mit einer Nadelfadenspannvorrichtung, durch die die Nadelfadenspannung geändert werden kann, gekennzeichnet durch eine erste Betätigungsvorrichtung (25, 28, 29), durch die die Nadelfadenspannvorrichtung (16) betätigt wird und die mehrere Stellungen entsprechend der Anzahl der Änderungen der erforderlichen Nadelfadenspannungen hat, und durch eine zweite Betätigungsvorrichtung (19, 22),durch die die unterste Betriebsstellung des Druckerfußes (11) gesteuert wird, wobei die beiden Betätigungsvorrichtungen (25, 28, 29; 19, 22) direkt von der automatischen Steuereinrichtung (9) in zeitlich gesteuerter Beziehung zu der Bewegung der Werkstückbewegungseinrichtung (3, 5 bis 8) gesteuert wird.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, wobei die erste Betätigungsvorrichtung einen Hebel hat, der an der Maschine schwenkbar gelagert ist und über einen Stößel der Fadenspannvorrichtung arbeitet, um die Spannung des Nadelfadens zu ändern und der gegen die Wirkung einer auf den Stößel wirkenden Feder arbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Betätigungsvorrichtung (25, 28, 29) einen509835/0712ersten Zylinder (2 8) hat, dessen Kolbenstange (30) einen Bügel (33) trägt, wobei der Hebel (25) im Eingriff mit diesem von dem Stößel (24) federbelastet wird, und daß der Bügel (33) von dem Zylinder (2 8) mit einem Anschlag (32) in Eingriff bringbar ist, um eine erste Stelluna des Hebels (25) und damit des Stößels (2 4) zu bestimmen, und in eine zurückgezogene Stellung lösbar ist, um eine dritte Stellung des Hebels (25) zu bestimmen, wobei die zweite Stellung des Hebels (25) durch den Eingriff eines Kopfes des Stößels (24) mit einem weiteren Anschlag (37) bei Betätigung eines zweiten Zylinders (29) der ersten Betätigungsvorrichtung (25, 28, 29) bestimmt wird und die beiden Zylinder (28, 29) von der atitomatisehen Steuereinrichtung (9) direkt gesteuert werden.
- 3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (32) an der Maschine einstellbar ist.
- 4. Maschine nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der weitere Anschlag (37) längs des Stößels (24) einstellbar befestigt ist.
- 5. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die über die Betätigung des Stößels (24) aufgebrachte Spannung vollständig aufgehoben wird, wenn der Hebel (25) in seiner dritten Stellung ist, und daß die Maschine auch eine an sich bekannte Fadenspannungsänderungsvorrichtung hat, durch die die Spannung des Nadelfadens (15) steuerbar ist, wenn der Hebel (25) in seiner dritten Stellung ist.
- 6. Maschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Betätigungsvorrichtung (19, 22) einen Anschlag (19) hat, der in der Bahn der Hin- und Herbewegung einer Nase (20) liegt, die von dem Druckerfuß (11) getragen wird, wobei der Anschlag (19) längs509835/0712der Bahn durch einen Zylinder (22) in der Höhe verstellbar ist, der direkt von der automatischen Steuereinrichtung (9) gesteuert wird.
- 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlag (19) mit einer Einstellschraube (23) vorgesehen ist, durch die seine oberste Stellung durch Angriff der Schraube (23) an einem Mas chinenr ahmenteil bestimmt wird.509835/0712
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