DE244840C - - Google Patents
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Classifications
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- C01B21/00—Nitrogen; Compounds thereof
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Treating Waste Gases (AREA)
- Gas Separation By Absorption (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ JVl 244840 — KLASSE 12«. GRUPPE
Verfahren zur Absorption nitroser Gase. Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. November 1910 ab.
Bekanntlich ist es eine bisher noch nicht gelöste Aufgabe, die beispielsweise bei der
Luftverbrennung entstehenden Gase quantitativ, d. h. verlustlos zu absorbieren, denn bei
der wässerigen Absorption bildet sich immer wieder ein Teil des erzeugten NO2 zu NO
zurück und entgeht somit der Absorption, während beispielsweise für die Erzeugung von
Kalksalpeter eine quantitative Absorption zu
ίο einem Überschuß von Nitrit führt, den man
nicht gebrauchen kann.
Der Erfinder hat nun gefunden, daß man
- die nitrosen Gase quantitativ zu Salpetersäure absorbieren kann, wenn man so verfährt, daß
man die nitrosen Gase, welche die eigentliche wässerige Absorption verlassen, nach entsprechender
Oxydation mittels Schwefelsäure aufnimmt.
Um nun eine separate Denitrierung der Schwefelsäure zu vermeiden, wird die folgende
Arbeitsweise eingehalten. Die den Ofen mit sehr hoher Temperatur verlassenden Gase werden
nach Ausnutzung ihrer Wärme in Dampfkesseln u. dgl. mit einer Temperatur bis zu
400° und eventuell darüber in einen säurefesten Turm geleitet, auf welchen verdünnte
Schwefelsäure zwecks ihrer Konzentrierung aufgegeben wird. Diese den Turm verlassende
konzentrierte Schwefelsäure wird zur Absorption der Restgase verwendet. Die Gase, welche
den Schwefelsäurekonzentrationsturm verlassen,. sind nun natürlich stark mit Feuchtigkeit beladen
und werden in einer entsprechenden Einrichtung auf gewöhnliche Temperatur ab
gekühlt, wobei sie den Hauptteil des aus der Schwefelsäure aufgenommenen Wassers abscheiden.
Sie enthalten aber immerhin noch so viel Feuchtigkeit, daß dadurch die Konzentration
der in der nachfolgenden Absorption zu erzeugenden Salpetersäure sehr herabgedrückt
wird. Um diesen Übelstand zu beseitigen, werden die Gase in einem Trockenturm
oder einer entsprechend wirkenden Einrichtung mit der von der Restgasabsorption kommenden, nunmehr Nitrosylschwefelsäure
enthaltenden Schwefelsäure im Gegenstrom zur Wirkung gebracht, wobei einerseits die
Gase getrocknet, andererseits die Schwefelsäure verdünnt und erwärmt wird, und zwar
letzteres dadurch, daß die Schwefelsäure, wie gesagt, Wasserdampf aufnimmt, wodurch die
gesamte latente Wärme dieses Wasserdampfes frei wird. Durch diese Verdünnung und Erwärmung
wird die Schwefelsäure so weitgehend denitriert, daß nur noch eine kleine Denitrieränlage erforderlich ist, um eventuell
noch in der Säure verbleibende Spuren von Stickoxyden auszutreiben. Die aus diesem
Trockenapparat ausfließende Schwefelsäure wird nun auf den Konzentrationsturm wieder
aufgegeben und durchläuft von neuem den eben beschriebenen Kreislauf. Diese Arbeitsweise
hat weiterhin den ganz beträchtlichen Vorteil, daß die den Trockenturm verlassenden
Gase bei ihrem Zusammentreffen mit der Salpetersäure des ersten Absorptionsturmes
sich wieder zum Teil mit Feuchtigkeit sättigen, d. h. sie wirken einerseits durch Ab-
dampfen dieser entsprechenden Feuchtigkeitsmenge konzentrierend auf die Säure des ersten
■ Turmes, andererseits kühlen sie sich durch diesen Vorgang ganz erheblich ab, was wiederum
zu einer höheren Konzentration im ersten Turm und außerdem zu einer erheblich besseren Absorption führt, da nach den
Erfahrungen des Erfinders die wässerige Absorption sich um so rascher, d. h. in um so
ίο kleineren Apparaten vollzieht, je kälter die
nitrosen Gase und die Absorptionsflüssigkeit sind.
Das beschriebene Verfahren soll im nachfolgenden an Hand der schematischen Zeichnung
noch näher erläutert werden.
Die in dem Reaktionsraum α erzeugten
Stickoxydgase geben in der Dampfkesselanlage b einen großen Teil ihrer Wärme ab und
treten mit einer Temperatur von 400 ° und darüber in den säurefesten Turm c. Hier
nehmen die Gase von der ihnen entgegenrieselnden wässerigen Schwefelsäure die Feuchtigkeit
auf, wodurch sie selbst mit Feuchtigkeit stark beladen werden. Es ist infolgedessen
nötig, die mitgerissene Feuchtigkeit aus den Gasen abzuscheiden, was in der an
den Turm c anschließenden Kondensationsanlage d geschieht. Eine vollständige Trocknung
der Gase wird in dieser Kondensationsanlage noch nicht erreicht, es werden infolgedessen
die Gase in den an die Kondensation d anschließenden Trockenturin β geleitet.
Hier werden die Gase im Gegenstrom mit Schwefelsäure in innige Berührung gebracht,
wodurch sie getrocknet werden und von hier aus zunächst im Oxydationsturm f oxydiert
und in den Rieseltürmen g einer wässerigen Absorption unterworfen werden. Die aus den
Absorptionstürmen g austretenden Restgase werden in dem Restgasabsorptionsturm h von
hochkonzentrierter Schwefelsäure vollständig absorbiert.
Der Weg der Schwefelsäure ist hierbei folgender :
Die den Turm h, in welchem die Restgase durch die entgegenrieselnde hochprozentige
Schwefelsäure absorbiert werden, unten verlassende, nunmehr Nitrosylschwefelsäure enthaltende
Schwefelsäure wird durch die Leitung i auf den Trockenturm e gefördert, wo
sie die in den entgegenströmenden Gasen enthaltende Feuchtigkeit aufnimmt, also verdünnt
wird. Von hier aus wandert die wässerige Schwefelsäure durch eine kleine Denitrieranlage
k auf den Konzentrationsturm c, wird hier konzentriert und durch Leitung I wieder
auf Turm h gefördert, von wo der Kreislauf von neuem beginnt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Absorption nitroser Gase, wie solche beispielsweise bei der elektrischen Luftverbrennung entstehsn, dadurch gekennzeichnet, daß die Gase nach Passieren einer in bekannter Weise wirkenden Absorptionsanlage durch Schwefelsäure geleitet werden und die hierbei erhaltene nitrose Säure vor dem Oxydationsraum des Systems zur Trocknung der entspre- jo chend abgekühlten Reaktionsgase verwendet und durch die Hitze der Ofengase wieder auf die zur Restgasabsorption nötige Stärke gebracht wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE191114122X | 1910-11-17 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=32521863
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT244840D Active DE244840C (de) | 1910-11-17 |
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| Country | Link |
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| DE (1) | DE244840C (de) |
| GB (1) | GB191114122A (de) |
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1911
- 1911-06-14 GB GB191114122D patent/GB191114122A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB191114122A (en) | 1911-09-21 |
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