DE23819C - Verfahren zur Herstellung von gegen Motten u. s. w. geschützten desinficirten Polsterhaaren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von gegen Motten u. s. w. geschützten desinficirten Polsterhaaren

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DE23819C
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disinfected
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A. WEHMEYER in Beuel b. Bonn a. Rh
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01CCHEMICAL OR BIOLOGICAL TREATMENT OF NATURAL FILAMENTARY OR FIBROUS MATERIAL TO OBTAIN FILAMENTS OR FIBRES FOR SPINNING; CARBONISING RAGS TO RECOVER ANIMAL FIBRES
    • D01C3/00Treatment of animal material, e.g. chemical scouring of wool

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE S6: Pferdegeschirr.
Bekanntlich ist die nachträgliche Bildung von Motten, Maden etc. und anderen Insecten in den gepolsterten Gegenständen eine sehr grofse Last und hat mich dieser Uebelstand seit längerer Zeit zu weitgehenden Versuchen zur Beseitigung veranlafst.
Es handelt sich hierbei um die sichere Entfernung bezw. Beseitigung aller fetthaltigen Stoffe, welche selbst in trockenem Zustande der fertigen Haare geeignet sind, der Bildung von Insecten oder deren Aufenthalt Vorschub zu leisten. ,
Dieses Resultat ist nun durch das von mir aufgefundene Verfahren erreicht,, wie dieses verschiedene Untersuchungen der Polsterungen, welche mit den nach meinem Verfahren präparirten Haaren gearbeitet waren und keine Spur von Insectenbildung zeigten, nach mehr als Jahresfrist dargethan haben. . Auch halten sich Flöhe und Wanzen nicht darin auf; es ist dies Verfahren sonach aufser für den' Privatgebrauch noch besonders für Krankenhäuser, Lazarethe, Kasernements etc. zu empfehlen.
Das von mir aufgefundene Verfahren enthält folgende Operationen:
i. Gründliche Reinigung der Haare von allen äufserlich anhaftenden Excrementen, Fetten, Staub und Bluttheilen durch Waschung in kaltem Wasser, wie gewöhnlich, und demnächst Einsetzen der Haare in ein kaltes Bad von 4 Theilen Schwefelsäure von 200 B. und 6 Theilen Wasser, worin die Haare 4 Stunden verbleiben müssen, dann wieder kalte Waschung, bis alle anhaftende Säure, entfernt ist.
2. Zur Vernichtung aller dem Haare anhaftenden organischen Substanzen werden dieselben dann in eine kochende Lösung von 2 Theilen Phenol (Carbolsäure) und 8 Theilen Wasser gebracht und verbleiben hierin 2 Stunden.
Hierdurch ist also nicht nur eine völlige Desinfection bewirkt, sondern auch die dem Haare eigene Form geschaffen; während nämlich die ursprüngliche Form des Haares rund ist, wird dasselbe durch diese Kochung mehr flach und hat somit gröfseren Widerstand für die Polsterung.
Hierauf werden die Haare wieder einer gründlichen Waschung in kaltem Wasser ausgesetzt.
3. Demnächst werden die Haare in eine die Desinfection vervollständigende Lösung von ι Theil Ammoniak und 9 Theilen Wasser gebracht und darin 2 Stunden gekocht und nach dem Ablaufen wieder in kaltem Wasser gewaschen.
4. Nachdem das Wasser abgelaufen, werden die Haare auf der Trockenstube in einer bis 600R. steigenden Hitze getrocknet, dann gesponnen und dann die fertigen Stränge zum Schlufs nochmal in einer Lösung von 1 Theil Phenol (Carbolsäure) und 9 Theilen Wasser volle 3 Stunden lang gekocht und schliefslich wieder' in kaltem Wasser ausgespült und getrocknet.

Claims (2)

Patent-AnSPRUch: Das obengenannte Verfahren, bei welchem man:
1. die in kaltem Wasser gewaschenen Haare in ein kaltes Bad von 4 Theilen Schwefelsäure von 20° B. und 6 Theilen Wasser setzt,
2. in eine kochende Lösung von 2 Theilen Carbolsäure und 8 Theilen Wasser bringt, in einer Lösung von 1 Theil Ammoniak und 9 Theilen Wasser kocht,
in einer Trockenstube einer bis auf 6o° R.
steigenden Hitze aussetzt, und
die fertig gesponnenen Stränge in einer Lösung von r Theil Carbolsäure ■ und 9 Theilen Wasser kocht, dann mit kaltem Wasser abspült und trocknet.
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