DE86655C - - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
- E21B1/00—Percussion drilling
- E21B1/12—Percussion drilling with a reciprocating impulse member
- E21B1/24—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure
- E21B1/30—Percussion drilling with a reciprocating impulse member the impulse member being a piston driven directly by fluid pressure by air, steam or gas pressure
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 14: Dampfmaschinen.
(V. St. A.).
für Gesteinsbohrmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. September 1894 ab.
Pickering'sche
Schiebersteuerung, wie
sie u. A. in Reuleaux, der Constructeur, IV. Auflage, Seite 931, Fig. 1001, für eine einstufige
Maschine beschrieben und dargestellt ist, kennzeichnet sich bekanntlich dadurch, dafs der
Hauptkolben den schieberstangenlosen, aus einer Muschelplatte und zwei Kolben zusammengesetzten
Schieber selbstthätig umsteuert.
Zweck vorliegender Erfindung ist. nun, die genannte Pickering'sche Schiebersteuerung für
Verbundmaschinen geeignet zu gestalten. Dabei ist die Vorkehrung getroffen, ein leichtes Anlassen
der Maschine durch Eintreten frischen Dampfes aus dem Schiebergehäuse in den Niederdruckcylinder der Maschine mittelst eines
das Innere des Schiebergehäuses mit dem Dampfkanal nach dem Niederdruckcylinder verbindenden
Kanales bewerkstelligen zu können.
Ist dann ein regelmäfsiger Gang der Maschine erzielt, so wird dieser zwischen Schiebergehäuse
und Niederdruckcylinder gelegene Dampfkanal durch ein von Hand niederschraubbares Ventil
abgesperrt, worauf die Maschine ihre Arbeit unter Vertheilung des Dampfes durch die
nach vorliegender Erfindung vervollkommnete Schiebersteuerung verrichtet, wobei der Dampf
nach Verrichtung von Arbeit in dem Hochdruckcylinder aus letzterem in den Niederdruckcylinder
übertritt, um nochmals Arbeit zu verrichten.
Fig. ι und 2 zeigen im Längsschnitt eine Gesteinsbohrmaschine mit zwei Dampfcylindern
nach dem Verbundsystem und mit der Schiebersteuerung in zwei verschiedenen Kolben- und
Schieberstellungen.,
Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch das Schiebergehäuse und einen Theil des Maschinencylinders
nach Linie x-x, Fig. 4 einen gleichen Querschnitt nach Linie y-y der Fig. 1 und 2.
A ist der Hochdruckcylinder, A1 der Niederdruckcylinder
mit den durch die Bohrstange B verbundenen Kolben C bezw. C1. D ist das
Schiebergehäuse mit dem Muschelschieber E und1 den den letzteren bethätigenden Kolben
aal, welche durch eine Spindel b mit einander
verbunden sind und den Schieber E zwischen sich fassen, wobei auf letzterem die
Lappen c c zur Führung der Kolbenspindel b sitzen. Bei i mündet die Frischdampfleitung
in das Schiebergehäuse D.
Im Schieberspiegel d münden der Hauptaustrittskanal e, der durch Kanal h mit der
Aufsenluft in Verbindung steht, und die nach den Kopfenden der Cylinder A A1 führenden
Kanäle ff1, welche zeitweise vom Muschelschieber E überdeckt und dadurch mit einander
in Verbindung gesetzt werden (Fig. 2). Die Verbindung des Kanals f1 mit dem Auspuffkanal
e zeigt die Stellung der Theile in Fig. ι; in dieser Stellung steht der Hochdruckcylinder
A mit dem Schiebergehäuse D in Verbindung, während bei gegenseitiger Verbindung
der Kanäle ff1 — zwecks Uebertritts des Dampfes aus dem Hochdruckcylinder A in
den Niederdruckcylinder A1 — der Auspuffkanal e abgesperrt ist.
Aufser den Kanälen eff1 münden noch die
Kanäle jj1 am Kopfende des Schiebergehäuses
in letzteres, von denen der Kanal j mit dem Hochdruckcylinder A, j1 dagegen mit dem
Niederdruckcylinder A1 in Verbindung steht. Die Länge der Kolben C C1 ist eine solche,
dafs abwechselnd die Kanäle jjl überdeckt und
freigelegt werden, so dafs abwechselnd Dampf aus den Cylindern hinter den Kolben α oder al
treten kann, um letztere zu verschieben, gleichzeitig aber das jeweilige andere Ende des
Schiebergehäuses mit dem Auspuffraum zwischen den Kolben C C1 bezw. mit dem Auspuffkanal
h zu verbinden und dadurch die nöthige Verschiebung von α al zur Umkehr
der Maschinenkolben C C1 hervorzurufen.
An der Hand der Fig. ι und 2, welche zwei verschiedene Stellungen der Schieber α α1 Ε
darstellen, sowie aus der obigen Beschreibung ergiebt sich die Wirkungs- und Arbeitsweise
der Schiebersteuerung nach vorliegender Erfindung von selbst.
Um ein leichtes und bequemes Anlassen der Maschine zu veranlassen, gleichviel ob sie genau
oder annähernd aufrecht steht (bei welcher Stellung die Kolben infolge des Bohrergewichts
meistens in ihre tiefste Lage übergehen werden), ist, wie aus Fig. 4 und theilweise auch
aus Fig. ι und 2 ersichtlich, zwischen dem Innern des Schiebergehäuses D und dem Dampfkanal
fl ein Kanal k vorgesehen, welcher bei richtigem Gange der Maschine durch ein
von Hand niederzuschraubendes Ventil / abgesperrt werden kann.
Wird dieses Ventil / zurückgedreht, so tritt der Dampf aus dem Schiebergehäuse D durch
die Kanäle k und f1 in den Niederdruckcvlinder
A1 ein, so dafs durch den eintretenden frischen Dampf die Cylinder C C1 in Richtung
des Pfeiles (Fig. 2) verschoben werden, demzufolge das Gewicht des Bohrers mit der Bohrstange
angehoben wird. Hat sich dann der richtige Gang der Maschine eingestellt, so wird
durch Niederschrauben des Ventils / der Kanal k wieder abgesperrt und der Betrieb bezw. Gang
der Maschine durch den Schieber E geregelt.
Es ist im Vorstehenden als treibendes Mittel Dampf und als Schieber ein durch Dampf
bethätigter Schieber angenommen; natürlich kann auch als treibendes Mittel geprefste
Luft etc. verwandt werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Nach Art der Pickering'schen construirte Schiebersteuerung an Verbundmaschinen für Gesteinsbohrmaschinen, bei welcher ein Kanal (k) vorgesehen ist, durch den beim Anlassen der Maschine frischer Dampf aus dem Schiebergehäuse in den Niederdruckcylinder eintreten kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE86655C true DE86655C (de) |
Family
ID=358693
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT86655D Active DE86655C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE86655C (de) |
-
0
- DE DENDAT86655D patent/DE86655C/de active Active
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