DE250746C - - Google Patents

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DE250746C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F3/00Compounds containing elements of Groups 2 or 12 of the Periodic Table
    • C07F3/10Mercury compounds
    • C07F3/12Aromatic substances containing mercury

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 250746 KLASSE 12 #. GRUPPE
polysubstituierter Phenole.
Zusatz zum Patent 234851 vom 25. März 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. April 1911 ab. Längste Dauer: 24. März 1925.
Durch das Hauptpatent 234851 ist ein Verfahren zur Darstellung von im Kern durch Quecksilber substituierten Verbindungen der Halogen-, Nitro- oder Halogennitrophenole geschützt, das darin besteht, daß man Halogen-, Nitro- oder Halogennitrosubstitutionsprodukte des Phenols oder der Kresole mit Quecksilb*eroxyd oder Quecksilbersalzen behandelt oder die salzartigen Quecksilberverbindungen der erwähnten Halogen-, Nitro- oder Halogennitrophenole mit oder ohne Lösungs- oder Verdünnungsmittel erhitzt.
Es wurde nun gefunden, daß man gleichfalls zu sehr wertvollen Desinfektionsmitteln gelangt, wenn man an Stelle der bei dem Verfahren des Hauptpatents verwendeten Halogen-, Nitro-, oder Halogennitrophenole von solchen substituierten Phenolen (mit Ausnahme des Thymols) ausgeht, die andere Substituenten im aromatischen Kern enthalten. Als derartige Verbindungen kommen z. B. in Betracht: Xylenole oder deren Halogensubstitutionsprodukte, zwei- und mehrwertige Phenole, deren Homologen und Alkyläther.
Vor den bekannten Thymolquecksilberverbindungen (Ber. 35 [1902] S. 2864/2865) zeichnen sich die neuen Produkte dadurch aus, daß ihre wäßrigen Lösungen, wie vergleichende Versuche ergeben haben, länger haltbar sind und stärker desinfizieren.
Die so erhältlichen komplexen Quecksilberverbindungen zeigen ferner gegenüber den in dem Hauptpatent beschriebenen Verbindungen ebenfalls den Vorteil erhöhter Desinfektionskraft.
Beispiel 1.
12 Teile p-Xylenol (2 · 5-Dimethyl-i-oxybenzol; vgl. Ber. 11 [1878] S. 26/27) werden in 100 Teilen Methylalkohol gelöst und mit einer Lösung von 30 Teilen Quecksilberacetat in 100 Teilen Wasser erwärmt, bis eine Probe mit Natronlauge versetzt, kein Quecksilberoxyd mehr abscheidet. Nach dem Erkalten kristallisiert ein merkuriertes Xylenol aus, dem die Formel
C6H2 (C H3) 2 -OH -HgO -CO -CH3
zukommt. In Alkalien löst sich die Verbindung in Form eine? Salzes des Quecksilber-pxylenols auf, das aus dieser Lösung in der für die Isolierung von Salzen organischer ' Säuren üblichen Weise in kristallinischer Form erhalten werden kann.
TD ■ · 1
Beispiel 2.
15 Teile Kreosol (3-Methyläther des Homobrenzkateehins, 2 · 3-Dioxy-i-methylbenzols) löst man in 150 Teilen Methylalkohol, versetzt mit einer Lösung von 30 Teilen Queck-
silberacetat in ioo Teilen Wasser, erwärmt und behandelt weiter wie oben beschrieben. Die so erhaltene Verbindung zeigt die gleichen Eigenschaften wie die vorigen und läßt sich aus verdünntem · Alkohol Umkristallisieren.
Beispiel 3.
■18,3 Teile Pyrogallol-i · 3-diäthyläther (Ber. 11 [1878] S. 799/800. und Patentschrift 162658, Kl. 12 q, Beispiele 3 und 4) werden in 200 Teilen Äthylalkohol gelöst und mit einer Lösung von 30 Teilen Quecksilberacetat am Rückflußkühler so lange gekocht, bis eine Probe in Natronlauge klar löslich ist. Die Verbindung
kristallisiert beim Erkalten in farblosen Nadeln, die sich aus verdünntem Alkohol umlösen lassen.
Beispiel 4.
20 Teile Monobrom-p-xylenol (OH: CH3: CH3 = 1:2:5; vgl· Ber· 11 [1878] S. 27), gelöst in ioo Teilen Methylalkohol, erwärmt man mit einer Lösung von 30 Teilen Quecksilberacetat in 100 Teilen Wasser, bis eine Probe sich klar in Natronlauge löst. Die Eigenschäften der farblosen kristallinischen Verbindung sind dieselben wie die der vorher beschriebenen Quecksilberderivate.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: , ,
    Abänderung des durch Patent 234851 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß man zwecks Darstellung von im Kern durch Quecksilber substituierten Verbindüngen polysubstituierter Phenole solche Derivate von Phenolen (mit Ausnahme des Thymols) verwendet, welche andere Substituenten im aromatischen Kern enthalten, als die bei dem Verfahren des Hauptpatents zur, Anwendung gelangenden Phenolderivate. l
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