DE250514C - - Google Patents
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D95/00—Shoe-finishing machines
- A43D95/06—Machines for colouring or chemical treatment; Ornamenting the sole bottoms
-
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- A43—FOOTWEAR
- A43D—MACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
- A43D95/00—Shoe-finishing machines
- A43D95/26—Devices for applying wax
Landscapes
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 250514 KLASSE 71 c. GRUPPE
: V. St. A.
Maschine zum Färben der Absätze von Schuhwerk. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Dezember 1911 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf Maschinen, welche bei der Herstellung von
Schuhwerk verwendet werden, und im besonderen auf Maschinen, welche die Ränder des
Schuhbodens, vor allem des Absatzes und des Fersenteiles der Sohle, mit einem geeigneten
Überzug, z. B. Farbe, Schwärze oder einer Beize versehen. Die Erfindung bezweckt,
Maschinen dieser Gattung zu verbessern und
ίο ?;u vereinfachen und Einstellungen der Maschinenteile,
die in den bekannten Maschinen bei eintretenden Änderungen der Gestalt und Größe der zu bearbeitenden Schuhwerkteile
notwendig waren, zu vermeiden.
Ein wichtiges Merkmal der vorliegenden Erfindung besteht darin, daß . der Schuh derart geführt wird, daß die Auftragevorrichtung
in der Querrichtung des Absatzrandes und der Absatzflecke bewegt wird. Zweckmäßig
wird gleichzeitig mit dem Auftragen der Farbe auf den Absatzrand Farbe in die
Rinne zwischen Keder und Oberleder durch eine von der Maschine aus angetriebene Führung
eingeführt. Die die Farbe in die Rinne zwischen Keder und Oberleder einführende Vorrichtung und die die Farbe auf den Absatzrand
auftragende Vorrichtung werden gemäß der Erfindung um Achsen gedreht, die
im wesentlichen senkrecht zueinander stehen.
Der die Rinne zwischen Keder und Oberleder mit Farbe versehenden Vorrichtung wird die
.Farbe unmittelbar zugeführt, während die die Farbe auf den Absatzrand auftragende
Vorrichtung die Farbe lediglich von der erstgenannten
Vorrichtung' empfängt. Die neuartige Maschine ist auch mit Vorrichtungen
versehen, welche überflüssige Farbe von der bzw. den Auftragevorrichtungen abstreifen
und in geeigneter Weise in den Behälter zurückführen.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen beispielsweise veranschaulicht, doch
ist es klar, daß anderweitige Ausführungsformen möglich sind, ohne aus dem Bereich der
Erfindung zu treten.
Fig. ι ist eine Vorderansicht einer Maschine zum Färben der Absätze von Schuhwerk.
Fig. 2 ist ein Grundriß.
Fig. 3 ist ein Schaubild unter Weglassung gewisser Teile.
Fig! 4 ist eine Vorderansicht der Abstreifvorrichtung.
Fig. 5 ist eine Vorderansicht einer abgeänderten Bauart.
Fig. 6 ist eine Einzelansicht im Schnitt.
Fig. 7 zeigt einen Teil der in die Absatzrinne eintretenden Führung.
Der Ständer 2 trägt den Maschinenkopf 4, in dem die Hauptwelle 6 lagert. Auf der
Hauptwelle 6 sitzt eine lose Riemenscheibe 8, die durch eine mittels einer Handhabe 12
steuerbare Kupplung 10 mit der Welle 6 verbunden werden kann. Eine auf der Hauptwelle
6 festsitzende Schnecke 14 greift in ein an einem Bund 17 befestigtes Schneckenrad 16
ein. Die Auftragebürste 18 ist durch eine Mutter 19 an dem Bund 17 festgeklemmt.
Der Bund 17 dreht sich mit dem Schneckenrad 16 auf einer senkrechten Spindel 20, die
durch einen federbelasteten Stift 21 abnehmbar in der Arbeitsstellung gehalten wird. Der
Stift 21 gleitet in einem Loch des Maschinengcstelles
und fällt in eine in der Nähe des oberen Endes der Spindel 20 angebrachte Nut ein (Fig. 3). Die Spindel 20 ist an einem
Teil 22 des Maschinengestelles angeordnet, der mit Bezug auf den Maschinenkopf parallel
zur Welle 6 verstellt werden kann. Ein in das Maschinengestell hineingeschraubter
Bolzen 23 ragt in einen Schlitz des Teiles 22 hinein und hält den letzteren in eingestellter
Lage.
Auf der Welle 6 sitzt eine zweite Schnecke 24, welche in das Schneckenrad 26 eingreift.
Das Schneckenrad 26 ist an einer Welle 28 befestigt, die unter der Welle 6 und rechtwinklig
zur letzteren angeordnet ist. Die Welle 28 trägt eine verhältnismäßig große Scheibe 30, die für gewöhnlich in den die
Farbe oder Wichse bergenden Behälter eintaucht und die Förderung der Farbe besorgt.
In Fig. 3 ist der Behälter in gesenkter oder unwirksamer Lage dargestellt, für gewöhnlich
nimmt er jedoch die in Fig. 1 dargestellte Lage ein, in der er durch eine Stellschraube
33 festgehalten wird. An einer parallel zur Welle 28 angeordneten und etwas zur Wagerechten
geneigten Welle 34 ist eine gleichzeitig als Führung" dienende Auftragevorrichtung"
36 angebracht. Die Welle 34 lagert in einem Bund 38, der im Maschinengestell in
begrenztem Maßstabe achsial verstellt werden kann und durch eine Stellschraube 40 in
eingestellter Lage gehalten wird. Die Welle 34 wird durch ein Getriebe 41, 42, 43 von der
Welle 28 aus in Drehung versetzt.
Die Randführung 36 ist zweckmäßig konkav oder tassenförmig ausgebildet und nimmt
mit Bezug auf die Bürste 18 eine derartige Lage ein, daß sie ein Segment der Bürste umgibt,
und daß die vordere Kante der Führung 36 in Berührung mit dem Umfang der Bürste steht. An der Führung 36 ist eine Lippe ausgebildet,
die in die von dem Absatz und Oberleder gebildete Rinne eintritt.
Wenn die Maschine angelassen wird, so dreht sich die Bürste 18, die Führung 36 und
die Scheibe 30 in der Pfeilrichtung der Fig. 3. Die Führung 36 wird so eingestellt, daß die
mit dem Keder in Berührung tretende Fläche ganz dicht an der Scheibe 30 anliegt. Die
von der Scheibe 30 aus dem Behälter 32 heraufgeholte Schwärze wird von der mit dem
Keder in Berührung tretenden Fläche der Führung" 36 aufgenommen, und da die Bürste
18 in zu dieser Fläche senkrechten Ebenen bewegt wird, so wird sie auf diese Weise mit
der erforderlichen Schwärzemenge gespeist. Die Führung 36 ist mit Bezug auf die Scheibe
30 etwas geneigt, so daß die Kante derselben nur an einem Punkte mit der der Scheibe 30
anhaftenden Schwärze in Berührung tritt. Die Verstellbarkeit des Bundes 38 in dem
Maschinengestell ermöglicht Veränderungen der Lage der Führung 36 mit Bezug auf die
Scheibe 30, so daß die Menge der der Führung 36 zu übertragenden Schwärze geregelt
werden kann. Die Menge der der Führung 36 zu übertragenden Schwärze kann auch durch einen Abstreifer geregelt werden. Dieser
Abstreifer besteht aus einem Schraubenbolzen 44, der in einem Loch des Behälters 32
Aufnahme findet. An dem Schraubenbolzen ist eine Feder 46 angebracht, die sich zwischen
der Seite des Behälters und dem Kopf des Bolzens befindet und den Bolzen in eingestellter
Lage hält. Das Ende des Bolzens liegt in unmittelbarer Nähe derjenigen Fläche der Scheibe 30, die die Schwärze an die Führung
36 abliefert. Durch Abstellung des
Bolzens kann mehr oder weniger Schwärze von der Scheibe 30 abgestreift werden.
Damit die mit der Hinterkappe oder Ferse des Schuhes in Berührung tretende Fläche
der Führung 36 rein gehalten wird, ist eine weitere Abstreifvorrichtung vorgesehen.
Diese Abstreifvorrichtung schließt eine Konsole 48 ein, die an dem Bund 38 befestigt ist.
Die Konsole 47 trägt ein Gehäuse 50, welches in geneigter Lage über der Führung 36 angeordnet
ist. In dem Gehäuse 50 sind zwei Gleitwege angebracht, von denen einer einen aus Metall bestehenden Abstreifer 52 aufnimmt,
während in dem anderen Gleitweg" ein aus weichem Stoff, z. B. Kork, Filz o. dgl.,
bestehender Abstreifer 54 untergebracht ist. Die Abstreifflächen der Glieder 52, 54 sind
zweckmäßig entsprechend der Gestalt der Führung 36 ausgebildet. Der Metallabstreifer
soll etwa getrocknete Schwärze von der Randführung" entfernen. Für gewöhnlich genügt
das Eigengewicht des Abstreifers 54, um dies zu bewerkstelligen. Der andere Abstreifer
wird jedoch zweckmäßig gegen die Randführung gepreßt. An dem Gehäuse 50 ist eine Stange 56 angebracht, deren oberes
Ende abgebogen ist. Zwischen dem abgebogenen Ende und dem Abstreifer 54 befindet
sich eine Feder 58, die auf den Abstreifer 54 einen ausreichenden Druck ausübt.
An dem Behälter 32 ist eine verstellbare Kantenführung 60 angebracht, die mittels
einer Daumenschraube 62 in eingestellter Lage gesichert werden kann.
Der zu bearbeitende Schuh wird der Ma-
schine so dargeboten, daß der Absatz auf der Führung 60 aufliegt und daß die Lippe der
Führung 36 in die Absatzrinne eintritt.
Die mit dem Keder in Berührung tretende Fläche der Führung 36 ist diejenige. Fläche,
die die Schwärze von der Scheibe 30 empfängt. Während der Umdrehung der Führung
36 wird die Schwärze auf die obere bloßgelegte Fläche des Keders aufgebracht.
Gleichzeitig wird die Schwärze von der Bürste 18 in der Höhenrichtung des Absatzes
von dem Keder gegen denLauffleck gewischt. Der Arbeiter beginnt in der Regel die Bearbeitung
des Schuhes, dessen Spitze eine aufrechte Lage einnimmt, an der Kante des Absatzes
in der Nähe der ' Brustfläche. Der Schuh wird dann herabgeschwungen, und
ZAvar verbleibt die Führung 36 in der Rinne
zwischen dem Keder und dem Oberleder, und auf diese Weise wird der Absatz ringsherum
in der erforderlichen Weise mit Schwärze versehen.
Die Bürste 18 besitzt zweckmäßig weiche Borsten, damit sich dieselben den Krümmungen
verschiedener Absätze in der erforderlichen Weise anpassen können. Die Borsten einer derartigen Bürste werden einerseits
durch die Einwirkung des Werkstückes und andererseits durch die aufgesaugte Schwärze
verbogen und sind nicht nachgiebig genug, um wieder in ihre normale Lage zurückzukehren.
Damit die Bürste stets in arbeitsfähigem Zustande erhalten wird, und damit etwa überflüssige Schwärze von derselben
entfernt wird, ist eine aus verhältnismäßig steifen Borsten bestehende Bürste 64 vorgesehen,
die mit dem Umfang der Bürste 18 in Berührung steht. Die Bürste 64 ist an einer
senkrechten Spindel 66 angebracht, die sich in dem Teil 22 des Maschinengestelles dreht.
Die Spindel 66 wird durch ein Zahnrad 68 angetrieben, welches mit einem auf der Hauptwelle
6 sitzenden Zahnrad 70 in Eingriff steht. Die Übersetzung der Zahnräder 68 und 70 ist mit Bezug auf die Übersetzung des
Schneckengetriebes 14, 16 so gewählt, daß die Bürste 64 mit bedeutend höherer Geschwindigkeit
betrieben wird als die Bürste 18. Die Bürsten 18 und -64 werden in entgegengesetzten
Richtungen gedreht. Die Bürste 64 bewirkt sowohl das Geraderichten der Borsten
der Bürste 18 als auch das Entfernen überflüssiger Schwärze von der Bürste 18.
Die der Bürste 64 anhaftende Schwärze muß entfernt werden, und zu diesem Zwecke
ist eine aus einer Metallplatte 72 bestehende, ortsfeste Abstreifvorrichtung' vorgesehen.
Die Platte y2 ist zweckmäßig höher als die Bürste 64 und im Querschnitt C-förmig gebogen.
Die Platte 72 ist an dem oberen Ende einer Stange 74 angebracht, die lose in einer
Büchse des Teiles 22 angeordnet ist. Die entgegengesetzte Ecke der Platte 72 liegt an
dem Umfang" der Bürste 64 an, so daß die offene oder konkave Seite der Platte 72 gegen
die Bürste gerichtet ist. Damit die Kante der Platte 72 gegen die Bürste 64 gepreßt
wird, ist an dem oberen Ende der Stange 74 ein Gewicht 76 angebracht. In die Stange 74
ist eine Schraube 80 hineingeschraubt, die an einer schrägen Fläche 78 des Lagers der
Stange 74 anliegt. Fig. 4 läßt erkennen, daß die Anordnung derart getroffen ist, daß die
Stange 74 das Bestreben hat, sich in einer Richtung zu drehen, in der die Kante der
Platte 72 gegen die Bürste 64 gepreßt wird. Wenn die Kante der Platte 72 mit den Borsten
der Bürste 64 in Berührung steht, so werden dieselben von derselben gebogen und schnappen, nachdem sie sich an der Kante
der Platte 72 vorbeibewegt haben, zurück, und hierbei wird die den Borsten anhaftende
Schwärze weggeschleudert. Die konkave Fläche der Platte 72 befindet sich in der Bewegungsbahn der weggeschleuderten
Schwärze und dient zum Ansammeln derselben. An dem rechten Ende des Behälters 32
ist ein Fortsatz angebracht, über dem sich die Platte 72 und die Bürste 64 befindet, so
daß die von der Platte 72 angesammelte go Schwärze in den betreffenden Teil des Behälters
32 tropft. Damit die Bürste 64 die Schwärze nicht gegen den Arbeiter schleudert,
ist ein die Bürste 64 teilweise umgebender Schild 82 vorgesehen. .
Wenn die Bürste 18 eine längere Zeit außer Gebrauch ist, z. B. über Nacht, so trocknet
die vorhandene Schwärze ein, und die Bürste kann dann nicht ohne vorheriges Aufweichen
in Gebrauch genommen werden. Gemaß der Erfindung ist an der Maschine ein
Behälter angebracht, in den die nicht im Gebrauch befindliche Bürste eingeführt werden
kann, damit sie in feuchtem Zustande erhalten wird. Dieser . Behälter besteht aus einem
wasserdichten Becken 84, das an dem oberen Ende des Maschinenkopfes 4 ausgebildet ist.
Ein ziemlich hoher Deckel 86 verschließt das Becken 84. Innerhalb des Beckens ist ein
sternförmiges Gerippe 88 angebracht, das ein Auflager für das untere Ende des Bundes 17,
an dem die Bürste 18 angebracht ist, bildet. Wenn die Maschine für mehrere Stunden
außer Gebrauch ist, so zieht der Arbeiter den die Bürste für gewöhnlich in wirksamer Lage
haltenden Stift 21 heraus und entfernt dann die Bürste 18, den Bund 17, das Schneckenrad
16 und die Spindel 20 als Ganzes und bringt diese Teile in aufrechter Lage in das
Becken 84 und verschließt dasselbe mittels
des Deckels 86. Das Becken 84 wird teilweise mit Wasser aufgefüllt, so daß die Luft genügend
feucht erhalten wird, um das Eintrocknen der Bürste zu verhindern. Das Gerippe 88 ist zweckmäßig so hoch, daß das in
dem Becken befindliche Wasser unter keinen Umständen mit der Bürste in Berührung kommen
kann.
Die in Fig. 5 bis 7 dargestellte Maschine ist mit Ausnahme einiger Einzelheiten in derselben
Weise ausgebildet, wie die in den übrigen Figuren dargestellte Maschine. Die Führung 36 ist an einer wagerechten Welle
angebracht und ist im wesentlichen parallel mit der Scheibe 30. Die mit dem Keder in
Berührung tretende Fläche der Führung 36 ist abgeschrägt (Fig. 6), und zwar sind an
der abgeschrägten Fläche seichte Taschen 90 angebracht. Die die Führung 36 tragende
Welle 34 ist durch ein Getriebe mit der die Scheibe 30 tragenden Welle verbunden und
wird in dem der Scheibe30 entgegengesetzten
Sinne gedreht. Wenn die Maschine im Gebrauch ist, so verbleibt stets eine geringe
Menge von Schwärze an demjenigen Punkte, an dem die Führung 36 die Scheibe 30 verläßt.
Die dort verbleibende Schwärze wird von der mit dem Keder in Berührung tretenden
Fläche der Führung 36 und von den Taschen 90 derselben aufgenommen.
Durch die Abwärtsbe\veg'ung der Führung 36 an der Stelle, an der sie mit der Bürste 18
zusammentrifft, werden die unteren Teile der Borsten der Bürste 18 heruntergebogen. Um
dem Herabbiegen der Borsten entgegenzuwirken, ist an der Spindel 20 unterhalb der
Bürste 18 ein flacher Metallstreifen 92 angebracht. Der Streifen 92 ist ungefähr in der
Mitte scharf abgebogen, und sein freies Ende ist zurückgebogen, so daß eine schräge Fläche
entsteht, die mit der unteren Seite, der Bürste in Berührung tritt. Fig. 5 läßt erkennen, daß
während der Umdrehung der Bürste 18 die Borsten derselben an der schrägen Fläche des
Streifens 92 heraufgleiten und gegen den Körper der Bürste gepreßt werden. Die Borsten werden an der unteren Seite der
Bürste 18 auch von dem Bund 93 (Fig. 1 und 5) gestützt, der zweckmäßig aus einem
Stück mit der Mutter 19 besteht.
In Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Abstreifers für die Führung
36 erläutert. An der die Welle 34 tragenden Konsole sind zwei Stifte 94 angebracht, die
im wesentlichen parallel zur Welle 34 verlaufen und sich über bzw. unter der Welle befinden.
Der Abstreifer besteht aus einem halbkreisförmigen Bügel, an dem Halter 96 angebracht
sind, die zwecks Aufnahme der Stifte
6a 94 mit Löchern versehen sind. Zwischen den Enden der Stifte 94 und den Böden dieser
Aussparungen befinden sich Federn 98, die die Halter 96 gegen die Fläche der Führung
36 zu pressen suchen. Jeder der Halter ist geschlitzt und nimmt einen aus Filz, Kork,
Leder ο. dgl. bestehenden Streifen auf, welcher an der Führung anliegt und angesammelte
Schwärze von der Außenfläche derselben entfernt. Diese Anordnung hat den Vorteil, daß die gegenüberliegenden Seiten
der Führung 36 demselben Druck ausgesetzt sind, so daß seitliche Beanspruchung der
Welle 34 vermieden wird. Der von den Abstreifern auf die Führung 36 ausgeübte Druck wird von einem an einem Ende der
Welle 34 angebrachten Bund 100 aufgenommen.
Die in Fig. 5 dargestellte Kantenführung 60 besitzt einen gespaltenen Stiel, der in an
einem Bund des Behälters 32 angebrachte Löcher eingeführt werden kann. In der in
dieser Figur dargestellten Bauart wird der Behälter 32 von einem Stift 102 getragen, der
durch beide Ständer des Maschinengestelles hindurchgeht und unbeabsichtigtes Verschieben
des Behälters verhindert.
Ein besonderer Vorteil der neuartigen Ausbildung der Maschine liegt darin, daß sich
die Bürste der Gestalt des jeweilig dargebotenen Absatzes anpassen kann. Mit Ausnahme
der Einstellung" der Kantenführung brauchen überhaupt keine Einstellungen der Maschinenteile
vorgenommen zu werden.
Claims (9)
1. Maschine zum Färben der Absätze von Schuhwerk mit Führungsvorrichtungen
für den Schuh und Auftragevorrichtungen, dadurch gekennzeichnet, daß der Schuh derart geführt wird (36), daß die
Auftragevorrichtung (18) in zum Ab- ■ satzrande und zum Lauffleck senkrechten
Ebenen bewegt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit dem
Auftragen der Farbe auf den Absatzrand Farbe in die Rinne zwischen Keder und Oberleder durch eine von der Maschine
aus angetriebene Führung (36) eingeführt wird.
3. Maschine nach Anspruch i, in der eine Vorrichtung Farbe in die Rinne z\vischen
Keder und Oberleder einführt, während eine andere Vorrichtung Farbe auf den Absatzrand aufträgt, dadurch gekennzeichnet,
daß die genannten Vorrichtungen (36, 18) um Achsen gedreht werden,
die im wesentlichen senkrecht zueinander stehen.
4- Maschine nach Anspruch ι und 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Farbe unmittelbar der die Rinne zwischen Keder und Oberleder mit Farbe versehenden
Vorrichtung (36) zugeführt wird (30, 32), während die die Farbe auf den Abratzrand
auftragende Vorrichtung (18) die Farbe lediglich von der erstgenannten
Vorrichtung (36) empfängt.
5. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine sich in
einer im wesentlichen wagerechten Ebene umdrehende Bürste (18) Farbe auf den
Absatzrand aufträgt, und daß eine konkave, die Bürste (18) teilweise umgebende
Führung (36) mit der vorderen Kante der Bürste (18) in Berührung steht und während
der in einer im wesentlichen senkrechten Ebene stattfindenden Umdrehung Farbe in die Absatzrinne einführt.
6. Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß Abstreifer
(96) an diametral gegenüberliegenden Punkten mit der Führung (36) in Berührung stehen und Farbe von dem mit dem
Oberleder des Schuhes in Berührung tretenden Teil der Führung (36) abstreifen.
7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine von der Maschine
aus angetriebene Vorrichtung (64) . überflüssige Farbe von der Auftragebürste (18) entfernt.
8. Maschine nach Anspruch 1 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß die die überflüssige
Farbe von der Auftragebürste entfernende Vorrichtung (64) mit größerer Geschwindigkeit umläuft als die Auftragebürste
(18) und die Borsten der letzteren geraderichtet.
9. Maschine nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß die die überflüssige
Färbe entfernende, aus einer Bürste bestellende Vorrichtung teilw.eise
von einem Schild (72) umgeben ist, der nachgiebig (76,78) gegen die Borsten
der Bürste gepreßt wird und die Borsten ablenkt, so daß die Farbe beim Zurückspringen
der verhältnismäßig steifen Borsten gegen die Wandung des Schildes geschleudert wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250514C true DE250514C (de) |
Family
ID=509035
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250514D Active DE250514C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250514C (de) |
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0
- DE DENDAT250514D patent/DE250514C/de active Active
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