DE247883C - - Google Patents

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DE247883C
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grinding
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C4/00Crushing or disintegrating by roller mills
    • B02C4/28Details
    • B02C4/30Shape or construction of rollers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 247883 KLASSE 50h. GRUPPE
ALFRED BAUMANN in ZURICH.
Mahlwalzenstuhl. Patentiert im Deutschen Reiche vom 16. Dezember 1910 ab.
Zum Mahlen von Dunsten und feinen Ausmahlungen verwendet man bis jetzt Mahlgänge, Porzellanwalzen, Glattwalzen mit Auflösemaschinen und Feinriffelwalzen. Alle diese Mahleinrichtungen haben aber ihre besonderen Nachteile und liefern zum Teil kein vollendetes Produkt. Der französische Mahlgang, welcher große Arbeitsflächen mit sich kreuzenden Ritzen hat, liefert viel Mehl und eignet sich vorteilhaft
ίο zum Mahlen weißer Dunste; beim Mahlen dunkler Dunste werden diese aber zu stark zerrissen, und das erzeugte Mehl erhält dadurch eine dunkle Farbe. Die Porzellanwalzen mit rauher Oberfläche wirken reißend oder pulverisierend; sie erzeugen bei dunklen Dunsten zu dunkles Mehl, bei weißen Dunsten aber zu wenig Mehl. Die Glattwalzen mit ihrer meistens kleinen Arbeitsfläche wirken beim Dunstmahlen mit starkem Druck quetschend, worunter die Güte und Menge, des erzeugten Mehles zu leiden haben; von dunklen Dunsten wird dabei allerdings noch möglichst helles Mehl erhalten. Um die Menge des von Glattwalzen gelieferten Mehles zu vergrößern, wird das Produkt dieser Walzen noch durch sogenannte Auflösemaschinen gelassen; hierbei wird aber das von dunklen Dunsten herrührende Mehl wieder verdunkelt. Das Mahlen mit Feinriffelwalzen ist mehr ein Zerhacken des Mahlgutes; aus dunklen Dunsten wird dabei auch ein dunkles Mehl erzeugt. Durch den nachstehend beschriebenen Mahlwalzenstuhl, welcher. sich besonders zum Mahlen von Dunsten und feinen Ausmahlungen eignet, sollen alle vorerwähnten Nachteile beseitigt und die Erzeugung einer großen Menge Mehl (was beim Dunstmahlen eigentlicher Zweck ist) von bester Güte und Weiße gewährleistet werden. Dieser Mahlwalzenstuhl hat eine umlaufende Mahlwalze und eine feststehende, einstellbare Mahlplatte, welche mit einer konkaven Arbeitsfläche einen großen Teil der Arbeitsfläche der Mahlwalze umgibt. Das Neue bei diesem Mahlwalzenstuhl besteht darin, daß an der Mahlwalze wie an der Mahlplatte einzelne Teile der Arbeitsfläche mit Ritzen versehen sind, zwischen welchen Teilen sich Teile mit glatter Oberfläche befinden.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. .1 eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Ansicht der Mahlwalze und
Fig. 3 eine Ansicht der Mahlplatte.
Der dargestellte Walzenstuhl hat einen Einlauftrichter 1, zwei Speise walzen 2 und 3 und eine Mahlwalze 4, gegen deren Mahlfläche eine Mahl platte 5 mit einer gekrümmten Arbeitsfläche gerichtet ist. Die Mahlwalze 4 und die Mahlplatte 5 bestehen vorzugsweise aus Hartguß. Die Arbeitsfläche der Mahlplatte bedeckt ungefähr den dritten Teil der Arbeitsfläche der Mahlwalze. Der Abstand der Mahlplatte 5 von der Mahlwalze 4 kann geregelt werden, desgleichen auch der Druck in der Richtung gegen die Mahlwalze. Die Arbeitsfläche der Mahlwalze und der Mahlplatte haben mit zueinander parallelen Ritzen versehene Flächenteile 6, welche mit glatten Flächenteilen 7 abwechseln (Fig. 2 und 3). Die Flächenteile 6 und 7 bilden zueinander parallele Streifen, die zur Achse der Mahlwalze bzw. zu den wagerechten Begren-
zungskanten der Mahlplatte unter einem geringen Winkel geneigt sind. Stehen sich die Mahlwalze und die Mahlplatte gegenüber, so kreuzer die Streifen der ersteren diejenigen der letzteren. Infolgedessen wirken bei der Drehung der Mahlwalze in der Richtung des Pfeiles (Fig. i) die beiden Arbeitsflächen mit ihren geritzten Flächenteilen scherenartig auf das Mahlgut. Dieses wird dabei abwechselnd von
ίο den geritzten Flächenteilen geschnitten und von den glatten Flächenteilen wieder geglättet, ohne daß ein zu starkes Reißen und Quetschen vorkommt. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrere Male und wirkt derart günstig auf das Mahlprodukt, daß dasselbe weder zu rund noch zu flach gemahlen wird. Die Zerkleinerung des Mahlgutes geht nur langsam vor sich, und es ist bei mäßigem Druck zwischen den Arbeitsflächen ein kühles Mahlen möglich. Die geritzten Arbeitsflächen der Mahlwalze und Mahlplatte bewirken die Erzeugung einer großen Menge Mehl von vorzüglicher Güte, während die glatten Arbeitsflächen die Erzeugung eines weißen bzw. bei dunklen Dunsten möglichst hellen Mehles begünstigen. Die Vermahlung geschieht bei der verhältnismäßig großen Arbeitsfläche gründlich, und es ist eine Nachhilfe (wie z. B. bei Glattwalzen) nicht erforderlich.
Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können die glatten Teile der Arbeitsflächen der Mahlwalze und der Mahlplatte durch streifenförmige Flächenteile unterbrochen sein, die aus parallel liegenden Ritzen bestehen, und welche die glatten Flächenteile unter einem geringen Winkel schneiden.
Der beschriebene Mahlwalzenstuhl kann mit Vorteil auch zum Mahlen von Kleie und anderen Mahlprodukten verwendet werden.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Mahlwalzenstuhl mit einer ximlaufenden Mahlwalze und einer feststehenden, gegen letztere einstellbaren Mahlplatte, welche mit einer konkaven Arbeitsfläche einen großen Teil der Arbeitsfläche der Mahlwalze umgibt, dadurch gekennzeichnet, daß an der Mahlwalze wie an der Mahlplatte Teile der Arbeitsfläche mit zueinander parallelen Ritzen versehen sind, zwischen denen sich Teile mit glatter Oberfläche befinden.
2. Mahlwalzenstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die geritzten und die glatten Arbeitsflächenteile zueinander parallele Streifen bilden, die zur Achse der Mahlwalze oder zu den wagerechten Begrenzungskanten der Mahlplatte unter geringem Winkel geneigt sind.
3. Mahlwalzenstuhl nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die glatten Arbeitsflächenteile durch streifenförmige Flächenteile unterbrochen sind, die aus parallel laufenden Ritzen bestehen und welche die glatten Flächenteile unter einem geringen Winkel schneiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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