DE23784C - Verfahren zur Darstellung von Nitroleukobasen des Tripbenylmethans, seiner Homologen und ähnlicher Kohlenwasserstoffe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Nitroleukobasen des Tripbenylmethans, seiner Homologen und ähnlicher Kohlenwasserstoffe

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DE23784C
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nitroleuco
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FARBWERKE VORM. Meister, Lucius & Brüning in Höchst a. M
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B11/00Diaryl- or thriarylmethane dyes
    • C09B11/04Diaryl- or thriarylmethane dyes derived from triarylmethanes, i.e. central C-atom is substituted by amino, cyano, alkyl
    • C09B11/10Amino derivatives of triarylmethanes
    • C09B11/12Amino derivatives of triarylmethanes without any OH group bound to an aryl nucleus
    • C09B11/14Preparation from aromatic aldehydes, aromatic carboxylic acids or derivatives thereof and aromatic amines

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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
ähnlicher Kohlenwasserstoffe.
In P.R. No. 19304 (Zusatz zuP.R. No. 15120), »Verfahren zur Herstellung von Farbstoffen der Rosanilingruppe durch Einwirkung von Nitrobenzylchlorid etc.« ist angeführt und durch ein Beispiel erläutert, dafs auch die mehrfach in der Seitenkette chlorirten und bromirten Nitrotoluole und die sich davon ableitenden ätherartigen Verbindungen bei der Einwirkung auf Anilin und seine Homologen oder deren Salze zur Bildung von Farbstoffen der Rosanilinreihe Veranlassung geben.
Das Studium dieses eigenthümlichen Processes, eier entfernt an die Coupier'sche Fuchsinschmelze, erinnert, hat uns das. Resultat- geliefert, dafs dabei kaum eine Spur von Fuchsin gebildet wird. Wir glaubten im Anfang unserer Arbeiter), dafs der in der Greiff'schen Schmelze (P. R. No. 19304 unter 2.) sich vollziehende Aufbau des Farbstoffmolecüls seine Erklärung finde in der Entstehung desNitrodiamidotriphenylmethans durch die Einwirkung des Paranitrobenzylidenbromids auf Anilin und weiterhin in der Reduction dieser Nitroleukobase durch das vorhandene Eisenchlorür (P. R. No. 16750, Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Rosanilinreihe aus Nitroleukobasen). Dieser Auffassung wurde natürlich durch die Nichtentstehung des Fuchsins der Boden entzogen; sie ist abei die Veranlassung zu einer Reihe von Versuchen gewesen, die mit der Auffindung einer wesentlichen Verbesserung in der Herstellung von Rosanilinfarbstoffen ihren erfolgreichen Abschlufs fanden. Wir haben nämlich festgestellt, dafs sich die Nitroleukobasen des Triphenylmethans etc. bilden; dieselben lassen sich leicht und glatt aus aromatischen Monaminen: 1. mit Hülfe von Paranitrobenzylidenchlorid, Paranitrobenzylidenbromid und den sich davon ableitenden ätherartigen Verbindungen, 2. mit Hülfe von Paranitrobenzylidenanilid, Paranitrobenzylidentoluid und Paranitrobenzylidenxylid herstellen. Die Darstellung von Paranitrobenzylidentoluid und Paranitrobenzylidenxylid ist derjenigen des Paranitrobenzylidenanilids (O. Fischer, Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, XIV, 2526) vollkommen analog.
Erste Methode.
Wir machen darauf aufmerksam, dafs dieses Verfahren sich von demjenigen des Dr. O.Fischer (P. R. No. 16707 und No. 16766; Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft, XIII, 669) in wesentlichen Punkten unterscheidet.
Während die Triphenylmethanbildung bei der Verwendung des Paranitrobenzaldehyds nur bei Gegenwart von Chlorzink und ferner nur unter der Bedingung stattfindet, dafs die Basen in Form von Salzen vorhanden sind, geht dieselbe bei Anwendung von Paranitrobenzylidenchlorid u. s. w. ohne Chlorzink und mit den freien Basen vor sich. Auch erscheint uns die Verwerthung des leicht darzustellenden Paranitrobenzylidenchlorids u. s. w. dem technisch schwer zu beschaffenden Paranitrobenzaldehyd gegenüber als eine durchgreifende Neuerung.
Zur Erläuterung unseres Verfahrens führen wir folgende Beispiele an:
ι. Darstellung von Nitrodiamidotriphenylmethan.
20 Theile Paranitrobenzylidenchlorid, gelöst in 30 bis 40 Theilen eines Mittels, wie Ligroin, Benzol, Alkohol u. s. w., lassen wir auf 19 Theile Anilin einige Stunden bei Wasserbadtemperatur einwirken.
Nach dieser Zeit destilliren wir das Lösungsmittel ab, ziehen den Rückstand mit Wasser aus, filtriren von harzigen Bestandtheilen ab und fällen aus dem Filtrat die Nitroleukobase durch Zusatz eines Alkalis.
2. Darstellung von dimethylirtem Nitrodiamidotriphenylmethan.
Ein Molecül Paranitrobenzylidenchlorid und zwei Molecule Monomethylanilin werden in alkoholischer Lösung am Rückflufskühler erhitzt. Nach beendigter Reaction und nach dem Abdestilliren des Alkohols wird die Reactionsmasse mit Wasser gekocht. Die erhaltene filtrirte Lösung der salzsauren Nitroleukobase wird mit Alkli versetzt, die ausgefüllte Nitroleukobase auf einem Filter gesammelt, ausgewaschen und getrocknet.
Zweite Methode.
Wie das Paranitrobenzylidenchlorid können auch das Paranitrobenzylidenanilid, Paranitrobenzylidentoluid, Paranitrobenzylidenxylid zur Darstellung von Nitroleukobasen benutzt werden; in diesem Falle ist nun ein Molecül des Amins (und zwar in Form eines Salzes) auf ein Molecül des Paranitrokörpers erforderlich.
Die folgende Gleichung veranschaulicht diesen Procefs:
= NO2 QH1
--NC, H,+ Q Hs NH2 HCl CHfQH1NH2J2 HCl.
Als Beispiel wählen wir die Darstellung des Nitrodiamidodiphenyltolylmethans:
a) Ein Gemenge von 23 Theilen Paranitrobenzylidenanilid mit 14,5 Theilen salzsaurem Orthotoluidin, in Alkohol gelöst, wird einige Stunden am Rückflufskühler erhitzt; dann wird der Alkohol abdestillirt und der Rückstand auf die Nitroleukobase in der schon oben bei der Darstellung des Nitrodiamidotriphenylmethans angegebenen Weise verarbeitet.
b) 24 Theile Paranitrobenzylidentoluid werden mit 13 Theilen salzsaurem Anilin und 30 bis 40 Theilen Alkohol auf dem Wasserbade erhitzt. Nach vollendeter Reaction wird die Nitroleukobase wie in a) gewonnen.
Zur Charakteristik der von uns aus Anilin, Toluidin, Xylidin, Cumidin, Naphtylamin, Mono- und Dimethylanilin, Mono- und Diäthylanilin, Methylxylidin, Diphenylamin und Penylnaphtylamin nach den beschriebenen Methoden dargestellten Nitroleukobasen sei noch bemerkt, dafs diese Verbindungen feste Körper von gelber bis gelb- bezw. braunrother Farbe sind, dafs sie unter siedendem Wasser zu einer wachsartigen, rothgelben Masse zusammenschmelzen, dafs endlich ihre schwefelsauren Salze in Wasser, ihre salzsauren Salze in concentrirter Salzsäure schwer löslich sind.

Claims (2)

P at ent-Ansprüche:
1. Darstellung von Nitroleukobasen aus Anilin, Toluidin, Xylidin, Naphtylamin, Methylxylidin , Diphenylamin durch Behandlung dieser Basen mit Paranitrobenzylidenchlorid, Paranitrobenzylidenbromid, Paranitrobenzylidendiacetat oder Paranitrobenzylidenglycoläther, z.B. C6H1NO2-CH(OCH3J2 bei Gegenwart eines Lösungsmittels, wie Ligroin, Benzol, Alkohol u. s. w.
2. Darstellung von Nitroleukobasen aus dem Paranitrobenzylidenanilid, Paranitrobenzylidentoluid, Paranitrobenzylidenxylid durch Erhitzen dieser Verbindungen mit den Salzen der unter 1. erwähnten Basen bei Gegenwart eines Lösungsmittels.
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