DE250303C - - Google Patents

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DE250303C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06P—DYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00—Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15—Locally discharging the dyes

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Chemical Or Physical Treatment Of Fibers (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE Qn. GRUPPE
In dem Zusatzpatent 249327 zum Patent 228694 wurde das Ätzen mit Hilfe von Dämpfen flüchtiger Sauren beschrieben.
Es wurde gefunden, daß sich zum Ätzen 5 oxydierbarer Farbstoffe unter Zuhilfenahme heißer Säuredämpfe an Stelle der in genanntem Zusatzpatent erwähnten Stickstoffsauerstoffverbindungen auch solche Körper eignen, welche bei der Zersetzung mit Säuren in Gegenwart oxydierbarer Substanzen Sauerstoff abgeben, wie z. B. Chlorate, Chromate, Bromate, Manganate und die anderen Salze der Sauerstoffverbindungen von Chlor, Brom sowie auch die höheren Oxydationsstufen des Bleis, des Mangans und die Mischungen der vorgenannten Stoffe.
Das Verfahren von Schweitzer und Ebersol, wie es in dem Bulletin de la Societe industrielle de Mulhouse 1908, S. 65
u. f. veröffentlicht ist, unterscheidet sich von dem vorliegenden Verfahren dadurch, daß durch die dort empfohlene Essigsäuredampfpassage nur eine Rotentwicklung bewirkt wird, während die Ätzung nachträglich in einem Säurebade vorgenommen wird. Daß eine Ätzung bei Schweitzer und Ebersol nicht eintrat, hat wohl seinen Grund darin, daß die verwendeten Säuredämpfe nicht konzentriert genug waren. Während nach dem vorliegenden Verfahren in einer mit Säuredämpfen gesättigten Atmosphäre gearbeitet wird, haben Schweitzer und Ebersol sich damit begnügt, das Material durch einen essigsäuredampfhaltigen Luftraum zu führen, wobei diese Wirkung nicht erzielt wird.
Beispiel.
Man druckt eine Stärkeverdickung mit einem Gehalt an 150 g chlorsaurem Natron auf indigogefärbten Stoff und passiert diesen durch einen Raum, welcher Ameisensäure in Dampfform enthält. Nach einigen Sekunden ist das Ätzen geschehen; man wäscht und passiert durch schwaches Alkali wie gewöhnlich. Hierbei wird ein schönes Weiß erhalten, wobei die Gewebefaser völlig geschont bleibt.
Ähnlich werden die anderen genannten Stoffe angewendet. An Stelle des Stärkekleisters können auch teilweise Lösungen von Albumin, Leim oder solcher Verdickungsmittel angewendet werden, welche Pigmentfarben fixieren können. In diesem Falle kann der verwendeten gasförmigen Säure ein wenig Formaldehyd zugemischt werden. Man kann ferner zu den Oxydationsmitteln Reduktionsmittel ähnlich wie bei der Nitratätze der Druckfarbe zusetzen und erst eine Reduktion und dann eine Oxydation hervorrufen.
*) Früheres Zusatzpatent: 249327.
Es ist auch im Wesen gleichgültig, ob rrian Gewebe, Garne oder lose Wolle behandelt, ebenso welcher Art die Textilstoffe sind.

Claims (1)

  1. Patent- Anspruch·.
    Abänderung des Verfahrens zum Weißbzw. Buntätzen mit oxydierbaren Farbstoffen, insbesondere Indigo, gefärbter Ware mittels Stickstoffsauerstoffverbindungen · gemäß Patent 249327, Zusatz zum Patent 228694, darin bestehend, daß man an Stelle der dort verwendeten Stickstoffsauerstoffverbindungen andere Körper verwendet, welche in Gegenwart oxydierbarer Substanzen beim Passieren durch hochkonzentrierte Dämpfe flüchtiger Säuren Sauerstoff abgeben, z. B. Chlorate, Chromate, Manganate u. a. m.
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