DE243642C - - Google Patents

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DE243642C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B19/00Handling rods, casings, tubes or the like outside the borehole, e.g. in the derrick; Apparatus for feeding the rods or cables
    • E21B19/08Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods
    • E21B19/086Apparatus for feeding the rods or cables; Apparatus for increasing or decreasing the pressure on the drilling tool; Apparatus for counterbalancing the weight of the rods with a fluid-actuated cylinder

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
243642 KLASSE 5 δ. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1910 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Gesteinbohrmaschinen, bei welchen die zum Betriebe dienende Preßluft zunächst in den Vorschubzylinder und erst dann in den Arbeitszylinder geleitet wird. Bei solchen Maschinen brauchte man bisher zwei getrennte Absperrorgane, von denen das eine an dem Punkte angeordnet war, wo die Preßluft in den Vorsehubzylinder eintritt, und das andere in ein Verbindungsstück zwischen Vorschub- und Arbeitszylinder besonders eingeschaltet war.
Die Bedienung einer Maschine dieser Art mit zwei getrennten Absperrorganen war umständlich und mangelhaft, auch wurde gelegentlich bei nicht übereinstimmender Einstellung der beiden Absperrvorrichtungen die Leistung des Bohrers erheblich herabgesetzt.
Ein einziges Absperrorgan für die Preßluftzufuhr bestand bisher nur bei Gesteinbohrmaschinen, bei welchen die Preßluft nicht zuerst in den Vorschubzylinder und von dort aus in den Arbeitszylinder gelangte, sondern die Preßluft aus dem Absperrorgan gleichzeitig einerseits in den Vorschubzylinder und andererseits in den Arbeitszylinder unmittelbar übertrat. Hierbei bestand der wichtige Übelstand, daß die in der Preßluft vorhandenen Staubteile usw. unbedingt mit in den Arbeitszylinder gelangen mußten und hier bei der großen Empfindlichkeit der Einrichtung zu raschem Verschleiß und Betriebsstörungen führte.
Die Erfindung beseitigt diese Mängel, indem sie ein einziges Absperrorgan so anordnet, daß dasselbe die Preßluft nicht in zwei getrennten Strömen zugleich nach der einen und nach der anderen Seite abgibt, sondern dieselbe in ihrer ganzen Menge lediglich in den Vorschubzylinder leitet und erst von hier aus in den Arbeitszylinder übertreten läßt. Der mitgeführte Staub hat nun Gelegenheit, sich in dem großen Innenraume der Vorschubvorrichtung abzusetzen; die Luft gelangt also im wesentlichen rein in den Arbeitszylinder. Die ganze Bohrmaschine ist gegenüber den früheren Vorrichtungen mit zwei Absperrorgänen im Bau und in der Bedienung erheblich vereinfacht. Außerdem ist ein wichtiger Übelstand der Vorrichtung, deren Vorschub- und Arbeitszylinder durch zwei Ab-Sperrvorrichtungen hintereinander geschaltet sind, vermieden, indem bei Drosselung der Preßluftzufuhr zum Arbeitszylinder ein Festarbeiten des Bohrers nicht mehr eintreten kann. Wenn das Gestein es verlangt, die Preßluft für den Arbeitszylinder zu drosseln, so mußte bisher der Vorschubzylinder seine besondere Drosselung erfahren, und wenn dies übersehen wurde, arbeitete sich der Bohrer fest. Bei der neuen Vorrichtung wird gleichzeitig mit der Verminderung der Arbeitsleistung ohne weiteres auch die Vorschubwirkung abgeschwächt, so daß derartige Störungen nicht mehr eintreten können.
Eine Ausführungsform des Erfmdungsgegenstandes ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Ansicht der ganzen Bohrmaschine,
Fig. 2 ein Schnitt durch den Mittelteil.
Der Arbeitskolben befindet sich in einem Zylinder ii, in dessen Kopf 12 in bekannter Weise ein Bohrer 13 sitzt. Am linken Ende befindet sich die Vorschubvorrichtung 20 mit hohler Kolbenstange 21, deren Innenraum 22 das Treibmittel zuerst empfängt, so daß dasselbe hier Staub und Schmutz absetzen kann. Zwischen Vorschubvorrichtung und Arbeitszylinder ist nun das neue Absperrorgan eingebaut, dessen Gehäuse 23 eine konische Kükenbohrung 27 besitzt. Von dieser Bohrung führt ein Kanal 28 einseitig nur in den Vorschubzylinder, und ein zweiter Kanal 29 ist ao durch und durch gebohrt, führt also sowohl zum Vorschubzylinder als auch zum Arbeitszylinder. In der Bohrung steckt ein Hahnküken 30, welches durch den Handgriff 31 gedreht werden kann und einen von einer Kammer 32 ausgehenden einseitigen Kanal 33 gegenüber Kanal 28 des Gehäuses sowie einen durchgehenden Kanal 34 in gleicher Höhe mit Kanal 29 des Gehäuses besitzt.
Das Treibmittel gelangt durch die Leitung
•30 40 in eine Kammer 39 des Handgriffes 37 und von hier in die Kammer 32 des Hahnkükens hinein und wird von hier durch die Kanäle 33, 28 zunächst in den Vorschubzylinder 22 geleitet. Erst von hier aus kann die Preßluft durch die Kanäle 29, 34, 29 zum Arbeitszylinder gelangen.
Wenn es erforderlich wird, die Arbeitsleistung durch Drosselung der Preßluftzufuhr herabzusetzen, so ergibt sich bei der neuen Vorrichtung von Selbst mindestens gleichzeitig und in mindestens gleichem Maße auch eine Herabsetzung der Vorschub wirkung. Bei der gezeichneten Ausführungsform der Vorrichtung befindet sich der einseitige Kanal 33 am dickeren Ende des Hahnkükens, eilt also bei der Drehung des Kükens dem Kanal 34 voraus. Es wird infolgedessen zuerst die, Preßluftzufuhr zum Vorschubzylinder gedrosselt bzw. abgesperrt, und die Drosselung bzw. Absperrung der Verbindung mit dem "Arbeitszylinder folgt nach.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Gesteinbohrmaschine mit zwischen der Vorschubvorrichtung und der Arbeitskammer eingeschalteter gemeinsamer Absperrvorrichtung für den Eintritt des Druckmittels, dadurch gekennzeichnet, daß die Absperrvorrichtung zwei Durchgänge enthält, von denen der eine in bekannter Weise zum Eintritt der Preßluft in den Vorschubzylinder, der andere zur Herstellung einer direkten Verbindung von Vorschub- und Arbeitszylinder dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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