DE23948C - Etagen-Backofen mit zwei abwechselnd zu heizenden Feuerungen und Wärme-Akkumulator aus Flufskieseln - Google Patents

Etagen-Backofen mit zwei abwechselnd zu heizenden Feuerungen und Wärme-Akkumulator aus Flufskieseln

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DE23948C
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Germany
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oven
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pebbles
deck oven
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DENDAT23948D
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English (en)
Original Assignee
H. HlLKE in Wien
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A21BAKING; EDIBLE DOUGHS
    • A21BBAKERS' OVENS; MACHINES OR EQUIPMENT FOR BAKING
    • A21B1/00Bakers' ovens
    • A21B1/02Bakers' ovens characterised by the heating arrangements
    • A21B1/04Ovens heated by fire before baking only

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 2: Bäckerei.
H. HILKE in WIEN.
aus Flurskieseln.
Auf beiliegender Zeichnung ist der Backofen dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorderansicht desselben; Fig. 2 einen Verticalschnitt senkrecht zur Richtung der Heizkanäle nach der Linie A-B, Fig. 3; Fig. 3 einen Verticalschnitt in der Längenrichtung der Heizkanäle und durch eine Feuerung nach der Linie C-D, Fig. 5 bis 8; Fig. 4 einen Parallelschnitt zur geneigten Sohle des unteren Backherdes nach der Linie L-M, Fig. 2 und 3; Fig. 5 einen Parallelschnitt zur geneigten Sohle des oberen Backherdes nach der Linie G-H, Fig. 2 und 3, nebst oberer Ansicht der Gewölbeträger und des Falzziegelbelags; Fig. 7 einen Horizontalschnitt durch die Feuerungen nach Linie N-O, Fig. 3 und 4, und Fig. 6 und 8 sind in der Richtung der Heizkanäle geführte Schnitte nach den Linien J-K und E-F, Fig. 2 und 3.
Die aus gewöhnlichen Ziegeln und Lehm hergestellten Umfassungswände umschliefsen drei über einander liegende Hohlräume, und zwar unten die beiden Feuerungsräume I sammt Aschenfall, Fig. 2, 3 und η, und Verschlufsthüren α b, Fig. 1, 3 und 7, mit stellbarer Luftzuführung und darüber die beiden Backherdräume XV. Zwischen diesen Hohlräumen und auch über dem oberen Backherdraume liegt ein System von hin- und hergeführten Kanälen XI, durch welche die heifsen Verbrennungsgase streichen. Diese Kanäle XI sind so wie die Wände der Feuerungen I aus Chamotteziegeln hergestellt, und um sie entsprechend von Rufs und Flugasche reinigen zu können, münden sie' an mehreren Stellen der vorderen und hinteren Umfassungsmauer aus, wo dann die eisernen Verschlufskapseln X angebracht sind. Die obere Heizkanalschicht communicirt mit dem Rauchfange.
Wie aus Fig. 2 und 7 zu ersehen, ist in den unteren Raum der Feuerungskanäle ein Kessel II eingeschoben, der sowohl das warme Wasser zur Teigbereitung als auch den Schwelldampf liefert. Zu letzterem Zwecke führen die Rohre III, Fig. r, nach den Backherdräumen XV. An Armatur besitzt der Kessel II einen Fülltrichter, einen Ablafshahn, zwei Probirhähne, ein Manometer und ein Sicherheitsventil. Die Füllung des Kessels II geschieht von einem höher gelegenen Reservoir aus.
Aufser dem v genannten System von Heizkanälen ist der Backofen noch von einem zweiten Kanalsystem durchzogen, das den Zweck hat, den Backherdräumen XV erhitzte Luft zuzuführen und den Abzug der beim Backprocefs entwickelten sauren Gase zu vermitteln, wodurch das erzeugte Gebäck sowohl an Wohlgeschmack als in sanitärer Beziehung gewinnt. Diese Heifsluftkanäle XII beginnen unten an der hinteren Wand bei IX, Fig. 7, wo sie von aufsen reine atmosphärische Luft aufnehmen, laufen zu beiden Seiten der Feuerungen schräg nach aufwärts bis an die Vorderwand und hierauf über die Feuerungen selbst wieder an die Hinterwand, wo sie in den unteren Backraum XV münden, Fig. 3, 6 und 7; die Fortsetzung dieser Heifsluftkanäle führt dann vom vorderen Ende des unteren Backraumes XV nach dem hinteren Ende des oberen Back-
raumes XV und von dort aus zum Rauchfang. Durch die eisernen Zugregulirungsschieber IX, ■welche an mehreren Stellen der vorderen und hinteren Wand in die Heifsluftkanäle treten, kann je nach Bedarf das Durchströmen der erhitzten Luft geregelt eventuell eine gänzliche Absperrung derselben über einem Backherdraum bewirkt werden. Da die Heifsluftkanäle in den Rauchfang münden, kann durch entsprechende Stellung der Schieber IX auch der Zug in den Feuerungen regulirt werden.
Die beiden Backherdräume XV besitzen eine Sohle XIV aus porösen Thonplatten mit glatter Oberfläche und sind mittelst gufseiserner Gewölbeträger XVI von T-förmigem Querschnitt und zwischen dieselben ' eingelegten Falzziegeln XVII, Fig. 5, eingewölbt. Da diese Träger, wie Fig. 2 und 5 zeigen, in den Seitenwänden verankert sind, ist jeder Seitenschub vermieden und Gewölbewiderlager werden überflüssig. Zum Einführen und Herausnehmen des Gebäcks dienen die Oeffmmgen VI an der Vorderwand; sie werden mit eisernen Schubthüren verschlossen, zu deren Bewegung Gewichtshebel dienen. Zur Beleuchtung der Herde ist in der Vorderwand jedes Backherdraumes ein Beleuchtungsapparat VII eingelassen, und die beiden Pyrometer VIII, Fig. 1, erlauben die Beobachtung der Temperatur in diesem Raum bis auf 3000 C.
Von besonderer Wichtigkeit ist der zwischen die Feuerungen I und den unteren Backherd XV eingeschobene Wärmespeicher XIII. Derselbe besteht aus einer Schicht Flufskiesel, welche sowohl die directe Einwirkung der Flammen auf die Herdsohle verhindert als auch, wenn sie einmal erhitzt ist, selbst bei stundenlangem Einhalten des Feuers die Temperatur auf der erforderlichen Höhe erhält.

Claims (1)

  1. Patent-An spruch:
    Ein Etagen-Backofen, in welchem behufs Ermöglichung continuirlichen und ökonomischen Betriebes zwei Feuerungen angebracht sind, deren jede mit dem die Backherdräume umgebenden Heizkanalsysteme communicirt, also mit der anderen alternirend in Verwendung kommen kann, während, eine zwischen der unteren Backherdsohle und den Feuerungen angeordnete Flufskieselschicht als Wärmespeicher dient und die Temperatur auch bei unterbrochener Zufuhr von Heizmaterial durch längere Zeit auf gleicher Höhe hält, und während beide Backherdräume mit eisernen Gewölbeträgern von T-förmigem Querschnitt und dazwischen eingelegten Falzziegeln eingewölbt sind, so dafs Gewölbewiderlager entbehrlich werden.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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