DE2502944B2 - Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Spiels bei einer Anhängerkupplung - Google Patents
Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Spiels bei einer AnhängerkupplungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Aus- und
Einschalten des Spiels zwischen den miteinander zu verbindenden Kupphingsteilen, z.B. Kupplungsbolzen
und Zugöse, einer Anhängerkupplung, umfassend einen in einem Zylinder beweglichen, Über eine Ventilanordnung
mit Schaltventil von einem Druckmittelvorrat her mit Druckmittel und außerdem von einer Feder
beaufschlagten Kolben und einen mit diesem Kolben verbundenen Artlagekörper, welcher unter der Wirkung
des Druckmittels die Kupplungsteile während des Fahrbetriebes in spielfreier gegenseitiger Anlage hält
Eine solche Vorrichtung ist aus der DE-AS G 18 509 If/63c, bekanntgemacht am 16. August 1956,
bekannt. Bei der bekannten Vorrichtung ist die Feder dazu vorgesehen, den Kolben und den Anlagekörper in
die Spiel gewährende Stellung zu verschieben. Im
Fahrbetrieb ist der Kolben von Druckluft im Sinne einer Aufhebung des Spiels beaufschlagt. Diese Ausführungsform
beansprucht am Orte der Kupplung eine Druckmittelversorgung verhältnismäßig hoher Leistung,
um während des Fahrbetriebs die Spielfreiheit aufrecht erhalten zu können. Außerdem erzeugt die
hohe Federkraft einen entsprechenden Reibungsverschleiß,
Der Erfindung Hegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs bezeichneten Art dahingehend
auszugestalten, daß die Spielfreiheit während des Fahrbetriebs ohne ständigen Anschluß an eine äußere
Druckmittelversorgung hoher Leistung aufrecht erhalten werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
ίο daß der Kolben durch eine Feder in Richtung der
Spielausschaltung vorgespannt ist und daß der sich unter der Wirkung der Feder bei der Spielausschaltung
vergrößernde Zylinderraum mit einem Vorratsraum für hydraulisches Druckmittel über ein Ansaugventil der
ι s Ventilanordnung verbunden ist
Bei der srfindungsgemäßen Vorrichtung wird spätestens
beim Anfahren des Zugfahrzeugs das Spiel
zwischen den Kupplungsteilen aufgehoben, so daß der Anlagekörper unter der Federwirkung in die der
Spielfreiheit entsprechende Stellung treten kann. Nun wäre die Feder für sich genommen zu schwach, um die
Spielfreiheit im Fahrbetrieb bei Stößen ständig aufrecht
zu erhalten. Durch die Ventilanordnung wird aber, sobald die Feder den Anlagekörper und den Kolben in
die der Spielfreiheit entsprechende Stellung bringt, hydraulisches Druckmittel aus dem Vorratsraum in den
Zylinderraum angesaugt, so daß eine Rückbewegung des Kolbens und des Anlagekörpers aus der der
Spielfreiheit entsprechenden Stellung in eine spielgewährende Stellung durch das hydraulische Druckmittel
in dem Zylinderraum verhindert wird. Der Kolben saugt also, wenn die Kupplungsteile in ihre zugkraftübertragende
Relativstellung treten, hydraulisches Druckmittel zur Aufrechterhaltung der Spielfreiheit selbsttätig an, so
daß es nicht erforderlich ist, der Kupplung während des Fahrbetriebs ständig Hochdruck zuzuführen. Bei der
erfindungsgemäßen Vorrichtung wird eine Reaktionskraft nur beim Auftreten einer Druckkraft erzeugt
In vielen Fällen wird es erforderten sein, zwischen dem Zylinderraum und dem Vorratsraum zusätzlich ein Überdruckventil vorzusehen, welches bei Überschreiten eines bestimmten Druckwertes in dem Zylinderraum nach dem Vorratsraum hin öffnet Dieses Überdruckventil kann in seinem Ansprechwert einstellbar sein. An
In vielen Fällen wird es erforderten sein, zwischen dem Zylinderraum und dem Vorratsraum zusätzlich ein Überdruckventil vorzusehen, welches bei Überschreiten eines bestimmten Druckwertes in dem Zylinderraum nach dem Vorratsraum hin öffnet Dieses Überdruckventil kann in seinem Ansprechwert einstellbar sein. An
das Überdruckventil kann eine Drossel angeschlossen sein. Diese Drossel behindert das Abfließen von
hydraulischem Druckmittel aus dem Zylinderraum in den Vorratsraum selbst dann noch, wenn das Überdruckventil
öffnet Die Funktion des Oberdruckventils
so in Verbindung mit der Drossel ist insbesondere darin zu
sehen, daß eine langsame Verstellung des Anlagekör· pers und des Kolbens ermöglicht wird. Eine solche
langsame Verstellung kann sich als notwendig erweisen, wenn sich die der Spielfreiheit entsprechende Stellung
des Anlagekörpers bei Relativbewegungen der Kupplungsteile zueinander verändert Dies gilt insbesondere
im Hinblick auf vertikale Schwenkbewegungen einer mit einer Zugöse versehenen Deichsel gegenüber der
Kupplung eines Zugfahrzeugs. Bei solchen vertikalen
so Bewegungen verändert sich die der Spielfreiheit
entsprechende Stellung des Anlagekörpers, und aus diesem Grunde muß dafür Sorge getroffen sein, daß der
Anlagekörper nachgeben kann.
*' der Kupplung die erfindungsgemäße Vorrichtung in
einen Zustand überführen zu können, in dem die Kupplungsteile relativ zueinander Spiel haben und
gelöst werden können. Es empfiehlt sich, das Schaltven-
til fernbetätigbar zu machen, so daß die Betätigung des Schaltventils vom Bedienungsmann etwa vom gleichen
Ort aus durchgeführt werden kann, an dem er auch die Bedienungsvorgänge an der Kupplung auslöst Beispielsweise
kann das Schaltventil über ein Gestänge mit einem Handbedienungsorgan verbunden sein.
Zur Erleichterung des Einkuppel- und Auskuppelvorgangs kann man den Anlagekörper gegen die Wirkung
der Feder rückstellbar machen.
Zur Vereinfachung des Aufbaus und der Bedienung kann zur Rückstellung des Anlagekörpers und zur
öffnung des Schaltventils eine gemeinsame Fernbedienungseinrichtung
vorgesehen sein.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbe-spiel der
Erfindung. Es stellt dar
Fig. 1 eine Anhängerkupplung mit erfindungsgemäßer
Einrichtung in der Draufsicht, teilweise im Schnitt,
Fig.2 die Anhängerkupplung nach Fig. 1 in einer
Seitenansicht, teilweise im Schnitt,
Fig,2a eine Teilansicht der Fig.2. von links
betrachtet,
Fig.3 eine Ansicht entsprechend Fig. 1 bei ausgeschalteter
erfindungsgemäßer Vorrichtung,
Die Anhängerkupplung besteht in üblicher V/eise aus einem Kupplungskörper 1, der zur Führung der Zugöse
3 ein Fangmaul 2 trägt Die Verriegelung der Zugöse 3 erfolgt durch einen Kupplungsbolzen 4, der von einem
Automatikgehäuse 5 über eine Hebelsteuerung betätigt wird und der beim Einführen der Zugöse und hierdurch
erfolgendem Berühren eines Lösehebels 6 in bekannter Weise selbsttätig in die Verriegelungsstellung gemäß
F i g. 1 und 2 gleitet In der eingekuppelten Stellung nach
F i g. 1 und 3 befindet sich zwischen dem Kupplungsbolzen 4 und der Bohrung 7 in der Zugöse ein
funktionsbedingtes Spiel 8. Um das störend: Rütteln, das als Folge der Zug- und Druckkräfte beim
Fährbetrieb br vorhandenem Spiel auftritt, zu vermeiden,
wird ein Anlagekörper 9 gegen die Außenkontur 10 der Zugöse angepreßt Um der Zugöse die für den
Fahrbetrieb erforderliche vertikale Schwenkmöglichkeit zu erlauben, darf die Anpressung nur mit einer
Druckkraft der Größe erfolgen, die von der Zugöse 3 beim vertikalen Schwenken überwunden werden kann.
Diese Druckkraft wird auf die Führungsstange 11 des Anlagekörpers 9, die sich in einer Lagerbohrung 12 des
Kupplungskörpers verschieben kann, durch einen Hydrauiikkolben 13 erzeugt Zu diesem Zweck ist ein
Stempel 14 am Hydraulikkolben 13 angebracht, der so durch eine Bohrung 15 in der Befestigungstraverse 16
des Zugfahrzeugs ragt Die Anhängerkupplung ist hierbei üblicherweise mit einem Befestigungslager 17,
das den Kupplungskärper 1 trägt, an die Befestigungstraverse 16 des Zugfahrzeugs angeschraubt
Der Hydraulikkolben 13 ist in einem Zylinder 18 geführt der zwischen einem Befestigungsflansch 19
einerseits und dem Steuerblock 20 andererseits angeordnet ist Der Befestigungsflansch 19 dient zur
Anbringung der Konstruktion auf der Innenseite der so
Befestigungstraverse 16 des Zugfahrzeugs. Auf der dem Hydraulikzylinder 18 abgewandten Seite des Steuerblocks
20 befindet sich ein Vorratsraum 22 für hydraulisches Druckmittel. Dieser Vorratsraum 22 ist
durch einen Zylindennantel 23 einerseits und den 6i Steuerblock 20 sowie eine Abschlußplatte 24 andererseits
gebildet.
die Abschlußplatte 24 werden durch Stßtzen 2f zusammengehalten. Am Hydraulikkolben 13 ist eine
Betätigungsstange 25 befestigt, die durch eine Bohrung im Steuerblock 20 und in der Abschlußplatte 24 geführt
ist und die über ein Gestänge 26, 27 betätigt werden kann. Hierzu ist die Stange 27 in einem Rohr 29 geführt,
das durch eine Bohrung 30 im Befestigungsflansch 19 ragt Ein Handhebel 28 am Ende des Rohrs 29 ist zur
Bewegung dieses Rohrs vorgesehen, wobei diese Bewegung sowohl in einem Verschieben in der
Längsrichtung als auch in einer Drehung um die Rohrachse bestehen kann. Das Rohr 29 ist in der
Bohrung 30 längsverschiebbar gelagert Außerdem ist am Rohr 29 ein Flacheisenstück 31 angeschweißt Eine
Ausnehmung 3Γ (Fig.2a) an der Bohrung 30 läßt die
Längsverschiebung des Rohrs 29 in dfir Stellung zu, in
der sich das Flacheisenstück 31 im Bereich der genannten Ausnehmung 31' befindet Wird das Rohr 29,
wie in F ig.of dargestellt nach links herausgezogen und
mittels des Handhebels 28 verschwel».?, so hindert das
Flacheisenstück 31 das Rohr 29 am Zurückgleiten, wodurch das Gestänge 25, 26, 27 in dieser Stellung
festgehalten ist
Der Hydraulikkolben 13 bildet mit seiner Ausnehmung, einem Zwischenraum 33 und dem Steuerblock 20,
einen Zylinderraum, in den hydraulisches Druckmittel aus dem Vorratsraum 22 über ein Ansaugventil 34, 35
einfließen kann, das in üblicher Weise mit einer federbelasteten Kugel 35 gebildet ist, die sich gegen eine
konische Sitzfläche anlegt
36 steht bewegt er sich in der Darstellung nach F i g. 1
so weit nach links, wie es das Spiel zwischen Zugösenbohrung 7 und Kupplungsbolzen 4 zuläßt und
saugt hierbei hydraulisches Druckmittel aus dem Vorratsraum 22 an. Ein Zurückströmen des hydraulischen
Druckmittels wird durch das Ansaugventil 34,35 verhindert Außerdem ist noch ein Oberdruckventil 37
vorgesehen, das über eine enge Drossel 38 einen Druckausgleich zum Vorratsraum 22 nach Überschreiten
eines vorbestimmten Drucks zuläßt
Wenn als Folge kurzer Stöße der Zugöse 3 auf den Anlagekörper 9 über die Führungsstange 11 Kräfte auf
den Hydraulikkoiben 13 ausgeübt werden, die eine Überschreitung des Einstelldrucks des Überdruckventils
37 zur Folge haben, so wird dieses Überdruckventil 37 zwar ansprechen; das hydraulische Druckmittel kann
aber über die Drossel 38 nur sehr langsam entweichen, so daß kurze Stöße praktisch kein Zurückweichen des
Anlagekörpers 9 ausläsen können. Wenn aber als Folge einer vertikalen Schwenkbewegung eine Abstandsänderung
zwischen Kupplungsbolzen 4 und Außenkontur 10 der Zugöse 3 eintritt so vermag diese langsame
Beaufschlagung des Anlagekörpers 9 mit einer hierdurch hervorgerufenen hohen Kraft das Zurückströmen
des hydraulischen Druckmittels über das Überdruckventil 37 und durch die Drossel 38 zu bewirken.
Zum Zweck des Einkuppeins ist es erforderlich, diesen Mechanismus außer Funktion zu setzen, um ein
einwandfreies Eindringen der Zugöse 3 in das Fangmaul 2 ohne Behinderung durch den Anlagekörper 9 zu
ermöglichen. Hierzu dient das bereits erwähnte Gestänge 25, 26 und 27. Wenn mit dem Handhebel 28
das Rohr 29 heraus/ezogen und dieses über das angeschweißte Flacheisenstück 31 in der herausgezogenen
Stellung gesichert ist, so bewirkt dies einen Druck auf den Lösebolzen 39 (F i g. 3), der in einer Bohrung der
AbschluBplatte 24 gelagert ist und mit einem Stift 40 auf
die Kugel 35 des Ansaugventils 34,35 wirken kann. Auf
diese Weise wird das Ansaugventil entsperrt, und das hydraulische Druckmittel kann aus dem Zylinderraum
32 in den Vorratsraum 22 zurückströmen. Das Ansaugventil 34, 35 übernimmt also gleichzeitig die
Funktion des Schaltventils.
Außerdem bewirkt das Herausziehen des Kohrs 29, daß der Kolben 13 durch die Betätigungsstange 25
entgegen dem Druck der Feder 36 zurückgezogen wird, womit eine Entlastung des Anlagekörpers 9 erfolgt und
die Zugöse 3 unbehindert in dem Kupplungskörper 1 beweglich ist.
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Aus- und Einschalten des Spiels zwischen den miteinander zu verbindenden
Kupplungsteilen, z. B. Kupplungsbolzen und Zugöse,
einer Anhängerkupplung, umfassend einen in einem Zylinder beweglichen, Ober eine Ventilanordnung
mit Schaltventil von einem Druckmittelvorrat her mit Druckmittel und außerdem von einer Feder
beaufschlagten Kolben und einen mit diesem Kolben verbundenen Anlagekörper, welcher unter der
Wirkung des Druckmittels die Kupplungsteile während des Fahrbetriebes in spielfreier gegenseitiger
Anlage hält, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben (13) durch eine Feder (36) in
Richtung der Spielausschaltung vorgespannt ist und daß der sich unter der Wirkung der Feder (36) bei
der Spielausschaltung vergrößernde Zylindern>um
(32) mit eip-m Vorratsraum. (22) für hydraulisches
Druckmittel über ein Ansaugventil (34, 35) der
Ventilanordnung verbunden ist
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Ventilanordnung ein gegebenenfalls einstellbares Überdruckventil (37) umfaßt
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß an das Überdruckventil (37) eine
Drossel (38) angeschlossen ist
4. Vorrichtung, nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil (34,
35,40) fernbetAtigbar ist
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltventil ;;34, 35, 40) Ober ein
Gestänge (25,26,27) mitoinem Handbedienungsorgan
(28) verbunden ist
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlagekörper (9)
gegen die Wirkung der Feder (36) rückstellbar ist
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Rückstellung des Anlagekörpers
(9) und zur öffnung des Schaltventils (34,35,40) eine
gemeinsame Fernbedienungseinrichtung (25,26,27) vorgesehen ist
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| DE2502944C3 DE2502944C3 (de) | 1981-08-20 |
Family
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Also Published As
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| DE2502944A1 (de) | 1976-07-29 |
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