DE249682C - - Google Patents

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DE249682C
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diffusion
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B23/00Machines, plants or systems, with a single mode of operation not covered by groups F25B1/00 - F25B21/00, e.g. using selective radiation effect

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M -249682-KLASSE 17«. GRUPPE
Vorrichtung zur Kälteerzeugung aus flüssiger Kohlensäure.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1910 ab.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung betrifft eine Kühlvorrichtung, welche anstatt des Eises in Eisschränken untergebracht wird oder kühlzuhaltende Räume mit der nötigen Kälte versorgt.
Wenn auch in bezug auf den Betriebskostenpunkt kein Vorteil gegenüber der regelmäßigen Eiskühlung nachzuweisen ist, so ist diese Vorrichtung hauptsächlich doch vorteilhaft, wo
ίο Eis überhaupt nicht zu bekommen ist, oder aber in solchen Fällen, wo eine beständige Kühlung nicht verlangt wird. Es entstehen in letzterem Falle also nur dann Kosten für die Kühlung, wenn sie gebraucht wird und es muß nicht auch dann z. B. Eis im Abonnement bezogen werden, wenn man es gar nicht nötig hat.
Das Wesen der Erfindung stützt sich auf die physikalische Tatsache, daß bei Ausfluß flüssiger Kohlensäure aus der im Handel üblichen Flasche durch einen Diffusionskörper, wie Drahtnetz, Leinengespinst, Sack usw., ein sehr kalter Kohlensäureschnee erzeugt wird, und besteht aus einem solchen zweckmäßig angeordneten Diffusionskörper, welcher in einem gegen Druck sicheren doppelwandigen Stahlrohr eingebaut ist, wobei die vom Schnee wieder frei werdende CO2, dem Gegenstromprinzip ähnlich, zwischen den zwei Wänden hochsteigt und die Kühlwirkung der verbrauchten CO2 erhöht.
In beiliegender Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt, welche im kleineren Maßstabe für Eisschränke, in größerem für Kühlräume verwendbar ist.
Die flüssige Kohlensäure fließt von der Flasche durch den Anschluß α in das stählerne Verteilungsrohr b und dringt durch die Kanäle c in den durch ein Drahtnetz d gebildeten zylindrischen Raum e und in den durch ein konzentrisch darüber angebrachtes Drahtnetz f gebildeten Hohlraum g. Beide Diffusionsräume e und g sind oben und unten durch undurchlässige Deckel h und i abgeschlossen, welche das Verteilungsrohr, als verbindende Stütze benutzend, gleichzeitig den Befestigungspunkt der Drahtnetze bilden.
Die Kohlensäure dringt nun in den Raum k durch die öffnungen / in einen Entspannungsraum m und von da aus durch die im Kreise angeordneten Löcher« in den Expansionsraum 0. Sie entweicht durch den Austrittsstutzen p in ein Kühlgefäß, in Kühlrohre o. dgl., welche neben obiger Vorrichtung im Kühlschrank stehend oder liegend angebracht sind, und verläßt diese ins Freie tretend. Die den Hohlraum 0 bildenden konzentrisch übereinander sich befindlichen Stahlrohre q und r sind oben und unten autogen geschweißt.
Die Kältewirkung der Kohlensäure und der Vorgang in dieser Vorrichtung ist folgender:
Die flüssige C O2 bildet beim Durchfluß der Diffusionskörper d und f in den Räumen e, g,k Schnee und füllt diese vollständig aus. Es hat sich aber auch in den Räumen k, m und 0 Schnee gebildet, welcher auf Grund der großen Abkühlung der C O2 beim Durchströmen der Drahtnetze d und f und der Löcher / und η entstand.
Der Apparat wird allmählich so voll mit Kohlensäureschnee angefüllt, daß von der Flasche aus nichts mehr nachströmen kann,
was sich durch eintretende Ruhe und äußeres Beschlagen kundgibt. In diesem Augenblicke schließt man das Ventil der C O2- Flasche ab, worauf die Kühlarbeit der Vorrichtung beginnt.
Zuerst löst sich der CO2-Schnee im äußersten Raum o, und die Kühlrohre des Kühlschrankes nehmen die freigewordenen kalten C Oa-Gase auf. Dann löst sich der Schnee
ίο im Räume m, dessen Gase sich im Expansionsraum ο schon entspannen, so wieder etwas Kälte erzeugen und das Rohr r isolieren. Dann löst sich der Schnee in den Diffusionsräumen e und g, wobei die Kohlensäure durch Verdunstung und Entspannung in die Räume m und 0 weitere Kälte erzeugt, so daß der größte Teil des in dem CO2-Schnee enthaltenen Kälteeffektes zur Abkühlung der Räume oder des Schrankes benutzt werden kann.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Vorrichtung zur Kälteerzeugung aus flüssiger Kohlensäure, dadurch gekennzeichnet, daß aus letzterer in den von Diffusionskörpern gebildeten Räumen (e, g) Kohlensäureschnee erzeugt wird und daß die beim Schmelzen des Schnees freiwerdenden Gase einen die Diffusionsräume umgebenden, von konzentrisch übereinander geschobenen und das Gehäuse bildenden Stahlrohren gebildeten Hohlraum (0) der Einströmrichtung der flüssigen Kohlensäure entgegengerichtet durchströmen, zum Zwecke, die Kälteausnutzung des Schnees zu vergrößern und die inneren Räume zu isolieren.
  2. 2. Vorrichtung zur Kälteerzeugung aus flüssiger Kohlensäure nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffusionskörper konzentrisch übereinander gescho- ben sind und die Räume (e und g) bilden.
  3. 3. Vorrichtung zur Kälteerzeugung aus flüssiger Kohlensäure nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Räume (e und g) und den Raum (0) ein Sammelraum (m) eingeschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE742991C (de) * 1941-03-28 1943-12-15 Demag Ag Kuehlung der Walzen von Walzwerken

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE742991C (de) * 1941-03-28 1943-12-15 Demag Ag Kuehlung der Walzen von Walzwerken

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