DE245679C - - Google Patents

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DE245679C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47GHOUSEHOLD OR TABLE EQUIPMENT
    • A47G29/00Supports, holders, or containers for household use, not provided for in groups A47G1/00-A47G27/00 or A47G33/00 
    • A47G29/14Deposit receptacles for food, e.g. breakfast, milk, or large parcels; Similar receptacles for food or large parcels with appliances for preventing unauthorised removal of the deposited articles, i.e. food or large parcels
    • A47G29/20Deposit receptacles for food, e.g. breakfast, milk, or large parcels; Similar receptacles for food or large parcels with appliances for preventing unauthorised removal of the deposited articles, i.e. food or large parcels with appliances for preventing unauthorised removal of the deposited articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Supports Or Holders For Household Use (AREA)
  • Coin-Freed Apparatuses For Hiring Articles (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 245679 KLASSE 34/. GRUPPE
ALBERT KERNS in LEIPZIG-STÖTTERITZ.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 31. August 1911 ab.
Die Erfindung betrifft einen diebessicheren Frühstückskasten zur Anbringung an Wohnungstüren.
Derartige Frühstückskasten können auch zur Aufnahme von Milchgefäßen, Briefen, Zeitungen usw. dienen.
Die bisher bekannt gewordenen Frühstückskasten besitzen entweder gewöhnliche Schlösser oder besondere Schließeinrichtungen, die
ίο aber von Unberufenen verhältnismäßig leicht zu öffnen sind. Es sind auch Frühstückskasten bekannt geworden, bei denen ein innen liegender, besonderer beweglicher Boden durch das Gewicht der eingeworfenen Ware beeinflußt wird, wobei dann ein dem Schloßriegel Widerstand bietender Hebel entfernt wird und der Riegel in seine Schließstellung gelangen kann.
Zu dieser Art von Frühstückskasten gehört der Erfindungsgegenstand. Er ist auf der Zeichnung in einer Ausführungsform als Beispiel wiedergegeben, und zwar zeigen die Fig. i, 2, 3 und 4 den gleichen Querschnitt bei verschiedenen Stellungen der Schließeinrichtung. Fig. 5 ist ein Teil eines Längsschnittes.
Der Frühstückskasten ist ein Behälter 1 aus Holz oder Blech, der mit einer Tür 2 oder einer Klappe versehen ist. Über dem Boden des Kastens ist in an sich bekannter Weise ein zweiter Boden 3 angebracht, der einerseits (s. Fig. 5) in Scharnieren, andererseits in ähnlicher Weise, wie bereits früher ausgeführt, an einem Hebel 4 hängt, dessen anderer Arm mit einem zweckmäßigerweise verstellbaren Gewicht 5 ausgerüstet ist.
Das Gewicht 5 ist so bemessen, daß der Hebel 4 bei unbelastetem Boden 3 sich in wagerechter Stellung befindet (s. Fig. 1 und 2). Der mit Brot ο. dgl. belastete Boden 3 zieht den Hebel 4 herunter (s. Fig. 3 und 4), und wenn der Kasten für Briefe usw. eingerichtet sein soll, muß natürlich das Gewicht 5 kleiner sein.
Das vordere Ende des Hebels 4 bildet, wenn dieser Hebel seine wagerechte Stellung hat, einen Widerstand für eine verschiebbare Sperrhülse 6, die einen Zapfen 7 hat und von einer Feder 8 stets nach der Tür 2 hin gezogen wird. Diese Sperrhülse hält den senkrecht verschiebbaren Schloßriegel 9 in gehobener Stellung, zu welchem Zweck ihre Klinke in eine Ausnehmung jenes Riegels eingreift. In der Sperrhülse 6 befindet sich ein vorn herausschauender Zapfen 10, der von einer Feder stets nach vorn gedrückt wird. Dieser Zapfen 10 wird beim Schließen der Tür 2 zunächst getroffen und in die Sperrhülse 6 hineingeschoben, wenn diese durch den Hebel 4 an ihren Zapfen 7 gehalten wird (s. Fig. 2).
Wenn aber der Hebel 4 durch den belasteten Boden 3 aus dem Wege des Zapfens 7 gerückt ist (s. die Fig. 3 und 4) und die Tür 2 dann geschlossen wird, so ist der Widerstand der gegen den Zapfen 10 drückenden Feder größer als der Widerstand der Sperrhülse 6 gegen das Verschieben, und die Folge ist die Freigabe des Riegels 9, der sofort durch eine
Feder 11 heruntergezogen wird und in das an der Tür 2 vorgesehene Schließblech 12 eingreift (s. Fig. 3).
Die Tür 2 besitzt noch ein Schließblech 13, in das, von unten her, der Haken eines von einer Feder stets nach oben gezogenen Riegels 14 eingreifen kann. Dieser Riegel sieht oben aus dem Kasten heraus, und nach seinem Niederdrücken kann man, wenn keine Ware im Kasten liegt, die Tür 2 ohne weiteres öffnen.
Wenn der Kasten aber Ware enthält, schließt auch der Riegel 9, und ein auf den Knopf des Riegels 14 ausgeübter Druck muß erfolglos bleiben.
Die Tür 2 kann nur dann geöffnet werden, wenn der Riegel 9 wieder angehoben wird. Dies soll von der Wohnung, an deren Außentür der Frühstückskasten angeordnet ist, ge- schehen, und zwar ist dafür folgende Einrichtung getroffen:
In den Seitenarm des Riegels 9 faßt der Zapfen eines zweiarmigen Hebels 15, und dieser steht mit einem Zugorgan 16, z. B. einem Draht, Faden, einer Kette oder Darmsaite in Verbindung, welche nach dem Innern der Wohnung geleitet ist, und zwar so, daß ein Unberufener dieses Zugorgan 16 nicht sehen, noch erfassen kann. Wenn ein Zug ausgeübt ist (s. Fig. 4), wird der Hebel 15 den Riegel 9 entsprechend anheben, und das Schließblech 12 der Tür 2 wird freigegeben; man könnte demnach die Tür 2 sofort öffnen. Aber da die Ware noch immer den Boden 3 niederdrückt, wird natürlich auch der Riegel 9 sofort nach Aufhören des Zuges wieder in seine Schließstellung gehen. Man muß aber nach Ausführung des Zuges an den Kasten herangehen und ihn öffnen können, und um dies auszuführen, ohne daß der Riegel 9 wieder schließt, steht das genannte Zugorgan 16 durch eine Abzweigung 17 mit einem hakenartig ausgebildeten Hebel 18 in Verbindung, dessen Rücken sich unter einen seitlichen Vorsprung 19 des Riegelarmes legen kann, wenn der Zug erfolgt ist. Hierdurch wird nun verhindert, daß der Riegel 9 nach Aufhören des Zuges am Zugorgan 16, 17 wieder schließt, vielmehr muß er in angehobener Stellung verbleiben.
Bei dem Zug hat sich der hakenförmige Hebel 18 aufrecht gestellt, und seine Hakenspitze greift nun hinter einen an der Tür 2 angebrachten Haken 20. Dieser hat die Aufgabe, beim öffnen der Tür 2, welche nur nach Druck auf den Riegel 14 erfolgen kann, den Haken 18 wieder in seine frühere Stellung zu bringen, indem er ihn niederzieht. Es ist dann der Riegel 9 wieder freigegeben und könnte die Niederbewegung ausführen, wird aber jetzt von der Sperrhülse 6 festgehalten, da diese keinen Druck von der Tür 2 mehr empfängt.
Nach Entfernung der Ware vom Boden 3 ist der Kasten ohne weiteres für eine gleiche Funktion wieder in Bereitschaft.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Frühstückskasten o. dgl. mit Schließeinrichtung und einem an Scharnieren und an einem Gewichtshebel aufgehängten inneren Boden zum Tragen der einzulegenden Ware, durch deren Gewicht ein die Bewegung des Schloßriegels in die Schließstellung verhindernder Sperrteil beseitigt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrteil (6, 10) zwischen den Schloßriegel
(9) und den Gewichtshebel (4) geschaltet ist und eine Zugvorrichtung (16) vorgesehen ist, durch die der Riegel (9) aus seiner Schließstellung (vom Innern der Wohnung aus) angehoben wird, wobei sich ein Haltehebel (18) unter ihn legt, um sein sofortiges Niedergehen durch das Gewicht der Ware zu verhindern.
2. Frühstückskasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrteil aus einer Sperrhülse (6) und einem in deren Vorderteil sitzenden federnden Zap^ fen (10) besteht, der durch die schließende Tür (2) zurückbewegt wird, wenn die Hülse (6) durch den Gewichtshebel (4) festgehalten wird, wobei aber der Zapfen
(10) mittels einer Feder die Hülse (6) mitnimmt, wenn sie durch den Gewichtshebel (4) infolge des Gewichtes einer auf dem Boden (3) liegenden Ware freigegeben wird.
3. Frühstückskasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Bewegung des Riegels (9) nach erfolgtem Zug verhindernde Haltehebel (18) hakenförmig ist und hinter einen an der Tür
(2) sitzenden Haken (20) greift, damit er beim Öffnen der Tür (2) wieder in seine Ruhestellung gebracht werden kann.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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