DE960696C - Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhaengers gegenueber der Zugmaschine - Google Patents
Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhaengers gegenueber der ZugmaschineInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B62—LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
- B62D—MOTOR VEHICLES; TRAILERS
- B62D53/00—Tractor-trailer combinations; Road trains
- B62D53/04—Tractor-trailer combinations; Road trains comprising a vehicle carrying an essential part of the other vehicle's load by having supporting means for the front or rear part of the other vehicle
- B62D53/08—Fifth wheel traction couplings
- B62D53/0871—Fifth wheel traction couplings with stabilising means, e.g. to prevent jack-knifing, pitching, rolling, buck jumping
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Description
AUSGEGEBEN AM 28. MÄRZ 1957
T 12128II/63C
Hans Becker, Düsseldorf
ist als Erfinder genannt worden
Blockiervorrichtung
Bei Sattelschlepperfahrzeugen sind viele Unfälle dadurch zustande gekommen, daß beim Bremsen,
besonders auf schlüpfriger Fahrbahn, ein Rutschen der Räder eintrat und die Zugmaschine von dem
aufgesattelten Anhänger quer gestellt und in quer gestellter Lage weitergeschoben wurde. Aus der
Erkenntnis heraus, daß ,ein Querstellen der Zugmaschine in bezug auf den Anhänger in solchen
Fällen vermieden werden muß, sind bereits Blockiervorrichtungen vorgeschlagen worden, die
seitliche Schwenkbewegungen des Anhängers gegenüber der Zugmaschine verhindern.
Solche Blockiervorrichtungen bestehen aus einem hydraulischen Zylinder mit einem darin verschiebbaren
Kolben, wobei die Zylinderräume über eine mittels eines steuerbaren Ventils absperrbare
Leitung miteinander in Verbindung stehen. Kolben und Zylinder werden lenkerartig zwischen zwei
sich bei einer Schwenkbewegung beider Fahrzeugteile voneinander entfernende Widerlager eingeschaltet.
Durch das steuerbare Ventil kann die die beiden Zylinderräume verbindende Leitung gesperrt
und so eine Blockierung erreicht-werden. Bei geöffnetem Ventil dagegen kann die Druck-
flüssigkeit von der einen Kolbenseite ungehindert auf die andere Kolbenseite übertreten, so daß dann
Schwenkbewegungen möglich sind und infolgedessen auch eine Schrägstellung der Zugmaschine
in bezug auf den Anhänger, wie sie beim Kurvenfahren erforderlich ist, ungehindert durchgeführt
werden kann.
Die Betätigung des Steuerventils der Blockiervorrichtung ist bisher im allgemeinen mit der
ίο Bremsvorrichtung des Sattelschlepperfahrzeuges
derart gekuppelt worden, daß beim Bremsen automatisch die Blockierung wirksam wurde. Auch ist
schon vorgeschlagen worden, eine besondere Handsteuerung für das Ventil vorzusehen. Ein selbsttätiges
Wirksamwerden der Blockierung ist bei den bekannten Vorrichtungen nicht möglich.
Die Erfindung geht von dem Gedanken aus, daß bei mit einer Blockiervorrichtung ausgerüsteten
Sattelschlepperfahrzeugen die Möglichkeit gegeben sein muß bzw. nicht verhindert werden darf, daß
sich die beiden Fahrzeugteile bei eingeschalteter Blockiervorrichtung wieder in die gerade Lage zueinander
einstellen. Wenn nämlich der Fahrer auf schlüpfriger Fahrbahn bemerkt, daß eine Schwenkbewegung
zwischen Zugmaschine und Anhänger eintritt, so sucht er diese Schwenkbewegung sofort
durch sogenanntes Gegensteuern auszugleichen und beide Fahrzeugteile wieder in die gerade Lage zueinander
zu bringen. Wichtig ist dabei, daß eine Vergrößerung der Schwenkbewegung durch die
Blockiervorrichtung verhindert wird; andererseits aber muß die durch das Gegensteuern bewirkte
Berichtigung der Stellung der Fahrzeugteile zueinander trotz der Blockiervorrichtung möglich
sein. Außerdem ist es erwünscht, daß die Blockiervorrichtung im Gefahrfall selbsttätig wirksam
wird, da der Fahrer dann durch das Gegensteuern so beschäftigt ist, daß er unter Umständen nicht
die Zeit findet, oder aber vergißt, die Blockiervorrichtung wirksam zu machen.
Alle diese Aufgaben werden durch die Erfindung gelöst. Gegenstand der Erfindung ist eine Blockiervorrichtung
zunr Verhindern von Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhängers gegenüber der Zugmaschine bei Sattelschlepperfahrzeugen
mit einem lenkerartig zwischen zwei sich bei einer Schwenkbewegung voneinander entfernende
Widerlager der beiden Fahrzeugteile eingeschalteten hydraulischen Zylinder mit Kolben, dessen
Zylinderräume über eine mittels eines steuerbaren Ventils od. dgl. absperrbare Leitung miteinander
in Verbindung stehen. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß als Ventil ein die sich bei einer
Vergrößerung des Abstandes der Widerlager ergebende Strömungsrichtung sperrendes Rückschlagventil
vorgesehen ist, das durch einen federbelasteten Stößel od. dgl. normalerweise in Offenstellung
gehalten ist und durch Zurückziehen des Stößels entgegen der Federkraft für seine Sperrwirkung
freigegeben werden kann.
Dadurch, daß das Ventil als Rückschlagventil ausgebildet ist, ergibt sich, daß eine Flüssigkeitsströmung
in der einen Richtung verhindert, in der anderen Richtung aber zugelassen ist. Eine Vergrößerung
der Schrägstellung der Fahrzeugteile zueinander wird daher durch Blockierung verhindert,
zugleich aber eine Berichtigung der Stellung der Fahrzeugteile zugelassen.
Die Kraft der den Stößel belastenden Feder kann gemäß der Erfindung so gewählt werden, daß
sich das Rückschlagventil bei einer außergewöhnlich hohen Strömungsgeschwindigkeit unter Zurückschieben
des Stößels selbsttätig schließt. Auf diese Weise ist dann erreicht, daß die Blockiervorrichtung
im Gefahrfall selbsttätig wirksam wird. Damit sich bereits bei einer verhältnismäßig
kleinen Schwenkung der Fahrzeugteile gegeneinander eine beträchtliche Flüssigkeitsströmung
ergibt, wird die Anordnung zweckmäßig so getroffen, daß der hydraulische Zylinder nahe seinem
den Kolbenstangendurchtritt enthaltenden Ende schwenkbar gelagert ist.
Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung näher erläutert, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt
ist.
Fig. ι zeigt einen mit einer Blockiervorrichtung
ausgerüsteten Sattelschlepper mit Anhänger in Seitenansicht;
Fig. 2 gibt «ine Draufsicht auf den hinteren Teil
der Zugmaschine in vereinfachter Darstellung wieder; in
Fig. 3 ist ein Schnitt durch den mit dem Steuerventil ausgerüsteten Teil des Zylinders der
Blockiervorrichtung dargestellt.
Bei dem in Fig. 1 dargestellten Sattelschlepperfahrzeug
ist auf den hinteren Teil einer Zugmaschine ι das vordere Ende eines Anhängers 2
aufgesattelt. Das vordere Ende des Anhängers 2 ist mit dem Fahrgestell der Zugmaschine 1 über eine
Blockiervorrichtung verbunden, die in ihren Einzelheiten noch besser aus Fig. 2 und 3 ersichtlich ist.
Auf dem Fahrgestell der Zugmaschine 1 ist ein kastenartiger Ouerträger.4 befestigt, an dem zwei
Lagerböcke 5 vorgesehen sind. Auf den Lagerböcken 5 ist ein gabelartiger Schwenkkörper 6 gelagert,
der an seinem hinteren Ende einen Aufbau 7 trägt, in dem der hydraulische Zylinder 3
der Blockiervorrichtung um Zapfen 8 schwenkbar gelagert ist. Die Kolbenstange der Blockiervorrichtung
weist an ihrem Ende ein Auge 9 auf, tio
mit dem sie einen am vorderen Ende des Anhängers 2 vorgesehenen Zapfen 10 umfaßt.
Der Raum des Zylinders 3 wird durch den in dem Zylinder geführten Kolben 11 in zwei Räume
unterteilt. Diese beiden Räume stehen in der in Fig. 3 dargestellten Weise über eine Rohrleitung
12, ein unter Wirkung einer Feder 13 stehendes Rückschlagventil 14 und einen Kanal 15 miteinander
in Verbindung. In einer Flucht mit dem Rückschlagventil 14 ist ein Stößel 16 vorgesehen,
der unter Wirkung einer Feder 17 steht und durch nicht dargestellte Betätigungsmittel entgegen der
Kraft dieser Feder zurückgezogen werden kann. Durch Zurückziehen des Stößels 16 kann das
Rückschlagventil 14 freigegeben werden, so daß es sich unter Wirkung der Feder 13 schließt.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Blockiervorrichtung ist folgende: Ist ein Rutschen der
Räder des Fahrzeuges, z. B. auf schlüpfriger Fahrbahn, zu befürchten, so wird mittels nicht dargestellter
Betätigungsglieder der Stößel i6 zurückgezogen und so das Rückschlagventil 14 wirksam
gemacht. Tritt jetzt infolge des Rutschens eine Schwenkbewegung des Anhängers 2 in bezug auf
die Zugmaschine 1 ein, so bewegt sich der an dem Anhänger 2 vorgesehene Zapfen 10 auf einem
Kreis um den Drehzapfen der Aufsattelung. Infolgedessen sucht der Zapfen 10 die mit dem
Auge 9 um ihn greifende Kolbenstange des Zylinders 3 herauszuziehen. Auf die Flüssigkeit in
dem die Kolbenstange umgebenden Zylinderraum wird daher ein Druck ausgeübt, der diese Flüssigkeit
über die Rohrleitung 12 und das Rückschlagventil 14 sowie den Kanal 15 in den anderen
Zylinderraum zu drücken sucht. In dieser Strömungsrichtung ist aber das Rückschlagventil
14 als Sperrventil wirksam, so daß kein Ausziehen der Kolbenstange eintreten kann und daher der
Anhänger 2 gezwungen wird, seine Lage in bezug auf die Zugmaschine 1 beizubehalten.
Würde die Blockiervorrichtung mittels des Stößels 16 erst verspätet wirksam gemacht, nachdem
also schon eine gewisse Schrägstellung des Anhängers 2 zur Zugmaschine 1 eingetreten war,
so wird durch die Blockiervorrichtung verhindert, daß die Schwenkung sich noch weiter vergrößert.
Tritt aber dadurch, daß der Fahrer durch Gegensteuern beide Fahrzeugteile wieder in die richtige
Lage zu bringen sucht, eine Verkleinerung der Schrägstellung der Fahrzeugteile 1 und 2 zueinander
ein, so wird dabei durch die Verschiebung des Kolbens 11 in dem Zylinder 3 eine entgegengesetzte
Flüssigkeitsströmung hervorgerufen. In diesem Fall hebt sich das Rückschlagventil 14 entgegen
der Kraft der verhältnismäßig schwachen Feder 13 von seinem Sitz ab und läßt die Flüssigkeit
praktisch ungehindert durchströmen. Wenn anschließend wieder eine Verschlimmerung der
Schrägstellung eintreten will, wird dies wiederum durch das Rückschlagventil 14 verhindert.
Die Blockiervorrichtung nach der Erfindung verhindert also eine Vergrößerung der Schrägstellung
der beiden Fahrzeugteile zueinander, wäh-■ rend sie eine Berichtigung der Stellung ohne
weiteres zuläßt.
Dadurch, daß der Zylinder 3 mittels der Zapfen 8 nahe seinem den Kolbenstangendurchtritt enthaltenden
Ende schwenkbar gelagert ist, ergibt sich, daß bereits bei einer kleinen Schwenkbewegung
des Anhängers 2 in bezug auf die Zugmaschine ι die Kolbenstange verhältnismäßig weit
ausgezogen wird und daher eine verhältnismäßig große Strömungsgeschwindigkeit der aus dem
einen Zylinderraum in den anderen überströmenden Flüssigkeit vorhanden ist. Wenn die Starke
der Feder 17 entsprechend gewählt ist, kann die Flüssigkeitsströmung bei Vergrößerung de*
Schwenkung den Ventilkörper 14 mitreißen und so das Rückschlagventil schließen. Dabei wird dann
der Stößel 16 entgegen der Kraft der Feder 17 mit zurückbewegt. Bei plötzlich eintretender Schwen- 6g
kung des Anhängers 2 in bezug auf die Zugmaschine ι tritt dann selbsttätig die erwünschte
Blockierung ein, durch die eine weitere Vergrößerung des Anhängerausschlages verhindert
wird.
Claims (3)
1. Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten
Anhängers gegenüber der Zugmaschine bei Sattelschlepperfahrzeugen mit einem lenkerartig
zwischen zwei sich bei einer Schwenkbewegung voneinander entfernende Widerlager der beiden Fahrzeugteile eingeschalteten hydraulischen
Zylinder mit Kolben, dessen Zylinderräume über eine mittels eines steuerbaren Ventils od. dgl. absperrbare Leitung miteinander
in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß als Ventil ein die sich bei einer Vergrößerung des Abstandes der Widerlager
(8, 10) ergebende Strömungsrichtung sperrendes Rückschlagventil (14) vorgesehen
ist,; das durch einen federbelasteten Stößel (16) od., dgl. normalerweise in Offenstellung gehalten
ist und durch Zurückziehen des Stößels (16) entgegen der Federkraft (17) für seine
Sperrwirkung freigegeben werden.kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft der den Stößel
(16) belastenden Feder (17) so gewählt ist, daß S5
sich das Rückschlagventil (14) bei einer außergewöhnlich
hohen Strömungsgeschwindigkeit unter Zurückschieben des Stößels (16) selbsttätig
schließt.
3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 ioo
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der hydraulische Zylinder (3) nahe seinem den Kolbenstangendurchtritt
enthaltenden Ende schwenkbar gelagert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 609 619/255 9.56 (609 845 3. 57)
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DET12128A DE960696C (de) | 1956-04-20 | 1956-04-21 | Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhaengers gegenueber der Zugmaschine |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1170294X | 1956-04-20 | ||
| DET12128A DE960696C (de) | 1956-04-20 | 1956-04-21 | Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhaengers gegenueber der Zugmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE960696C true DE960696C (de) | 1957-03-28 |
Family
ID=25999226
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET12128A Expired DE960696C (de) | 1956-04-20 | 1956-04-21 | Blockiervorrichtung zum Verhindern von seitlichen Schwenkbewegungen des aufgesattelten Anhaengers gegenueber der Zugmaschine |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE960696C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1987000494A1 (en) | 1985-07-25 | 1987-01-29 | Red Arrow International, Inc. | Anti-jackknifing control system, apparatus and method |
-
1956
- 1956-04-21 DE DET12128A patent/DE960696C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO1987000494A1 (en) | 1985-07-25 | 1987-01-29 | Red Arrow International, Inc. | Anti-jackknifing control system, apparatus and method |
| US4700966A (en) * | 1985-07-25 | 1987-10-20 | Red Arrow International Inc. | Anti-jackknifing control system, apparatus and method |
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