DE2425488B2 - Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen - Google Patents
Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem FüllenInfo
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Description
50
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen mit einer seitlich
an den Sack angreifenden senkrechten Rüttelplatte, die mit einem Exzenterantrieb verbunden ist, und mit einer
gegenüber der Rüttelplatte mit einstellbarem Abstand angeordneten senkrechten Widerlagerplatte für den
Sack.
Es sind Rüttelvorrichtungen vorgenannter Art bekannt (DE-PS 7 33 453), bei denen die Rüttelplatte an
parallelen Lenkern federnd gehalten und mit einem Vibrationsantrieb verbunden ist. Die Rüttelplatte wird
bei dieser Anordnung in Schwingungsbewegungen parallel zu sich selbst versetzt.
Bei einer anderen Vorrichtung ähnlicher Art (DE-OS 11 514) ist eine Rüttelplatte, jedoch ohne gegenüberliegende
Widerlagerplatte, vorgesehen und die Rüttelplatte gegenüber dem an einer Sackaufhängevorrichtung
freihängend gehaltenen Sack schräg angeordnet, so daß der Sack aus seiner Schwerpunktlage herausgedrückt
wird. Dabei ist die Rüttelplatte federnd an einer Führung gehalten und wird mittels eines im Zentrum der
Platte angreifenden Exzenterantriebes in hin- und hergehende Bewegungen versetzt. Schließlich ist noch
eine Ausführung ähnlich der vorgenannten Art bekannt, die ebenfalls mit einer schräg angeordneten Rüttelplatte
arbeitet (US-PS 25 33 157). Die Rüttelplatte ist dabei oberhalb des Sackschwerpunktes gelagert und wird
über einen Antrieb zwangsläufig in Schwingungsbewegungen um die Drehachse versetzt
Bei den bekannten Ausführungen der Rüttelvorrichtungen läßt sich ein ruhiger Lauf der gesamten
Vorrichtung wegen des fehlenden Massenausgleichs nicht erreichen. Die bekannte Anordnung mit der um
eine Drehachse schwingenden Rüttelplatte hat den weiteren Nachteil, daß nur der untere Teil des Sackes
gerüttelt wird. Die beschriebenen Ausführungen sind darüber hinaus baulich relativ aufwendig und verursachen
infolge des unruhigen Laufes erhebliche Lärmbelästigungen.
Es ist Aufgabe vorliegender Erfindung, eine Rüttelvorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden,
daß sie bei vermindertem baulichem Aufwand einen ruhigen Lauf und einen außerordentlich guten
Rütteleffekt erzielt.
Zur Lösung vorstehender Aufgabe kennzeichnet sich die Vorrichtung der eingangs beschriebenen Art
dadurch, daß die Rüttelplatte in Höhe ihrer horizontalen Mittellinie verschwenkbar gelagert und ober- oder
unterhalb der Lagerung über einen Lenker mit einem auf einem Traggestell angeordneten Exzenterantrieb
verbunden ist.
Durch die Anordnung und beschriebene Lagerung der Rüttelplatte erfolgt bei den Schwingungsbewegungen
der Platte, die ihr von dem Exzenterantrieb erteilt werden, ein weitgehender Massenausgleich, da die
Platte nach Art eines doppelarmigen Hebels um eine mittlere Anlenkstelle schwingt. In Verbindung mit der
einstellbaren Widerlagerplatte wird ein vom Füllgut unabhängiger Andruck des Sackes gegen die Rüttelplatte
gewährleistet, so daß bei einer sehr wirksamen und auf das Füllgut abstimmbaren Verdichtung ein ruhiger
Lauf der Anordnung bei relativ geringer Antriebsleistung für die Rüttelplatte erzielt wird.
Vorteilhaft ist es, wenn gemäß einer besonderen Ausbildungsform der Vorrichtung die Rüttelplatte über
seitlich und in Höhe der horizontalen Mittellinie angeordnete Lager an dem Traggestell gehalten ist.
Bei dieser Anordnung können einfache Lager für die Halterung der Rüttelplatte und auch für den Angriff des
Lenkers an der Rüttelplatte verwendet werden, so daß teure und baulich aufwendige Gummibüchsen nicht
notwendig sind. Das Traggestell kann zwar zur Vermeidung der Übertragung von Schwingungen auf
den Untergrund zusätzlich über Schwingmetalle auf dem Untergrund befestigt sein, jedoch sind diese wegen
des Massenausgleichs der Anordnung nicht unbedingt erforderlich.
Vorteilhaft ist es, wenn die Widerlagerplatte um eine seitlich angeordnete lotrechte Achse verschwenkbar
gehalten und an ihrer der Achse abgekehrten Längsseite über ein längenveränderbares Halteglied mit
dem Traggestell für die Rüttelplatte verbunden ist.
Hierdurch ergibt sich ein besonders einfacher Aufbau der Anordnung und eine konstruktiv günstige Halterung
der Widerlagerplatte. Dabei ist zweckmäßig das längenveränderbare Halteglied zwischen der Wider-
lagerplatte und dem Traggestell als hydraulischer Arbeitszylinder ausgebildet
Die Widerlagerplatte wird zweckmäßig so geformt, daß sie eine der Sackkontur angenäherte Form aufweist,
während die Rüttelplatte zweckmäßig aus lungs und quer zueinander verlaufenden Rohren besteht in der
Weise, daß an zwei unmittelbar vor den Lagern der Platte angeordneten senkrecht verlaufenden Rohren
jeweils im Bereich der freien Enden dieser Rohre angeordnete Parallelrohre vorgesehen sind. Diese to
Anordnung hat den Vorteil, daß im mittleren Bereich der Rüttelplatte keine Anlagefläche für dsn Sack
vorgesehen ist und ein Hindurchgleiten des Sackes durch die Rüttelvorrichtung ohne störende Behinderung
durch die Rüttelplatte ermöglicht wird.
Die Zeichnung gibt ein Ausführungsbeispiel der neuen Rüttelvorrichtung in schematischer Form wieder.
F i g. 1 zeigt eine Seitenansicht der Vorrichtung.
F i g. 2 gibt die Anordnung nach F i g. 1 in der Draufsicht wieder.
Die in dem Beispiel wiedergegebene Rüttelvorrichtung dient zur Verdichtung des Füllgutes in einem noch
an einem in der Zeichnung nicht wiedergegebenen Füllstutzen einer Sackfüllvorrichtung hängenden Sack 1,
welcher sich oberhalb eines Förderers 2 für den nach dem Rüttelvorgang auf den Förderer abgesetzten Sack
unterhalb des Auslaufstutzens der Sackfüllvorrichtung befindet Die dargestellte Rüttelvorrichtung weist eine
senkrecht verlaufende Rüttelplatte 3 auf, welche in Höhe ihrer horizontalen Mittellinie in Lagern 4 gehalten
ist, über die die Rüttelplatte 3 mit einem Traggestell 5 verbunden ist Das Traggestell 5 nimmt auf einer
Tragkonsole 6 die Antriebseinrichtung für die Rüttelplatte 3 auf, die aus einem Elektromotor 7 und einem
über einen Keilriemen 8 betätigten Exzenterantrieb 9 besteht Der Exzenterantrieb 9 weist eine Welle 10 auf,
die in Lagern 11 auf den Tragkonsolen 6 gehalten ist und
eine aufgekeilte Exzenterscheibe 12 trägt, die ihrerseits über einen Lenker bzw. eine Kurbelstange 13 mit dem
unteren Abschnitt der Rüttelplatte 3 über ein Gelenk 14 verbunden ist
Aus der F i g. 2 erkennt man, daß der Lenker 13 mittig am unteren Teil der Rüttelplatte 3 angreift, so daß die
Rüttelplatte 3 durch den Elektromotor 7 und den Exzenterantrieb 9 um ihre Lagerung 4 in Pendelbewegungen
versetzt wird.
Im Abstand der Rüttelplatte 3 und dieser gegenüberliegend ist eine senkrecht verlaufende Wideilagerplatte
15 vorgesehen, die um eine seitlich angeordnete lotrechte Achse 16 verschwenkbar gehalten und an
ihrer der Achse 16 abgekehrten Längsseite mit einem hydraulischen Arbeitsglied 17 verbunden ist, das
anderendig an einem Auslegerarm 18 des Traggestelles 5 gehalten ist. Mittels des hydraulischen Arbeitsgliedes
17 kann somit der Abstand der Widerlagerplatte 15 zur Rüttelplatte 3 eingestellt und der zu rüttelnde Sack 1 mit
jeweils vorbestimmter Kraft gegen die Rüttelplatte 3 gedrückt werden.
Die Rüttelplatte 3 besteht in dem Ausführungsbeispiel aus zwei vertikal verlaufenden Rohren 3a, an welche die
Ansätze für die Lager 4 angebracht sind und die auf ihren dem Sack 1 zugekehrten Seiten horizontal
verlaufende, in ihrem Mittelabschnitt der Wölbung des Sackes 1 etwa angepaßt geformte Rohre 3b aufnehmen.
Dabei sind jeweils im Bereich der freien Enden der Rohre 3a zwei parallel verlaufende Rohre 3b vorgesehen,
so daß also der mittlere Bereich zwischen den Rohren 3b freibleibt. Auch die Widerlagerplatte 15 ist
im Bereich ihrer Berührungsstelle mit dem Sack 1 durch eine Auswölbung 15a der Sackform annähernd angepaßt.
Durch die Ausbildung der Rüttelplatte 3 in Form der in der beschriebenen Weise miteinander verbundenen
Rohre wird eine vollflächige Anlage der Rüttelplatte an den Sack vermieden, und es wird hierdurch
erreicht, daß der Sack nach Lösen von dem Füllstutzen durch die Rüttelvorrichtung auf den Förderer 2 ohne
merkbare Behinderung der Absetzbewegung übergeführt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen, mit einer seitlich an den Sack
angreifenden senkrechten Rüttelplatte, die mit einem Exzenterantrieb verbunden ist, und mit einer
gegenüber der Rüttelplatte mit einstellbarem Abstand angeordneten senkrechten Widerlagerplatte
für den Sack, dadurch gekennzeichnet, daß die Rüttelplatte (3) in Höhe ihrer horizontalen
Mittellinie verschwenkbar gelagert und ober- oder unterhalb der Lagerung über einen Lenker (13) mit
einem auf einem Traggestell (5) angeordneten Exzenterantrieb (9) verbunden ist
2. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekenn- is
zeichnet, daß die Rüttelplatte (3) über seitlich und in Höhe der horizontalen Mittellinie angeordnete
Lager (4) an dem Traggestell (5) gehalten ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Widerlagerplatte (15) um
eine seitlich angeordnete lotrechte Achse (16) verschwenkbar gehalten und an ihrer der Achse
abgekehrten Längsseite über ein längenveränderbares Halteglied (17) mit dem Traggestell (5) für die
Rüttelplatte (3) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Traggestell (5) und der
Widerlagerplatte (13) als Halteglied ein hydraulischer Arbeitszylinder (17) vorgesehen ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Widerlagerplatte (15) eine der Sackkontur angenäherte Form aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Rüttelplatte
(3) aus längs und quer zueinander verlaufenden Rohren besteht, wobei jeweils unmittelbar vor
den die Platte mit dem Traggestell (5) verbindenden Lagern (4) ein senkrecht verlaufendes Rohr (3a) und
im Bereich der freien Enden dieser Rohre parallel und waagerecht verlaufende Rohre (3b) vorgesehen
sind.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die parallel
und horizontal verlaufenden Rohre (3b) in ihrem Mittelabschnitt der Sackwölbung angepaßt sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425488 DE2425488C3 (de) | 1974-05-27 | 1974-05-27 | Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742425488 DE2425488C3 (de) | 1974-05-27 | 1974-05-27 | Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2425488A1 DE2425488A1 (de) | 1975-12-11 |
| DE2425488B2 true DE2425488B2 (de) | 1978-08-03 |
| DE2425488C3 DE2425488C3 (de) | 1979-04-12 |
Family
ID=5916536
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742425488 Expired DE2425488C3 (de) | 1974-05-27 | 1974-05-27 | Vorrichtung zum Rütteln von Säcken beim oder nach dem Füllen |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE2425488C3 (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB0009710D0 (en) * | 2000-04-19 | 2000-06-07 | Wright Machinery Limited | Packaging machine |
| CN106743800A (zh) * | 2016-12-23 | 2017-05-31 | 大连佳林设备制造有限公司 | 振幅振频可调箱体晃平机 |
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1974
- 1974-05-27 DE DE19742425488 patent/DE2425488C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2425488A1 (de) | 1975-12-11 |
| DE2425488C3 (de) | 1979-04-12 |
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