DE241027C - - Google Patents

Info

Publication number
DE241027C
DE241027C DENDAT241027D DE241027DA DE241027C DE 241027 C DE241027 C DE 241027C DE NDAT241027 D DENDAT241027 D DE NDAT241027D DE 241027D A DE241027D A DE 241027DA DE 241027 C DE241027 C DE 241027C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
weft
thickness
button
rod
weft thread
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT241027D
Other languages
English (en)
Publication of DE241027C publication Critical patent/DE241027C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D49/00Details or constructional features not specially adapted for looms of a particular type
    • D03D49/04Control of the tension in warp or cloth
    • D03D49/20Take-up motions; Cloth beams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Looms (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Jig 241027 -KLASSE 86 c. GRUPPE
CHARLES LUCIEN DAVID in REIMS, Frankr.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Januar 1911 ab.
Für die Bildung von Gassen oder Unregelmäßigkeiten beim Weben überwiegen zwei Hauptursachen, nämlich einerseits die Verschiedenheiten in der Kettenspannung, wodurch sich die sogenannten Kettenstreifen bilden, und andererseits die Verschiedenheiten in der Dicke und Windung der einzelnen Einschlagfäden oder aufeinanderfolgenden Teile des Schusses, wodurch in ähnlicher Weise die
ίο Bildung von Schußstreifen verursacht wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung soll mit der die Vorwärtsbewegung (Aufwicklung) des Tuches in den Webstühlen erzeugenden Einrichtung eine Vorrichtung auf geeignete Weise verbunden werden, wodurch die Vorschubstrecke für jeden einzelnen Schlag der Lade nicht mehr dieselbe bleibt, sondern sich proportional zu der Dicke jedes Schußfadens verändert.
Zur vorteilhaften Verwirklichung dieses Grundprinzips dient beispielsweise die im folgenden an der Hand beiliegender Zeichnungen beschriebene Vorrichtung.
Die Fig. 1 und 2 zeigen teils in Ansicht, teils im Schnitt diese Vorrichtung und deren Stellung zur Lade. Die Schnitte sind in der Längsrichtung des Webstuhles, an welchen die genannte Vorrichtung angebracht sein soll, gedacht. Hinsichtlich der Lage der einzelnen Teile zeigt Fig. 1 die Schlußstellung der Rückgangs- und Fig. 2 die entsprechende Schlußstellung der Vorgangsperiode der Lade des. Webstuhles.
Die Fig. 3 stellt teilweise im Schnitt und in vergrößertem Maßstabe gezeichnet einen besonderen Teil der genannten Einrichtung dar.
Die Fig. 4 endlich ist ein Aufriß des in der Fig. 3 dargestellten Teiles.
Der wesentlichste Teil der Vorrichtung ist ein Taster, welcher aus einer Stange α besteht, deren eines Ende direkt oder, wie dies in den Zeichnungen dargestellt ist, indirekt an einer von dem Brustbäum des Webstuhles getragenen Achse b angelenkt, und deren anderes Ende nach der Lade d hin abgebogen ist und. in eine Kralle oder Spitze ausläuft. ,
Die Anordnung,dieses Fühlers ist so getroffen, daß die genannte ■ Spitze, ohne daß sich ihr durch einen an der nach dem Brustbaum hin liegenden Seite geführten Schußfaden ein Hindernis entgegenstellt, frei an diesem Faden vorbeischwingen kann, und zwar dann, wenn nach dem Anschlagen dieses letzteren ein Abwärtsschwingen des Tasters möglich ist und der Schußfaden die gewöhnliche Dicke aufweist. Der Taster nimmt dann die in der Fig. ι in gestrichelten Linien dargestellte Stellung ein.
Wenn aber andererseits die Dicke des genannten Einschlagfadens über die gewöhnliche Größe hinausgeht, wird die Kralle beim Ab-. schwingen durch den Einschlagfaden angehalten und bleibt daher in einer Stellung liegen, wie sie in der Fig. 1 mit vollen Linien dargestellt ist. .
Ein weiterer wesentlicher Teil der Vorrichtung ist eine herabhängende Stange &, welche mit ihrem oberen Ende gelenkig an der Stange a sitzt und in bestimmter Höhe durch ein Auge hindurchgeht, welches in einem hierfür vorgesehenen, an dem Gestell g des · Webstuhles sitzenden Stück f sich befindet. Ein Anschlag h für den unteren Teil dieser Stange e sitzt auf der Ladenstelze d und ist so ausgebildet, daß
ίο beim Vorgang der Lade für die Stange e eine Aufwärtsbewegung verursacht wird, und daß also demgemäß der Taster α sich über den Einschlagfaden erheben muß, während jedoch andererseits beim Rückgang der Lade für eben diese Stange e und demgemäß auch für den Taster a die Freiheit gewahrt bleibt, wieder auf eine gewisse Strecke nach unten sich bewegen zu können.
Ein Element der Vorrichtung ist des weiteren' ein Schalthaken i, welcher mit einem Schaltrad j und einem weiteren in der Zeichnung nicht dargestellten und bei Aufwickelvorrichtungen für das Tuch gebräuchlichen Sperrhaken in Verbindung steht. Dieser Sperrhaken i ist einerseits durch eine Art Kulisse k an die Ladenstelze d angelenkt und liegt unter dem Sperrad j, andererseits wird er durch einen an der Stange e sitzenden Halter I nach oben gehalten.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Unter der Voraussetzung, daß ein Einschlagfaden durch das Fach durchgetrieben wurde und die Lade d einen Vorgang ausführt, sind die Stange e und der Taster a in angehobener Stellung und der Schußfaden angeschlagen. Wenn jetzt die Lade einen Rückgang ausführt und so die Stange e und den Taster α für eine Abwärtsbewegung derselben freigibt, können folgende zwei Fälle auftreten:
1. Entweder ist der genannte Einschlagfaden von gewöhnlicher und gewünschter Dicke; es ergibt sich dann die in gestrichelten Linien in der Fig. 1 dargestellte Lage der Stücke a, e und i; wie die Stange e, so nimmt also auch der Sperrhaken seine tiefste Stellung ein, welch letzterer nunmehr seinen Rückgang vollführt, ohne das Sperrad j zu beeinflussen, so daß also hier keine außergewöhnliche Bewegung an der Aufwickelvorrichtung verursacht wird;
2. oder die Dicke des genannten Einschlagfadens überschreitet die gewöhnliche und gewünschte Größe; es ergibt sich jetzt die in der Fig. 1 in vollen Linien dargestellte Lage der einzelnen Teile des Systems. Die Spitze .des Tasters α wird beim Abwärtsschwingen durch den betreffenden Einschlagfaden angehalten; dies überträgt sich auf die Stange e und demgemäß auch auf den Schalthaken i, so daß also dieser letztere mit dem Sperrad j in wirksamen Eingriff kommt. Diesem letzteren Sperrad wird also eine weitere Bewegung zu seiner Normalbewegung erteilt, so daß die Aufwickelgeschwindigkeit des Gewebes nunmehr vergrößert wird. Beim Zurückkehren der Lade nach vorn vollzieht sich der ganze eben beschriebene Vorgang wieder von neuem und so weiter.
Für die Praxis können auch, um die Nützlichkeit und die Wirksamkeit dieser Vorrichtung noch zu erhöhen, verschiedenartige und mannigfache Abänderungen in den einzelnen Teilen der Vorrichtung sowie in der gegenseitigen Anordnung dieser Teile getroffen werden. Eine besondere günstige Ausbildung des Tasters zeigen die Fig. 3 und 4.
Die Stange a, die vorteilhafterweise durch eine Muffe a' zwecks Längenregulierung durchbrochen ist, wird mit einer Art Kolben m fest verbunden. Mit dem Gelenkstück der genannten Stange α kombiniert man einen Zylinder n, in welchen der erwähnte Kolben eingesetzt wird. Zwischen diesen letzteren und den Boden des Zylinders η legt man eine Druckfeder 0 ein, während die Lade d mit einem Anschlag p versehen ist, welcher beim Vorgang der Lade auf die Stange α bzw. a' auftrifft und bewirkt, daß dieselbe ebenfalls nach vorn gestoßen wird.
Vorteilhafterweise schrägt man die mit dem Einschlagfaden in Berührung kommende Seite der Tasterspitze ab, so daß auch eine allmähliche Wirkung durch diese Abschrägung erhalten werden kann. Vorausgesetzt, daß die Abschrägung dieser Spitze genau berechnet ist, so erhält man für jeden Schlag der Lade ein Vorwärtsschieben des Tuches, das genau proportional der Dicke des eingeschlagenen Fadens ist. Der Sperrhaken i wird so immer bis zu dem gewünschten Grade gehoben, um so eine ebenfalls gewünschte Zahl von Zähnen in dem Sperrad zu überspringen.
Es ist klar, daß die Erfindung sich nicht nur auf die eben beschriebene Ausführungsform beschränkt; sie begreift vielmehr alle Abänderungen in sich, insbesondere die Veränderungen hinsichtlich der Anzahl der Spitzen oder in der Ausbildung der einzelnen Teile des Tasters. Die Vorrichtung kann statt mit der mechanischen Aufwickelvorrichtung auch mit einer elektrischen oder pneumatischen Bewegungsvorrichtung verbunden sein, wie auch der Antrieb der Vorrichtung von einem anderen Stück des Webstuhles aus als der Lade erfolgen könnte. Diese Veränderungen können sich auch darauf beziehen, daß der Taster unter besonderen Umständen, insbesondere dann, wenn der Einschlag, ohne der Dichte Rechnung zu tragen, reguliert werden soll, nicht mehr mit der Antriebsvorrichtung für das Tuch ver-
bundeii wird, sondern mit einem besonderen System zur Modifizierung der Kettenspannung, durch welches dieselbe immer proportional mit der Dicke des anzuschlagenden Schußfadens bleibt.

Claims (1)

  1. Patent-An s PRU ch:
    Vorrichtung zum Verhindern der Bildung von Gassen beim Weben, die von Ungleichmäßigkeiten in der Schußfadendicke herrühren können (Schußstreifen), gekennzeichnet durch einen Taster (a), dessen Spitze an dem Schußfaden vorbeigleitet, wenn derselbe von normaler Dicke ist, jedoch von dem gebildeten Gewebe sofort dann angehalten wird, wenn dieser Schußfaden zu dick ist, wobei dieser Taster mit dem Warenbaum durch ein System von Hebeln und eine besondere Schaltvorrichtung verbunden ist, durch welche die Rotationsgeschwindigkeit des Aufwickelzylinders entsprechend der Dicke der Schußfäden verändert wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT241027D Active DE241027C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE241027C true DE241027C (de)

Family

ID=500351

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT241027D Active DE241027C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE241027C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH617470A5 (de)
DE241027C (de)
DE1535414B1 (de) Verfahren zum Bilden von verduennten Einlegekanten beim Herstellen von Geweben auf Webmaschinen mit Entnahme des Schussfadens von ortsfesten Vorratsspulen und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
DE418019C (de) Vorrichtung zur Verzoegerung der Arbeitsgeschwindigkeit der Fadenfuehrer von flachen Kulierwirkstuehlen
DE602886C (de) Flache Kulierwirkmaschine mit Hilfspresse
DE451757C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Einhaengen und Umhaengen des Doppelrands auf flachen mechanischen Wirkmaschinen
DE716934C (de) Vorrichtung zum selbsttaetigen Unterbrechen der Zufuehrung des Arbeitsgutes fuer Spinn-, Zwirn- und aehnliche Textilmaschinen
DE108435C (de)
DE68812C (de) Flacher Kulirwirkstuhl für elastische Schufskulirwaare mit Vorrichtung zur Zuführung des Schufsfadens ohne Spannung
DE805028C (de) Mit dem Walzenbreithalter verbundene Vorrichtung an automatischen Webstuehlen zum Abscheren des beim Spulenwechsel entstehenden vorstehenden Schussfadenendes
DE592050C (de) Kettenfaeden-Abteilvorrichtung, insbesondere fuer Webketten-Anknuepfmaschinen
DE122756C (de)
DE291040C (de)
DE1087088B (de) Vorrichtung zum Eintragen des Schussfadens bei schuetzenlosen Webmaschinen
DE20746C (de) Nähmaschine mit rotirendem Schiffchen
DE203170C (de)
DE928705C (de) Antrieb und Fuehrung des Abtrennstempels zum Abschneiden vorgeformter Reissverschlussglieder
DE48631C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Einfädeln von Stickmaschinennadeln
DE127172C (de)
DE191713C (de)
AT113423B (de) Nähmaschine, insbesondere zur Fertigstellung von Papiersäcken.
DE85706C (de)
AT120247B (de) Schwingender Fadenführer für Spulmaschinen.
DE113772C (de)
DE284347C (de)