DE2407092A1 - Verfahren zur herstellung von niedermolekularen polyglycidylaethern - Google Patents
Verfahren zur herstellung von niedermolekularen polyglycidylaethernInfo
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Description
DR. MÜLLER-BORE D-PL-1NG. G F'.OEN I NG DIPL.-CHEM. DR. DEUFEL
dipl.-che:/. dr. SCHÖN dipl-phys. HERTEL
PATENTANWÄLTE
V a; *-
S/I 10-119 - OZ 462
INVElJTA AG für Forschung und Patentverwertung Zürich,
Zürich/Schweiz
Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen Polyglycidyläthern
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen Polyglycidyläthern, die nach diesem
Verfahren erhaltenen Polyglycidylether sowie ihre Verwendung zur Härtung.
In der Literatur werden verschiedene Verfahren zur Veretherung von mehrwertigen Phenolen mit Epichlorhydrin in Gegenwart von
Natriumhydroxyd beschrieben, wobei eine wässrige Alkalilösung
zu einer Lösung eines mehrwertigen Phenols bei einem Überschuss an Epichlorhydrin bei Temperaturen zugetropft wird,
bei denen das Wasser azeotrop mit dem überschüssigen Epichlorhydrin ausgetrieben wird, wobei das Salz als unerwünschtes Nebenprodukt
ausfällt, das die Leitungen verstopft. Zu seiner Entfernung bei grosstechnischer Herstellung der Epoxydharze ist
eine zeitraubende und kostspielige Behandlung erforderlich. Die bekannte Arbeitsweise zur Befreiung des Harzes vom Salz
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besteht in der Zugabe von aromatischen Kohlenwasserstoffen, wie Toluol oder Xylol oder halogenierten Kohlenwasserstoffen
oder Ketonen, zu dem Harz-Salz-Gemisch, wobei sich das Harz im Lösungsmittel auflöst und das Salz ungelöst bleibt. Das
Salz kann dann durch Filtration oder V/aschen mit Wasser abgetrennt
werden. Auch diese Arbeitsweise ist sehr aufwendig.
Um diese Schwierigkeiten zu beheben, wurden in der Patentliteratur
verschiedene Verfahren beschrieben, welche die Verätherung von mehrwertigen Phenolen mit Epichlorhydrin in Anwesenheit
von wässriger Natronlauge in Gegenwart von aliphatischen primären Alkoholen (CAN-PS 658 455), aliphatischen sekundären Alkoholen
(US-PS 2 848 435) oder aliphatischen Ketonen mit maximal 4 C-Ato men (GB-PS 849 036) vorsehen. Bei diesen Verfahren wird das
entstehende Saxz in der wässrigen Phase gelöst und von der organiscnen Phase, die das Harz sowie den Überschuss an Epichlorhydrin
gelöst enthält, abgetrennt.
Die Nachteile dieser Herstellungsverfahren sind die leichte Bildung von Nebenprodukten, wie zum Beispiel von Glycidyläthern
der- entsprechenden Hydroxylgruppen aufweisenden Lösungsmittel und die leicht auftretenden Verfärbungen der Harze bei der
Verwendung von aliphatischen Ketonen als Lösungsmittel, da die aliphatischen Ketone bekanntlich laugenempfindlich sind. Ausserdem
bedingt die Verwendung von Lösungsmitteln eine Vergrösserung des Reaktionsgemisch-Volumens, d.h. grössere Reaktoren, und
somit kleinere Raum-Zeit-Ausbeuten. Als weiterer Nachteil ist die Wirkung solcher Lösungsmittel als Lösungsvermittler für
Epiohlorhydrin in ¥asser, wobei bei der nachträglichen Trennung
der wässrigen von der organischen Phase, beträchtliche Verluste an Epichlorhydrin und Lösungsmittel verursacht werden, die mit
der wässrigen Phase in das Abwassersystem gehen, was bei einer grosstechnischen Durchführung eine Gefährdung der Gewässer zur
Ursache haben kann.
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Zur Erzielung niedrigerer Epichlorhydrinverluste wurde bei der Durchführung von zwei bekannten Verfahren zuerst eine vollständige
bzw. unvollständige katalytische Verätherung des mehrwertigen Phenols mit Epichlorhydrin durchgeführt (aj_s Katalysatoren
wurden zum Beispiel quaternäre Ammoniumverbindungen oder tertiäre Amine verwendet) und dann (gemäss US-PS 3 221 032)
das Reaktions gemisch mit einer wasserfreien Dispersion eines Alkali in Xylol oder einem wasserfreien Alkali in Fxockeniorm
oder (gemäss DT-OS 2 028 136) mit einer wässrigen Alkalilösung behandelt, wobei während der Alkalibehandlung das Wasser azeotrop
aus dem Reaktionsgemisch ausgetrieben wird. Bei beiden Verfahren muss das ausgefallene Salz, wie bereits erwähnt,
durch mühsames kostspieliges und zeitraubendes Zentrifugieren bzw. Abfiltrieren entfernt werden. Ausserdem treten auch hier,
ähnlich wie bei den vorher erwähnten Verfahren, bei einer grosstechnischen Durchführung technische und apparative Schwierigkeiten
auf, weil das ausgefallene Salz die Leitungen verstopfen kann, was unter Umständen eine Produktionsuntex^brechung
mit sehr viel Zeit- und Kostenaufwand zur FoI^e hat. Der vorliegenden
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein wirtschaftliches, grosstechnisch unter möglichst geringem Risiko (zum
Beispiel Verstopfung der Rohrleitungen mit Salz) durchführbares und umweltfreundliches Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen
Polyglycidyläthern von mehrwertigen Phenolen zu schaffen.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen
Polyglycidyläthern mehrwertiger Phenole durch mindestens 60 %ige (bezogen auf die Anzahl der phenolischen
OH-Gruppen) katalytische Verätherung eines mehrwertigen Phenols mit 3 bis 8 Äquivalenten pro phenolische OH-Gruppe Epihalogenhydrin
und anschliessende Alkalibehandlung des so erhaltenen
Gemisches. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass
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diese Alkalibehandlung mit einer wässrigen Alkalilösung, die 0,5 bis 0,98 Äquivalente Alkaliverbindung pro phenolische Hydroxylgruppe
enthält, und deren Konzentration nicht grosser ist als die Sättigungskonzentration des bei der Alkalibehandlung entstehenden
Salzes, bei der jeweiligen Temperatur des Reaktionsgemisches durchgeführt wird, indem man
a) das Verätherungsgemisch mit der wässrigen Alkalilösung bei
Temperaturen von mindestens 500C behandext, dann die wässrige
Phase (d.h. die Salzlösung) abtrennt und von der organischen Phase das Epihalogenhydrin abdestilliert und den Rückstand mit
wässriger Alkalilösung nachbehandelt, oder
b) vom Verätherungsgemisch das gesamte Epihalogenhydrin oder
einen Teil (insbesondere 50 bis 90 Gewichts-% davon) abdestilliert
und den Rückstand mit der wässrigen Mkalilösung bei Temperaturen von mindestens 500C behandelt, die wässrige Phase
abtrennt, von der organischen Phase das restliche und während der vorherigen Alkalibehandlung entstandene Epihalogenhydrin abdestilliert
und den Rückstand, wie unter a) beschrieben, nach-"behandelt.
"Niedermolekular" bedeutet hier einen Polyglycidyläther, welcher bei 25°C eine Viskosität von 6500 bis 30 000 cP, insbesondere
von 7 000 bis 15 000 cP, aufweist, sofern dieser Polyglycidyläther
auf der Basis von Bisphenol A und Epichlorhydrin hergestellt wurde. Das "bei der Alkalibehandlung entstehende Salz" stellt das beim
Einsatz des Alkali und des Epihalogenhydrins entstehende Alkalihalogenid dar. Da als Epihalogenhydrin aus wirtschaftlichen und
technischen Gründen praktisch ausschliesslich Epichlorhydrin und als Alkali NaOH verwendet wird, handelt es sich bei diesem
Salz somit fast immer um NaCl. Definitionsgemäss hat man die Konzentration
des Alkali so einzustellen, dass bei der jeweiligen Reaktionstemperatur eine beinahe gesättigte Lösung an Salz (ins-
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besondere NaCl) vorliegt. Eine solche Salzlösung lässt sich nach erfolgter Reaktion von der organischen Phase leicht abtrennen.
Nach der katalytisehen Verätherung enthält das Reaktionsgemisch
bei einer vollständigen Verätherung Epichlorhydrin, 1,3-Dichlorpropanol-2,
das Chlorhydrin des mehrwertigen Phenols und den Glycidyläther des mehrwertigen Phenols, bei einer unvollständigen
Verätherung überdies noch freies mehrwertiges Phenol.
1,3-Dichlorpropanol-2 entsteht bei der katälytischen Verätherung
des mehrwertigen Phenols mit Epichlorhydrin infolge einer Gleichgewicht
sr eaktion des überschüssigen Epichlorhydrins mit dem
Chlorhydrin des mehrwertigen Phenols (s. "J. Bradley, J. Firrest und 0. Stephenson, J.of 0rg.Chem.3oc. 1589-1598 (1951)).
Die Laugenbehandlung wird (gem^ss Variante a + b) bei einer
Temperatur des Gemisches, die unterhalb dessen Rückflusstemperatur, insbesondere bei 70 bis 900C liegt, durchgeführt. Das bei
der Laugenbehandlung entstehende Salz wird in der wässrigen Phase gelöst und von der organischen Phase abgetrennt.
Dann wird das Epichlorhydrin aus der organischen Phase abdestilliert,
wobei auch das durch die Laugenbehandlung zum Epichlorhydrin umgesetzte 1 ,3-'^ichlorpropanol-2 abdestilliert wird. Der
das Harz enthaltende Rückstand wird einer zweiten Laugenbehandlung
unterworfen, um die restliche Menge des hydrolysierbaren Chlors weitgehend zu verseifen.
Nach den Literaturangaben wird das Vorhandensein von Wasser bei der Umsetzung von mehrwertigen Phenolen und Epichlorhydrin mit
Alkali als sehr störend und als Ursache der Bildung von unerwünschten hochmolekularen sowie niedermolekularen Nebenprodukten
beschrieben. Ausserdem werden als besonders lästig die Schwierig-
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keiten empfunden, die bei der Trennung der organischen von
der wässrigen Phase auftreten, denn die Trennung ist sehr langwierig und oftmals nicht durchführbar. Auch sind die Epichlorhydrinverluste
bei einer solchen Arbeitsweise sehr gross.
Entgegen dieser Ansicht wurde überraschenderweise gefunden, dass die Gegenv/art von ".'asser bei der !.augenbehandlung nach
einer vollständigen bzw. unvollständigen katalytischen Verätherung
(definitionsgemäss mindestens 60 % verätherte phenolische Hydroxylgruppen) von mehrwertigen Phenolen mit Epichlorhydrin
nicht die Qualität der erhalienen Epoxydharze verschlechtert,
da die Trennung der Phasen ohne die erwarteten Schwierigkeiten verläuft und die Epichlorhydrinverluste minimal
(zum Beispiel 4 g Epichlorhydrin pro 1 Mol eingesetztes Bisphenol A, s. Beispiel 1) sind. Bei der Herste_lung der Harze
bleiben die Schwierigkeiten aus, die das ausgefallene Salz
verursachen würde, zum Beispiel ein Verstopfen der Leitungen, jberhitzungen und eine Salzkrustenbildung sowie die zeitraubenden
und kostspieligen Verfahren zur Trennung des Salzes. Diese Ergebnisse erzielt man insbesondere, wenn man gemäss einer der
spater angegebenen bevorzugten Ausführungsformen verfährt.
Geeignete mehrwertige Phenole sind ein- und mehrkernige Phenole mit zwei und mehr phenolischen Hydroxylgruppen, wie zum Beispiel
Hydrochinon, Resorcin, bis-(4-Hydroxyphenyl)-dimethylmethan
("Bisphenol A"), bis-(4-Hydroxyphenyl)-methan ^Bisphenol F")»
Dihydroxydiphenylsulfon und polykernige Novolakharze (nichthärtbare Phenolformaldehyd-Harze). Ferner sind auch alkyl- und
halogensubstituierte mehrwertige Phenole verwendbar, zum Beispiel Kondensate aus Kresolen mit Aldehyden, wie Formaldehyd,
halogenierte Bisphenole, zum Beispiel ''Tetrabrombisphenol A".
Bevorzugt wird Bisphenol A (eventuell noch Bisphenol F).
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Geeignete Katalysatoren zur Verätherunr; von mehrwertigen Phenolen
mit Epichlorhydrin sind tertiäre Phosphine sowie quaternäre Phosphoniumverbindungen, wie Triphenylphosphin, Tributylphosphin
bzw. Tetraphenylphosphoniumchiorid, ferner organische
Sulfide sowie Sulfoniumverbindungen, wie Dibutylsulfid, Diisopropylsulfid
bzw. Trimethylsulfoniumjodid, ferner Betainverbindungen sowie auch tertiäre Amine, wie Triethylamin und
Ν,Ν'-Dimethylanilin. Bevorzugte Katalysatoren sind quaternäre
Ammoniumverbindungen, zum Beispiel Tetramethylammoniumchlorid, Tetraäthylammoniumchlorid und Tetramethylammoniumbromid, wobei
die quaternären Ammoniumchloride, insbesondere Benzyltrimethylammoniumchlorid
und Benzyltriäthylammoniumchlorid, aus wirtschaftlichen Gründen bevorzugt werden.
Die Konzentration des Katalysators wird sehr klein gewählt, vorzugsweise O, 004 bis 0,025 Mol, insbesondere 0,005 bis 0,01
Mol, pro pheriolische Hydroxylgruppe.
Da das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen
Polyglycidyläthern eingesetzt wird, wird das Molverhältnis von Epichlorhydrin pro phenolische Hydroxylgruppe
definitionsgemäss zwischen 3 bis 8, vorzugsweise 5 bis 6, gewählt. Selbstverständlich können auch grössere Überschüsse an
Epichlorhydrin verwendet werden, aber dann sind die Raum-Zeit-Ausbeuten klein und man arbeitet dann unwirtschaftlich. Bei
der Wahl von kleineren Überschüssen an Epichlorhydrin nehmen die hochmolekularen Polyglycidyläther (Viskosität grosser als
30 000 cP) im Harz zu, was nicht beabsichtigt ist.
Die Umsetzungsdauer der phenolischen Hydroxylgruppen mit Epichlorhydrin
in Gegenwart eines Katalysators ist von der verwendeten Katalysatormenge und von der Reaktionstemperatur sowie
vom Katalysator selbst abhängig.
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Zur Veranschaulichurig der Abhängigkeit der Verätherungszeit
von der Verätherungstemperatur werden in der nachfolgenden
Tabelle I die Umsetzungszeiten für die vollständige Verätherung von Bisphenol A mit Epichlorhydrin (1:10 molar) mit Benzyltrimethylammoniumchlorid
als Katalysator dargestellt.
Bei einer nicht vollständigen katalytischen Verätherun,e der
phenolischen Hydroxylgruppen werden bevorzugt möglichst kleinere Mengen an Katalysatoren und kurze Reaktionszeiten gewählt. Zur
Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens sollen definitionsgemäss
wenigstens 60 %, vorzugsweise wenigstens 85 %, der phenolischen
Hydroxylgruppen veräthert werden.
Katalysator: Benzyltrimethylammoniumchlorid
Katai.ys a tormenge Mol Kat./1 Mol Bisphenol A |
Reaktions temperatur 0C |
Reaktionszeit Stunden |
0,05 | 1200C | 1 |
0,02 | 1200C | 2 1/2 |
0,01 | 1200C | 3 1/2 |
0,05 | 400C | 24 |
Gemäss Variante b) wird die erste, d.h. die nach der katalytischen
Verätherung stattfindende AlkaliDehandlung, definitionsgemäss
entweder nach einer vollständigen oder unvollständigen Epichlorhydrindestillation durchgeführt. Die Destillation des
Epichlorhydrins gelingt deshalb leicht, weil der Siedepunktunterschied
von Epichlorhydrin und 1,3-Dichlorpropanol-2 gross ist (Epichlorhydrin: Sdp. 119°C, 1,3-Dichlorpropanol-2: Sdp.
174°C. Bei einer Verwendung einer Destillationskolonne enthält das abdestillierte Epichlorhydrin kein 1,3-Dichlorpropanol-2,
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"bei einem Verzicht auf eine solche Kolonne nur 2,5 Gewichts-c/i
1 ,3-Dichlorpropanol-2.
Der zur Dehydrochlorierung verwendete Unterschuss an Alkaiiverbindung,
vorzugsweise Natronlauge, beträgt definitionsgemäss 0,5 bis 0,98, insbesondere 0,6 bis 0,8, Äquivalente der Alkaliverbindung
je Äquivalent des mehrwertigen Phenols. Die Konzentration der wässrigen Alkalilösung beträgt 16 bis 25 Gewichts-%,
bevorzugt 20 bis 23 Gewichts-70, sofern es sich beim entstehenden
Salz um NaCl handelt, was - wie vorher erwähnt - vorzugsweise
der Fall ist. Bei Verwendung konzentrierterer Lösungen würde das entstehende Salz ausfallen, was nicht beabsichtigt
ist, und bei Verwendung verdünnterer Lösungen würde die Trennung der wässrigen von der organischen Phase Schwierigkeiten machen.
Nach einer bevorzugten, neuen und erfinderischen Ausführun. sform
des erfindungsgemässen Verfahrens wird die Laugenendkonzentration
dadurch erzielt, dass das Reaktionsgemisch erst mit einer bestimmten Menge Wasser vermischt und das Gemisch anschliessend
mit einer 40 bis 60 %igen, bevorzugt 50 bis 48 %igen, wässrigen
Alkalilösung versetzt wird, so dass eine Laugenendkonzentration von 16 bis 25 Gewichts-^ό, vorzugsweise 20 bis 23 Gewichts-^,
erhalten wird. Durch diese Ausführungsform wird nämlich nach erfolgter Reaktion die Trennung der wässrigen von der organischen
Phase erleichtert, was unerwartet war.
Es wurde ferner gefunden, dass es hinsichtlich der Qualität des Endharzes von Vorteil ist, wenn die wässrige Alkalilösung
in mehrere Portionen (vorzugsweise 2 bis 3 Portionen) unterteilt wird, wobei nach der Behandlung mit jedem Laugenanteil dieser
abgetrennt wird, bevor der nächste Anteil zugegeben wird. Auch diese Ausführungsform ist neu und überraschend. Sie gilt für
die Varianten a) und b). Nach der ersten Alkalibehandlung wird (gemäss Variante a) und b)) die wässrige Phase (untere Phase)
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abgetrennt und das Epichlorhydrin abdestilliert, wobei die üblichen,
in der Technik verwendeten Destillationsverfahren angewendet werden können (wie zum Beispiel Destillation ohne Vakuum,
mit Vakuum-Dünnschichtverdampfer und sogenannter Blitzdestillation) .
Sowohl nach Variante a) als auch b) wird der Polyglycidyläther des mehrwertigen Phenols im Rückstand definifcionsgemäss nochmals
mit einer wässrigen alkalischen Lösung behandelt (= zweite Alkalibehandlung) . Die Menge des hierzu verwendeten Alkali wird so
gewählt, dass die Gesamtsumme des bei der ersten Alkalibehandlung verwendeten Alkali mindestens 1,1, bevorzugt 1,15, Mol Alkali pro
phenolische OH-Gruppe beträgt.
Die Konzentration der wässrigen Lauge beträgt bei der zweiten Alkalibehandlung maximal 23 Gewichts-/^ und mindestens 10 Gewichts-?;.
Diese erwünschte Endkonzentration kann auch hier dadurch
erzielt werden, dass der Rückstand erst mit Wasser vermischt wird und anschliessend das Gemisch mit einer konzentrierten
Lauge (vorzugsweise 48 bis 50 Gewichts-?iige wässrige Alkalilauge)
versetzt wird, so dass die Endkonzentration nach der Zugabe der Lauge vorzugsweise 23 bis 10 Gewichts-% beträgt, was auch
hier die anschliessende Phasentrennung erleichtert.
Diese nachträgliche Laugenbehandlung kann wie üblich in Gegenwart von aromatischen Kohlenwasserstoffen, zum Beispiel Xylol und
Toluol, bzw. aliphatischen Alkoholen, zum Beispiel n-Butanol, oder Gemischen aus Xylol bzw. Toluol und n-Butanol durchgeführt
werden. Es wurde in überraschender Yfeise gefunden, dass eine bevorzugte
Durchführung der nachträglichen Laugenbehandlung dadurch erreicht wird, dass der Harzrückstand zuerst mit der wässrigen
Lauge vorzugsweise 0,25 bis 2 Stunden bei 50 bis 900C, insbesondere
70 bis 900C, behandelt wird und anschliessend nach der
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Behandlung mit einem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, das das Epoxydharz löst, versetzt wird, wie zum Beispiel
Xylol, Toluol, n-Butanol, Methyläthylketon oder Mischungen
aus Xylol bzw. Toluol mit n-Butanol bzw. Methyläthylketon, so dass eine Phasentrennung der wässrigen von der organischen
Phase erzielt wird. Nach der Abtrennung der wässrigen Phase (untere Phase) wird die organische Phase mit einer
im Wasser sauer reagierenden Verbindung neutralisiert, zum Beispiel mit verdünnter Schwefelsäure oder Phosphorsäure
oder wässriger NaHSO^-, NaH2PO^- oder KH2PO^+-Losung.
Die organische Phase wird mit Wasser gewaschen. Nach der Destillation des grössten Teils des Lösungsmittels unter Normaldruck
wird das Harz abfiltriert und anschliessend, um es von
leichtflüchtigen Anteilen zu befreien,' 1/2 bis 1 Stunde bei 160 bis 170°C/30 Torr gehalten.
Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Epoxydharze
können mit den üblichen Epoxydharz-Härtern, wie zum Beispiel- Aminen, Aminoamiden oder Carbonsäureanhydriden, zur
Herstellung von hochwertigen Duroplasten eingesetzt werden.
Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Erfindung. Beispiel 1 (Variante a)
1. Stufe (Umsetzung mit Epichlorhydrin) Gemisch A:
228 g Bisphenol A (1 Mol)
925 g Epichlorhydrin (10 Mol)
1,875 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,01 Mol)
925 g Epichlorhydrin (10 Mol)
1,875 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,01 Mol)
Das Gemisch A wird 1/2 Stunde bei 85 bis 900C gehalten.
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2. Stufe (1. Alkalisierung)
Zum Reaktionsgemisch A werden 80 g HpO zugegeben, das Gemisch
stark gerührt, mit 48 g 50 %iger wässriger NaOH-Lösung (0,6 Mol)
behandelt (10 Minuten Tropfzeit und 20 Minuten Reaktionszeit,
Reaktionstemperatur 80 bis 9O0C) und die wässrige Phase abgetrennt.
Die organische Phase wird mit 70 g HpO versetzt, das Gemisch
stark gerührt, mit 48 g 50 %iger wässriger NaOH-Lösung (0,6 Mol)
behandelt (10 Minuten Tropfzeit und 20 Minuten Reaktionszeit,
Reaktionstemperatur 80 bis 900C) und die wässrige Phase abgetrennt
.
Das überschüssige Epichlorhydrin wird erst unter Normaldruck (Sumpftemperatur bis 140 bis 1450C), dann unter Vakuum (bis
145 bis 15O°C/3O Torr) abdestilliert.
Insgesamt gewonnenes Epichlorhydrin = 736,0 g, Epichlorhydrinverlust:
4 g/1 Mol Bisphenol A.
3. Stufe (2. Alkalisierung = Alkalisierung des Rückstandes)
Der Epoxydharzrückstand wird in 225 ml eines Gemisches aus 20 Gewichtsteilen n-Butanol und 80 Gev/ichtsteilen Xylol gelöst.
Die Lösung wird mit 244 g 18 %iger wässriger NaOH-Lösung, 1,5 Stunden bei 80 bis 85°C kräftig gerührt, worauf die wässrige
Lösung abgetrennt wird.
Die organische Phase wird mit 30 ml 2 %iger NaHSOλ-Lösung neutralisiert.
Die Lösungsmittel werden dann bis 14O°C bei Normaldruck
abdestilliert, vom restlichen Salz abfiltriert und die restlichen Lösungsmittel anschliessend unter Vakuum abdestilliert.
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Das Harz wird dann i/2 Stunde bei 16O bis 17O°C und 30 Torr
von den leichtflüchtigen Anteilen befreit.
Ausbeute an Epoxyharz: 328 g
Eigenschaften des Epoxydharzes:
Viskosität bei 25°C: 8600 cP
Epoxydzahl: 0,536 /iquivaiente /100 g Harz
Hydrolysierbares Chlor: 0,1 %
Farbzahl nach Gardner: 2
Beispiel 2 (Variante a)
(Stufen wie bei Beispiel 1)
1. Stufe
Gemisch A:
Gemisch A:
228 g Bisphenol A (1 Mol)
925 g Epichlorhydrin (10 Mol)
1,875 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,01 Mol)
925 g Epichlorhydrin (10 Mol)
1,875 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,01 Mol)
Das Gemisch A wird 1/2 Stunde bei 85 bis 900C gehalten.
2. Stufe
Zum Reaktionsgemisch A werden 50 g HpO zugegeben, das Gemisch
stark gerührt, mit 32 g 50 ?i>iger NaOH-Lösung (0,4 Mol) behandelt
(10 Minuten Tropfzeit und 20 Minuten Reaktionszeit, Reaktionstemperatur
80 bis 900C) und die wässrige Phase »abgetrennt.
Die organische Phase wird nochmals zweimal mit jeweils 50 g H2O
und 32 g 50 ?oiger NaOH-Lösung wie oben behandelt.
Epichlorhydrin wird wie im Beispiel 1 'abdestilliert. Epichlorhydrinverlust
= 5 g/1 Mol Bisphenol A.
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Die 3. Stufe wird wie im Beispiel 1 durchgeführt.
Ausbeute an E-Harz: Eigenschaften des E-Harzes: Epoxydzahl:
Viskosität bei 25°C: Hydrolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
322 g
0,536 Äquivalente/100 g 9410 cP 0,07 %
Beispiel 3 (Variante a)
(Stufen wie im Beispiel 1)
1. Stufe Gemisch A
3700 g Epichlorhydrin (40 Mol)
912 g Bisphenol A
7,5 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,04 Mol)
912 g Bisphenol A
7,5 g Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC) (0,04 Mol)
Das Gemisch wird 1/2 Stunae bei 116 bis 1200C gehalten.
2. Stufe
Das Reaktionsgemisch wird mit 570 g H2O vorsichtig versetzt. Die
Gemischstemperatur fällt auf ca. 80 bis 75°C. Das Gemisch wird mit 384 g 50 %iger NaOH-Lösung (60 %iger Unterschuss) behandelt
(10 Minuten Tropfzeit und 20 Minuten nachgerührt). Die Reaktionstemperatur beträgt ca. 800C. Die Lauge wird abgetrennt. Das Epichlorhydrin
wird dann unter Normaldruck (Sumpftemperatur bis 140 bis 145°C) abdestilliert.
Das restliche Epichlorhydrin wird unter Vakuum (bis 15O°C/3O Torr)
abdestilliert.
Insgesamt gewonnenes Epichlorhydrin = 2944 g Epichlorhydrinveriuste
= 16 g entspricht 4 g/1 Mol Bisphenol A.
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3. Stufe
Das Harz wird 1 1/2 Stunden bei 75°C mit 1ίΟΟ g "6 %iger wässriger
NaOH-Lösung behandelt. Zu dem Gemisch werden dann 960 g Xylol dazugegeben und die Lauge abgetrennt. Die organische Phase
wird mit 150 ml 2 ^oiger wässriger NaHSO--Lösung neutralisiert
und anschliessend das Lösungsmittel wie in Beispiel 1 abdestilliert.
Ausbeute an Epoxydharz: Epoxydzahl:
Viskosität bei 250C:
Hydrolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
Viskosität bei 250C:
Hydrolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
1290 g
0,53 Äquivalente/'^00 g Harz
12 000 cP
0,06 %
Beispiel 4 (Variante b)
1. Stufe (Umsetzen mit Epichlorhydrin und /bdestillieren des
Epichlorhydrins)
228 g 1 Mol Bisphenol A
925 g (10 Mol) Epichlorhydrin
1,86 g (0,01 Mol) Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC)
925 g (10 Mol) Epichlorhydrin
1,86 g (0,01 Mol) Benzyltrimethylammoniumchlorid (BTAC)
Das Gemisch wird 3 1/2 Stunden bei 120 bis 125°C (Rückfluss) gehalten.
573 g Epichlorhydrin (6,2 Mol) werden bei 150 Torr bis 1000C Sumpftemperatur abdestilliert. Bei der Destillation wird
keine Destillationskolonne angewandt. Die gaschromatographische Analyse des destillierten Epichlorhydrins ergibt:
Epichlorhydrin:
1,3-Dichlorpropanol-2:
98,8 Gewichts-% 1,2 Gewichts-%
409836/ 1058
2. Stufe (1. Alkalisierung)
Der Rückstand besteht aus Dichlorhydrin des Bisphenols A und 1,3-Dichlorpropanol
und Epichlorhydrin. Fr wird mit der Lauge der nachfolgenden Zusammensetzung "bei 55°C 40 Minuten (20 Minuten
zutropfen und 20 Minuten nachrühren) behandelt:
350 g 22 %1ζβ NaOH-Lösung
(77 g NaOH = 1,925 Mol)
entspricht 96,5 % der stöchiometrisch benötigten Lauge.
Die wässrige Phase (untere Phase) wird abgetrennt und das Epichlorhydrin
wird abdestilliert (zuerst bei Normaldruck und anschliessend bei 10 Torr bis 14O°C).
Abdestilliertes Zpichlorh/drin: 145 g gaschromatographische
Analyse 100 %
Epichlorhydrinverlust: 22 g/1 Mol Bisphenol A
3. Stufe (2. Alkalisierung)
Der Harzrückstand wird in 300 g einer Mischung aus 10 Gewichtsteilen n-Butanol und 90 Gewichtsteilen Xylol gelöst. Die Lösung
wird mit 100 g 15 %iger NaOH-Lösung (0,375 Mol) 1/2 Stunde bei
65 bis 700C behandelt, dann wird die Lauge abgetrennt und anschliessend
10 Minuten bei 80 bis 85°C mit 150 ml 5 %iger wässriger
KHpPO/-Lösung neutralisiert und die wässrige Phase abgetrennt. Die organische Phase wird bis 14O°C bei Normaldruck abdestilliert,
vom restlichen Salz abfiltriert, und die restlichen Lösungsmittel werden anschliessend unter Vakuum abdestilliert. Das Epoxydharz
wird dann 1/2 Stunde bei 160 bis 170°C/30 Torr von den leichtflüchtigen
Anteilen befreit.
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Ausbeute an E-Harz: Epoxydzahl des E-Harzes: Viskosität bei 25°C: Hydrolysierbares Chlor:
Flüchtige Anteile: Farbzahl nach Gardner:
328 g 0,543 Äquivalente/100 g
8200 cP 0,11 % 0,3 %
Beispiel 5 (Variante b)
(Stufen wie im Beispiel 4)
1. Stufe
Gemisch A:
Gemisch A:
228 g 1 Mol Bisphenol A 925 g '1O Mol Epichlorhydrin
9,3 g 0,05 Mol Benzyltrimethyiammoniumchlorid
Das Gemisch A wird 30 Stunden bei 500C gehalten. 6,5 Mol Epichlorhydrin
(600 g Epichlorhydrin, GasChromatographie (=GC)-Analyse =
100 %) werden bei 150 Torr bis 1000C Sumpftemperatur und mit
einer Destillationskolonne abdestilliert. Ais Rückstand verbleibt nur Dichlorhydrin des Bisphenols A und 1,3-Dichlorpropanol-2.
Die 2. Stufe wird wie in Beispiel 4 durchgeführt.
Abdestilliertes Epichlorhydrin: Epichlorhydrinverluste:
3. Stufe
g GC-/nalyse g
Der Harzrückstand wird mit 100 g 15 %iger NaOH-Lösung (0,375 Mol)
1/2 Stunde bei 6$ bis 700C behandelt. Nach der Laugenbehandlung
werden 300 g einer Mischung aus 10 Gewichtsteilen n-Butanol und
90 Gewichtsteilen Xylol zugegeben. Die wässrige Phase wird abge-
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trennt und die organische Phase mit 150 ml 5 %iger wässriger
KHpPOz-Lösung neutralisiert und die wässrige Phase abgetrennt.
Die organische Phase wird bis 14O°C bei Normaldruck abdestilliert,
vom restlichen oalz abfiltriert und die restlichen Lösungsmittel
anschliessend unter Vakuum abdestilliert. Das Epoxydharz wird dann 1/2 Stunde bei 160 bis 170°C/30 Torr von den
leichtflüchtigen Anteilen befreit.
Ausbeute an Epoxydharz: Fpoxydzahl:
Viskosität bei 25°C: Hydrolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
Viskosität bei 25°C: Hydrolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
330 g
0,559 Äquivalente/100 g Harz
7060 cP
0,03 %
Beispiel 6 (Variante b)
(Stufen wie im Beispiel 4)
1. Stufe
Die 1. Stufe wird wie im Beispiel 4 durchgeführt. Als Katalysator
wird Tetramethylammoniumchlorid (0,01 Mol/1 Mol Bisphenol A) eingesetzt.
2. Stufe
Der Rückstand aus Dichlorhydrin des Bisphenols A:1,3 Dichlorpropanol
+ Epichlorhydrin wird mit 30 g HpO vermischt und mit einer
Lauge der nachfolgenden Zusammensetzung bei 65°C 40 Minuten (20 Minuten zugetropft und 20 Minuten nachgerührt) behandelt.
327 g 22 f'oige wässrige NaOH-Lösung
(72 g NaOH = 1,8 Mol)
entspricht 90 % der stöchiometriscn benötigten Lauge.
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Die wässrige Phase (unterePhase) wird abgetrennt. Das Epichlorhydrin
wird abdestilliert (zuerst bei Normaldruck und anschliessend bei 10 Torr bis 1400C).
Epichlorhydrinverlust: "4 g pro 1 Mol Bisphenol /.
3. Stufe
Der Harzrückstand wird mit 100 g 20 %iger wässriger NaOH-Lösung
(0,5 Mol) "1/2 Stunde bei 55 bis 6i?°C behandelt. Nach der Laugenbehandlung
werden 300 g n-Butanol zugegeben. Die wässrige Phase wird abgetrennt, die organische Phase mit 50 ml 5 %iger wässriger
KH2POi-Lösung neutralisiert und die wässrige Phase aügetrennt.
Die organische Phase wird wie in Beispiel 4 verarbeitet.
Ausbeute an Epoxydharz: Epoxydzahl:
Viskosität bei 25°C: Hyd'rolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
Viskosität bei 25°C: Hyd'rolysierbares Chlor: Farbzahl nach Gardner:
330 g
0,532 Äquivalente/100 g Harz
8200 cP
0,27 %
2
2
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Claims (11)
1. Verfahren zur Herstellung von niedermolekularen Polyglycidyläthern
mehrwertiger Phenole durch mindestens 60 %±ge, bezogen auf
die Anzahl der phenolischen OH-Gruppen, katalytische Verätherung eines mehrwertigen Phenols mit 3 "bis 8 Äquivalenten pro phenolische
OH-Gruppe Epihalogenhydrin und anschliessende Alkalibehandlung
des so erhaltenen Gemisches, dadurch gekennzeichnet, dass die Alkalibehandlung mit einer wässrigen Alkalilösung, die 0,5
bis 0,98 Äquivalente Alkaliverbindung pro phenolische Hydroxylgruppe enthält und deren Konzentration nicht grosser ist als
die Sättigungskonzentration des bei der Alkalibehandlung entstehenden Salzes bei der jeweiligen Temperatur des Reaktionsgemisches,
durchgeführt wird, indem man
a) das Veratherungsgemisch mit der wässrigen Alkalilösung bei
Temperaturen von mindestens 500C behandelt, dann die wässrige
Phase abtrennt und von der organischen Phase das Epihalogenhydrin abdestilliert und den Rückstand mit wässriger Alkalilösung
nachbehandelt, oder
b) vom Verätherungsgemisch das gesamte.Epihalogenhydrin oder
einen Teil davon abdestilliert und den Rückstand mit der wässrigen
Alkalilösung bei Temperaturen von mindestens 500C behandelt,
die wässrige Phase abtrennt, von der organischen Phase das restliche und während der vorherigen Alkalibehandlung entstandene
Epihalogenhydrin abdestilliert und den Rückstand, wie unter a) beschrieben, nachbehandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man
nach der katalytischen Verätherung Wasser zu dem Verätherungsgemisch zugibt und das Gemisch anschliessend mit 48 bis 50 %iger
wässriger NaOH-Lösung in der Weise behandelt, dass die Endkonzentration der wässrigen Phase 16 bis 25 Gewichts-5^ beträgt.
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3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nach der katalytischen Verätherung die wässrige Alkali-'lösung
in mehrere Portionen aufteilt und das Reaktionsgemisch mit jeweils einer Portion behandelt und die wässrige Phase abtrennt,
bevor die nächste Portionslauge zugegeben wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Alkalinachbehandlung des Harzes zuerst ohne Lösungsmittel
durchführt und nach der Behandlung mit der wässrigen Alkalilösung zur Trennung der Phasen das Reaktionsgemisch mit einem
Lösungsmittel oder mit einem Lösungsmittelgemisch versetzt, welches das Harz löst und' mit Wasser nicht mischbar ist.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
dass man als mehrwertiges .Phenol Bisphenol A verwendet.
6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass man als mehrwertiges Phenol einen Novolak verwendet.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator für die katalytische Verätherung
eine quaternäre Ammoniumverbindung verwendet.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass man als Katalysator Benzyltrimethylammoniumchlorid verwendet.
9. Verfahren nach den Ansprüchen. 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
dass man bei der katalytischen Verätherung mindestens 85 %
der phenolischen Hydroxylgruppen veräthert.
10. Polyglycidyläther, dadurch gekennzeichnet, dass sie nach einem Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1 bis 9 erhältlich
sind.
11. Verwendung der Polyglycidyläther gemäss Anspruch 10 in Kombination
mit Härtern.
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