DE250243C - - Google Patents

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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/08Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors
    • C10K1/10Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids
    • C10K1/105Purifying combustible gases containing carbon monoxide by washing with liquids; Reviving the used wash liquors with aqueous liquids containing metal compounds other than alkali- or earth-alkali carbonates, -hydroxides, oxides, or salts of inorganic acids derived from sulfur

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Description

Dr. PAUL FRITZSCHE in RECKLINGHAUSEN.
von Schwefelwasserstoff.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1910 ab.
Das Verfahren bezweckt die Reinigung von Leuchtgas oder ähnlichen Gasen von Schwefelwasserstoff in Waschtürmen an Stelle der bisher gebräuchlichen trockenen Reiniger. Letztere erfordern ausgedehnte Gebäude zur Aufstellung und sind auch im übrigen in der Anlage sehr teuer. Dem Verfahren liegt die an und für sich bekannte Reaktion zwischen Schwefelwasserstoff und schwefliger Säure zugründe. Doch wird die schweflige Säure nicht im gasförmigen freien Zustand mit dem Schwefelwasserstoff in Wechselwirkung gebracht, sondern im gebundenen. Es hat sich bei Versuchen gezeigt, daß die neutrale, schwefligsaure Tonerde schon bei Zimmertemperatur merklich auf Schwefelwasserstoff einwirkt, indem Tonerde und Schwefel zur Ausscheidung gelangen. Durch mäßige Erwärmung kann die Reaktion wesentlich beschleu-
nigt werden. Ist ein reichlicher Überschuß von schwefligsaurer Tonerde vorhanden, so erfolgt die Zersetzung des Schwefelwasserstoffes bei 40 ° C. schon fast momentan. Die Reaktion erfolgt nach der Formelgleichung
Al
2 (SO3)
) + 6H2S = 2Al(OHJ3 +
9S + 3H2O.
Die Beschaffenheit des Niederschlags gestattet, den Waschprozeß in Türmen vorzunehmen und die Flüssigkeit durch Pumpen zu befördern. Um aus dem Niederschlage die Tonerde wieder in der für den Waschprozeß geeigneten Form zu gewinnen, hat man nur nötig, die Waschflüssigkeit mit dem Niederschlage zusammen in einem besonderen Apparat mit schwefliger Säure bis zur Sättigung zu behandeln und den zurückbleibenden Schwefel durch Filtration von der Lösung der schwefligsauren Tonerde zu trennen. Die Lösung darf nur einen ganz geringen Überschuß an schwefliger Säure besitzen, damit nicht die Möglichkeit der Abgabe dieser Säure an das damit zu waschende Kohlendestillationsgas eintritt. Ein besonderer Vorzug dieses Verfahrens ist der Umstand, daß während des Waschprozesses immer nur neutrale Lösungen in den Waschgefäßen umlaufen, die keine zerstörende Einwirkung auf die Apparate ausüben können. Dadurch unterscheidet es sich von einem bekannten Verfahren, bei dem die Sulfite von Zink, Eisen oder Mangan als Waschmittel benutzt werden.
Diese bilden überdies mit dem Schwefelwasserstoff Metallsulfidniederschläge, die aus dem gleichzeitig ausfallenden Schwefel nur schwer gänzlich zu entfernen sind. Auch dem wird durch die Verwendung von Aluminiumsulfit vorgebeugt.
PatenT-AνSPRUCH :
Verfahren zur Reinigung von Kohlendestillationsgasen oder ähnlichen Gasen. von Schwefelwasserstoff, gekennzeichnet durch die Behandlung der Gase mit einer neutralen Lösung von schwefligsaurer Tonerde.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (1)

  1. liit^^^^WA. ,ν '
    KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    250243 -■ KLASSE 26^. GRUPPE
DENDAT250243D Active DE250243C (de)

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