DE24871C - Verfahren der Brodbereitung - Google Patents

Verfahren der Brodbereitung

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DE24871C
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Germany
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bread preparation
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DENDAT24871D
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English (en)
Original Assignee
TH. MONTERICHARD in Paris
Publication of DE24871C publication Critical patent/DE24871C/de
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21DTREATMENT OF FLOUR OR DOUGH FOR BAKING, e.g. BY ADDITION OF MATERIALS; BAKING; BAKERY PRODUCTS
    • A21D8/00Methods for preparing or baking dough
    • A21D8/02Methods for preparing dough; Treating dough prior to baking

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Bakery Products And Manufacturing Methods Therefor (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
Dieses neue System der Brodbereitung macht es möglich, eine ungefähr 10 Procent gröfsere Ausbeute an Brod zu erlangen als nach den gewöhnlichen Verfahrungsweisen; d. h. wenn 100 kg eines und desselben Mehles gegeben sind und man behandelt dieselben einerseits nach meinem Verfahren, andererseits nach dem gewöhnlichen Verfahren, so wird man nach dem ersteren ungefähr 10 kg Brod mehr erzielen als nach dem zweiten.
Wenn man die ungeheure Menge Brod in Betracht zieht, weiche täglich producirt und consumirt wird, so wird man sich leicht überzeugen können, dafs mein Verfahren, das sehr wenig kostspielig ist und keine chemische Manipulation erfordert, einen entscheidenden Vortheil hinsichtlich der Production zu Stande bringt. Noch mehr, das Brod, welches nach meinem Verfahren erhalten wird, bietet in hygienischer Beziehung und hinsichtlich der Ernährung Eigenschaften dar, welche diejenigen des nach den gegenwärtigen Verfahrungsarten dargestellten Brodes übertreffen; dieselbe Beob-'achtung werde ich auch hinsichtlich seiner unmittelbar (d. h. für das Auge und den Geschmack) wahrnehmbaren Eigenschaften machen.
Bis jetzt sind verschiedene Versuche angestellt worden, um diesen Zweck zu erreichen; am häufigsten bestehen dieselben darin, das Getreide oder die Kleie so lange in Wasser zu kochen, bis sie vollständig zergangen sind. Darauf werden sie stark geprefst, und die aus der Presse kommende Flüssigkeit wird aufgefangen und mit dem Wasser gemischt, das zum Teigkneten bestimmt ist. Das jetzt Pflanzenschleim enthaltende Wasser vertheilt sich ungleich in dem Teig, es verdampft unvollständig während des Backens und bleibt theilweise in dem Brod, dessen Gewicht es zwar vermehrt, dessen Qualität und Nährwerth es aber herabsetzt.
Mein Verfahren assimilirt im Gegentheil das in dem Teig klar gebliebene Wasser, es verbindet sich mit demselben zu Gunsten des Nährwerthes dieses Nahrungsmittels. Die Resultate, welche durch die oben angezeigten Processe erhalten werden, sind völlig verschieden; als Endresultat findet bei Anwendung dieser Processe eine Gewichtsvermehrung, bei meinem Procefs eine Broddarstellung statt.
Mein Verfahren verändert in nichts die Operationen der Brodbereitung und die Darstellung des Teiges; das Kneten und das Backen bleibt genau dasselbe wie vorher. Der Procefs läuft einzig und allein nur auf eine Wassermengung des Mehles hinaus und besteht darin, dafs man sich zu dieser Operation eines Wassers bedient, in welchem eine passende Menge Getreide der Kochhitze ausgesetzt worden ist.
Obgleich ich meine Erfindung weder in Anbetracht der Natur noch der Menge des verwendeten Getreides beschränke, ziehe ich doch vor, in folgender Weise zu verfahren: Ich bringe 100 1 kaltes Wasser in den Kessel α (auf der beiliegenden Zeichnung nur als Schema dargestellt). Auf dieses Volumen Wasser bringe ich 2 1 Getreide (am besten Weizen) in den aus Metalldraht verfertigten Korb oder Taucher b, und zwar so, dafs dies Getreide locker über einander liegt; darauf lasse ich diesen Taucher in den Kessel herunter, bis das Wasser das darin enthaltene Getreide überdeckt. Man
bringt sodann das Wasser des Kessels zum Kochen, erhält es darin ungefähr eine Stunde lang, hebt den Taucher wieder heraus, läfst abtropfen und die Herstellung des Wassers, welches zur Brodbereitung dienen soll, ist völlig beendet.
Wenn dieses Wasser bis zu dem beabsichtigten Grade erkaltet ist, mufs es für alle Operationen des Backens brauchbar sein, für die Wassermengung und die Gährung, d. h. für die Herstellung des Sauerteiges aus in Gährung versetztem Teig, der bei der Brodbereitung gleiche Dienste wie die Bierhefe leistet.
Die Menge dieses in Anwendung kommenden AVassers ist die nämliche wie die des gewöhnlichen Wassers, aber es ist wesentlich, es nicht mit dem unpräparirten Wasser zu versetzen; es ist ferner nöthig, es vor dem Gebrauch umzurühren, besonders wenn es im voraus dargestellt worden ist.
Welches auch immer die Qualität des Mehles sein mag, dieses so hergestellte Wasser trägt zur Trennung des Zuckers und des Dextrins bei, während es dem Kleber und der Stärke mehr Körper giebt, woher sich die Zunahme der Ausbeute an Brod, welche durch mein Verfahren erzielt wird, schreibt.
Es ist offenbar, dafs ich dieses Verfahren mit denselben Vortheilen auch auf die Zwiebackfabrikation anwenden kann, ohne etwas in der Manipulation der Arbeiter zu ändern.
Man sieht, dafs mein Verfahren ökonomisch ist und keine Kosten verursacht, umsomehr als das Getreide, welches zur Darstellung von Wasser zur Brodbereitung gedient hat, in vortheilhafter Weise noch als Nahrung für Pferde oder andere Hausthiere verwendet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Das Verfahren der Brodbereitung, welches im wesentlichen darin besteht, dafs ich das Wasser, welches zu dieser Brodbereitung dienen soll, vorher besonders darstelle, indem ich in dasselbe die beabsichtigte Menge Getreide eintauche und es dann zum Kochen bringe, ungefähr ι bis 2 Stunden lang, und ferner, dafs dieses Wasser, ohne mit anderem gewöhnlichen AVasser vermischt zu werden, zum Anrühren des Teiges, des Sauerteiges, überhaupt des Teiges aller Backwaaren dienen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT24871D Verfahren der Brodbereitung Active DE24871C (de)

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