DE57590C - Lederfärbmaschine - Google Patents

Lederfärbmaschine

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DE57590C
DE57590C DENDAT57590D DE57590DA DE57590C DE 57590 C DE57590 C DE 57590C DE NDAT57590 D DENDAT57590 D DE NDAT57590D DE 57590D A DE57590D A DE 57590DA DE 57590 C DE57590 C DE 57590C
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DE
Germany
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roller
brush
leather
canvas
dyeing
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT57590D
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English (en)
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St. SKUCEK in Lieben bei Prag und F. JELEN in Prag, Hybernergasse 7
Publication of DE57590C publication Critical patent/DE57590C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P3/00Special processes of dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the material treated
    • D06P3/02Material containing basic nitrogen
    • D06P3/04Material containing basic nitrogen containing amide groups
    • D06P3/32Material containing basic nitrogen containing amide groups leather skins

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Lederfärbmaschine.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neue Lederfärbmaschine, wie sie in beiliegender Zeichnung in Fig. 1 in Seiten-, in Fig. 2 in Vorderansicht dargestellt ist. Fig. 3, 4, 5 und 6 sind später zu beschreibende Details.
Die Maschine besteht aus einer Walze A, welche aus Holz oder einem anderen für die Lederfärbung geeigneten Material verfertigt und mittelst «Welle C in zwei auf dem Gestell B angebrachten Lagern L drehbar gelagert ist. Um das. Holz vor der Feuchtigkeit zu schützen, ist dasselbe mit Firnifsfarbe gut angestrichen und die Mantel- (Cylinder)fläche der Walze mit Zink, Messing- oder Kupferblech überzogen.
In dem Holzcylinder werden zwei diagonal gegenüber liegende Längsnuthen ν V1, Fig. 1, 5 und 6, ausgehobelt, in welche je zwei metallene Rundstangen tt1 u U1 eingelegt werden, und zwar so, dafs zwischen beiden ein leerer Raum bleibt. Sodann wird der übrige leere Raum in der Nuth mit Zink \ ausgefüllt, welcher den Stangen als Lager dient. Die Klemmstangen t txuux sind in ihrer Längsrichtung ebenfalls ~ ausgenommen, und zwar haben sie eine Nuth 1, welche zur Aufnahme des Randes (bezw. Drahtes 2) der Leinwand w dient. Zu diesem Zwecke wird die Klemmstange mittelst eines Schlüssels nach oben gedreht, Fig. 5 und i, und in diese der Draht 2 eingelegt. An einem Ende laufen die Klemmstangen in ein Vierkant 3 aus, auf welches der Schlüssel 4 aufgesetzt ist. Durch Umdrehen des Schlüssels um ca. 900 nimmt die Klemmstange die in Fig. 4 und Fig. 6 (Querschnitt) dargestellte Lage ein, d. h. der eingeführte Rand der Leinwand wird in dieser Lage eingeklemmt werden. (Fig. 5 und 6 sind Querschnitte durch die über die ganze Länge des Cylinders verlaufende Nuthen ν [υ,] in vergröfsertem Mafsstabe.)
Die Maschine hat ferner zwei cylindrische, drehbare Bürsten^ und fx, von welchen sich die eine unterhalb, die andere oberhalb der Walze A befindet. Beide haben Vorrichtungen, mittelst welcher sie auf die rotirende Walze A aufgeprefst und dadurch von der letzteren während der Drehung mitgenommen werden; aufserdem führen sie durch die Wirkung eines Führungsrädchens eine hin- und hergehende, zu der Längenachse des Cylinders A parallele Bewegung aus. Die dazu benöthigte Vorrichtung ist folgendermafsen eingerichtet: Auf die viereckige, in Zapfen s endigende und im Ständer B gelagerte Stange 5 ist beiderseits je ein Flacheisen h aufgesetzt, in welchem die Bürstenwelle 6 (zu vergleichen in Fig. 3, Horizontalschnitt durch die Bürste) gelagert und an welches Flacheisen aufserdem die Rinne m angemacht ist. Auf der Welle 6 ist ein Führungsrädchen 7 aufgekeilt, welches mit einer schief zu seiner Achse verlaufenden Nuth 8 versehen ist. In diese Nuth greift ein auf dem Flacheisen h befestigter Stift 9 ein, wodurch bei der Drehung der Bürste fx das Rädchen 7 und folglich auch die Bürste f1 geradlinig hin und her verschoben wird.
Zum Heben des Flacheisens h bezw. der Bürste/x dient ein Hebel i, welcher mittelst Stange j mit dem Flacheisen verbunden ist. Eine Feder io dient zum Feststellen des Hebels in seiner gehobenen Lage, in welcher die BürsteZ1 an die Walze A angeprefst ist und dabei die in der Rinne m enthaltene Farbflüssigkeit an der mit dem Leder bedeckten Walze A vertheilt. Die Farbflüssigkeit wird durch ein Kautschukrohr aus den Farbbottichen in die Rinne m geführt und schliefslich die unbrauchbar gewordene Flüssigkeit durch das Kautschukrohr k und Hahn / abgelassen.
Die obere Bürste/ ist analog wie die untere construirt und ebenfalls mit einem Führungsrä'dchen 11 versehen. Die Hebevorrichtung besteht aber aus einem Hebel 12, welcher mit der die beiden Arme 13 tragenden Stange 14 in fester Verbindung steht. Von diesem Hebel geht ein Riemen b über die Führungsrolle 15 zu der Kurbel 16, so dafs die Bürste durch Drehen der Kurbel nach oben entweder an die Walze angedrückt oder (durch Drehen im entgegengesetzten Sinne) von der Walze A entfernt (gehoben) wird, und zwar durch die Wirkung des Gegengewichtes 17.
Unter der Bürste befindet sich eine Blechrinne g, welche einestheils (bei herabgedrückter Bürste) das Verspritzen der Flüssigkeit verhindert, anderenteils wieder (bei gehobener Bürste) die herabtropfende Beize aufnimmt.
Diese letztere wird aus den Farbbottichen Z durch ein Kautschukrohr 19 zugeführt, das in den röhrenartig umgebogenen Rand gx der Rinne g einmündet, von wo die Beize durch kleine Löcher auf die Bürste / herabtropft und während der Drehung der Walze auf das Leder vertheilt wird. Der obere Ständer 20 hat einen scheibenartigen Angufs 21, in welchem eine Walze 22 gelagert ist und mittelst Kurbel 0 gedreht werden kann. Auf dieser Walze ist die Leinwand aufgewickelt, welche im Gebrauchsfalle über die Führungswalze 23 geführt und (beim Färben) mit ihrem Rande in die Klemmstangen eingelegt wird. Damit von der aufgewickelten Leinwand die Farbflüssigkeit auf die Walze nicht herabtropfen kann, wird unter der Walze 22 eine Sammelrinne 24 angebracht.
In dem unteren Ständer B, Fig. 1 und 2, ist weiter eine Spindel 25 drehbar gelagert, auf welche zwei mittelst der Schraubenkurbel d bethätigte Winkelhebel e fest aufgesteckt sind, also durch Drehen an der Kurbel d sich um die Achse 25 drehen. An seinem anderen Arme trägt der Hebel e eine kleinere, mit Gummiüberzug versehene Walze <z, welche um die Zapfen 26 drehbar beweglich ist und zum Auspressen des Leders während des Färbeprocesses bestimmt ist. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, dafs durch entsprechendes Drehen an der Kurbel d die im Lager 27 geführte und mit der Kurbel d fest verbundene Schraubenspindel β den Winkelhebel e hebt oder senkt, also die Gummiwalze α an die Walze A anpreist bezw. von derselben entfernt. Das geneigte Brett 28 dient zum Abführen der von der Walze herabtropfenden Flüssigkeit.
Das zu färbende Fell (Leder) F wird auf die eine Hälfte bezw. das Feld der Walze A ausgebreitet und mit einer Massette möglichst glatt gelegt, damit die infolge natürlicher Form des Leders sich beim Kopfe und in den Flanken bildenden Falten geöffnet werden.' Um das Leder in dieser glatten gespannten Lage während des Färbens zu erhalten, wird dasselbe mit einer dem Inhalte der halben Walzenfläche gleichenden Leinwand w bedeckt. Zu diesem Zwecke ist in jedem Längenrand der Leinwand je ein stärkerer Messingdraht 2, Fig. 5 und 6, eingenäht, von welchen der eine in die mit der Längennuth nach oben gedrehte Klemmleiste t w, Fig. 5, gelegt und dieselbe wieder geschlossen bezw. so gedreht wird, dafs die Längennuth in die in Fig. 6 und 4 dargestellte Lage kommt. Nun wird die Walze A gedreht, so. dafs sich die Leinwand w über das auf der Walze gespannte Leder F legt, worauf der entgegengesetzte Rand bezw. Draht mit der gegenüber liegenden Klemmstange eingeklemmt wird. Dasselbe geschieht mit einem zweiten Leder auf der anderen Hälfte oder dem Feld. Um die Leinwand auch in der horizontalen Richtung gespannt zu erhalten, sind an den Rändern der Walze A mehrere Stifte S1 eingelassen, auf welche die in den Rändern der Leinwand befestigten Ringe aufgesteckt werden. Dasselbe geschieht mit einem zweiten Leder auf der anderen Hälfte oder dem Feld.
Hierauf wird der Hebel i gehoben, damit die Bürste fx mit der Walze A in Berührung kommt und die Maschine in Gang gesetzt' wird. Die in der Blechrinne m befindliche Farbflüssigkeit wird infolge der Drehung der Walze A durch die Bürste /j auf die Leinwand übertragen und sickert durch die Poren derselben auf das Leder durch. Nach kurzem Zeiträume wird die kleine Gum mi walze α gegen die Walze A gedrückt, um die verzehrte Farbflüssigkeit aus dem Leder auszupressen. Nach einer oder zwei Umdrehungen der Walze A wird die kleine Walze α wieder entfernt und das ausgepreiste Leder saugt wieder frische Farbe an. Bei Farben, welche abgedunkelt werden müssen, wird nach dem Färben auch die obere Bürste verwendet, und zwar wird nach beendigtem Färbeprocesse die untere Bürste Z1 durch Senken des Hebels i von der Walze A entfernt und darauf die obere Bürste/ durch die Kurbel 16 herabgelassen. Durch Oeffnen des Hahnes beim Bottich Z fliefst die
Beize durch den Schlauch ig in das Röhrchen g1 und von da durch die Ausflufslöcher des letzteren auf die Bürste / herab, welche sie bei der Drehung an die Walze A abgiebt. Sodann wird nach einigen Umdrehungen der Walze A der Hahn wieder geschlossen und die Bürste/ gehoben. ,. Endlich durch Oeffnen des zum Wasserleitungsrohr η führenden Hahnes wird die Walze A bezw. die Leinwand und das gefärbte und eventuell auch gebeizte (abgedunkelte) Leder mit Wasser abgespült, der Wasserzuflufs wieder geschlossen und das unter der Leinwand noch befindliche Leder zum letzten Male durch die kleine Gummiwalze a ausgepreist.
Das Leder ist nun vollständig gefärbt und kann von der Walze abgenommen werden, was folgendermafsen geschieht: Durch den Schlüssel 4 wird die Klemmnuth geöffnet, der in dem Längenrand der Leinwand eingenähte Messingdraht 2 aus der Nuth herausgenommen, sammt der Leinwand über die Rolle 21 gelegt und mittelst der auf dieser Rolle befindlichen Kurbel ο aufgewickelt. Dabei hat sich die Walze A mit der gegenüber liegenden (unteren) Nuth V1 nach oben gedreht. Der andere in dieser Nuth' V1 eingeklemmte Längenrand wird ebenfalls ausgeklemmt und das jetzt entblöfste Leder von der Walze abgenommen. Dasselbe geschieht mit dem auf dem zweiten Feld des Cylinders aufgespannten Leder.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Lederfärbmaschine, charakterisirt durch eine drehbare Walze A, auf welche das zu färbende Leder F aufgespannt und mit eingeklemmter Leinwand w überzogen wird, worauf das Färben mittelst einer unteren (J) und einer oberen, drehbaren Bürste/ geschieht, indem diese Bürsten entweder an die Walze A angedrückt oder von derselben entfernt werden können und mittelst Führungsrädchen 7 und 11 eine hin- und hergehende horizontale Bewegung ausführen, während die rotirende Bewegung der Bürsten direct von der. Hauptwalze A erfolgt.
    An der unter 1. charakterisirten Maschine die Anordnung von mit den Bürsten / und J1 verbundenen Rinnen g und m, in welch letztere die Farbe direct geführt und von der eintauchenden Bürste f1 aufgenommen wird, während bei der oberen Bürste/ die Beize in den röhrenartig gestalteten Rand gi der Rinne g geleitet wird und von da auf die Bürste/ herabtropft.
    An der unter 1. charakterisirten Maschine eine Klemmvorrichtung, bestehend aus in diagonal gegenüber liegenden Nuthen W1 eingelegten Klemmstangen t u und ^1 H1, welche Stangen mit länglichen Nuthen 1 versehen sind, die zur Aufnahme der Ränder (Drähte) 2 der beiden Leinwandstücke dienen, wobei durch entsprechendes Umdrehen dieser Stangen mittelst aufgesetzten Schlüssels 4 die Leinwand gespannt wird und dadurch das darunter ausgebreitete Fell auf der Walze A festhält.
    Auf der unter 1. charakterisirten Maschine die Anordnung einer zum Auspressen des Leders während des Färbeprocesses bestimmten, mit Gummiüberzung versehenen Walze a, welche um Zapfen 26 in den Winkelhebeln e drehbar gelagert ist und sich durch die Schraubenkurbeln d je nach Bedarf gegen die Walze A anpressen oder von derselben entfernen läfst.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT57590D Lederfärbmaschine Expired - Lifetime DE57590C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5090672A (en) * 1989-06-19 1992-02-25 Sitma S.P.A. Automatic apparatus for folding sheet elements
US5244196A (en) * 1992-02-19 1993-09-14 Gbr Systems Corporation Pivotable transfer conveyor

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5090672A (en) * 1989-06-19 1992-02-25 Sitma S.P.A. Automatic apparatus for folding sheet elements
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