DE679722C - Herstellung von Zinksulfid - Google Patents

Herstellung von Zinksulfid

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DE679722C
DE679722C DEN39338D DEN0039338D DE679722C DE 679722 C DE679722 C DE 679722C DE N39338 D DEN39338 D DE N39338D DE N0039338 D DEN0039338 D DE N0039338D DE 679722 C DE679722 C DE 679722C
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zinc sulfide
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G9/00Compounds of zinc
    • C01G9/08Sulfides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Manufacture And Refinement Of Metals (AREA)

Description

  • Herstellung von Zinksulfid Die bei der Ausfällung von Zinksulfid aus verdünnten Zinksulfatlösungen mittels Schwefelwasserstoffgas nach der Umsetzungsgleichung ZnS041-H2S=ZnS-;-H2S04 anfallende verdünnte Schwefelsäurelösung stellte bisher ein lästiges Nebenprodukt dar, das nicht ohne weiteres in die Abwässer gelassen werden konnte, sondern erst neutralisiert werden mußte, was große Anlagen und laufend erhebliche Kosten verursachte. Das neue Verfahren vermeidet nun diesen übelstand, indem es diese verdünnte Schwefelsäure mit Ferresulfid umsetzt und so den für die Fällung des Zinksulfids benötigten Schwefelwasserstoff gewinnt. Die dabei anfallende verdünnte Ferrosulfatlösung kann dann in üblicher Weise zu Eisenpigmenten oder anderen Eisenverbindungen aufgearbeitet werden, z. B. kann sie auch benutzt werden, um aus zinkoxydischen Stoffen neben Eis.enhydroxyden verdünnte Zinksulfatlösungen zu gewinnen, die ebenfalls mit Schwefelwasserstoff zu Zinksulfid umgesetzt werden können. Vorzugsweise wird man aber nur einen Teil der Ferrosulfatlösung zur Gewinnung von Zinksulfatlösungen verwenden, denn deren Weiterverarbeitung zu Zinksulfid würde weitere Mengen von Schwefelwasserstoff erfordern, während das Wesen des neuen Verfahrens darin zu erblicken ist, daß durch die nutzbringende Umsetzung der bisher lästigen verdünnten Schwefelsäure mit Ferrosulfid zusätzliche Mengen von Schwefelwasserstoff gewonnen werden, die für die Fällung von Zinksulfid aus verdünnten Zinksulfatlösungen dringend benötigt werden.
  • Denn wenn man nach dem bekannten Verfahren feinverteilte Zinkblende mit vorzugsweise 65 %iger Schwefelsäure aufschließt zu entweichendem Schwefelwasserstoffgas und Zinksulfat, aus dem durch Auslaugen eine verdünnte Zinksulfatlösung erhalten wird, die dann mit dem aufgefangenen Schwefelwasserstoffgas zu Zinksulfid und verdünnter Schwefelsäure umgesetzt wird, so stehen für diese Ausfällung des Zinksulfids nicht die erforderlichen Mengen von Schwefehvasserstoff zur Verfügung. Alle diese Umsetzungen liefern nämlich nicht die stöchiometrischen Mengen der entstehenden Stoffe, die an sich theoretisch genügen würden, sondern es treten Verluste auf durch Nebenreaktionen und durch den Umstand, daß die einzelnen Umsetzungen nie ganz bis zum Ende verlaufen. So ist es z. B. nötig, um den Zinkgehalt der Zinkblende weitgehend in Zinksulfat überzuführen, mit einem überschuß an Schwefelsäure zu arbeiten, der dann durch Zugabe oxydischen Zinks neutralisiert werden muß. Es steht da-. her am Ende mehr Zinksulfatlösung zur Ver--, fügung, als dem aus der Zinkblende frei ;gemachten Schvvefelwasserstoff entspricht. Dadurch, daß auch ein Teil des Schwefelwasserstoffs sich mit Schwefelsäure unter Ausscheidung von Schwefel umsetzt, wird dieser überschuß an Zinksulfat gegenüber dem zur Verfügung stehenden Schwefehvasserstoff noch erhöht. Zur vollständigen Umsetzung des in der Lösung vorliegenden Zinksulfats zu Zinksulfid werden daher außer dem beim Aufschluß der Zinkblende erhaltenen Schwefelwasserstoff noch zusätzliche Mengen Schwefelwasserstoffs benötigt.
  • Diese zusätzlichen Mengen an Schwefelwasserstoff beschafft nun das neue Verfahren durch Umsetzung der bisher als lästiges Nebenprodukt beseitigten verdünnten Schwefelsäure mit Ferrosulfid, wobei als Nebenprodukt nur eine Ferrosulfatlösung anfällt, -die leicht nutzbringend beliebig weiterverarbeitet werden kann. Bei der Durchführung des neuen Verfahrens ist es nicht nötig, reines Ferrosulfid (FeS) zu benutzen, das z. B. durch teilweises Abrösten von Pyrit (FeS.) erhalten wird, man ` kann auch FeS-haltige Zwischenprodukte des Erzröstens verwenden, die z. B. beim teilweisen Abrösten von CuS- und ZnS-haltigem Pyrit anfallen. Durch die Umsetzung solcher Zwischenprodukte mit der verdünnten Schwefelsäure werden neben dem erstrebten Schwefelwasserstoffgas Niederschläge erhalten, die leicht auf Kupfer und Zink weiterverarbeitet werden können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPItUCII: Verfahren zur Herstellung von Zinksulfid aus Schwefelwasserstoffgas und Zinksulfatlösung, dadurch gekennzeichnet, daß die dabei anfallende verdünnte Schwefelsäure umgesetzt wird mit Ferrosulfid zu zur Zinksulfidfällung benötigtem Schwefelwasserstoff und einer Ferrosulfatlösung, die in üblicher Weise. zu Eisenpigmenten oder anderen Eisenverbindungen aufgearbeitet werden kann.
DEN39338D 1935-04-06 1936-04-04 Herstellung von Zinksulfid Expired DE679722C (de)

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